Hennemann für Klimakredite

Andreas Hennemann, Oberbürgermeister­kandidat mit besonderem Rückhalt im SPD-Lager, will zusätzliche Hilfen für corona-geschädigte Konstanzer Unternehmen. Bei etlichen hätten die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie Liquiditätsengpässe verursacht, die durch Überbrückungshilfen von Bund und Ländern nur teilweise aufgefangen wurden.

Anzeige

Hennemann zeigt sich auf Grund der Lage vieler lokaler Unternehmen besorgt: „Die Lebensgrundlage vieler Menschen in unserer Stadt ist bedroht.“

Zur Stärkung regionaler Betriebe schwebt Hennemann die Schaffung eines „kreativen und zukunftsweisenden Förderinstruments“ vor. Die Sparkasse Bodensee, an der die Stadt beteiligt ist, solle zinslose und zinsvergünstigte „Klimakredite“ zur Verfügung stellen.

Die Rückzahlung der „Klimakredite“ müsse dabei nicht vollständig in Geld erfolgen. Vielmehr könnten Unternehmen bis zu einem Drittel des Kredits auch über dauerhafte CO2-Einsparungen tilgen. Dazu werde bei der Kreditvergabe eine CO2-Bilanz des beantragenden Unternehmens erstellt. In jährlichen Kurzberichten könnten die Unternehmen darlegen, welche Maßnahmen sie zur CO2-Einsparung umgesetzt haben – etwa durch energetische Gebäudesanierungen oder ein umweltfreundliches Mobilitätsverhalten.

Die CO2-Berichte sollen nach dem Vorschlag Hennemanns anschließend von der Stadtverwaltung, den Stadtwerken oder anderen Stellen bewertet werden. Mit Hilfe einer solchen „Erfolgskontrolle“ solle die individuelle Tilgung errechnet werden.

Mit den „Klimakrediten“ will Hennemann kurzfristige Liquiditätsengpässe in der Wirtschaft überwinden und stetige CO2-Einsparungen erreichen: „Mein Vorschlag sorgt für die dringende und notwendige direkte Unterstützung für Unternehmen. Zugleich entfalten die „Klimakredite“ eine ökologische Lenkungswirkung und Beschleunigung auf dem Weg zur klimapositiven Stadt.“

MM (Foto: Denise Claus Fotografie)