Wir haben Tobias Engelsing, Historiker, Museumsleiter und selber engagierter Fasnachter, zu Willi Hermann und zum Verhältnis von Nationalsozialismus und Fasnacht in Konstanz gefragt. Sein Fazit: In einem psychologischen Sinn hielten es die schweigsamen Täter und Opportunisten der NS-Zeit mit dem Narrenspruch „Gell, Du kennsch mi it!“ Weiterlesen »

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Zum Seenachtsfest machten am vergangenen Samstag zahlreiche Motorboote in Konstanz fest oder lagen in den Gewässern vor der größten Bodenseestadt vor Anker. Wie alle Jahre wollten viele BesucherInnen das festliche Treiben vom eigenen schwimmen­den Untersatz aus genießen. Vor Ort waren auch AktivistInnen der Klimaschutzbewegung „Ende Gelände“, die den jährlichen Motorboot-Ansturm nutzten, um auf den schädlichen Beitrag der Hobby-Skipper zum CO2-Ausstoß aufmerksam zu machen. Weiterlesen »

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ECE und Stadtverwaltung haben es pünktlich wahrgemacht: Der 9. Juli war offizieller Baustart für die Singener Shoppingmall Cano. Gleichzeitig wurde mit der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes begonnen. „Aufbruchstimmung“ wird seitens der Stadtverwaltung freudig verkündet. „Abbruchstimmung“ kommt hingegen bei nicht wenigen auf, die ihren (Um-)Weg entlang der Großbaustellen zwischen Hegau- und Bahnhofstraße sowie August-Ruf- und Thurgauer-Straße finden müssen. Weiterlesen »

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aus: Nebelhorn Nr. 55, Dezember 1985, von Jochen Kelter

Die Kameras sind abgeschaltet, die Werbezeiten im US-Fernsehen verhökert. Nun ist es an den Kaffeesatzdeutern der Gazetten, ihren Lesern die heiße Luft von Genf als Friedensbotschaft zu verkaufen. Bei den derzeitigen Außentemperaturen braucht schließlich auch das vorweihnachtliche Anzeigengeschäftt ein Minimum an Sinnstiftung. Weiterlesen »

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Die Entscheidung des 13er-Rates war einhellig: Die Konstanzer Narrengesellschaft Niederburg sagt die für Ende November geplanten Konzerte zu Ehren des Fasnachts-Komponisten Willi Hermann ab. Mehr noch: Auf einer „offenen Podiumsdiskussion“ soll geklärt werden, wie man mit Hermanns Gassenhauern in der Fasnacht umgehen will. „Wir kehren nichts unter den Teppich“, versichert Mario Böhler, Präsident der Narrengesellschaft, gegenüber seemoz. Weiterlesen »

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Das von der Stadt Radolfzell verhängte Verbot einer antifaschistischen Demonstration auf dem Luisenplatz am 19. November des vergangenen Jahres war rechtswidrig. Das ist das Ergebnis einer Gerichtsverhandlung am 2.8. in Singen, bei der über eine Klage der Anmelderin der Veranstaltung gegen das Behördenverbot entschieden wurde. Einen Tag vor der Verhandlung hatte das Rathaus klein beigegeben und die in der Klageschrift erhobenen Vorwürfe anerkannt. Weiterlesen »

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Die Eröffnung der Fahrradstraße durch Petershausen zog trotz drückenden Wetters erstaunlich viele Menschen an, darunter auch zahlreiche LokalpolitikerInnen aus dem rot-grünen Eck des Gemeinderates. Es war wohl nicht nur das Gratis-Eis, das die Menschen faszinierte, sondern auch die Idee einer lärm- und abgasfreien Stadt. Ob diese Fahrrad­straße hält, was man sich von ihr verspricht, wird sich weisen. Sie ist auf jeden Fall ein Schritt, ähh, Pedaltritt, in die richtige Richtung. Weiterlesen »

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aus: Nebelhorn Nr. 54, November 1985, von Jochen Kelter

Weil sich beim „Südkurier“, wie die Geschäftsleitung unterstreicht, nichts ändern wird, wenn am 1. Januar ’86 der Holtzbrinck-Konzern die Anteilsmehrheit übernimmt, hat Chefredakteur Franz Oexle probeweise schon mal auf eine andere Branche umgesattelt. Ich seh‘ schon den Titel seines nächsten Buchs: ‚Vom Redaktions- zum Rednerpult. Weiterlesen »

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Wenn sich heute die Oberen von Bahn und Stadt zum Spatenstich für die Umbauarbeiten am Bahnhof Konstanz.treffen, werden Vertreter der SPD-Fraktion fehlen. Deren Vorsitzender Jürgen Ruff erklärt in einem Brief, den wir an dieser Stelle abdrucken, die Gründe für den Boykott. Weiterlesen »

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Sie geben nicht auf – die letzten Aufrechten der Initiative „Zukunft Zoffingen“. Obwohl Ende Juni der endgültige Bauantrag für den Umbau der Mädchenschule Zoffingen zum Pflegeheim „Haus Zoffingen“ mit etlichen Nachbesserungen bei der Stadtverwaltung eingegangen ist, haben die NiederbürglerInnen weiterhin Informationsbedarf. Immer noch fürchten sie, aus der Niederburg würde eine Betonburg – besonders die Verkehrssituation macht Sorgen. Weiterlesen »

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„Konstanz sollte es anderen Städten gleichtun und sich zu einem sicheren Hafen erklären“. Der Appell der Konstanzer Organisatoren wurde zum Höhepunkt der zweistündigen Seebrücke-Demo am letzten Samstag: Gut 300 Menschen protestierten gegen die Abschottungspolitik Europas und für sichere Häfen nicht nur am Mittelmeer. Weiterlesen »

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aus: Nebelhorn Nr. 53, Oktober 1985, von Jochen Kelter

Seit Wochen schwirren Sekretärinnen, Regierungsbeamte, Kassenboten und Flüchtlingsvorzimmerdamen nach Ostberlin ab. Ziehen sich noch einen Spanien-Urlaub von Neckermann rein und machen die Fliege. Die Mädels und Jungs, die Kaugummiautomaten, Minister und Cruise Missiles belauchen, hat das Reisefieber gepackt. Weiterlesen »

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Einstimmig hat der Konstanzer Kreistag bei seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause einen Antrag der Linken angenommen, der den Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) auffordert, „allen Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeit – unabhängig von ihren Herkunftsländern – ein Bleiberecht zu erteilen“.Die Linke-KreisrätInnen Anke Schwede und Hans-Peter Koch hatten eine Initiative von mehr als 90 baden-württembergischen Unternehmen aufgegriffen. Weiterlesen »

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Tag für Tag ertrinken Menschen im Mittelmeer, allein im Juni waren mehr als 600 Opfer zu beklagen. Die Regierungen der EU-Länder sehen dem Massensterben nicht allein untätig zu – schlimmer: Sie hindern zivile Seenotrettungskräfte aktiv daran, in Seenot geratenen Geflüchteten zu helfen. Gegen diesen Zivilisationsbruch mobilisiert die internationale Basisbewegung „Seebrücke“ Widerstand. Am kommenden Samstag werden auch in Konstanz Menschen für einen humanen Umgang mit den Flüchtenden auf die Straße gehen. Weiterlesen »

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Sie haben sich den Urlaub redlich verdient – und wir auch. Wie in jedem der elf Jahre, in denen seemoz nun schon auf Sendung ist, treten wir im Ferienmonat August etwas kürzer und veröffentlichen täglich mal nur einen Text, manchmal gar keinen – wir arbeiten auf Sparflamme, bleiben aber wachsam. Weiterlesen »

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Die Verwaltung ist um einen Kniefall vor einem Großkonzern selten verlegen und hat daher im Podcast der Gemeinderatssitzung vom 10.7. das Wort „Vonovia“ mit einem Piepston unhörbar gemacht. Außerdem gab es im Gemeinderat viel Schelte für den lücken­haften Entwurf einer Vereinbarung über das neue Konstanzer KINA, für das die Stadt Flächen auf dem Siemens-Areal anmieten will. Anscheinend hat die Verwaltung aus der Katastrophe Kompetenzzentrum wenig über den Umgang mit privaten Investoren gelernt. Weiterlesen »

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Die Mieter der beiden Wohnblocks in der Schwaketenstraße zeigen öffentlich ihren Protest gegen den Eigentümer ihrer Mietwohnungen. Mit Plakaten machen sie ihre Nachbarn, aber auch den Durchgangsverkehr auf ihren Widerstand gegen die Modernisierungspläne der Vonovia SE aufmerksam. Weiterlesen »

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