Nach rund vierzehn Jahren endet die Amtszeit des Konstanzer Theaterintendanten Christoph Nix. Er hat mit einem engagierten Team dafür gesorgt, dass die altehrwürdige Spielstätte wieder eine neue Blüte erlebte, nicht nur in Konstanz, sondern oft weit darüber hinaus. Während seiner Intendanz legte er sich aber auch gerne mit den städtischen Obrigkeiten an – was nicht allen gefiel und bisweilen zu heftigen Auseinandersetzungen führte. Hier sein rückblickender Abschiedstext. Weiterlesen »

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Seit 1981 verkauft Herbert Umlauft zusammen mit seinem Team Jeanshosen in einem kleinen Hinterhofladen an der Bodanstraße. Daddy Cool Jeans ist Anlaufstelle für die Kunden, die die großen Einkaufsstraßen auf der anderen Seite der Bodanstraße meiden. Herr Umlauft nennt sie selbstbewusst „Einkaufsmuffel“. Menschen, die in seinen Laden kommen, haben das Ziel, sich möglichst lange keine Gedanken mehr über ihre Hosen machen zu müssen. Weiterlesen »

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Sie gehören zum Urgestein der Zivil­gesell­schaft. Seit Jahrzehnten decken die Mitglieder von Amnesty International Menschenrechts­ver­letzun­gen auf, kämpfen gegen die Todesstrafe, engagieren sich gegen Folter, schreiben Briefe, wenden sich an die Politik – und sind aus dem öffentlichen Leben nicht wegzudenken. Dazu gehört seit einem halben Jahrhundert auch die Ortsgruppe Konstanz, deren Einsatz höchsten Respekt verdient. Und die Mitstreiter*innen sucht. Weiterlesen »

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Am vergangenen Freitag fragten wir nach der polnischen Gewerkschafterin Anna Walentynowicz (1929–2010). Die Solidarnosc-Mitbegründerin trat kurz nach Zulassung der Gewerkschaft wegen anhaltender Konflikte mit Lech Walesa, ihrem berühmten Mitstreiter in der Danziger Leninwerft, aus dem Vorstand aus. Ihren Vorwurf, dass er während des 1980er-Streiks mit dem Geheimdienst kooperiert habe, wiederholte sie auch, als er bereits Staats­präsident war – in der irrigen Hoffnung, dass bei einem Prozess wegen Präsidentenbeleidigung auch der Wahrheitsgehalt ihrer Anschuldigungen überprüft würde. 2010 starb sie auf dem Weg zu einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Massakers von Katyn, wo 1940 auf Geheiß Stalins 4400 polnische Offiziere ermorden worden waren. Bei dem Flugzeugabsturz kam unter anderen auch der polnische Präsident Lech Kaczynski ums Leben. brm

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Eine überschaubare Zahl Friedensbewegter versammelte sich vergangenen Mittwoch­nachmittag vor dem Eingang zum Konstanzer Rathaus, den zu diesem Anlass eine Friedensfahne zierte. Zusammen mit Bürgermeister Andreas Osner, der für die Stadtverwaltung da war, begingen sie an diesem 8. Juli den „Flaggentag“ des internationalen Netzwerks „Mayors for Peace“. Er erinnert an die entsetzlich zahlreichen Opfer der ersten Atombomben­abwürfe in Hiroshima und Nagasaki und soll Zeichen setzen für Abrüstung und vor allem die Abschaffung von Atomwaffen. Weiterlesen »

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„Spiel + Technik Klingeberger“ war Garant für platt gedrückte Kindernasen und große Augen, ganz zum Leidwesen der Eltern, die auf ihrem Heimweg grundsätzlich einen Stopp an den Schaufenstern der Kreuzlinger Straße eins bis drei einlegen mussten. Seit dem Sommer 2019 fallen diese Stopps aus. Die Klingebergers haben ihr seit 1958 an dieser Stelle geführtes Geschäft aufgegeben. Weiterlesen »

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Den kommenden Samstag, 18. Juli, wird eine Demonstration unter dem Motto „Nicht auf unserem Rücken! Demo für bezahlbaren (Wohn-)Raum“ stattfinden, organisiert von Solidarity City Konstanz. Anlass ist die Aufhebung des Kündigungsschutzes für MieterInnen, obwohl sich die Wirtschaftskrise weiter verschärft. Dagegen werden sowohl Betroffene als auch jene ihre Stimme erheben, die sich für das Anliegen der Demo stark machen. Weiterlesen »

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Die sture Katholikin

„Frauen gehören an die Kochtöpfe und zu den Blumen“, erklärte ihr einmal ein berühmter Mitstreiter. Eine lächerliche Aussage gegenüber einer Frau, die einen Kran bedienen konnte und Schiffsteile zusammenschweißte. Für diesen „Verräter“ (der es später ins höchste Staatsamt schaffte) empfand sie aber ohnehin nur Verachtung, weil er – da war sie ganz sicher – für den Geheimdienst gearbeitet hatte. Nur beweisen konnte sie es nicht. Weiterlesen »

Kommentare deaktiviert für Engagiert und widerspenstig: Wer wars? (12)

Der Konstanzer Stadtteil Stadelhofen bietet vielen Menschen eine Heimat. Eingegrenzt von Eisenbahnlinie, Schweizer Grenze und historischer Stadtmauer, veränderte sich die Bedeutung des Viertels für seine Bewohner und seine Nachbarn immer wieder. In den nächsten Tagen stellt Benjamin Arntzen Ihnen in Bild und Text Gesichter und Geschichten aus Stadelhofen vor, individuelle Lebenswege, Ideen, Träume und Veränderungen, die das liebenswerte Viertel am Ostrand unserer Stadt bis heute mitprägen. Weiterlesen »

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Die Landesregierung will das bestehende Klimaschutzgesetz überarbeiten, um den Ausstoß von Treibhausgasen im Ländle zu reduzieren. Die Vorschläge, die jetzt das Umweltministerium dafür vorgelegt hat, haben Klimaschutz-Organisationen nicht gerade vom Hocker gerissen. Die Novelle verpasse es, wichtige Weichen zu stellen. Insgesamt seien die Gesetzespläne als „Armutszeugnis für den Klimaschutz“ zu werten. Weiterlesen »

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Ende August jährt sich der Mord an dem damals siebzehnjährigen Martin Katschker zum fünfzigsten Mal. Den Boden für die Bluttat hatte ein in der Stadt wohlgelittenes NPD-Mitglied bereitet, das später als Stadtrat beste Beziehungen zu OB und Verwaltung pflegte. Die Linke Liste beantragt jetzt, am Schauplatz der Tat eine Gedenktafel aufzustellen. Vier weitere Fraktionen haben sich dem Antrag angeschlossen. Weiterlesen »

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Wer geglaubt hatte, der öffentliche Proteststurm nach dem Entzug der Gemeinnützigkeit für die älteste antifaschistische Organisation der Republik würde das Berliner Finanzamt zum Einlenken bewegen, sieht sich getäuscht. Die Behörde hat Ende Juni den Einspruch der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) zurückgewiesen – vorerst, wie es in einer schriftlichen Stellungnahme heißt. VVN-BdA-Geschäftsführer Thomas Willms erhob nach Eingang des Schreibens Vorwürfe auch gegen den rot-rot-grünen Berliner Senat. Weiterlesen »

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(red) Klimanotstand, Klimawandel – war da nicht mal was? Richtig, vor rund einem Jahr rief der Konstanzer Gemeinderat als erste Kommune in Deutschland einstimmig den Klimanotstand aus. Weltweit wurde darüber berichtet und hier wähnte man sich mit stolz geschwellter Brust als Vorkämpfer für eine ökologische und nachhaltige Politik, auch mit Blick weit über den lokalen Tellerrand hinaus. Doch die Konstanzer Stadtwerke ficht das offensichtlich nicht an. Seit einiger Zeit prangt auf mehreren städtischen Bussen fette Werbung für günstige Flüge nach Mallorca. (Foto: privat)

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Der Technische und Umweltausschuss (TUA) des Konstanzer Gemeinderates wird am Mittwoch in einer öffentlichen Sondersitzung künftige Verkehrsstrategien in und um Konstanz debattieren. Dabei steht die autofreie Innenstadt ebenso auf dem Programm wie eine „ÖPNV-Offensive Agglo-S-Bahn“, bessere Busverbindungen, der Parkraum, ein digitales Verkehrsmanagement und die Umwandlung der Schützenstraße in eine Fahrradstraße. Wie also könnte die Verkehrswende in Konstanz konkret aussehen? Weiterlesen »

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Ob das beliebte Sommertheater unter freiem Himmel dieses Mal überhaupt stattfinden kann, war im vermaledeiten Seuchenjahr 2020 lange ungewiss. Jüngst erst hat der Konstanzer Gemeinderat den Weg dafür freigemacht, auch weil das Theater ein überzeugendes Hygienekonzept präsentieren konnte. Nun also hieß es am Samstag Bühne frei für „Hermann den Krummen“, das Stück aus der Feder des scheidenden Intendanten selbst. Unsere Rezensentin war von der Premiere auf ganzer Linie begeistert. Weiterlesen »

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Der Iran exekutiert nach China weltweit die meisten Menschen. 2019 sollen es mindestens 251 Menschen gewesen sein, die größtenteils aus politischen Gründen ermordet wurden. Zusammen mit Sedigh Karimi erinnerte Amnesty International Konstanz an drei zum Tode verurteilte Männer, die im Zuge sozialer Proteste im November 2019 von den iranischen Behörden eingesperrt worden waren. Neben ihrer Freilassung forderten die KundgebungsteilnehmerInnen die weltweite Ächtung der Todesstrafe. Weiterlesen »

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Vor 75 Jahren tötete der Abwurf von Atombomben auf zwei japanische Städte mehr als 100.000 Menschen. Der Oberbürgermeister von Hiroshima, dessen BewohnerInnen es als erste traf, gründete das weltweite Netzwerk „Mayors for Peace“ mit dem Ziel, Atomwaffen abzuschaffen. Zu den weltweit fast 8.000 Städten, die sich ihm angeschlossen haben, gehört auch Konstanz. Am 8. Juli 2020 zeigen die „Mayors for Peace“-Kommunen demonstrativ Flagge für eine Welt ohne Atomwaffen. Weiterlesen »

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