Ein vertrauter aber nach Monaten von Home-Office und Online-Klassenzimmer irgendwie auch fremder Anblick bot sich diesen Freitag im Konstanzer Herosé-Park. Nach acht Monaten lockdownbedingter Streikpause, demonstrierte Fridays for Future am Freitag erstmals wieder.  Rund 300 Klimaschützer*innen versammelten sich mit bunten Plakaten, um ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen. Dem Vize-Landrat Philipp Gärtner übergab die Gruppe ein Dokument mit Klimaschutz­forderungen an den Kreistag. Weiterlesen »

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Im Theater Konstanz wird wieder gespielt. Open Air können nach einem Jahr Pause nun wieder Stücke gezeigt werden. Auch für die Kleinen ist etwas dabei. Das Junge Theater zeigt „Bär im Universum“ – ein Stück über die Zerstörung unseres Planeten aus Perspektive bedrohter Tierarten. Weiterlesen »

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Am vergangenen Freitag fragten wir nach der österreichischen Architektin Margarete Schütte-Lihotzky (1897–2000). Das „verdammte Ding“ war die sogenannte Frankfurter Küche, ein Prototyp der modernen Einbau­küche. Warum sie 1942 nicht zum Tod verurteilt wurde, beschreibt sie in ihrem Buch „Erinnerungen aus dem Widerstand. Das kämpferische Leben einer Architektin 1938–1945“ (Promedia, Wien 2014). Demnach hatte dem Volksgerichtshof ein Schreiben vorgelegen, in dem das türkische Erziehungsministerium der ehemaligen Mitarbeiterin einen Arbeitsvertrag anbot. Da die Nazis damals noch hofften, die Türkei werde auf ihrer Seite in den Krieg eintreten, verzichteten sie lieber auf die Verhängung der Todesstrafe. Das Schreiben war ein Fake. brm

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Unter diesem Motto gehen vom 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag, bis zum 26. Juni, dem internationalen Tag zur Unterstützung von Folteropfern, in vielen Städten im Südwesten Deutschlands Mitglieder von Amnesty International auf die Straße. Auch in Konstanz ist kommenden Sonntag eine Aktion geplant. Weiterlesen »

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Die mehrfach verschobene Veranstaltung von vhs und Terre des Femmes „Wenn Frauen zur Ware werden. Menschenhandel und Sex­sklaverei – Tiefer Schatten über Deutschland“ findet am 28. Juni um 19.30 Uhr in Präsenz statt. Als ehemaliger Kriminal­haupt­kommissar verfügt der Referent Manfred Paulus über umfassende Ermittlungs­erfahrungen im Bereich des Frauen- und Kinderhandels. Er leitete lange Jahre das Ulmer Dezernat Sexualdelikte und Rotlichtkriminalität und widmete sich der Bekämpfung des Menschenhandels. Weiterlesen »

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Die ignorierte Baumeisterin

Die Anklage lautete auf Hochverrat, und jedeR rechnete mit ihrem Tod. Ein Wärter tröstete sie sogar, dass sie das Gefängnisleben ohnehin nicht mehr lange aushalten würde – Enthauptung sei da schon besser, das gehe nur sieben Sekunden. Doch der Zweite Senat des Berliner Volksgerichtshofs, der am 22. September 1942 im Wiener Landesgericht tagte, ließ die 45-Jährige am Leben. Zu fünfzehn Jahren Zuchthaus verurteilt, wurde sie im April 1945 von US-Truppen aus einem bayerischen Gefängnis befreit.

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Kommentare deaktiviert für Engagiert und widerspenstig: Wer wars? (31)

Die Situation für RadlerInnen in der bahnhofs­nahen Innenstadt (und nicht nur dort!) ist konfus: Bei gutem Wetter finden nur Günstlinge des Schicksals oder extrem dreiste Menschen im Bahnhofsumfeld einen Abstell­platz für ihr Fahrrad – irgendeinen, wohlgemerkt, ganz ohne Regen- und Diebstahlsschutz. Die Stadt will die Situation in diesem Bereich schrittweise verbessern, dürfte aber mit der großen und tendenziell steigenden Nachfrage in den nächsten Jahren kaum Schritt halten. Weiterlesen »

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Die coronabedingten Einschränkungen des sozialen und gesellschaftlichen Lebens wecken derzeit bei vielen Empfindungen des Isoliert-Seins. Wie aber erleben Menschen hinter Gittern die Pandemie? Was macht diese Zeit mit Eingesperrten, die ihrer Straftaten wegen bereits isoliert leben? Einen Eindruck davon kann eine Kunstinstallation auf dem Konstanzer Münsterplatz vermitteln, die ab diesem Sonntag zu begehen ist. Weiterlesen »

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Marx an der Uni? Das war vor Jahrzehnten vielleicht mal so, als „Kapital“-Lesekurse und Debatten über den Dialektischen Materialismus zum Pflichtprogramm von halbwegs aufgeklärten StudentInnen gehörten. Doch heute? Dabei zeigen gerade die Theorien von Karl Marx, Friedrich Engels und anderen Theo­re­ti­kerInnen der ArbeiterInnenbewegung, was an den Unis – und in der Gesellschaft – falsch läuft. Das thematisiert nun eine Initiative an der Uni Konstanz. Weiterlesen »

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Am 11. Juli wird Singen sein Stadtoberhaupt für die kommenden acht Jahre wählen. Lange sah es danach aus, als gäbe es nur einen Kandidaten für den Chefsessel im Rathaus: nämlich Bernd Häusler (CDU), der bisherige Amtsinhaber. Anfang Juni hat dann noch ein Interessent seine Bewerbung eingereicht: Helmut Happe aus Engen. Ob damit die SingenerInnen bei der Wahl eine echte Alternative haben? Weiterlesen »

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Nach mehreren Monaten Demopause kehrt Fridays for Future Konstanz aus dem Corona-Lockdown zurück. Am Freitag, den 18. Juni, gehen die jungen Klimaschützer*innen um 13 Uhr am Herosé-Park wieder auf die Straße. Thema der Kundgebung ist dieses Mal der unzureichende Klimaschutz im Kreis Konstanz. Nach Meinung der Aktivist:innen haben Landkreis und Kreistag das Thema komplett verschlafen; sie sollen jetzt endlich tätig werden und sich eigene, ambitionierte Klimaziele setzen. Weiterlesen »

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Seit rund einem Monat ist eine Karawane Friedensbewegter auf Schusters Rappen in Deutschland unterwegs. Auf den Weg gemacht haben sich die Wandernden am 12. Mai in Hannover, das Ziel soll nach 55 Tagesetappen am 4. Juli in Konstanz erreicht werden. Die von den Naturfreunden initiierte und zahlreichen lokalen wie überregionalen Gruppen unterstützte Friedenswanderung will Zeichen für gewaltfreie Konfliktlösungen und globale Abrüstung setzen. Weiterlesen »

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Nach einer Zwangspause von rund sieben Monaten öffnet nun auch die kleine aber feine Zimmerbühne in der Konstanzer Niederburg wieder ihre Türen. „Ohne die vielen und großzügigen Spenden“, so Theaterchefin Gela Homburger, „wäre das nicht möglich gewesen“. Ab Ende Juni wird „Boheme in Kustenz“, eine szenische Lesung mit Musik, dort aufgeführt. Worum es dabei geht, erfahren Sie hier. Vorschlag: Karten rechtzeitig sichern, denn die Platzzahl ist begrenzt. Weiterlesen »

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Es ist kaum zu glauben, in welch langen Zeiträumen StädteplanerInnen teils denken. Das müssen sie auch, ganz besonders, wenn sie es mit der Bahn zu tun bekommen. Immerhin scheint sich jetzt Großes zu tun: Bahn und Stadt haben ihre Absicht bekundet, irgendwann gemeinsam die architektonisch eigenwillige Ladenzeile neben dem Konstanzer Bahnhof abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, der über anderem ein Fahrrad­parkhaus beherbergt. Auch dem Schweizer Bahnhof droht dann die Abrissbirne. Weiterlesen »

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Passend zur beginnenden Feriensaison samt weiteren Lockerungen spricht Valentin Groebner, Geschichtsprof an der Uni Luzern, über sein aktuelles Buch „Ferienmüde“. Darin zeichnet er die historische Entwicklung des Urlaubs nach – dem Ausflug in die Fremde, der inszenierten Utopie. Nicht nur durch Corona fällt sie immer weiter in sich zusammen. Der von der vhs organisierte Vortrag findet im Konstanzer Kulturzentrum in Präsenz statt. Weiterlesen »

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So langsam wird klar, dass es jetzt eine (Teil-) Rückkehr zu Kultur, Bildung und Unterhaltung geben dürfte, und das natürlich auch in unserer Region. Alles wieder wie früher? Beinahe jedenfalls, außer dass der Kampf um die Eintrittskarten härter als gewohnt werden könnte, weil es wegen der Sicherheitsabstände vorläufig noch weniger davon geben wird. Steht nur zu hoffen, dass die Nationalmannschaft bei der EM frühzeitig ausscheidet, damit sich die Hallen auch an allen Abenden richtig füllen. Weiterlesen »

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Die katholische Kirche sei an einem „toten Punkt“ angekommen. Mit dieser Feststellung begründet Reinhard Kardinal Marx sein an den Papst eingereichtes Rücktrittsgesuch. Zweifelsohne: Seine Ankündigung und Bereitschaft zur Übernahme von Mitverantwortung ringen vielen Respekt ab. Allerdings steht die Frage im Raum, ob der Erzbischof von München und Freising tatsächlich jener Geistliche ist, der die größte Schuld trägt und damit nicht der Falsche geht. Das fragt sich auch unser Kommentator. Weiterlesen »

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