„Friedenskette“ Bodensee: Auch eine Frage der Kohle

Laut Mitteilung von Pressesprecher Gerhard Mayr (Bild) sollen an der gescheiterten „Friedenskette“ rund um den Bodensee 50.000 Menschen teilgenommen haben und am Tag darauf habe man, erklärte Mayer, rund 10.000 Menschen auf Klein Venedig begrüßen können. Das „Orga-Team“ der „Corona-Rebellen“ begnügt sich allerdings mit der Hälfte. Interessant ist indes, und das könnte auch die Steuerbehörden interessieren: Was kam an Spenden rein und wohin ist das Geld geflossen? Wir haben nachgefragt.

Guten Tag Herr Elbs,

im Nachklang zur Konstanzer Demo gegen die Corona-Maßnahmen haben uns viele Fragen erreicht. Da Sie für die Finanz- und Spendenverwaltung als Verantwortlicher genannt wurden, bitten wir um zeitnahe Antworten. Stichwort Transparenz.

1. Wieviele Spenden wurden am Wochenende eingenommen?

2. Auf welches Konto gingen diese Gelder? Ursprünglich wurde auf der Webseite offensichtlich ein Konto bei der Bezirkssparkasse Reichenau angegeben. Wenn man auf der Webseite auf „Spenden“ geht, tut sich nichts. Das ist insofern erstaunlich, weil sicher auch im Nachhinein noch Spenden hätten eingehen können.

3. Welche Kosten sind insgesamt angefallen, u.a. für Bühnenaufbau/Bühnenabbau mit dazugehöriger Technik? Gab es Honorar für die Redner und Musiker?

4. Bekam Herr Mayr für seine Bemühungen ein Honorar? Wenn ja: in welcher Höhe?

Mit Interesse sehen wir Ihren Antworten entgegen und bedanken uns vorab für Ihre detaillierten Angaben.

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Mit freundlichen Grüßen
Holger Reile
Redaktion seemoz

Seit Tagen warten wir auf Antwort. Doch bislang kam: nichts. Über das Finanzgebaren der sogenannten „Querdenker“ haben sich auch andere Beobachter der Szene Gedanken gemacht. Hier geht es zum Text der Redaktion netzpolitik.org, die ausführlich recherchiert hat und Erstaunliches ans Licht brachte: „Die fragwürdigen Spendentricks der Anti-Corona-Bewegung“.

hr (Foto: P. Wuhrer)