NO TAV – Der Widerstand wächst, längst nicht nur im Susatal

Der Protest im piemontesischen Susatal gegen die Bahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke TAV spitzt sich zu. Und die Parallelen zum S21-Protest springen ins Auge: Hier wie dort geht es um eine Bahnlinie, deren Sinn sich nicht erschließt, hier wie dort sollen überflüssige Tunnels das Land durchlöchern, hier wie dort werden Demonstranten kriminalisiert. Die Konstanzer Autorin Sabine Bade, ihr neues Buch erscheint im Mai, berichtet:

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Bene Müller: „Energiewende wird abgewürgt“

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch die Solarstromförderung gekürzt. Die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegten Neuregelungen sehen vor, die Fördersätze möglichst zum 9. März einmalig um 20 bis 30 Prozent zu senken. Von Mai an soll die Förderung monatlich um weitere 0,15 Cent zurückgefahren werden. Protest gegen diese Art der Energiewende kommt auch aus der Region. Dazu das seemoz-Interview mit Bene Müller, Vorstand von solarcomplex aus Singen. …weiterlesen »

Die einseitige Atommülllagersuche in der Schweiz

19 der 20 möglichen Standorte des Schweizer Atommülllagers liegen in unmittelbarer Nähe der Grenze zu Baden-Württemberg. Darauf hat der BUND Baden-Württemberg zeitgleich mit einer Information des Schweizer Bundesamtes für Energie (BfE) hingewiesen. Und gleichzeitig „eine umfassende Beteiligung auch der deutschen Bürgerinnen und Bürger“ an der Entscheidung über ein Schweizer Atommülllager verlangt. Die Landesregierung in Stuttgart ist spätestens jetzt gefordert. …weiterlesen »

Das Land muss Vorreiterrolle in der Umweltpolitik annehmen

Den Worten jetzt Taten folgen lassen – das schrieben BUND und Nabu, die größten Umweltverbände im Land, Ministerpräsident Winfried Kretschmann in den Terminplan. Während der Naturschutztage in Radolfzell forderten die Landesvorsitzenden von BUND und NABU, Dr. Brigitte Dahlbender (s. Foto) und Dr. Andre Baumann, Baden-Württemberg müsse seine Vorreiterrolle in der Umweltpolitik annehmen: „Die Umweltschutz-Strategie darf kein Katalog frommer Wünsche bleiben“. …weiterlesen »

Freibrief für Fessenheim

Das elsässische Atomkraftwerk Fessenheim kann nach Einschätzung der französischen Atomaufsicht ASN mehrere Jahre weiter betrieben werden. Auch die anderen 57 Atomkraftwerke in Frankreich seien ausreichend sicher. Es müssten jedoch einige Verbesserungen umgesetzt werden, stellte die Atomaufsicht während der Präsentation ihres AKW-Stresstests gestern in Paris fest. Umweltschützer beiderseits des Rheins, soweit sie aus dem Urlaub zurück sind, reagieren empört. …weiterlesen »

Wird AKW Fessenheim 2012 abgeschaltet?

30 Kilometer südwestlich von Freiburg und 30 Kilometer südöstlich von Colmar stehen die beiden alten französischen AKW-Reaktoren von Fessenheim. Die zwei ältesten Druckwasserreaktoren Frankreichs wurden bereits 1978 in Betrieb genommen; Sicherheitsbedenken von den Betreibern stets abgewiegelt. Jetzt scheint es ein Umdenken in Frankreich zu geben: Eine baldige Schließung der Uralt-AKWs wird möglich. …weiterlesen »

Auf der Erfolgsspur: Erneuerbare Energien am Bodensee

Häckselkessel am Haken

Zwei Gründe zum Feiern: Das regionale Bürgerunternehmen solarcomplex aus Singen weiht am 3. 12. in Messkirch und am 7. Dezember in Weiterdingen zwei neue Anlagen ein. Die Energie-Revolutionäre machen erkennbare Fortschritte hin zu ihrem Ziel, die Bodensee-Energieversorgung bis 2030 auf erneuerbare Energien umzustellen. Und mittlerweile unterstützen 700 Bürger der Region diese Aktion, bei der man nicht nur etwas für die Umwelt tut. Man kann dabei auch Geld verdienen. …weiterlesen »

Kein Geld für Umweltverschmutzer, Atomstrom und Waffen

So eine Überschrift würden wohl die meisten von uns unterschreiben. Was wir aber leicht vergessen: Praktisch jeder, dem wir unser Geld anvertrauen, investiert dieses in Firmen, Branchen und Märkte unter meist kurzfristigen Renditegesichtspunkten. Was die Empfänger dieser Investitionsgelder dann letztlich mit unserem Geld anstellen, bleibt meist im Dunkeln. Doch aus Leutkirch naht Hilfe. Und seemoz macht ausnahmsweise Werbung. …weiterlesen »

Auf die Brücken zum Fessenheim-Protest

20110916-114943.jpgIm Spätherbst des Fukushima-Jahres 2011 soll auch in Frankreich eine weitreichende Entscheidung getroffen werden. Bewirken die zunehmend gefährlicher werdenden Mängel und der wachsende politische Druck aus dem Elsass, aus Südbaden und der Schweiz ein „Bauernopfer“ und wird das altersschwache AKW Fessenheim abgestellt oder wird die Gefahrzeit um weitere 10 Jahre verlängert? Um diese Frage geht es auch bei der Brücken-Demonstration am Sonntag, 18.9. – sogar in Konstanz …weiterlesen »

Pferdeäpfel frei: Die E10-Gebote

20110826-235506.jpgOh holdseliges Mittelalter! Da gab es noch Zünfte, einen wirklich freien Markt, echte Qualitätsprodukte, und es gab auf jedem Marktplatz einen Pranger. An dem wurde jeder öffentlich geschmäht, verhöhnt und angespuckt, der sich gegen die Zunftordnung oder sonstige geltende Sitten, Gebräuche und Übereinkünfte vergangen hatte. Besonders gern sah man dort jene Lumpen und Betrüger, die dem Volke minderwertige Waren für überteuertes Geld aufzunötigen trachteten. Tempi passati.
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Felchen und Kretzer mit Bio-Qualität

Felchen, Seeforelle, Seesaibling, Hecht, Aal, Kretzer (in der Schweiz Egli genannt): Sie alle gedeihen in Deutschlands größtem Trinkwasserspeicher, im Bodensee, der mit seinem Wasser rund vier Millionen Baden-Württemberger und Schweizer versorgt. Und eben die Fische, die aber nicht mit dem Zusatz „Bio“ verkauft werden dürfen. Warum das so ist, und warum sie das ärgert, erklären Fischerei-Experten und Bodensee-Fischer. …weiterlesen »

Wie bei S21 – Protest im Susatal

Seit 20 Jahren protestieren Menschen im piemontesischen Susatal gegen die Bahn- Hochgeschwindigkeitsstrecke TAV von Turin nach Lyon. Die Parallelen zum S21-Protest springen ins Auge: Hier wie dort geht es um eine Bahnlinie, deren Sinn sich nicht erschließt, hier wie dort sollen überflüssige Tunnels das Land durchlöchern, hier wie dort werden Demonstranten kriminalisiert. Die Konstanzer Autoren Sabine Bade und Wolfram Mikuteit, ansonsten auf Wanderführer spezialisiert, berichten: …weiterlesen »

25 Jahre Kampf für den Regenwald

Am 5. Juni 1986 gründete Reinhard Behrend den Verein „Rettet den Regenwald“, mit dem auch seemoz kooperiert und regelmäßig auf deren Aktionen hinweist. Der Hamburger Soziologe wollte die Zerstörung des artenreichsten Ökosystems der Erde aufhalten und seinen Bewohnern eine Stimme geben. Trotz vieler Erfolge im Laufe der Jahre haben die Umweltschützer keine Zeit, ihren Geburtstag zu feiern, denn die Tropenwälder sind immer noch in großer Gefahr. …weiterlesen »

Wegen Ehec: Immer nur Kraut und Rüben?

Andreas Gronmaier

Auf der Insel Reichenau werden zur Zeit täglich 50 000 frische Gurken vernichtet. Die Verbraucher kaufen keine Gurken mehr, weil sie wegen des Ehec-Erregers verunsichert seien, sagt Christian Müller, stellvertretender Vorsitzender der Reichenau-Vermarktungsgenossenschaft. seemoz hat bei Bio-Bauern aus der weiteren Region nachfragen lassen: Drei Kurzinterviews zu verunsicherten Verbrauchern, zu Gemüse ohne Gülle und einer Trendwende bei Bodenernährung und Handelswegen. …weiterlesen »