Das Musikvideo zur Klimadebatte

(hr) „von Welt“, eine junge Formation von Deutschrockern aus dem Schwarzwald, hat in Kooperation mit Greenpeace das Musikvideo „Zerstöre mich“ produziert. Sehens- und hörenswert, und ein bemerkenswerter Beitrag zur aktuellen Diskussion. Die Truppe sorgte schon vor rund drei Jahren in Konstanz für Aufsehen. Hier geht es zum damaligen Bericht auf seemoz: Konstanzer Bürgeramt will kein Ramba Zamba.

Ausländische ArbeitnehmerInnen als Billiglöhner

Sommerzeit ist Ferienzeit, und das heißt auch, Zeit für Besuche in Restaurants, Biergärten und anderen gastronomischen Einrichtungen zur Entspannung und Pflege der Geselligkeit. Die Kehrseite: Dort schuften ausländische MitarbeiterInnen teils zu Dumpinglöhnen und unversichert. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) schlägt jetzt Alarm und fordert eine bessere Betreuung vor allem unerfahrener Neuankömmlinge, um sie vor der schamlosen Ausbeutung durch habgierige Arbeitgeber zu schützen. …weiterlesen »

Massiver Arbeitsplatzabbau in Radolfzell

Die EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft), Geschäftsstelle Karlsruhe, übt scharfe Kritik an der SBG (Südbadenbus). Diese will zum Jahresende ihre Niederlassung in Radolfzell schließen, wovon mehr als hundert MitarbeiterInnen betroffen sind. Ab 2020 soll dann ein Subunternehmer für die SBG den Stadtbusverkehr in Radolfzell betreiben, der seinen MitarbeiterInnen deutlich schlechtere Konditionen bietet. Es geht dabei also wieder einmal um Profite auf Kosten der Arbeitenden. …weiterlesen »

11 = wenig

UniversitätsmitarbeiterInnen und StudentIn­nen aus dem westlichen Konstanz und dem Umland, die die Buslinie 11 für ihre Fahrt von und zur Uni nutzen wollen, stehen im Sommer oft an verwaisten Haltestellen. Von Ende Juli bis Ende August gibt es nur einen stark ausgedünnten Ferienfahrplan. Gegen diese benutzerunfreundliche Fahrplan­gestaltung der Konstanzer Stadtwerke protestiert eine Universitäts­mitarbeiterin in einem offenen Brief, in dem sie auch eine Unter­schriften­sammlung ankündigt. …weiterlesen »

Pkw-Parkplätze entsiegeln, Bäume pflanzen

So eine der zentralen Forderungen bei der ersten „Fahrrad für Future“-Demonstration der FfF-AktivistInnen am vergangenen Samstag. Rund 400 Menschen zogen auf ihren Fahrrädern durch die Konstanzer Innenstadt und protestierten unter anderem gegen die Bevorzugung des motorisierten Individual­verkehrs. Sie forderten eine beschleunigte Verkehrswende auch in der Bodenseestadt, deren Umsetzung weiterhin auf sich warten lässt. Hier die Presse­mitteilung im Wortlaut. …weiterlesen »

Fahrraddemo beim Seenachtfest

Das könnte aus unterschiedlichen Gründen spannend werden: Während kommenden Samstag Zehntausende teilweise mit ihrem motorisierten Blech nach Konstanz kommen, um sich spätestens beim Feuerwerk ihre Extraportion Feinstaub abzuholen, ruft Fridays for Future zu einer Fahrraddemo auf. Hauptziel der Demo: Endlich die Verkehrswende einzuleiten. …weiterlesen »

Identitäre Bewegung unter Artenschutz?

Wie seemoz und Südkurier berichteten, bekam die rechtsextreme Gruppe „Identitäre Bewegung“ (IB) vergangenen Samstag erneut eine Standgenehmigung für ihre braune Propaganda. Wir wollten von Bürgeramtsleiterin Anja Risse unter anderem wissen, ob sie alles versucht habe, den Neonazis Paroli zu bieten und ihnen einen öffentlichen Auftritt zumindest zu erschweren. Hier Frau Risses Antwort, die wir nicht unkommentiert lassen wollen. …weiterlesen »

VGH Mannheim kippt Büdingen-Bauverbot

Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Mannheim hat dem Widerspruch des Investors Hans Jürg Buff und der Stadt Konstanz gegen einen vom Verwaltungsgericht Freiburg verhängten vorläufigen Baustopp im Büdingen-Park stattgegeben. In ihrem Urteil vom 23.7. korrigieren die Mannheimer JuristInnen den im Februar vom Freiburger Verwaltungsgericht erlassenen Beschluss. Damit kassiert die nächsthöhere Instanz die „aufschiebende Wirkung“ des vom Verein Büdingen-Park erhobenen Widerspruchs gegen die städtische Baugenehmigung für das geplante Reichenhotel, dem am Seerhein wertvoller Naturraum weichen soll. …weiterlesen »

Geld, Glaube und Herz

Familienstiftungen haben nach dem Verständnis vieler BürgerInnen ein Geschmäckle als Steuersparmodell für Superreiche. Konstanz verkauft jetzt der „Hoffnungsträger Stiftung“ der Familie Merckle zwei Grundstücke. Die will darauf preiswerten Wohnraum für Geflüchtete und sozial Schwache nebst einer sozialen Infrastruktur schaffen. Es gab etliche kritische Stimmen, die die Unterbringung dieser Menschen als ureigene Aufgabe der öffentlichen Hand bezeichneten und eine Lösung durch die Wobak forderten. …weiterlesen »

BürgerInnenprotest vertreibt Identitäre

Das hatte sich die Identitäre Bewegung wohl anders vorgestellt: Ein spontaner Gegenprotest sorgte am vergangenen Samstag auf der Konstanzer Marktstätte für einen frühzeitigen Abbruch des Infostandes der NeofaschistInnen. LLK-Stadtrat Reile will von der Stadt Auskunft über die erneute Standgenehmigung für die völkischen Rechten. …weiterlesen »

Das Seenachtfest soll neu erfunden werden

Der neu gewählte Gemeinderat trat gestern zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen und hielt anschließend gleich seine erste „normale“ Sitzung ab. Der OB sinnierte dabei über ein neues Konzept für das Seenachtfest ab 2020, und das wohl kaum um des lieben Klimas willen. Ein ganzes Jahr lang wollen etliche Gemeinderätinnen allerdings nicht mit einer sanitären Lösung für das Schänzle warten, denn den dortigen Anwohnern (und nicht nur denen) stinkt es schon seit geraumer Zeit ganz gewaltig. …weiterlesen »

Friedenspreis für Sea-Watch

Der Stuttgarter Friedenspreis geht in diesem Jahr an Sea-Watch, jene Initiative, deren See­not­rettungsaktionen im Mittelmeer tausende Geflüchtete vor dem Ertrinkungstod bewahrt haben. Einer ihrer letzten Einsätze sorgte für Schlagzeilen, weil Italiens Innenminister Sal­vini die Kapitänin festnehmen und anklagen ließ. Für ihr Engagement wurden die Seenot­ret­terInnen jetzt mit dem vom Bürgerprojekt „AnStifter“ ausgelobten Preis ausgezeichnet. Er würdigt Menschen und Projekte, die sich „in beson­de­rer Weise für Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität“ einsetzen. …weiterlesen »

Das falsche Signal

Spätestens seit der Ausrufung des Klimanotstandes ist auch immer wieder davon die Rede, den Kfz-Verkehr drastisch zu reduzieren und ihn weitgehend aus der Stadt zu verbannen. Doch davon will man im Rathaus offenbar nichts mehr wissen und plant bei der Überbauung des Döbele-Areals ein öffentliches Parkhaus. …weiterlesen »

Die Provinz lebt (36): Seemoz e.V.

In unserer Serie „Die Provinz lebt“ stellen sich basisnahe Initiativen, Vereine und Gruppierungen in der Region vor, die sich für eine sozialere, nachhaltige, humanere Gesellschaft einsetzen. Um diese zu erreichen, braucht es Aufklärung, Information, Gedankenaustausch. Seit über zwölf Jahren verfolgt seemoz.de diesen Zweck – und wird darin von einem gemeinnützigen Verein unterstützt, der die Herausgeberschaft übernommen hat. …weiterlesen »

Baumfrevel zu günstigen Konditionen?

Mitte April ließ Ulrich Richard Ramdohr, Besitzer der Immobilie, in der sich auch das Café Zeitlos befindet, kurzerhand die Baumkronen der im Garten befindlichen Kirschbäume kappen. Da die Verschandelung des innerstädtischen Grüns ohne Genehmigung vorgenommen wurde, erfolgte Anzeige gegen den eigenwilligen Hobbygärtner. …weiterlesen »

Farce auf Schienen

In seinem Heimatland Großbritannien gilt Go-Ahead als „das schlechteste Bahnunternehmen“. Ein Ruf, der offenbar auch in Baden-Württemberg verpflichtet, wo der Konzern seit Juni auf einigen Strecken fährt. So schlimm ist die Lage, dass Verkehrsminister Hermann mit dem Geld seiner BürgerInnen nun einen „Lokführer-Pool“ schaffen will – in ganz Europa sucht er dafür das Personal. …weiterlesen »

Die Provinz lebt (35): Attac Tettnang

Die Globalisierung unter neoliberalem Vorzeichen hat große Schäden angerichtet und viele Menschen verunsichert. Bereits vor über zwanzig Jahren begann der Widerstand gegen die Ausplünderung von Menschen und der Natur in Frankreich, wo Attac entstand – auf deutsch „Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen zugunsten der BürgerInnen“. Inzwischen gibt es Attac in über fünfzig Ländern – und auch in Tettnang. …weiterlesen »