Das Buch zur seemoz-Serie:

Debatte: Das Märchen von der autofreien Innenstadt

Beharrlich und seit Jahren wird von Seiten der Konstanzer Verwaltung erklärt, dass beispielsweise das geplante C-Konzept zu einer autofreien Innenstadt führe. Das wird leider nicht der Fall sein. Nun nimmt sich das Stadttheater das Thema vor und startet damit die Reihe: „Lasst uns reinen Tisch machen!“ Jenseits der virtuellen Echokammern des Internets will man gemeinsam die sachliche Debatte üben und relevante Themen diskutieren. In der ersten Ausgabe der Reihe widmet sich das Theater am 24.1.2022 ab 19 Uhr im Foyer der Spiegelhalle dem wohl meist diskutierten Thema in Konstanz, der autofreien Innenstadt. Seit 2013 polarisiert diese Debatte die Stadt, passiert ist bisher wenig. Können wir da mal bitte reinen Tisch machen?

Aktuelle Info: Wg Corona muss der Termin leider verschoben werden. Wir informieren beizeiten.

Sind Millionenzuschüsse für ein Luxushaus noch angemessen?

RätInnen Jungen Forums Konstanz 2021Die aktuelle Haushaltslage ist auch im reichen Konstanz nicht mehr die beste. Grund genug, dass sich viele fragen, ob man sich das Bodenseeforum überhaupt noch leisten kann, denn es verschlingt jährlich rund 2,5 Millionen Euro. Kann man das noch guten Gewissens vertreten? Seemoz hat bei verschiedenen RätInnen nachgefragt. Den Auftakt machte Anne Mühlhäußer von der FGL. Hier nun die Stellungnahme des Jungen Forums Konstanz (JFK), das vier Sitze im Konstanzer Stadtparlament hat.

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Auf digitalen Holzwegen

Sackgasse - Auf digitalen HolzwegenHurra! Wir haben es doch schon immer geahnt, auch wenn uns die Wissenschaft seit Kopernikus und Galilei, ja vielleicht sogar seit den alten Griechen oder gar Chinesen etwas anderes weismachen wollte: die Welt ist eine Scheibe. Genauer gesagt: ein Bildschirm. Der Bildschirm ist dort, wo in Büros in Sessel gepupst wird, zum zentralen Kommunikationsort geworden. Menschen – das sind Wesen, die einander als Echtzeitfilmchen auf diesen Bildschirmen begegnen… oder, sagen wir besser: sehen und hören.

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Der Klimacamp-Blog (32): Planetare Grenzen

„In der Wissenschaft herrscht weitgehende Übereinstimmung, dass bei Überschreiten der Erderwärmung um 2 Grad Celsius die menschliche Zivilisation, wie wir sie heute kennen, nicht mehr existieren kann.“ Dieser bemerkenswerte – und leider zutreffende – Satz steht in der Konstanzer Klimaschutzstrategie. Aber können wir dieses düstere Szenario noch abwenden? Die Zeit dafür ist fast vorbei. …weiterlesen »

Freie Fahrt am Bahnhof

Manche Probleme scheinen LaiInnen auf den ersten Blick unlösbar zu sein. Wie lässt sich die gefährliche und unübersichtliche Engstelle des Radweges am Bahnhof Wollmatingen zwischen Bahngleisen und einem Gebäude beseitigen? Die Lösung könnte diese Woche auf den Weg gebracht werden: Der Haupt- und Finanzausschuss entscheidet am Donnerstag über einen Grundstückstausch und den damit verbundenen Abriss des Gebäudes. …weiterlesen »

Bodenseeforum: Pfeife im Walde, selbst wenn die Wölfe heulen (Teil II)

Am Donnerstag tagt der Betriebsausschuss Bodenseeforum Konstanz und wird die neusten Vorstellungen der Verwaltung zur Kenntnis nehmen. Doch wie soll es mit dem Millionengrab am Seerhein nach der Pandemie tatsächlich weitergehen? Klar, die Bremser aus allen Lagern des Gemeinderates tragen aus Sicht von Uli Burchardt die Schuld am Millionendesaster, der OB hingegen möchte Gas geben. …weiterlesen »

BewerberInnen für Jugendvertretung: Anmeldeschluss

JugendvertreterInnen der Stadt Konstanz setzen sich für die Interessen ihrer Generation ein und leihen der Konstanzer Jugend ihre Stimme. Wer Teil der Jugendvertretung werden möchte, kann sich noch bis 24. Januar um 17 Uhr bewerben.

Die JugendvertreterInnen sollten zwischen 14 und 19 Jahre alt sein. Außerdem sollten sie in Konstanz wohnhaft gemeldet sein, hier zur (Hoch-) Schule gehen oder in Konstanz arbeiten. Die Bewerbung muss folgende Angaben enthalten: Vor- und Nachnamen, Geburtsdatum, Anschrift, Kontaktdaten (Telefonnummer oder E-Mail-Adresse), besuchte Schule/Hochschule/FSJ-Stelle/Ausbildungs- oder Arbeitsstelle oder Berufsbezeichnung, Mitglied Verband/KSP/ etc. sowie die eigenhändige Unterschrift. Die Bewerbung kann per Post an Stadt Konstanz – PG Wahlen, Untere Laube 24, 78462 Konstanz gesendet werden, oder per E-Mail an Jugendvertretung@konstanz.de.

Die erste Wahl zur Jugendvertretung der Stadt Konstanz findet am 24. März 2022 statt. Gewählt werden zwölf JugendvertreterInnen. Die übliche Amtszeit beträgt zwei Jahre. Weitere Infos zur Wahl unter www.konstanz.de/jugendvertretung oder telefonisch bei der Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung: 07531/802095.

Bodenseeforum: Pfeife im Walde, selbst wenn die Wölfe heulen (Teil I)

Am Donnerstag tagt der Betriebsausschuss Bodenseeforum Konstanz und wird die neusten Vorstellungen der Verwaltung zur Kenntnis nehmen. Natürlich hat Corona viele dicke Striche durch mancherlei Rechnungen gemacht. Aber das Bodenseeforum war auch schon vor der Seuche ein Millionengrab und wird es auch nach der Seuche bleiben – das gesteht die Verwaltung mittlerweile unverblümt ein, übt sich aber wacker in neuen Milchmädchenrechnungen und schiebt die Schuld dem Gemeinderat zu. …weiterlesen »

Der Klimacamp-Blog (31): Über die Notwendigkeit von Klimagerechtigkeit

Am Dienstag, 18. Januar, veranstaltet Amnesty International um 18 Uhr auf dem Münsterplatz eine Mahnwache zu den Themen Klimawandel und Klimagerechtigkeit. Aber was heißt das: Klimagerechtigkeit? Kann es das überhaupt geben? Und was wäre nötig, um die ethischen und sozialen Herausforderungen zu bewältigen, die mit der Klimaerhitzung einhergehen? …weiterlesen »

Auflösung: Wer wars? (43)

Am vergangenen Freitag fragten wir nach der Wegbereiterin der österreichischen proletarischen Frauenbewegung Adelheid Popp (1869–1939). Die Publizistin und Politikerin war 1898 Mitbegründerin und Vorsitzende des Frauenzentralkomitees, das bis 1918 außerhalb der SDAP die Arbeiterinnenbewegung voranbrachte. Sie saß von 1918 bis 1923 für die Partei im Wiener Gemeinderat und zudem bis 1934 im österreichischen Parlament. Ihr zu Ehren trägt eine der großen Gemeindebauten Wiens den Namen Adelheid-Popp-Hof. 1909 erschien – zunächst anonym – ihre Autobiografie „Jugend einer Arbeiterin“, die innerhalb kurzer Zeit zum Bestseller wurde. Popp war die profilierteste sozialdemokratische Politikerin Österreichs und gehörte beim Treffen der Sozialistischen Bodensee-Internationale 1930 in Konstanz zu den Ehrengästen. 1934 legte sie ihre Ämter niederlegte und entging, schwer erkrankt im Krankenhaus liegend, nach Errichtung der faschistischen Ständestaats, ihrer Verhaftung. brm

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– Konzert »Filharmonische Frichtle Fasnacht« abgesagt
– Impftermine in Konstanz, Radolfzell, Singen und Stockach elektronisch buchen

– Aktuelle Informationen von Landkreis, Bundesländern und Kommunen

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Bodensee-Motive auf dem Klo

Über Jahrzehnte hinweg ruckelten auf der Bahnstrecke Ulm-Friedrichshafen (und weiter bis Lindau) nur Dieselloks. Seit Mitte Dezember aber hat die sogenannte Südbahn eine Oberleitung – mit fast hundert Jahren Verspätung. Bei diesem Tempo könnte die längst überfällige Elektrifizierung der Strecke Friedrichshafen-Radolfzell am nördlichen Seeufer noch mal so lange dauern. Und vollends unerschwinglich werden. …weiterlesen »

Niedrige Löhne für Studierende an der Uni Konstanz

Uni Konstanz © Christian SchirmKonstanz, das ist längst bekannt, ist ein ziemlich teures Pflaster. Glücklich kann sich schätzen, wer hier beispielsweise eine halbwegs bezahlbare Bleibe findet. Vor allem StudentInnen müssen sich oft um Zusatzjobs bemühen, um finanziell über die Runden zu kommen. Die aktuelle Entscheidung des Rektorats der Universität Konstanz, ihren studentischen Hilfskräften im Landesvergleich die niedrigsten Löhne zu zahlen, sorgt nun bei den Jusos der Stadt Konstanz für Unmut, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist.

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Online-Demo gegen „Montagsspaziergänge“ in Singen

Singen solidarisch online DemoRund 600 Demonstrierende haben laut Polizeiangaben am vergangenen Montag an dem abendlichen „Spaziergang“ durch Singens Innenstadt teilgenommen. Beim ersten Protestzug kurz vor Weihnachten waren es „nur“ 200. Eine Entwicklung, deren Zahlen alarmierend sind und in den letzten Jahren bei keiner anderen – ganz gleich mit welcher Zielrichtung –angemeldeten und damit demokratisch legitimierten Protestaktion in der Stadt am Hohentwiel erreicht wurde. Jetzt will man das Feld nicht weiter schweigend den Montagsspaziergängern überlassen.

Auf Initiative von Hans-Peter Storz (SPD), Landtagsabgeordneter und Gemeinderat, hat „Singen solidarisch“ – ein Bündnis aus demokratischen Parteien, Vertreterinnen und Vertretern des Gemeinderats der Stadt Singen, Vertreterinnen und Vertretern von Kirchen, sozialen Organisationen aus Singen und dem Hegau – einen digitalen Aufruf gestartet: Wer mitmachen wolle, möge sich in eine Liste eintragen und so deutlich machen, dass eine große gesellschaftliche Mehrheit das Feld nicht den „Spaziergängern“ überlassen möchte, so die Intention des Bündnisses. Um die Polizeikräfte nicht mit einer zusätzlichen Demonstration durch die Stadt zu belasten, habe man sich für diese Online-Aktion entschieden. Zum Aufruf geht es hier.

Text: UP
Bild: H. Reile

Engagiert und widerspenstig: Wer wars? (43)

Die energische Propagandistin

Als sie mit siebzehn das erste Mal aufs Rednerpodest stieg, schnürte ihr die Angst fast den Hals zu. Als sie mit dreiundzwanzig den ersten Artikel für die „Arbeiterzeitung“ schrieb, verlangte das denselben Mut. Nur drei Jahre war die spätere Parlamentsabgeordnete zur Schule gegangen, von Rhetorik und Rechtschreibung hatte sie keine Ahnung. Doch sie wusste genau, wovon sie sprach. Und das spürten die Menschen. …weiterlesen »

Corona: „Solidarität ist die Voraussetzung für Gleichheit und Freiheit“

Selten hat in Konstanz eine Demo soviele Menschen auf die Marktstätte gezogen wie die am zurückliegenden Montag. Versammelt hatten sich zum ersten Mal all diejenigen, die der lautstarken Minderheit der ImpfgegnerInnen, Verschwörungstheoretiker und selbsternannten Freizeit-Virologen etwas entgegensetzen wollten. Und das ist duchweg gelungen, wie von allen Seiten zu hören war. Auch Karin Becker, die Intendantin des Konstanzer Stadttheaters, hat eine bemerkenswerte Rede gehalten, die hier in Gänze nachzulesen ist.

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