Soziale Schieflage bei Corona-Maßnahmen korrigieren

Ob in der Gastronomie, der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft oder im Tourismus: Erneut müssen viele Beschäftigte im Dienstleistungssektor wegen der coronabedingten Einschränkungen um ihre Zukunft bangen. Der Vorstand des ver.di-Bezirks Südbaden/Schwarzwald mahnt schnelle Hilfen für Betroffene an und fordert, das löcherige soziale Netz enger zu knüpfen. …weiterlesen »

Zu wenig Personal vor Ort für die Mobilitätswende

Der Radverkehr im Land profitiert von den aktuellsten Änderungen des baden-württembergischen Straßengesetzes nur bedingt, kritisieren der ADFC und die Allianz Mobilitätswende für Baden-Württemberg. Ausdrücklich begrüßen sie, dass sich das Land endlich zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Mobilität bekennt und dies in der Gesetzesnovelle festgeschrieben hat. Kritisch sehen sie aber, dass Stadt- und Landkreise nicht dazu verpflichtet werden, Radverkehrskoordinatoren einzustellen. …weiterlesen »

Eilmeldung: Harrison kann bleiben

(red) Das geht aus einer Pressemitteilung der Konstanzer Landtagsabgeordneten Nese Erikli hervor. Demnach erhält der seit Jahren von Abschiebung bedrohte Harrison Chukwu eine Aufenthaltsgenehmigung mit Arbeitserlaubnis. Ein erfreulicher Erfolg des vehementen Einsatzes verschiedenster Gruppen und Menschen für den Verbleib des vor terroristischer Gewalt in seiner Heimat geflüchteten Nigerianers in der Stadt.

Die unendliche Geschichte in der Schwaketenstraße (2)

Mehr als zwei Jahre schon müssen MieterInnen in der Konstanzer Schwaketenstraße auf einer Baustelle leben, mit gravierenden Folgen für ihre Lebensqualität. Seit Juni 2018 lässt dort der Immobilienkonzern Vonovia ihre Unterkünfte modernisieren. Teil 2 unserer Bestands­aufnahme beschäftigt sich mit der Frage, warum das alles solange dauert, und was sich der Konzern sonst noch einfallen lässt, um sich an den geplagten BewohnerInnen zu bereichern. …weiterlesen »

Auflösung: Wer wars? (18)

Am vergangenen Freitag fragten wir nach der Wirtschaftsjournalistin und Schriftstellerin Ruth Weiss (*1924). In den Sechzigerjahren erklärten Südafrika und Rhodesien (aus dem später Sambia und Simbabwe entstand) die unbequeme Journalistin zur unwillkommenen Person. Unter anderem war Ruth Weiss Leiterin des Afrika-Ressorts der Deutschen Welle in Köln und bildete in Harare Wirtschaftsjournalistnnen aus. Ab 1988 arbeitete sie am dortigen Zimbabwe Institute for Southern Africa, das heimliche Treffen zwischen Mitgliedern der Befreiungsbewegungen und weißen SüdafrikanerInnen ermöglichte, in denen sich diese über ein Ende der Apartheid verständigten. 1994 erschien ihre Autobiografie „Wege im harten Gras“, sie schrieb zudem eine Fülle von Sachbüchern und Romanen, unter anderem „Meine Schwester Sara“, das in baden-württembergischen Schulen Pflichtlektüre wurde. Immer wieder trat und tritt Ruth Weiss als Zeitzeugin vor Schulklassen auf, weshalb in Aschaffenburg 2010 eine Schule nach ihr benannt wurde. brm

Die unendliche Geschichte in der Schwaketenstraße (1)

Mehr als zwei Jahre schon müssen MieterInnen in der Konstanzer Schwaketenstraße auf einer Baustelle leben, mit gravierenden Folgen für ihre Lebensqualität. Seit Juni 2018 lässt dort der Immobilienkonzern Vonovia ihre Unterkünfte modernisieren. Maßnahmen, die von Beginn an den Verdacht weckten, der Vermieter wolle sich auf dem Rücken der BewohnerInnen bereichern, nicht nur weil sie ihm Spielraum für weitere Mieterhöhungen verschaffen. …weiterlesen »

Engagiert und widerspenstig: Wer wars? (18)

Die Antirassistin mit der Schreibmaschine

Sie wollte Jura studieren, ihr Mann hielt das für unnötig. Sie wollte in die Kommunistische Partei eintreten, ihr Mann fand das politisch naiv. Sie wollte einen Roman veröffentlichen, ihr Mann sprach ihr das Talent ab. – Nicht immer habe er recht gehabt, sagte die 1924 in Fürth geborene Kaufmannstochter einmal, aber sie sei eben erst spät erwachsen geworden. …weiterlesen »

Uni im Corona-Betrieb

Was läuft eigentlich an der Universität Konstanz, wie stark ist die Bildungseinrichtung vom Teil-Lockdown betroffen? Aufgrund der Entwicklungen um das Coronavirus hat das Rektorat der Universität Konstanz Ende Oktober beschlossen, dass Lehrveranstaltungen an der Universität Konstanz bis zum 31. Dezember ausschließlich in digitaler Form stattfinden. Dies gilt sowohl für zentral organisierte Ver­anstal­tungen als auch wissenschaftliche Tagungen. Auch die Pforten des Hochschulsports bleiben vorerst geschlossen. …weiterlesen »

Ausflüge gegen das Vergessen (28): Das jüdische Hohenems

Dort, wo im Ortskern von Hohenems die Judengasse und die Christengasse zusammentrafen, lebten über 300 Jahre lang Jüdinnen und Juden, die die Kleinstadt in Vorarlberg nachhaltig prägten. Auch wenn es dort heute – nach Zwangsumsiedlung und anschließender Deportation der letzten Mitglieder durch das Nazi-Regime – längst keine eigene jüdische Gemeinde mehr gibt, gilt das Jüdische Viertel als eines der wenigen so lückenlos erhalten gebliebenen Ensembles mit jüdischer Geschichte. Mittendrin und weit über Vorarlberg hinaus bekannt steht das jüdische Museum als sehr lebendiger Ort der Auseinandersetzung mit Gegenwart und Vergangenheit. …weiterlesen »

Selbstgestaltung – Corona – Slow Travel

Corona prägt derzeit nicht nur unseren Alltag, sondern auch unsere Freizeit und nicht zuletzt unser Reiseverhalten. Viele in der Tourismus-Branche träumen zwar noch davon, dass nach Corona alles wieder genauso wird, wie es vor Corona war, aber darin könnten sie sich täuschen. Die derzeitige Situation sollte vielmehr als Gelegenheit verstanden werden, gründlich über die Zukunft des Tourismus auch in der Bodenseeregion nachzudenken und sich neu zu positionieren, meint Thomas Willauer. …weiterlesen »

Es wird gebaut

Der Acker links am Ortsausgang von Allmannsdorf an der Mainaustraße soll bebaut werden. Der Gemeinderat hat jetzt beschlossen, den Bebauungsplan „Jungerhalde West“ für dieses Gelände aufzustellen. Trotz der massiven Wohnungsnot in Konstanz ist dieser Bebauungs­beschluss aber nicht unumstritten. In der Diskussion wurden vor allem ökologische Bedenken geltend gemacht, denn es handelt sich um eine teils wildromantische Ortsrandlage, in der Fuchs und Hase einander Gute Nacht wünschen könnten. …weiterlesen »

Politik – Unternehmen – Tourist-Informationen

Corona prägt derzeit nicht nur unseren Alltag, sondern auch unsere Freizeit und nicht zuletzt unser Reiseverhalten. Viele in der Tourismus-Branche träumen zwar noch davon, dass nach Corona alles wieder genauso wird, wie es vor Corona war, aber darin könnten sie sich täuschen. Die derzeitige Situation sollte vielmehr als Gelegenheit verstanden werden, gründlich über die Zukunft des Tourismus auch in der Bodenseeregion nachzudenken und sich neu zu positionieren, meint Thomas Willauer. …weiterlesen »

Die soziale Rutsche

Der Gemeinderat debattierte in seiner letzten Sitzung unter anderem auch über Sofort­maßnahmen für Obdachlose, die in städtischen Unterkünften auf engstem Raum in Mehr­bett­zimmern zusammenleben müssen und von Corona besonders bedroht sind. Er beschloss einige schnell umsetzbar Notmaßnahmen, aber bei dieser Gelegenheit wurde wieder einmal deutlich, dass sich die hinlänglich bekannten sozialen Probleme für gefährdete Menschen seit Jahren weiter verschärft haben, und das lange vor dem Virus. …weiterlesen »

Aktion zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Am kommenden Mittwoch macht der Konstanzer Verein „Frauen helfen Frauen in Not e. V.“ auf den „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ aufmerksam. Dieser Tag geht auf eine Resolution der UN-Generalversammlung von 1999 zurück, die den 25. November zum internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen deklarierte. Alljährlich soll das öffentliche Interesse auf die Gewalt gegen Frauen gelenkt und Strategien zur Bekämpfung in den Mittelpunkt gerückt werden. Hintergrund für die offizielle Einführung des Aktionstages war die Entführung, Vergewaltigung und Ermordung dreier dominikanischer Frauen im Jahr 1960. Die Schwestern Mirabal waren von Militärangehörigen des damaligen brutalen Diktators Rafael Trujillo verschleppt worden. …weiterlesen »

Tourismus: Erfahrungen – Trends – Perspektiven

Corona prägt derzeit nicht nur unseren Alltag, sondern auch unsere Freizeit und nicht zuletzt unser Reiseverhalten. Viele in der Tourismus-Branche träumen zwar noch davon, dass nach Corona alles wieder genauso wird, wie es vor Corona war, aber darin könnten sie sich täuschen. Die derzeitige Situation sollte vielmehr als Gelegenheit verstanden werden, gründlich über die Zukunft des Tourismus auch in der Bodenseeregion nachzudenken und sich neu zu positionieren, meint Thomas Willauer. …weiterlesen »

Ohne Filter

Die Covid-19-Fallzahlen schießen seit Wochen wieder in die Höhe, auch in unseren Gefilden. Wie kann die Ausbreitung der Viren wirkungsvoll eingedämmt werden, wenn sich körperliche Nähe kaum vermeiden lässt, wie etwa in Schulzimmern? Nach Meinung mancher Experten sind mobile Raumluftreiniger gut geeignet, den Virentransport per Areosol in den Griff zu bekommen. Die Linke Liste Konstanz (LLK) wollte deshalb von der Stadtverwaltung wissen, ob die Verwaltung beabsichtigt, solche Geräte an Konstanzer Schulen einzusetzen. …weiterlesen »

„Wärme für alle“

„Sicherer Hafen Baden-Württemberg“ heißt eine Kampagne, die Flüchtlingsinitiativen im Südwest-Bundesland im Oktober ins Leben gerufen haben. Am morgigen Samstag, 21.11., rufen sie zu einem ersten landesweiten Aktionstag auf, in dessen Mittelpunkt corona-konforme Social Media-Aktionen und eine neu gestartete Petition stehen. Aktionen finden in zahlreichen Städten Baden-Württembergs statt – auch in Konstanz werden Seebrücke-AktivistInnen auf die Straße gehen. …weiterlesen »