Ein Sklavenhändler mit Filiale am Bodensee (I)

Johann Bernhard Friedrich Romberg (1729-1819) war ein international tätiger Kaufmann, der die Globalisierung seiner Zeit für sich zu nutzen wusste. Er war auch im Sklavenhandel tätig und hatte einen engeren Bezug zum Bodensee: Zeitweise war er Bürger von Lindau, das verkehrsgünstig im System europäischer Handelswege lag. Wer war dieser damals bedeutende Mann, was bezweckte und bewirkte er? Wir beginnen heute mit einem dreiteiligen Porträt. …weiterlesen »

Auf großer Schokofahrt an die Nordsee

Als städtischer Radverkehrsbeauftragter ist Gregor Gaffga so etwas wie der hauptberufliche oberste Radfahrer von Konstanz. Aber auch privat kann er nicht vom Fahrrad lassen: Jüngst fuhr er mit dem Lastenfahrrad vom Bodensee nach Amsterdam und zurück, um Schokolade für die Schleckermäuler am Bodensee abzuholen – und das praktisch ohne Emissionen. …weiterlesen »

Freiheit für Julian Assange: Die Zeit drängt

Freiheit für Julian Assange(Red.) Dem Wikileaks-Gründer Julian Assange droht in wenigen Tagen die Auslieferung in die USA. Dort könnte eine Gefängnisstrafe von bis zu 175 Jahren! gegen ihn verhängt werden Seine Auslieferung wäre u.a. auch ein empfindlicher Schlag gegen die Pressefreiheit. Reporter ohne Grenzen (RSF) bittet alle UnterstützerInnen von Assange, die Petition gegen seine Auslieferung zu unterschreiben. Diesem Aufruf schließt sich seemoz gerne an. Unterschreibt bitte diese Petition – und zwar jetzt. Danke für Eure Solidarität.

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Protected Mobility

Ein Gedicht. …weiterlesen »

Gewaltfrei – aber nicht wehrlos (II)

Innerhalb von Sekunden kann eine Millionenstadt zerbombt, alles Leben auf der Erde ausgelöscht werden. Doch die Mehrheit der Menschen befürwortet Techniken des gewaltfreien Widerstands, die ihre Wirksamkeit bereits vielfach unter Beweis gestellt haben. …weiterlesen »

Gewaltfrei – aber nicht wehrlos (I)

Es bedarf weder besonderer Fähigkeiten noch Mittel, binnen Sekunden ein Zimmer zu verwüsten, Scheiben einzuwerfen, ein Auto anzuzünden. Innerhalb von Sekunden kann eine Millionenstadt zerbombt, alles Leben auf der Erde ausgelöscht werden. Einige wichtige Gedanken über soziale Verteidigung als Alternative zum Krieg in der Ukraine. …weiterlesen »

Es geht ums Ganze: Klima – Gerechtigkeit – Frieden!

Internationaler Bodensee-Friedensweg Ostermontag, 18. April 2022, in Bregenz

 

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#offengeht – Interkulturelle Woche 2021

„#offengeht – Interkulturelle Woche 2021“: Unter diesem Motto wollen Konstanz und Kreuzlingen „offen für Begegnungen, neue Erfahrungen und Perspektiven“ sein und zwei Wochen lang Vielfalt und Zusammenhalt leben. Die Grenzstädte richten auch in diesem Jahr die Interkulturelle Woche gemeinsam aus. Seit über dreißig Jahren gibt es diese Veranstaltung, die heuer ein buntes und umfangreiches Programm bietet – zum Beispiel Lesungen, Diskussionsabende, Filme, Konzerte, Kunstausstellungen und Kulinarisches. …weiterlesen »

60 Jahre Amnesty International in Konstanz

Am morgigen 27.8. wird die Amnesty Gruppe Konstanz aus Anlass des 60. Geburtstages der international tätigen Menschenrechtsorganisation über die Arbeit der vergangenen Jahrzehnte informieren. Zu diesem Zweck wird der Amnesty Truck zwischen 12 und 20 Uhr auf dem Augustinerplatz Station machen und in einer Outdoor-Ausstellung wichtige Schwerpunktthemen wie Flucht & Asyl, Diskriminierung, Frauenrechte, Rechte von LGBTI-Personen und die Todesstrafe vorstellen. …weiterlesen »

Mahnwache: „Solidarität mit den Menschen in Afghanistan“

Zu einer einer „spontanen solidarischen Veranstaltung“ mit den Menschen, die in Afghanistan versuchen, sich vor den Taliban in Sicherheit zu bringen, rufen am morgigen Samstag die Seebrücke, Amnesty International und Vertreter:Innen der afghanischen Gemeinde in Konstanz auf. Die Mahnwache beginnt um 17 Uhr auf der Konstanzer Marktstätte am Brunnen. Im Aufruf der Veranstalter:innen heißt es: „Seit nun fast einer Woche ist die afghanische Regierung zusammengebrochen und die Taliban haben die Macht übernommen. Auf dem Flughafen von Kabul spielen sich chaotische Szenen ab, weil tausende Menschen versuchen, das Land zu verlassen. …weiterlesen »

Afghanistan-Abzug: Reaktionen in der Region

Die Niederlage der NATO in Afghanistan ist ein Debakel von historischer Dimension. Nach 20 Jahren Krieg, in dem zehntausende Afghan:innen und auch tausende Besatzungs-Soldat:innen sinnlos gestorben sind, ziehen nun die Taliban als Sieger in Kabul ein. Die Fortschritte, die Bundesregierungen regelmäßig vom Aufbau eines demokratischen Staatswesens vermeldeten, erweisen sich als pure Augenwischerei. Zum Ausmaß des Desasters passt, dass Berlin am Ende selbst darin versagte, für einen geordneten Abzug des eigenen Personals zu sorgen, ganz zu schweigen von den Menschen, die man vor Ort angeheuert hatte. Wenig verwunderlich also, dass sich auch im Konstanzer Landkreis politische Akteur:innen zum Geschehen am Hindukusch und den nötigen Konsequenzen zu Wort melden. Wir dokumentieren Reaktionen aus dem sozialdemokratischen, grünen und linken Lager. …weiterlesen »

Menschenrechte sind unverhandelbar

Mehr als 80 Millionen Menschen weltweit dürften es aktuell sein, die aus ihrer angestammten Heimat geflüchtet sind. An die Situation dieser Menschen, die Schutz vor Krieg, Verfolgung und Not suchen, erinnerten am 20. Juni, dem jährlich begangenen UNO-Weltflüchtlingstag, auch auf der Marktstätte in Konstanz um die 100 Demonstrierende. Sie waren dem Aufruf von Amnesty International, der Konstanzer Seebrücke und der Gruppe „flucht_asyl_kn“ zur Kundgebung gefolgt, um ihre Solidarität mit den Geflüchteten zum Ausdruck zu bringen. Thema der Redebeiträge waren nicht zuletzt die Menschenrechtsverletzungen, derer sich staatliche Autoritäten an den EU-Außengrenzen schuldig machen. …weiterlesen »

Bericht aus Lesbos (IV): Eine Bilanz

Arndt Dohmen ist Facharzt für Innere Medizin und arbeitete jüngst sieben Wochen im Flüchtlingslager Kara Tepe. Im letzten Teil seines eindringlichen Berichtes über die Lebensverhältnisse im Lager zieht er eine teils bittere Bilanz seiner Erfahrungen: Europa behandelt Flüchtlinge menschenunwürdig, hält sie wie Gefangene, gefährdet an den Außengrenzen bewusst deren Leben, um sie zurückzutreiben, und tritt auf seinen eigenen angeblich ach so humanen Grundüberzeugungen längst rücksichtslos herum. …weiterlesen »

Bericht aus Lesbos (III): Im Notfall alleingelassen

Arndt Dohmen ist Facharzt für Innere Medizin und arbeitete jüngst sieben Wochen im Flüchtlingslager Kara Tepe. Er hat einen eindringlichen Bericht über die Arbeit der Ärzte, das Leben und die Verfassung der Geflüchteten und die Verhältnisse in den Lagern geschrieben, den wir hier publizieren. Heute geht es um die Bedeutung der Dolmetscher, die oft aus eigener Erfahrung Hintergründe erkennen können, und um ein staatliches Gesundheitssystem, das oft nicht helfen will, kann oder darf. …weiterlesen »

Bericht aus Lesbos (II): Vergebliches Warten

Arndt Dohmen ist Facharzt für Innere Medizin und arbeitete jüngst sieben Wochen im Flüchtlingslager Kara Tepe. Heute berichtet er über die Schwierigkeiten der ärztlichen Versorgung unter Extrembedingungen. Die medizinischen und psychologischen Angebote reichen bei Weitem nicht aus, und für viele Kranke und Traumatisierte heißt Lageralltag vor allem warten, warten, warten – auf eine ärztliche oder psychologische Betreuung irgendwann einmal in einer ohnehin schon völlig ungewissen Zukunft. …weiterlesen »

Bericht aus Lesbos (I): Arzt im Lager

Arndt Dohmen ist Facharzt für Innere Medizin und arbeitete jüngst sieben Wochen im Flüchtlingslager Kara Tepe. Er hat einen eindringlichen Bericht über die Arbeit der Ärzte, das Leben und die Verfassung der Geflüchteten und die Verhältnisse in den Lagern geschrieben, den wir hier publizieren. Das ist nicht ohne Risiko, denn die griechische Regierung verbietet es allen Nichtregierungsorganisationen, die in diesen Lagern arbeiten, über die Zustände dort zu berichten. …weiterlesen »

Heute vor 80 Jahren begann der Überfall der deutschen Wehrmacht auf Griechenland

Am 6. April 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht Griechenland. Bei ihrem erzwungenen Abzug im Herbst 1944 hinterließ sie ein nach dem „Prinzip der verbrannten Erde“ völlig zerstörtes Land. Weit über tausend griechische Dörfer waren nahezu ausradiert, Hunderttausende griechische Frauen, Männer und Kinder waren verhungert, durch Geiselerschießungen, Massaker an der Zivilbevölkerung oder bei Widerstandsaktionen getötet worden. Und annähernd 60.000 griechische Jüdinnen und Juden fielen dem deutschen Rassenwahn zum Opfer. In der Bundesrepublik Deutschland blieb all das ohne rechtliche Konsequenz; die meisten Opfer wurden niemals entschädigt. …weiterlesen »