#offengeht – Interkulturelle Woche 2021

„#offengeht – Interkulturelle Woche 2021“: Unter diesem Motto wollen Konstanz und Kreuzlingen „offen für Begegnungen, neue Erfahrungen und Perspektiven“ sein und zwei Wochen lang Vielfalt und Zusammenhalt leben. Die Grenzstädte richten auch in diesem Jahr die Interkulturelle Woche gemeinsam aus. Seit über dreißig Jahren gibt es diese Veranstaltung, die heuer ein buntes und umfangreiches Programm bietet – zum Beispiel Lesungen, Diskussionsabende, Filme, Konzerte, Kunstausstellungen und Kulinarisches. …weiterlesen »

60 Jahre Amnesty International in Konstanz

Am morgigen 27.8. wird die Amnesty Gruppe Konstanz aus Anlass des 60. Geburtstages der international tätigen Menschenrechtsorganisation über die Arbeit der vergangenen Jahrzehnte informieren. Zu diesem Zweck wird der Amnesty Truck zwischen 12 und 20 Uhr auf dem Augustinerplatz Station machen und in einer Outdoor-Ausstellung wichtige Schwerpunktthemen wie Flucht & Asyl, Diskriminierung, Frauenrechte, Rechte von LGBTI-Personen und die Todesstrafe vorstellen. …weiterlesen »

Mahnwache: „Solidarität mit den Menschen in Afghanistan“

Zu einer einer „spontanen solidarischen Veranstaltung“ mit den Menschen, die in Afghanistan versuchen, sich vor den Taliban in Sicherheit zu bringen, rufen am morgigen Samstag die Seebrücke, Amnesty International und Vertreter:Innen der afghanischen Gemeinde in Konstanz auf. Die Mahnwache beginnt um 17 Uhr auf der Konstanzer Marktstätte am Brunnen. Im Aufruf der Veranstalter:innen heißt es: „Seit nun fast einer Woche ist die afghanische Regierung zusammengebrochen und die Taliban haben die Macht übernommen. Auf dem Flughafen von Kabul spielen sich chaotische Szenen ab, weil tausende Menschen versuchen, das Land zu verlassen. …weiterlesen »

Afghanistan-Abzug: Reaktionen in der Region

Die Niederlage der NATO in Afghanistan ist ein Debakel von historischer Dimension. Nach 20 Jahren Krieg, in dem zehntausende Afghan:innen und auch tausende Besatzungs-Soldat:innen sinnlos gestorben sind, ziehen nun die Taliban als Sieger in Kabul ein. Die Fortschritte, die Bundesregierungen regelmäßig vom Aufbau eines demokratischen Staatswesens vermeldeten, erweisen sich als pure Augenwischerei. Zum Ausmaß des Desasters passt, dass Berlin am Ende selbst darin versagte, für einen geordneten Abzug des eigenen Personals zu sorgen, ganz zu schweigen von den Menschen, die man vor Ort angeheuert hatte. Wenig verwunderlich also, dass sich auch im Konstanzer Landkreis politische Akteur:innen zum Geschehen am Hindukusch und den nötigen Konsequenzen zu Wort melden. Wir dokumentieren Reaktionen aus dem sozialdemokratischen, grünen und linken Lager. …weiterlesen »

Menschenrechte sind unverhandelbar

Mehr als 80 Millionen Menschen weltweit dürften es aktuell sein, die aus ihrer angestammten Heimat geflüchtet sind. An die Situation dieser Menschen, die Schutz vor Krieg, Verfolgung und Not suchen, erinnerten am 20. Juni, dem jährlich begangenen UNO-Weltflüchtlingstag, auch auf der Marktstätte in Konstanz um die 100 Demonstrierende. Sie waren dem Aufruf von Amnesty International, der Konstanzer Seebrücke und der Gruppe „flucht_asyl_kn“ zur Kundgebung gefolgt, um ihre Solidarität mit den Geflüchteten zum Ausdruck zu bringen. Thema der Redebeiträge waren nicht zuletzt die Menschenrechtsverletzungen, derer sich staatliche Autoritäten an den EU-Außengrenzen schuldig machen. …weiterlesen »

Bericht aus Lesbos (IV): Eine Bilanz

Arndt Dohmen ist Facharzt für Innere Medizin und arbeitete jüngst sieben Wochen im Flüchtlingslager Kara Tepe. Im letzten Teil seines eindringlichen Berichtes über die Lebensverhältnisse im Lager zieht er eine teils bittere Bilanz seiner Erfahrungen: Europa behandelt Flüchtlinge menschenunwürdig, hält sie wie Gefangene, gefährdet an den Außengrenzen bewusst deren Leben, um sie zurückzutreiben, und tritt auf seinen eigenen angeblich ach so humanen Grundüberzeugungen längst rücksichtslos herum. …weiterlesen »

Bericht aus Lesbos (III): Im Notfall alleingelassen

Arndt Dohmen ist Facharzt für Innere Medizin und arbeitete jüngst sieben Wochen im Flüchtlingslager Kara Tepe. Er hat einen eindringlichen Bericht über die Arbeit der Ärzte, das Leben und die Verfassung der Geflüchteten und die Verhältnisse in den Lagern geschrieben, den wir hier publizieren. Heute geht es um die Bedeutung der Dolmetscher, die oft aus eigener Erfahrung Hintergründe erkennen können, und um ein staatliches Gesundheitssystem, das oft nicht helfen will, kann oder darf. …weiterlesen »

Bericht aus Lesbos (II): Vergebliches Warten

Arndt Dohmen ist Facharzt für Innere Medizin und arbeitete jüngst sieben Wochen im Flüchtlingslager Kara Tepe. Heute berichtet er über die Schwierigkeiten der ärztlichen Versorgung unter Extrembedingungen. Die medizinischen und psychologischen Angebote reichen bei Weitem nicht aus, und für viele Kranke und Traumatisierte heißt Lageralltag vor allem warten, warten, warten – auf eine ärztliche oder psychologische Betreuung irgendwann einmal in einer ohnehin schon völlig ungewissen Zukunft. …weiterlesen »

Bericht aus Lesbos (I): Arzt im Lager

Arndt Dohmen ist Facharzt für Innere Medizin und arbeitete jüngst sieben Wochen im Flüchtlingslager Kara Tepe. Er hat einen eindringlichen Bericht über die Arbeit der Ärzte, das Leben und die Verfassung der Geflüchteten und die Verhältnisse in den Lagern geschrieben, den wir hier publizieren. Das ist nicht ohne Risiko, denn die griechische Regierung verbietet es allen Nichtregierungsorganisationen, die in diesen Lagern arbeiten, über die Zustände dort zu berichten. …weiterlesen »

Heute vor 80 Jahren begann der Überfall der deutschen Wehrmacht auf Griechenland

Am 6. April 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht Griechenland. Bei ihrem erzwungenen Abzug im Herbst 1944 hinterließ sie ein nach dem „Prinzip der verbrannten Erde“ völlig zerstörtes Land. Weit über tausend griechische Dörfer waren nahezu ausradiert, Hunderttausende griechische Frauen, Männer und Kinder waren verhungert, durch Geiselerschießungen, Massaker an der Zivilbevölkerung oder bei Widerstandsaktionen getötet worden. Und annähernd 60.000 griechische Jüdinnen und Juden fielen dem deutschen Rassenwahn zum Opfer. In der Bundesrepublik Deutschland blieb all das ohne rechtliche Konsequenz; die meisten Opfer wurden niemals entschädigt. …weiterlesen »

In Myanmar fließt Blut

Anfang Februar hat sich in Myanmar erneut eine Militärjunta an die Macht geputscht, gegen die sich seit Wochen Massenproteste in den größten Städten des Landes richten. Die Militärs lassen gnadenlos auf unbewaffnete Demon­strantInnen schießen, es gab bisher bereits mehrere Hundert Tote. Am Samstag versammelte sich eine UnterstützerInnen­gruppe in Konstanz, um der Opfer des Militärputsches zu gedenken und ihre Solidarität mit der burmesischen Bevölkerung zu bekunden. …weiterlesen »

Aktionstag gegen Rüstungsexporte

Am Freitag gab es wieder bundesweite Demonstrationen gegen die bundesdeutschen Rüstungsexporte, denn die „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ hat den 26.2. zum Aktionstag gegen den Waffenhandel erklärt. Das Datum bezieht sich auf Artikel 26, Absatz 2 Grundgesetz, in den ein grundsätzliches Verbot von Rüstungsexporten aufgenommen werden soll, denn Deutschland ist auch weiterhin trotz aller Lippenbekenntnisse im weltweiten Waffenhandel höchst aktiv. …weiterlesen »

Atomwaffen sind völkerrechtlich geächtet!

Es gibt auch gute Nachrichten: Seit dem 22. Januar 2021 sind Atomwaffen völkerrechtlich geächtet. Verboten sind Entwicklung, Produktion, Test, Erwerb, Lagerung, Transport, Stationierung und der Einsatz von Kernwaffen sowie die Drohung damit, so ist es im Atomwaffenverbotsvertrag der UNO festgelegt. 50 Staaten haben den Vertrag bislang ratifiziert, während die offiziellen und De-facto-Atommächte und die NATO-Staaten mit Ausnahme der Niederlande den Vertrag nicht unterzeichnet haben. …weiterlesen »

Beatmungsgeräte für Rojava: Solibündnis überweist Spenden und will weiter sammeln

Spenden in Höhe von 4330 Euro konnte das Solidaritätsbündnis Rojava zum Jahresbeginn an den Verein Heyva Sor a Kurdistanê (Kurdischer Roter Halbmond) überweisen. Das Geld dient zur Anschaffung von Beatmungs­geräten, die in den basisdemokratischen Selbstverwaltungsprojekten in Nordost-Syrien dringend gebraucht werden. Seit Anfang Dezember beteiligt sich das Konstanzer Bündnis an einer internationalen Spenden-Kampagne der kurdischen Hilfsorganisation für die im Kampf gegen Corona wichtigen medizinischen Geräte. …weiterlesen »

Von „Stalin Delano Roosevelt“ lernen

Dieses Büchlein kommt mit einem gewaltigen Thema daher, das in unsere Zeit passt, obwohl es aus den 1930er Jahren stammt. In den letzten Jahren haben wir mit der Migrationsfrage, der Klimakrise und jetzt der Corona-Pandemie ein Trio existenzieller Problemberge, das die bisherige Politik der Trippelschritte als unangemessen erscheinen lässt. Und jetzt werden wegen Corona auch noch hohe Schulden und Staats-Investitionen als Heilmittel geadelt. Was jüngst noch als nicht machbar galt, geht eben doch. …weiterlesen »

Ein Beatmungsgerät für Rojava

Hart getroffen von der Corona-Pandemie sind die kurdischen Autonomieprojekte im Norden Syriens. Die in einer Föderation zusammengeschlossenen Rojava-Kommunen müssen sich seit Jahren türkischen Staatsterrors ebenso erwehren wie Ränkespielen von Regional- und Großmächten. Dazu kommt jetzt die Pandemie, die den Aufbau des Gesundheitswesens vor eine große Belastungsprobe stellt. Anlass für das Konstanzer Solidaritätsbündnis, eine Spendenkampagne zu starten. Ziel: Ein Beatmungsgerät für Rojava. …weiterlesen »

Klimakiller Handelspolitik

Am 17. September 2017 trat nach viel Widerstand und großen Demonstrationen das Handelsabkommen CETA in Kraft, das die Europäische Union mit Kanada abgeschlossen hat. Aber noch ist nichts entschieden: Der Vertrag gilt nur teilweise und vorläufig. Den dritten Jahrestag nehmen nun das Konstanzer Bündnis für gerechten Welthandel und andere Initiativen zum Anlass, um über die Gefahren der EU-Handelspolitik zu informieren – am Samstag, den 19. September, auf dem Konstanzer Münsterplatz. …weiterlesen »