„Fritz Bauer – oder Auschwitz vor Gericht“

Anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus kommt der Fritz-Bauer-Biograf Ronen Steinke am 27. Januar 2022 nach Konstanz. Er spricht im Kulturzentrum am Münster über den Mann, der strafrechtliche Ermittlungen gegen eine große Zahl von einstigen NS-Funktionären in Gang setzte und als hessischer Generalstaatsanwalt den Frankfurter Auschwitz-Prozess erstritt. …weiterlesen »

Ausflüge gegen das Vergessen (32): Das St. Josefshaus in Herten/Rheinfelden

Fünfunddreißig „Ausflüge gegen das Vergessen – NS-Gedenkorte zwischen Ulm und Basel, Natzweiler und Montafon“ sind mittlerweile im UVK-Verlag als Buch erschienen. Für seemoz führt Sabine Bade ihre Artikelserie aber fort. Dieser Ausflug führt zum St. Josefshaus des Deutschen Caritasverbandes, aus dessen Vorgängereinrichtung 345 Menschen – darunter weit über 200 Kinder – im Rahmen der T4-„Euthanasie“-Aktion in der Tötungsanstalt Grafeneck vergast wurden. …weiterlesen »

Carl von Ossietzky – Verfassungstreuer Landesverräter

Vor dem Strafantritt in Berlin-Tegel. V. l. n. r.: Kurt Grossmann, Rudolf Olden, beide Deutsche Liga für Menschenrechte; Carl von Ossietzky, Alfred Apfel, Rechtsanwalt; Kurt Rosenfeld, Foto: BundesarchivVor 90 Jahren, am 23. November 1931, wurde Carl von Ossietzky (1889–1938) von einer republikfeindlichen Justiz wegen angeblicher Verbreitung militärischer Geheimnisse zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Wir erinnern an ihn mit einem Text des Historikers Helmut Donat zur Aktualität eines Rüstungskritikers und Friedensnobelpreisträgers …weiterlesen »

Demonstration anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen

Der 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Aus diesem Anlass  ruft das Kollektiv „Gegen Gewalt an FINTA*s“ in Konstanz am 25. November 2021 zu einem Demonstrationszug vom Webersteig zur Marktstätte mit anschließender Kundgebung auf. …weiterlesen »

Aus der Werkstatt der Reaktion (Teil 3)

Welchen Anteil hatte die Weimarer Republik selbst an ihrem Untergang? Welche Rolle spielte die Unterschätzung des fortwirkenden Militarismus preußischer Herkunft und des Bestrebens, die deutsche Großmachtrolle zurückzugewinnen? Wie verhielten sich die Sachwalter des gedruckten Wortes dazu – die Buchhändler und deren Standesorganisation? Und ganz aktuell: Wie geht der Börsenverein heute mit dem Rechtsextremismus um? …weiterlesen »

Aus der Werkstatt der Reaktion (Teil 2)

Welchen Anteil hatte die Weimarer Republik selbst an ihrem Untergang? Welche Rolle spielte die Unterschätzung des fortwirkenden Militarismus preußischer Herkunft und des Bestrebens, die deutsche Großmachtrolle zurückzugewinnen? Wie verhielten sich die Sachwalter des gedruckten Wortes dazu – die Buchhändler und deren Standesorganisation? Ein überaus dunkles Kapitel, in das der Historiker Helmut Donat Licht bringt. …weiterlesen »

Aus der Werkstatt der Reaktion (Teil 1)

Welchen Anteil hatte die Weimarer Republik selbst an ihrem Untergang? Welche Rolle spielte die Unterschätzung des fortwirkenden Militarismus preußischer Herkunft und des Bestrebens, die deutsche Großmachtrolle zurückzugewinnen? Wie verhielten sich die Sachwalter des gedruckten Wortes dazu – die Buchhändler und deren Standesorganisation? Ein überaus dunkles Kapitel, in das der Historiker Helmut Donat Licht bringt. …weiterlesen »

Hannes Heer: Die Wehrmacht beim Judenmord

Am 22. Juni 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion. Der Historiker, Publizist und Ausstellungs­macher Hannes Heer geht in seinem Vortrag am 27. Oktober 2021 in Konstanz der Rolle der Wehrmacht beim Judenmord in der Periode der Anfangsverbrechen im Juni/Juli 1941 nach. Als Leiter der ersten Wehrmachtsausstellung war es ihm bereits maßgeblich zu verdanken, dass der Mythos der „sauberen Wehrmacht“ zerstört werden konnte. …weiterlesen »

Ausstellung „Gurs 1940“ in Konstanz

Im Oktober 1940 wurden mehr als 6500 Jüdinnen und Juden aus Baden und der Saarpfalz – darunter auch 112 KonstanzerInnen – in das südfranzösische Internierungslager Gurs im unbesetzten Teil Frankreichs deportiert; die meisten von ihnen wurden später in Auschwitz-Birkenau und Sobibor ermordet. Die Gedenk- und Bildungsstätte „Haus der Wannsee-Konferenz“ hat zu diesen Verbechen und ihren Vor- und Nachgeschichten die Aussstellung „Gurs 1940“ erarbeitet, die ab 21. Oktober 2021 in Konstanz zu sehen ist. …weiterlesen »

Gedenkfeier und Einweihung des Mahnmals am Bahnhof Petershausen

Am 22. Oktober 2021 wird am Bahnhof Petershausen ein von Jugendlichen im Rahmen eines schulübergreifenden Projektes gestaltetes Mahnmal enthüllt, das an die im Oktober 1940 von diesem Bahnhof ausgehende Deportation der Konstanzer Jüdinnen und Juden erinnert. …weiterlesen »

Ausflüge gegen das Vergessen (31): Die Gedenkstele für Ernst Prodolliet in seinem Heimatort Amriswil

Der Schweizer Diplomat Ernst Prodolliet (1905-1984) verhalf während der Naziherrschaft vielen deutschen und österreichischen Jüdinnen und Juden zur Flucht und rettete sie so vor dem sicheren Tod. 1982 wurde er von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt, blieb aber in seiner Heimat weitgehend unbekannt. Nun errichtete die Gemeinde Amriswil am 1. Juli 2021 ihm zu Ehren eine Gedenkstele. …weiterlesen »

Wolfram Wette: Woher kommt die Kraft zum Widerstand? (Teil 2)

Dass es selbst in der terroristischen NS-Diktatur und in der Gewaltmaschinerie der Wehrmacht Handlungsspielräume gab, aus denen sich extrem unterschiedliche Verhaltensweisen ergaben, zeigte Wolfram Wette im zweiten Teil seines Vortrags „Woher kommt die Kraft zum Widerstand?“ am Beispiel des Feldwebels Anton Schmid (Foto) auf. Er  ging dabei der – noch immer aktuellen – Frage nach, was Menschen wie Schmid, der auch darüber nachdachte, welchen Gang die Entwicklung hätte nehmen können, wenn es mehr anständige und mutige Christen wie ihn selbst gegeben hätte, angesichts des NS-Terrors zum Rettungswiderstand motivieren konnte. …weiterlesen »

Wolfram Wette: Woher kommt die Kraft zum Widerstand? (Teil 1)

Anlässlich der Ausstellung „Temporary Setup 1-6“ von Stefanie Höll – deren Großvater unter anderem 1937 in Freiburg als NS-Funktionär bereitwillig „entartete Kunst“ aussortierte – hielt der Militärhistoriker und Friedensforscher Wolfram Wette in Waldkirch den Vortrag „Woher kommt die Kraft zum Widerstand?“. Dass es selbst in der terroristischen NS-Diktatur und in der Gewaltmaschinerie der Wehrmacht Handlungsspielräume gab, aus denen sich extrem unterschiedliche Verhaltensweisen ergaben, zeigte Wette in seinem Vortrag, den wir hier ungekürzt in zwei Teilen veröffentlichen, anhand von Beispielen auf. …weiterlesen »

Heute vor 80 Jahren begann der Überfall der deutschen Wehrmacht auf Griechenland

Am 6. April 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht Griechenland. Bei ihrem erzwungenen Abzug im Herbst 1944 hinterließ sie ein nach dem „Prinzip der verbrannten Erde“ völlig zerstörtes Land. Weit über tausend griechische Dörfer waren nahezu ausradiert, Hunderttausende griechische Frauen, Männer und Kinder waren verhungert, durch Geiselerschießungen, Massaker an der Zivilbevölkerung oder bei Widerstandsaktionen getötet worden. Und annähernd 60.000 griechische Jüdinnen und Juden fielen dem deutschen Rassenwahn zum Opfer. In der Bundesrepublik Deutschland blieb all das ohne rechtliche Konsequenz; die meisten Opfer wurden niemals entschädigt. …weiterlesen »

Ernstfall Frieden

In seinem Buch „Ernstfall Frieden“ nimmt der Militärhistoriker und Friedensforscher Wolfram Wette ein ganzes Jahrhundert vergleichend in den Blick. Er dokumentiert, was dran ist an dem Märchen, dass Kriege unausweichlich wie Naturkatastrophen über uns hereinbrechen und wie Gottesgerichte erlitten werden müssen. Damit liefert er aus Konstanzer Sicht ganz nebenbei auch beste Argumente dafür, dass es längst nicht genügt, Paul von Hindenburg lediglich die Ehrenbürgerwürde aberkannt zu haben. Schließlich ist Hitler 1933 nicht vom Himmel gefallen. …weiterlesen »