Auf den Drahtesel, aber zack, zack!

An Aufmunterung, sich zumindest in der besseren Jahreszeit mit dem Fahrrad (oder was mensch eben gerade dafür hält) fortzubewegen, fehlt es nicht. Die Städte Konstanz und Singen rufen jetzt – jede für sich – zum diesjährigen Stadtradeln vom 3. bis 23. Juni auf. Dabei können registrierte Menschen ihre jeweils gefahrenen Kilometer melden, und die emsigsten Kommunen und Teams werden später ausgezeichnet. Konstanz und Singen haben da noch nie einen Blumenpott gewonnen, aber das lässt sich ja ändern. …weiterlesen »

Streuobstwiesen in Gefahr

Eine Vielzahl an Obstbäumen gehört zu den natürlichen Wahrzeichen unserer Region und trägt zum unverwechselbaren Reiz der Kulturlandschaft um den Bodensee bei. Doch drohen die ökologisch bedeutsamen Wiesen, die ihnen Raum bieten, zu verschwinden, warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben fordert die Kommunen auf, dem Roden der Streuobswiesen ein Ende zu setzen. …weiterlesen »

Resilienz gegen Corona

Die grassierende Pandemie fordert ihren Tribut nicht nur von denjenigen, die an Corona erkranken. Auch alle mit brachliegenden Sozialkontakten, in beruflich prekären Situationen und in den lichterloh brennenden Intensivstationen und Kitas sind über ihrem Limit angekommen. Lichtblicke muss man sich selbst schaffen. Eine Möglichkeit dazu bietet ein vhs-Webinar heute Abend. Winfried Neun zeigt das seelisch-psychologische Handwerkszeug, um mit den Langzeiteffekten der Pandemie zurechtzukommen. …weiterlesen »

Stellungnahme eines Konstanzer Elternbeirates

Einige Wellen hat offenkundig das von seemoz publizierte Schreiben der Gesamtelternbeiräte von Kindertagesstätten aus dem gesamten Landkreis Konstanz geschlagen, die sich gegen mögliche obligatorische Corona-Tests für Kinder aussprachen. Offenbar wird dieses Thema unter Kita-Eltern und deren InteressenvertreterInnen weiterhin durchaus kontrovers diskutiert. Wir veröffentlichen hier die knappe Stellungnahme des Elternbeirates des Konstanzer Kinderhauses Paradies, die ausdrücklich als Reaktion auf das Schreiben der Gesamtelternbeiräte gedacht ist. …weiterlesen »

Auflösung: Wer wars? (27)

Am letzten Freitag fragten wir nach der französischen Schriftstellerin, Sozialistin und Frauenrechtlerin Flora Tristan (1803–1844). Der Titel ihres Buches über die Arbeits- und Lebensbedingungen der ArbeiterInnen in England lautet „Im Dickicht von London“. In ihrem Buch „Meine Reise nach Peru – Fahrten einer Paria“ schildert sie ihre Erlebnisse als alleinreisende Frau und die Lage des einfachen Volkes in Südamerika nach dem Ende der spanischen Herrschaft. Die Biografie „Aufruhr einer Paria“ von Gerhard Leo (1990) und der Roman „Das Paradies ist anderswo“ des peruanischen Schriftstellers Mario Vargas Llosa (2004) erzählen vom beeindruckenden Leben der Schriftstellerin und Gewerkschafterin Flora Tristan (Vargas Llosa schildert zudem das Treiben ihres Enkels Paul Gauguin). brm

Kurswechsel bei den Grünen?

Geben die Grünen alte Positionen auf, für die sie vor Jahren noch auf die Straßen gegangen sind? Knicken sie in wesentlichen Fragen ein? Das fragen sich immer mehr freihandelskritische Initiativen und Verbände. Knackpunkt ist das EU-Kanada-Handelsabkommen CETA, das zwar unterzeichnet, aber noch nicht von allen EU-Parlamenten ratifiziert wurde. Bisher lehnten die Grünen den Vertrag rundweg ab, doch das scheint sich zu ändern. Jedenfalls weigerten sich die baden-württembergischen Grünen, einen Appell gegen CETA entgegen zu nehmen; auch im Entwurf des Programms für die Bundestagswahl schlagen die Grünen neue Töne an. …weiterlesen »

„Weiße Raben“ (II)

Im ersten Teil untersuchte der Autor, an welche Männer des Widerstandes gegen Hitler – oft zu Unrecht – in Deutschland bei offiziösen Anlässen gern erinnert wird, obwohl sie Hitler zum Teil sehr lange unterstützt haben. Im heutigen zweiten Teil wird an einige weitgehend vergessene Männer erinnert, die als Berufsmilitärs im und nach dem Ersten Weltkrieg und damit schon lange vor 1933 zur Friedensbewegung gefunden haben und dafür von ihren Berufsgenossen aufs Entschiedenste abgelehnt wurden. …weiterlesen »

Engagiert und widerspenstig: Wer wars? (27)

Die Sendungsbewusste

„Seitdem ich das englische Proletariat kenne, ist die Sklaverei in meinen Augen nicht mehr das schlimmste Unglück, was dem Menschen widerfahren kann“, hielt die französische Schriftstellerin 1839 fest. Während ihre Untersuchungen über die Zustände in britischen Fabriken, Bordellen, Zuchthäusern und Elendsvierteln in England totgeschwiegen wurden, stießen sie in Frankreich auf breites Interesse. Bereits zuvor hatte die 1803 in Paris geborene Tochter eines peruanischen Adligen von sich reden gemacht: Nach einer (betrüblichen) Reise zu ihren reichen lateinamerikanischen Verwandten – nach dem frühen Tod des Vaters war die Familie verarmt – , hatte sie einen Bericht veröffentlicht, in dem sie unter anderem die Lebensbedingungen der Sklaven, Dienstbotinnen und Tagelöhner beschrieb. Und zwar so eindrücklich, dass das Buch in Peru verboten und die Autorin symbolisch verbrannt wurde. …weiterlesen »

Konstanz: Gemeinsam ein Zeichen für Inklusion

Der Beauftragte und der Beirat für Menschen mit Behinderung richten jetzt eine Fotoaktion für Barrierefreiheit aus. Unter dem Motto „Deine Stimme für Inklusion – mach mit!“ stehen dabei anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung die größten Teilhabe-Barrieren im Alltag im Fokus. Dazu gehören neben physischen Hindernissen auch rechtliche Lücken wie bei der Barrierefreiheit im privaten Sektor, etwa in Cafés, beim Einkaufen oder bei der Wohnungssuche. …weiterlesen »

„Weiße Raben“ (I)

Anders als Graf von Stauffenberg wird ihnen bis heute keine staatliche Ehrung zuteil: So sind etwa jene Offiziere, die sich schon vor 1933 dem Pazifismus zuwandten, heute vergessen und werden bei offiziellen Gedenkanlässen übergangen. Die Erinnerung an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus wird auf die Militärs des 20. Juli beschränkt, andere Menschen, die gegen Hitler teils schon wesentlich früher Kopf und Kragen riskierten, werden weiterhin nicht geehrt. …weiterlesen »

Eltern gegen Testpflicht für Kinder in Kitas

Im zweiten Jahr der Corona-Pandemie haben viele Menschen die Nase gestrichen voll von den pandemiebedingten Einschränkungen, und gesellschaftliche Gruppen beginnen, Druck auf die Politik auszuüben. Jetzt melden sich GesamtelternbeirätInnen aus dem Landkreis Konstanz zu Wort und sprechen sich gegen eine Corona-Testpflicht für Kinder in Kitas aus, die ihrer Meinung nach das Kindeswohl bedroht. Außerdem sprechen sie sich deutlich gegen eine Ungleichbehandlung von Kindern und Erwachsenen aus. …weiterlesen »

Kultur live und doch so nah

Jenseits der Grenze, in der nahen, aber manchmal auch ach so fernen Schweiz, regt sich das Kulturleben wieder – man muss gespannt sein, wie lange. In den nächsten Wochen gibt es einige Live-Events, die auch von Konstanz aus gut zu erreichen sind und teils hochklassige Mitwirkende präsentieren. Wer also nach einem kulturlosen Jahr nach echter Kultur nur so lechzt: Maske auf und ab zu unseren NachbarInnen. Von Lesung über Tanz bis Theater ist alles dabi, eine Reservierung ist obligatorisch. …weiterlesen »

Der Gesellschaft den Spiegel vorhalten?

Fälle von Machtmissbrauch im Theaterbetrieb kamen in letzter Zeit bundesweit vermehrt an die Öffentlichkeit. Das Theater wird weiterhin dominiert von Männernetzwerken in den entscheidenden Positionen der Theaterhierarchie. Doch es kommt zunehmend Dynamik in die Veränderungsprozesse. Ein Gespräch mit der Hausregisseurin des Theaters Konstanz, Franziska Autzen, über Selbstbehauptung, Solidarität und Seilschaften im Machtapparat Theater. …weiterlesen »

Linke-Kandidatin Röth zum Mietendeckel-Urteil: „Dann halt bundesweit“

Als Rückschlag für den Kampf um bezahlbaren Wohnraum und das Grundrecht auf Wohnen bezeichnete Sibylle Röth, Bundestagskandidatin der Linken im Wahlkreis Konstanz, das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Berliner Mietendeckel. Noch sei indes nichts verloren: Dürfe der Deckel nicht von den Ländern eingeführt werden, müsse der Kampf auf Bundesebene weitergehen: „Wir brauchen Gesetze, die ein würdiges Leben mit bezahlbaren Mieten garantieren – der Markt wird das nicht regeln“, ist Röth überzeugt. …weiterlesen »

Erzählt Eure Geschichte

Der Sprachendienst Konstanz ist vielen LeserInnen ein Begriff, und viele KonstanzerInnen haben in der Wallgutstr. 3 selbst schon Arabisch, Englisch, Spanisch oder einen anderen Fremdsprachenkurs besucht, während so manche ZuwandererInnen dort Deutsch gelernt haben, einige privat, andere mit staatlicher Unterstützung in Integrations­kursen. Der Sprachendienst sucht jetzt für ein internationales Projekt Menschen, die über ihre Fluchterfahrungen vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis heute berichten. …weiterlesen »

Rent the seemoz-Dog

(hr) Seit dem Wochenende gilt im Landkreis Konstanz zwischen 21 Uhr und 5 Uhr eine nächtliche Ausgangssperre. Das mag kaum jemand verstehen, denn vor allem an der frischen Luft ist eine Ansteckung, wenn man Abstand einhält, sehr unwahrscheinlich. Vor die Türe darf man zu nachschlafender Zeit aber, wenn man beispielsweise einen Hund hat. Da über das örtliche Tierheim keine mehr zu haben sind, bietet seemoz seinen Redaktionspudel „Blacky“ an (siehe Bild). Sein Vorteil: Er ist zwar steinalt, aber seine tierärztlich attestierte Darm- und Blasenschwäche setzt voraus, dass man ihn rund alle drei Stunden zur Entleerung ins Freie führen muss. Wer Interesse hat, darf sich gerne bei uns melden: info@seemoz.de. Leihgebühr pro Tag/Nacht: 1,50 Euro.

Vonovia: Neuer Ärger um Trinkwasserfilter

Am heutigen Freitag geht die Haupt­ver­samm­lung des Immobilienkonzerns Vonovia über die Bühne. Für die AktionärInnen, die sich corona-bedingt virtuell treffen, gibt es gleich doppelten Grund zur Freude. Mit Genugtuung dürfte einerseits die Entscheidung des Bundes­ver­fassungs­gerichts zur Kenntnis genommen werden, den Berliner Mietendeckel zu kippen. Vor allem aber können sich die Aktien­besitzerInnen über eine um rund 8 Prozent höhere Dividende die Hände reiben. Die Zeche dafür zahlen MieterInnen etwa in der Schwaketenstraße, die sich mit schäbigsten Abrechnungstricks herumschlagen müssen. …weiterlesen »