Die Universität Konstanz erforscht seit Beginn der Pandemie auf mehreren Feldern die sich wandelnde Meinung von Menschen zu den Folgen der Krankheit. Die ForscherInnen legten jetzt Zwischenergebnisse vor. Eine Studie zeigt, dass die empfundene Ungleich­heit am Arbeitsplatz unter den Bedingungen von Corona weltweit gewachsen ist. Die andere Studie erfragte  in Deutschland, wie zufrieden die Menschen in Sachen Pandemie-Bekämpfung mit den föderalen Strukturen sind. Weiterlesen »

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Wir leben in einem Land, in welchem man während einer Pandemie mit einem Schild voller Blödsinn dicht gedrängt mit tausenden weiteren Quergeistern frei demonstrieren kann und welches man dennoch lauthals als Diktatur bezeichnen darf. Das ist großartig. Man sollte da aber trotzdem nicht mitmachen. Unter anderem, damit das Land so frei bleibt wie es ist. Weiterlesen »

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Für einen spürbaren Investitionsschub für klimafreundliche Mobilität statt Autokauf-Prämien sowie für einen Rettungsschirm für ÖPNV-Unternehmen setzt sich in einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) ein. Er kritisiert, dass Baden-Württemberg die Klimaziele im Verkehrswesen weit verfehlt hat, und fordert deutlich mehr Mittel für den Ausbau des ÖPNV sowie dessen flächendeckende Elektrifizierung. Weiterlesen »

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(red) Jehona Miftari wohnt seit langem in der Konstanzer Steinstraße, ganz in der Nähe einer der beiden Massenunterkünfte, die von den hiesigen Behörden mit Bauzäunen abgeriegelt wurden. Rassismusvorwürfe, die wegen der mit Covid19 begründeten Maßnahmen laut wurden, weisen Rathaus und Landratsamt vehement zurück. In einem Offenen Brief erteilt die Literaturwissenschaftlerin den zuständigen Amtspersonen bei Stadt und Landkreis nun Nachhilfeunterricht in Sachen Rassismus. Als Migrantin weiß sie nur zu gut, wovon sie schreibt. Weiterlesen »

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Samstag, 16. Mai, 15:00 Uhr, auf dem Weg in den Stadtgarten. Die Sonne scheint, die Grenze zur Schweiz ist wieder geöffnet, die Markstätte voller Menschen, Schlangen vor den Geschäften und Menschen mit Gesichtsmasken. Wie vor Corona schlendern Schweizer Familien mit Einkaufstüten durch die Stadt. Eigentlich schön. Wer meint, körperlicher Abstand sei noch immer geboten, hätte an diesem Samstag die Innenstadt besser gemieden. Aber schön und gut für den Aufschwung – vielleicht oder hoffentlich. Weiterlesen »

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Es ist so langsam an der Zeit, an „nachher“ zu denken, deshalb wird sich der Konstanzer Gemeinderat in seiner morgigen öffentlichen Sitzung im Bofo mit der wirtschaftlichen Seite der Seuche befassen. Die Auswirkungen auf die Kassen von Bund, Ländern und Gemein­den sind erheblich, und die Verwaltung hat einen Stufenplan zur Entscheidung über Ein­spa­run­gen vorgeschlagen, der zunehmend kon­kre­ti­siert werden soll, je deutlicher die tatsäch­li­chen haushaltstechnischen Folgen von Corona werden. Weiterlesen »

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Die Corona Rebellen haben die Schnauze voll und wollen sich von denen da oben nichts mehr sagen lassen. Deutschland befinde sich auf dem Weg in eine Diktatur, die Mundschutzpflicht sei schlimmster Auswuchs dieser Entwicklung und die von der Regierung geschürte Angst vor dem Virus sowieso ein „Fehlalarm“, waren nur einige der messerscharfen politischen Analysen an der Demonstration im Konstanzer Stadtgarten. Weiterlesen »

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Zu einem Aktionstag gegen Rüstungsproduktion und Krieg rufen bundesweit Gruppen aus dem antimilitaristischen und linken Spektrum am Dienstag, 19.5., auf. In Konstanz laden das Solidaritätsbündnis Rojava und der Verein Keine Waffen vom Bodensee aus diesem Anlass zu einer Kundgebung um 16.00 Uhr auf die Marktstätte ein. Denn vom Lockdown haben sich die Rüstungskonzerne nicht beeindrucken lassen. Bei Waffenschmieden wie Rheinmetall oder Krauss Maffei Wegmann geht die Produktion weiter, als wäre nichts geschehen. Weiterlesen »

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Am vergangenen Freitag fragten wir nach der Dominikanerschwester und Umweltaktivistin Dorothy Stang (1931–2005). Die von der Arbeiterpartei geplanten Schutzmaßnahmen für den Regenwald schlug damals bald in Gewalt um; Stang selbst erhielt als Initiatorin des Siedlungsprojekts Morddrohungen. Ihr Tod – wie einst die Ermordung des brasilianischen Kautschukzapfers und Gewerkschafters Chico Mendes – führte zu internationalen Protesten. In der Folge erließ die Regierung ein Sojamoratorium: Auf illegal gerodeten Regenwaldflächen durfte kein Soja mehr angebaut werden; 2016 wurde das Moratorium beendet. Als 2019 Jair Bolsonaro das Präsidentenamt antrat, sagte er den UmweltschützerInnen umgehend den Kampf an und sicherte für illegale Rodungen Straffreiheit zu. brm

 

 

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Ab kommenden Montag, 18.5., dürfen Gaststätten und Cafes auch in Konstanz wieder öffnen. Allerdings unter Einhaltung diverser Schutzmaßnahmen, die wohl nur unter erschwerten Bedingungen umgesetzt werden können. Ob damit der arg gebeutelten Gastro-Szene wirklich geholfen wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch jetzt schon: Vor allem die kleinen Kneipen und Bars, oft im Familienbetrieb geführt, stehen auf der Kippe. Weiterlesen »

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Diese Woche hat das Warenhaus-Unter­neh­men Galeria, zu dem Karstadt gehört, die Schließung von weiteren Häusern an­ge­kün­digt. Der Schrumpfungsprozess des an­ge­schla­genen Konzerns geht also weiter. Dabei haben die Filialen in Konstanz und Singen nach wochenlanger Schließung eben erst wieder den Normalbetrieb auf­ge­nom­men. Wie verkraften die rund 160 Beschäf­tig­ten von Karstadt Konstanz solche Nacken­schläge? Das wollte seemoz vom Konstanzer Karstadt-Betriebsratsvorsitzenden Stefan Mancassola und seinem Stellvertreter Juris Reksans wissen. Weiterlesen »

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Von Hölderlin in Hauptwil bis zur Serverfarm in Diessenhofen: Eine Geschichte der Arbeit.

Der Basler Historiker Heiko Haumann hat den Begriff der Lebenswelt in der Geschichtswissenschaft mitgeprägt. Damit ist eine Geschichtsschreibung gemeint, die nicht vornehmlich vertikale Abläufe, Daten und Taten großer Männer (und weniger Frauen) in den Mittelpunkt rückt, sondern die die Perspektive von der Geschichte betroffener Menschen einnimmt. Den Autor des jüngst erschienenen Buchs Spuren der Arbeit, Stefan Keller, hat Haumann damals mit dessen Grüningers Fall nicht zufällig promoviert. Weiterlesen »

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Die mutige Seele

Wie viel ihr Leben wert war, wusste sie schon länger, und sie fand es selbst etwas wenig: Ganze 3000 US-Dollar waren demjenigen versprochen, der sie töten und so für „Frieden auf den Lände­rei­en“ sorgen würde. Am Ende boten die Auftraggeber jedoch das Fünffache, was zumindest dem Verkaufswert dreier Tropenbäume entsprach. An einem Februarmorgen 2005 fand man schließlich ihre Leiche. Die 73-jährige Ordensschwester war auf dem Weg zu einer ihrer vielen Versammlungen im brasilianischen Urwald erschossen worden.

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Kommentare deaktiviert für Engagiert und widerspenstig: Wer wars? (8)

Das Fahrrad gilt global als eine zentrale Säule der Mobilität der Zukunft. Während der Corona-Krise der vergangenen Wochen, als viele Straßen autoarm waren, sind seine Bedeutung und seine Möglichkeiten als rundum gesundes und resilientes Mobilitäts­mittel wieder einmal sehr deutlich geworden, weiß der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) zu berichten. In einem Statement zur Radverkehrspolitik 2020 des baden-württembergischen Ministeriums für Verkehr ruft er dazu auf, jetzt endlich zu handeln. Weiterlesen »

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Der 8. Mai 1945 war ein Tag der Befreiung vom Faschismus. Vor 75 Jahren endete in Europa aber auch der Zweite Weltkrieg, dem über sechzig Millionen Menschen zum Opfer gefallen waren. „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“ lautete daher eine zentrale Losung in den folgenden Jahren. Doch ist der Krieg wirklich vorbei? Oder führen wir ihn weiter beziehungsweise lassen ihn führen – gegen die Armen der Welt? Darüber sprach Wolfram Frommlet in seiner Rede zum 8. Mai in Ravensburg, die seemoz hier dokumentiert. Weiterlesen »

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Es war bereits Ende Februar, als in Karlsruhe ein Urteil gesprochen wurde, das durch die aufziehenden Corona-Wolken in der öffent­lichen Wahrnehmung wenig Anklang fand – und dessen Auswirkungen gesell­schafts­ethisch kaum diskutiert wurden. Dabei war es das erste Mal in der deutschen Geschichte, dass das oberste Verfassungs­gericht der Bundes­republik so einschneidend Recht sprach, woraufhin selbst Beobachter über die Klarheit der Worte von Präsident Voßkuhle überrascht waren. Die geschäfts­mäßige Praktik der Sterbehilfe ist seit 26.02.2020 nicht länger verboten, denn § 217 StGB ist verfassungs­widrig – und damit nichtig. Weiterlesen »

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Eben wird bekannt, dass ab Montag in Zoffingen die Bagger rollen und die Abrissbirnen donnern werden. Der Bauherr, die Caritas, hat darüber informiert, dass der „Rückbau“ der ehemaligen Turnhalle beginnt und in der anschließenden Bauphase für 30 bis 36 Monate mit „wahrnehmbaren Beeinträchtigungen in der Nachbarschaft“ zu rechnen ist. Die Caritas gibt sich mitfühlend und dialogbereit, die Nachbarn könnten sich angesichts der kurzen Vorwarnzeit von nur 5 Tagen hingegen verschaukelt fühlen. Weiterlesen »

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