Weil die Amtsvorgängerin nach Freiburg wechselte, wählten Anfang Dezember Senat und Universitätsrat Katharina Holzinger zur neuen Rektorin der Konstanzer Hochschule. Kaum im Amt, gab die gelernte Professorin für Internationale Politik in einem Interview mit dem Südkurier irritierende Aussagen über die Uni-Geschichte zu Protokoll. Gastautor Thomas Willauer, selbst Absolvent der hiesigen Akademikerschmiede, findet es erstaunlich, dass ihre provokanten Aussagen ohne Resonanz geblieben sind. Für die Zukunft der Universität lasse das nichts Gutes erahnen. Weiterlesen »

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Ängste vor wirtschaftlichem Abstieg, Misstrauen gegenüber politischen und anderen Eliten sowie kulturelle Desorientierung bilden nach Auffassung des Bewegungsforschers Dieter Rucht die Tiefenströmungen der Querdenker-Proteste. Deshalb seien sie anschlussfähig für Rechtsextremismus. „In einer akuten Krise mit der Erfahrung eines drastischen Kontrollverlustes verstärken diese Strömungen die Neigung, eine generalisierte Unzufriedenheit auszuleben“ sagt Rucht im Gespräch mit Wolfgang Storz. Weiterlesen »

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Konstanz und das schleswig-holsteinische Norderstedt waren die ersten Versuchs­kaninchen für ein Transportrad-Leihsystem, das flächendeckend angelegt ist und öffentlich gefördert wird. Aus dem Stadtbild dieser Kommunen sind die ebenso schmucken wie selbst für den Kindertransport bestens geeigneten Leihräder kaum mehr weg­zu­denken. Da ist es nur logisch, dass sich jetzt weitere Kommunen dem Modellversuch anschließen, so dass die Miet-Radlaster bald in (fast) ganz Deutschland unterwegs sein könnten. Weiterlesen »

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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Das neue Bürogebäude der Firma Meichle & Mohr, davor das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Gasthaus „Rheingarten“, nunmehr weder Rhein noch Garten – und wohl auch keine Zukunft mehr … Foto: O. Pugliese

Welche Lehren lassen sich aus dem Neubau Zur Friedrichshöhe 10 ziehen – und welche Fragen drängen sich auf, wenn man sich vergegenwärtigt, wie eine Gartenstadt­siedlung durch Neubauprojekte wie von einem anderen Planeten langsam ihren über Jahrzehnte gewachsenen Charakter als lebenswertes Ensemble zu verlieren droht? Das Quartier Egelsee ist in Konstanz beileibe keine Ausnahme, sondern Ausdruck eines städtebaulichen Trends, der wenig Rücksicht auf historisch Gewachsenes und Nachbarschaften nimmt. Weiterlesen »

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Das Haus „Zur Friedrichshöhe 10“, erbaut 1928 vom Sohn des Stadtbaumeisters, Paul Jordan jr., kurz vor dem Abriss. Foto: Werner Trapp

Das Egelseequartier in Konstanz ist ein Stadtviertel, das auf Grund seiner historischen und städtebaulichen Qualitäten besondere Aufmerksamkeit und Schutz verdient. Das Quartier entstand in den späten 1920er und 1930er Jahren als östliche Erweiterung der Gartenstadtsiedlung im Sierenmoos, die in weiten Teilen unter Ensembleschutz gestellt wurde. Heute droht die historische Siedlung nördlich der Mainaustraße, zwischen Friedrichshöhe und Sonnenbühl, ihren Ensemblecharakter zu verlieren. Weiterlesen »

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Geflüchtete bei einer Fahrradausgabe in der Save-Me-Fahrradwerkstatt vor Corona.

In der aktuellen Nachrichtenflut rund um die Pandemie ist die schwierige Lage der Geflüchteten weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Aber die notwendigen Beschränkungen beeinflussen nicht nur zwischenmenschliche Begegnungen im öffentlichen Raum, sondern verschlechtern auch die psychische und soziale Situation insbesondere von Risikogruppen. Wie verkraften etwa Geflüchtete in ihren engen Unterkünften die Kontaktbeschränkungen? Eine Bestandsaufnahme aus Konstanz. Weiterlesen »

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Corona könnte zwar zu einem spürbaren Bevölkerungsrückgang führen, wird aber allein das Wohnungsproblem in Konstanz und anderswo auch nicht lösen können. Also stellt sich die Frage, wo die (hoffentlich zahlreichen) Corona-Überlebenden in ein paar Jahren wohnen sollen, weiterhin in unverminderter Schärfe. Soll etwa die Jungerhalde West bebaut werden? Am 14. Januar veranstaltet die Stadt eine Online-Bürgerinformation zu diesem Projekt, das bereits grundlegende Kritik erfuhr. Weiterlesen »

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Spenden in Höhe von 4330 Euro konnte das Solidaritätsbündnis Rojava zum Jahresbeginn an den Verein Heyva Sor a Kurdistanê (Kurdischer Roter Halbmond) überweisen. Das Geld dient zur Anschaffung von Beatmungs­geräten, die in den basisdemokratischen Selbstverwaltungsprojekten in Nordost-Syrien dringend gebraucht werden. Seit Anfang Dezember beteiligt sich das Konstanzer Bündnis an einer internationalen Spenden-Kampagne der kurdischen Hilfsorganisation für die im Kampf gegen Corona wichtigen medizinischen Geräte. Weiterlesen »

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Vor 100 Jahren wurde Hans Paasche, Marineoffizier, Pazifist, Lebensreformer und Schriftsteller, auf seinem Gut von rechten Reichswehrsoldaten ermordet. Vor allem sein Buch über die Reise eines fiktiven Afrikaners durch Deutschland wurde posthum zu einem Erfolg. Jetzt ist eine Neuauflage dieses seines bekanntesten Werkes erschienen, und der Verleger Helmut Donat hat sich einige Gedanken darüber gemacht, was Paasche und sein alter ego Lukanga Mukara wohl heute in Deutschland entdecken würden. Weiterlesen »

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Vor 100 Jahren wurde Hans Paasche, Marineoffizier, Pazifist, Lebensreformer und Schriftsteller, auf seinem Gut von rechten Reichswehrsoldaten ermordet. Vor allem sein Buch über die Reise eines fiktiven Afrikaners durch Deutschland wurde posthum zu einem Erfolg. Jetzt ist eine Neuauflage dieses seines bekanntesten Werkes erschienen, und der Verleger Helmut Donat hat sich einige Gedanken darüber gemacht, was Paasche und sein alter ego Lukanga Mukara wohl heute in Deutschland entdecken würden. Weiterlesen »

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Vor 100 Jahren wurde Hans Paasche, Marineoffizier, Pazifist, Lebensreformer und Schriftsteller, auf seinem Gut von rechten Reichswehrsoldaten ermordet. Vor allem sein Buch über die Reise eines fiktiven Afrikaners durch Deutschland wurde posthum zu einem Erfolg. Jetzt ist eine Neuauflage dieses seines bekanntesten Werkes erschienen, und der Verleger Helmut Donat hat sich einige Gedanken darüber gemacht, was Paasche und sein alter ego Lukanga Mukara wohl heute in Deutschland entdecken würden. Weiterlesen »

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wie jedes Jahr werden wir bis Neujahr keine aktuellen Texte veröffentlichen, es sei denn, ein Tsunami oder sonstiges Ungemach rollt auf Konstanz zu. Ab dem 4. 1. bringen wir dann eine mehrteilige Geschichte, die zu uns (und Euch/Ihnen) gerade in dieser Jahreszeit passt. Geplant ist, den seemoz-Normalbetrieb am 7. 1. 2021 wieder aufzunehmen. Dazu an dieser Stelle noch ein kurzer Blick zurück und ein kleiner Ausblick ins kommende Jahr. Weiterlesen »

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Die Stadt Frankfurt am Main hat vor zwanzig Jahren überlegt, ihre Trinkhallen und Kioske unter Denkmalschutz zu stellen. Sie seien Orte sozialer Begegnung und manchmal sogar ein Zuhause für den Mann und die Frau um die Ecke. Freilich sind Trinkhallen in Hessen auch Orte des milden Alkoholismus, aber die Kioske schaffen auch Inseln der Öffentlichkeit, des kurzen Gesprächs und symbolisieren die Zeiten der Printmedien, des gedruckten Wortes. Weiterlesen »

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Schon länger nicht mehr haben wir diese beliebte Auszeichnung vergeben. Dieses Jahr aber ist es endlich wieder soweit, denn die Gurke ist überreif. Wer bietet sich an? Gerade in diesen Seuchenzeiten kann es eigentlich nur einen geben, vermuten nicht nur wir.

Doch die Entscheidung darüber wollen wir gerne unseren LeserInnen überlassen. Also bitten wir bis zum 10. 1. 2021 um ernstgemeinte Namensvorschläge mit einer kurzen Begründung an unsere Redaktionsadresse: info@seemoz.eu.

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Der Landtagskandidat der Linken im Wahlkreis Singen beklagt die soziale Schieflage der aktuellen Corona-Einschränkungen. Ein energischer Lockdown, so Professor Dr. Franz Segbers, sei angesichts der besorgniserregend steigenden Zahlen bei Neuinfektionen und Verstorbenen zwar der richtige Weg, die hohe Gesundheitsgefährdung aller zu senken. Dieses gemeinschaftliche Herunterfahren müsse aber auch sozial verantwortbar gestaltet werden. Solchen Anforderungen indes würden die Maßnahmen der Bundesregierung nicht gerecht, kritisiert Segbers. Weiterlesen »

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Mit einem kreativen Protest trotzen jetzt gut 350 Beschäftigte des Deutschen Roten Kreuz aus ganz Baden der Corona-Pandemie und zeigen für ihre Forderungen im Tarifkonflikt zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Bundestarifgemeinschaft DRK Gesicht. ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten beim DRK eine Tarifsteigerung von 5,5 Prozent, mindestens aber 150 Euro für 12 Monate. Auch die Ausbildungsvergütungen sollen um 150 Euro monatlich steigen. Weiterlesen »

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