Ja, „Die Party ist vorbei“, so sagte neulich ein Schriftsteller im Deutschlandfunk in Bezug auf die Pandemie. Und ich füge hinzu: unsere Party ist vorbei, denn der globale Süden war ja gar nicht eingeladen, nie.  – Ein Essay von Marianne Bäumler. Weiterlesen »

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Vor rund acht Jahren wurde Andreas Osner (SPD) zum Bürgermeister für Soziales, Gesundheit, Bildung, Kultur und Sport gewählt. Kommenden Juni läuft seine Amtszeit aus. Im Vorfeld wollte Osner nach Heidelberg wechseln, um dort Bürgermeister zu werden. Aber das klappte nicht und nun bewirbt er sich in Konstanz für eine zweite Amtszeit. Doch auch damit könnte er scheitern. Weiterlesen »

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Obschon aus den Schlagzeilen weitgehend verschwunden: Im Mittelmeer machen sich die EU und ihre Mitgliedstaaten weiter am Tod zahlreicher Geflüchteter mitschuldig. Allein im Oktober sind laut offizieller Statistik mindestens 104 Menschen ertrunken oder als vermisst gemeldet. Mehrere Schutzsuchende etwa verdursteten auf einem Boot, weil italienische und maltesische Behörden die Notrufe tagelang ignorierten. Derweil sorgten Behörden-Schikanen und Kriminalisierung dafür, dass keines der acht operierenden zivilen Rettungsschiffe zum Einsatz kommen konnte. Auf die elenden Zustände will jetzt Amnesty International mit einer Aktion auf dem See aufmerksam machen. Weiterlesen »

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(red) Auf dem ehemaligen Vincentius-Gelände werden von der LBBW weiterhin Wohnungen zum Kauf angeboten, deren Quadrat­meter­preis bei fast 8000 Euro liegt! Überwiegend Anleger aus süddeutschen Metropolen kaufen sich ein. Bis vergangene Woche war dort noch nebenstehende Tafel zu bestaunen, die bei Anwohnern auf Kritik stieß. Nun wurde die rüde Anmache entfernt. Man habe, so war zu hören, einen „Imageschaden“ für das Wohn­projekt vermeiden wollen. Wohl eher gilt an Ort und Stelle: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert“. (Foto: privat)

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Während die Kultur in Deutschland darniederliegt, geht der Kulturbetrieb in der nahen Schweiz – mit einigen Einschränkungen – weiter. Wer Lust auf leibhaftige zeitgenössische Musik oder eine ausgefallene Ausstellung hat, braucht also nur über die Grenze zu reisen, um sich im befreundeten Ausland seinen bevorzugten Kunstgenüssen hinzugeben. Es ist trotz der finsteren Zeiten einiges geboten – von delikater Spektralmusik bis hin zu schaurigen Truppenübungsplätzen als Bühnenbildern des Krieges. Weiterlesen »

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Wenn Sie nicht recht wissen, womit sie die Zeit zwischen Corona und Weihnachten sinnvoll verbringen können, versuchen Sie es doch mal mit einem guten Buch, beispielsweise von einem zeitgenössischen Schriftsteller. Jochen Kelter empfiehlt Ihnen zu diesem Zweck den neuen Roman von Urs Faes, der seit Jahrzehnten zu den bedeutenden Sprachkünstlern zählt. Seine Stärke sind die scheinbar kleinen, alltäglichen Geschichten, Fragen und Empfindungen, wie sie uns allen oft nur zu nahe sind. Weiterlesen »

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Die Initiative „Konstanzer Bürger:innenkonzil“ will einen „echten“ Bürger:innenrat mit Mitspracherechten bei zentralen Themen etablieren. Der Wunsch nach mehr Bürger:innenbeteiligung und einer am Gemeinwohl orientierten Politik vereint die engagierten Konzilsmitglieder unterschiedlichen Alters und verschiedener Hintergründe. Für das Beteiligungsvorhaben erhält das Gremium nun 3550 Euro im Rahmen des „Bürgerbudgets“ der Stadt Konstanz, das auch von einem sogenannten BürgerInnenrat vergeben wird. Weiterlesen »

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Von der Straße in die Parlamente? Fridays vor Future ist es gelungen, die ewigen Klein­rednerInnen und BremserInnen in Regierun­gen und Parteien mächtig unter Druck zu setzen. Kaum ein/e PolitikerIn, die heute nicht wortreich die Dringlichkeit klimapolitischen Handlungs­bedarfs beschwört. Doch folgen wolkigen Worten noch immer jämmerlich wenig Taten, meinen die jugendlichen AktivistInnen. Teile der Bewegung drängt es deshalb in die Parlamente. Auch zur Land­tags­wahl in Baden-Württemberg will jetzt eine Klimaliste antreten. Eine Gefahr für die etablierten Parteien, namentlich die Grünen? Im Podcast erklärt Jessica Stolzenberger, eine der Initiatorinnen, warum sie diesen Schritt für nötig hält. Weiterlesen »

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Am vergangenen Freitag fragten wir nach dem mexikanischen Revolutionsführer Emiliano Zapata (1879–1919). Das politische Programm der Zapatistas war der 1911 formulierte „Plan von Ayala“, in dem unter anderem freie Wahlen, die Umsetzung der Bodenreform und autonome Gemeinde­verwaltungen auf basisdemokratischer Grundlage gefordert wurden. Seinen Guerillakampf gegen die drei auf Porfirio Díaz folgenden Präsidenten – zwei von ihnen stammten aus den Reihen der Aufständischen –, führte er hauptsächlich im südlichen Bundesstaat Morelos. Erst in den Zwanzigerjahren kam das Land wieder zur Ruhe. Weiterlesen »

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Es sind oft kleine Maßnahmen, die den Alltag ein wenig bequemer machen – etwa eine verständliche Ausschilderung der Radwege, so dass verzweifelte Fahrradtouristen nicht mehr vor dem Arbeitsamt mitten auf dem Radweg herumlungern und verdutzte Einheimische verzweifelt nach dem Weg zur Reichenau fragen müssen. In Konstanz wird jetzt die einheitliche Beschilderung der Radwege abgeschlossen und außerdem die Radfahrt zwischen der Fähre in Egg und Wallhausen und umgekehrt bequemer gestaltet. Weiterlesen »

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Unerwünschten Besuch bekam vor drei Jahren ein autonomes Zentrum in Freiburg. Auf Anordnung des Bundesinnenministeriums durchsuchten Ordnungskräfte die Räum­lich­keiten des KTS in der Basler Straße. Die Razzia richtete sich gegen die linke Nachrichtenseite Indymedia linksunten, die das Ministerium zuvor verboten hatte. Die Durchsuchung war rechtswidrig, urteilte jetzt der Verwaltungs­gerichtshof Baden-Württemberg. Weiterlesen »

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Die „Kriegsgeschäfte-Initiative“, über die Ende November in der Schweiz abgestimmt wird, will Pensionskassen und der Nationalbank verbieten, weiterhin Geld in Rüstungsfirmen zu investieren. Die Nationalbank, IndustrievertreterInnen und bürgerliche Parteien hingegen behaupten, das sei wirtschaftlich nicht verkraftbar. Doch das ist so nicht ganz richtig. Weiterlesen »

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Der viel besungene Zureiter

Er wollte Wasser, Boden und Wald. Nicht für sich, denn er hatte sein Auskommen als Pferdehändler. Aber die vielen besitzlosen Bauern des Dorfes, dem er vorstand, litten unter dem Landhunger der Zuckerrohrpflanzer. Und nicht nur sie. Im ganzen Bundesstaat Morelos waren die Bauern in Aufruhr, seit Don Porfirio Díaz, der bereits zwei Jahrzehnte regierende Staatspräsident, die mexikanische Wirtschaft auf Export trimmte. Weiterlesen »

Kommentare deaktiviert für Engagiert und widerspenstig: Wer wars? (17)

Post für die Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten aus Konstanz: Neun StadträtInnen haben einen Brief an Angela Merkel und Winfried Kretschmann geschrieben, in dem sie sich für die Belange von kulturellen Einrichtungen und KünstlerInnen einsetzen. Die Mitglieder im städtischen Kultur­ausschuss appellieren, bei den Beratungen über die weiteren Corona-Maßnahmen den Kulturbetrieb neu zu bewerten und den Betroffenen klare Perspektiven aufzuzeigen. Weiterlesen »

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Oft ist von lebenswerten Innenstädten, Städten für Menschen und klimagerechtem Städtebau die Rede, von den Dörfern und Vororten hört man/frau hingegen wenig. Klar, „unser Dorf soll schöner werden“ war früher in aller Munde, und der „Idiotismus des Landlebens“ wurde vor allem von städtischen Intellektuellen beklagt. Wie aber sieht es in unseren Vororten aus? Betonwüsten neben der Mehrzweckhalle oder gewachsener Ortskern? Aktive Bürgergemeinschaft oder bezahlbare Notlösung für Eigenheimbesitzer? Weiterlesen »

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Rettungskräfte aus dem Landkreis Konstanz entfachten gestern Nachmittag vor der Zeller DRK-Rettungswache mutwillig ein Feuer. Gezündelt haben die beim Deutschen Roten Kreuz angestellten Beschäftigten nicht etwa aus pyromanischer Neigung. Mit dem Flammensignal wollten sie, unterstützt von ihrer Gewerkschaft, den Dienstherren Feuer unter dem Hintern machen, ihre verantwortungsvolle Arbeit endlich besser zu honorieren. Weiterlesen »

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Klatsche für Landesparlament und Regierung: Der baden-württembergische Verfassungs­gerichtshof gibt fünf kleinen Parteien Recht, die wegen der Corona-Pandemie eine Änderung des Landtags­wahlrechts verlangen. Grün-Schwarz wollte trotz des Infektionsrisikos an der Regelung festhalten, die nicht im Landtag vertretene Parteien zum Sammeln von landesweit 10.500 Unter­stützungs­unterschriften zwingt. Eine zu hohe Hürde für einen Wahlantritt, urteilte das Gericht. Weiterlesen »

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