Linke kritisiert unsoziales Grundsteuermodell

Auf heftige Kritik der Linkspartei sind die Ende Juli bekanntgewordenen Pläne zur Umsetzung der Grundsteuerreform in Baden-Württemberg gestoßen. „Das ist die unsozialste aller Möglichkeiten“, erklärte Heidi Scharf, Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstands der baden-württembergischen Linken: „Unter dem Vorwand der Bürokratievermeidung schafft die grün-schwarze Landesregierung noch mehr Ungerechtigkeit bei der Grundsteuer als zuvor. Ein Skandal erster Güte.“ …weiterlesen »

Abenteuer in Ameisenformat

Wer in diesem Jahr schmerzlicherweise auf Festivals und Fernreisen verzichten muss, dem sei das experimentelle Hörspiel „darunter“ von Jeremias Heppeler empfohlen. In zwölf Kapiteln eröffnet sich die faszinierende Welt der Insekten, die zum Beobachten, zu Fantasiereisen und zum Abenteuererleben einlädt. …weiterlesen »

Literatur zum Anhören und Anfassen

Literatur ist unvergleichlich und nicht umsonst seit Jahrtausenden eine der großen Inspirationsquellen der Menschheit, ihr Gedächtnis und nur zu oft auch ihr Kummerkasten. Wer schreibt, der bleibt, das gilt zwar nur für die wenigsten AutorInnen, aber die meisten schreiben heutzutage ohnehin fürs Hier und Jetzt. Im Literaturhaus Thurgau in Gottlieben gibt es in den nächsten Wochen zahlreiche Lesungen, die ein breites Spektrum der zeitgenössischen Literatur abbilden und einen Besuch wert sind. …weiterlesen »

Rommel und unsere demokratische Erinnerungskultur (Teil III)

Inwiefern ist Hitlers Lieblings-General Erwin Rommel wirklich „unser“ Rommel – und wie gehen wir mit dem Gedenken an seine Opfer um? Darum entbrannte in Heidenheim an der Brenz, Rommels Geburtsstadt, ein jahrelanger Streit, der jetzt durch das Aufstellen eines „Gegen“denkmals zumindest vorläufig beigelegt wurde. Aus diesem Anlass hielt der profilierte Historiker Wolfram Wette eine lesenswerte Rede von grundsätzlicher Bedeutung, die wir hier ungekürzt in drei Teilen wiedergeben. …weiterlesen »

Was zählt im Leben?

Zum Ende dieses denkwürdigen Sommers geht die Kultur endlich wieder los. Das Theater am Gleis in Winterthur startet am Freitag mit einem Konzert des Hendrix Cousins Quintetts, ehe das Junge Theater Winterthur ab 18. August an vier Abenden „Nichts – was im Leben wichtig ist“ auf die Bühne bringt, ein Stück für Menschen ab 12 Jahren. Was im Leben hat Bedeutung? Die erste Liebe, die FreundInnen, Eltern und Geschwister oder am Ende etwa gar nichts? Ein Experiment mit ungewissem Ausgang. …weiterlesen »

Rommel und unsere demokratische Erinnerungskultur (Teil II)

Inwiefern ist Hitlers Lieblings-General Erwin Rommel wirklich „unser“ Rommel – und wie gehen wir mit dem Gedenken an seine Opfer um? Darum entbrannte in Heidenheim an der Brenz, Rommels Geburtsstadt, ein jahrelanger Streit, der jetzt durch das Aufstellen eines „Gegen“denkmals zumindest vorläufig beigelegt wurde. Aus diesem Anlass hielt der profilierte Historiker Wolfram Wette eine lesenswerte Rede von grundsätzlicher Bedeutung, die wir hier ungekürzt in drei Teilen wiedergeben. …weiterlesen »

(Ohne Titel)

Neue Frauenpower in Beratungsstelle und Verein

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter, geschieht oft im Verborgenen und verursacht oft jahre- oder jahrzehntelanges Leid. Die Konstanzer Beratungsstelle für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, hat im letzten Jahr in 254 Fällen rund 1.500 Beratungen durchgeführt. Sie wird von Stadt und Kreis Konstanz sowie aus Spenden finanziert und hat jetzt zwei neue Mitarbeiterinnen bekommen. Auch der Vorstand ihres Trägervereins „Frauen helfen Frauen in Not“ hat sich neu aufgestellt. …weiterlesen »

Rommel und unsere demokratische Erinnerungskultur (Teil I)

Inwiefern ist Hitlers Lieblings-General Erwin Rommel wirklich „unser“ Rommel – und wie gehen wir mit dem Gedenken an seine Opfer um? Darum entbrannte in Heidenheim an der Brenz, Rommels Geburtsstadt, ein jahrelanger Streit, der jetzt durch das Aufstellen eines „Gegen“denkmals zumindest vorläufig beigelegt wurde. Aus diesem Anlass hielt der profilierte Historiker Wolfram Wette eine lesenswerte Rede von grundsätzlicher Bedeutung, die wir hier ungekürzt in drei Teilen wiedergeben. …weiterlesen »

Klimaneutralität ist machbar, Herr Nachbar

Die Erderwärmung muss gestoppt werden, sonst droht der Menschheit lebensbedrohendes Ungemach. Viel Zeit bleibt nicht, um die Schreckensszenarien abzuwenden, die uns die Wissenschaft vorhersagt: Überschwemmungen, Dürren, Hungersnöte – um nur einige zu nennen. Trotzdem haben der Konstanzer Gemeinderat und die Verwaltung entschieden, es wieder mal langsam angehen zu lassen. Vielleicht hätten die StadträtInnen und der OB vorher den Klimastadtplan studieren sollen, den eine lokale ExpertInnengruppe im Juli veröffentlicht hat. …weiterlesen »

Die deutsche Polizei – ein gesellschaftlicher Kollateralschaden?

Viel Blut sei geflossen, überall sei Blut gewesen, auf dem Boden, auf den Treppen. Und trotzdem hätten die Polizisten immer weiter auf den Mann eingeschlagen. Dieses Erlebnis habe seine Vorstellung von einer westlichen Demokratie und sein Bild von deutschen Beamten verändert, berichtete bei der Black-Lives-Matter-Demonstration in Konstanz ein Augenzeuge dieser Abschiebe­szene eines afghanischen Asylsuchenden. Geschehen ist sie in einer Konstanzer Unterkunft für Geflüchtete. Offizielle Polizeiberichte beschreiben solche Szenen anders. …weiterlesen »

Sommer, Sonne, Boogie und Bazz

Eine alte Konzertmuschel, Sonne, See, ein und zwei Bier oder ein lokaler Wein – dazu eine ordentliche Dosis Musik sowie ein Blick auf den unnachahmlichen Kirchturm. Radolfzell hat was, und wer die wenigen noch verbleibenden Sommerabende und -tage nutzen will, sollte es möglichst bald tun, sonst ist nämlich schon wieder Winter, oder was heutzutage dafür ausgegeben wird. Kurzum: In den nächsten Tagen gibt es Boogie und Jazz satt, und es ist höchste Zeit, sich anzumelden, denn wegen Corona sind die Plätze rar. …weiterlesen »

Niederlage für Jehovas Zeugen

Mit insgesamt rund 9 Millionen Mitgliedern, davon etwa 170.000 in Deutschland, zählt die biblisch-apokalyptische Endzeitsekte Zeugen Jehovas zu den größten Religions­gemeinschaften weltweit. Gegen Kritik an ihren Glaubensinhalten reagieren sie meist empfindlich und bringen ihre Anwälte in Stellung. Aber ein Schweizer Gericht hat ihnen nun deutlich die Grenzen aufgezeigt. …weiterlesen »

Seher, Schlangen, Satire und Stuttgart 21

Peter Lenk hat geschafft, was nur wenigen Künstlern gelungen ist – Menschen nachhaltig mit seinen Werken zu beglücken. Seine Imperia, die anfangs Vielgeschmähte, ist zu einem Fotohit und Wahrzeichen geworden, und es gibt wohl kein schöneres Kompliment für ihn, als dass immer wieder Einheimische von Touristen mit der Frage „Wo ist denn hier der Brunnen?“ angegangen werden. In einem Kurzfilm spricht er jetzt über die Möglichkeit und Unmöglichkeit von Satire – am See und bei den Schwaben. …weiterlesen »

„Gemeinsam, solidarisch, regional und ökologisch“

Der Name ist Programm: Die Solidarische Landwirtschaft Konstanz (SoLawi Konstanz) e.V. zeigt, wie lokale ökologische Landwirtschaft als Gemeinschaft funktionieren kann. Interessierte, die Teil des Vereins werden, Gemüse beziehen oder aktiv mitmachen möchten, haben nun am „Tag des offenen Ackers“ auch die Möglichkeit, die SoLawi vor Ort kennen zu lernen. …weiterlesen »

Morddrohung gegen OB-Kandidat Pantisano

Ungewollte Post fand Luigi Pantisano am vergangenen Samstag im Briefkasten seines Konstanzer Wahlkampfbüros vor. In einem Brief drohten Unbekannte dem OB-Kandidaten mit einem Messerangriff. Rechte Hassnachrichten wie diese sind nichts Neues für den Aktivisten, der sich für eine vielfältige Gesellschaft stark macht. Pantisano lässt sich davon nicht einschüchtern, fordert aber Bund und Land auf, endlich mehr gegen die Bedrohung von KommunalpolitikerInnen zu unternehmen. …weiterlesen »

Kreistag: Mehr Licht ins Dunkel

Das Interesse am Kreistag tendiert in der öffentlichen Wahrnehmung gegen Null. Dabei ist er parlamentarisches Organ von rund 280.000 BürgerInnen im Landkreis, das wichtige Weichen stellt, für das Bildungs­wesen und die Gesundheitsversorgung etwa oder beim Verkehr. An dem Schattendasein hat das Gremium zu einem guten Teil selbst schuld. Zu intransparent agieren häufig die 73 Kreis­rätInnen. In den Ausschüssen verhandelt man gar grundsätzlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Einen jüngst gestellten Antrag, dies zu ändern, will Landrat Zeno Danner jetzt erst einmal vorberaten lassen – hinter verschlossenen Türen. …weiterlesen »