Konstanz-T-Shirts – des Kaisers neue Kleider

Es ist eine coole Idee der Marketing und Tourismus Konstanz GmbH (MTK): Blaue T-Shirts mit dem Aufdruck „Wir für Konstanz. Eine Stadt ein Team. Herzenssache“. Sie schweißen uns in diesen schweren Zeiten zusammen und ermöglichen dem gebeutelten Einzelhandel ein Zubrot. Aber was sind das eigentlich für T-Shirts, die für die Stadt mit dem Klimanotstand und dem tollen sozialen Klima werben? Wenn Sie weiterhin zwanghaft an das Gute in der Welt glauben wollen, lesen Sie besser nicht weiter. …weiterlesen »

Linke Kreisrätin will in den Landtag

Zu den wichtigen Themen, die gegenwärtig im Corona-Loch verschütt zu drohen gehen, gehört die für den 14. März 2021 angesetzte Landtagswahl. Neuigkeiten gibt es dazu jetzt aber von der Linkspartei. Als Kandidatin im Wahlkeis Konstanz/Radolfzell bewirbt sich Antje Behler. Die 24-jährige Lehr­amts­studen­tin möchte sich für ein gerechteres Bildungs­system stark machen und setzt sich für eine mieterInnenfreundliche Wohnungs­politik ein. Der Linke-Kreisvorstand begrüßt ihre Kandidatur. …weiterlesen »

Singen: Antisemitismus und Verschwörungstheorien

In Singen gibt es in den nächsten Tagen zwei Veranstaltungen, die (leider höchst aktuelle) Themen beleuchten: In der Teestube geht es um Antisemitismus im Hip-Hop, der oft keine unbedachte genretypische Provokation ist, sondern auf tief verwurzelte Verschwö­rungs­theorie verweist. Und im Rathaus widmen sich nächste Woche Wissenschaft und Kabarett dem Komplex „Verschwö­rungs­theorien und Corona“. …weiterlesen »

Mehr Zeit für Stadelhofen

Der Gemeinderat hat am Donnerstag die Sanierung Stadelhofens in den zuständigen Ausschuss verwiesen. Auch andere Tages­ordnungspunkte wurden abgesetzt, so dass die Debatte über Sanierung oder gar Abriss der Lago-Brücke der augenfälligste – und unterhaltsamste – Sitzungspunkt wurde. Hat sich die damalige Stadtverwaltung von den Lago-Betreibern über den Tisch ziehen und eine Schrottbrücke liefern lassen? Darf Konstanz das Ding überhaupt abreißen oder gar sperren und als bröckelnden Garten begrünen? …weiterlesen »

„5 vor 12“ – aber Singens Karstadt-MitarbeiterInnen geben nicht auf

5 vor 12 – diese Uhrzeit war nicht zufällig gewählt, sondern Programm – hatten sich am vergangenen Freitag mehr als 200 Bürger­In­nen an der Großbaustelle vor dem Singener Karstadt-Gebäude zusammengefunden. Trotz gewittrig-schwülem und leicht regnerischem Wetter waren sie der Einladung des Betriebs­rates von Galeria Karstadt/Kaufhof und der zuständigen Gewerkschaft ver.di zur Protest­kundgebung gegen die eine Woche zuvor angekündigte Schließung der hiesigen Filiale Ende Oktober gefolgt. …weiterlesen »

Die Provinz lebt (52): „herzlich unverpackt“ Singen

Wer ärgert sich nicht über den Müll, den wir mit dem Einkauf nach Hause tragen? Der die Umwelt versaut, die Weltmeere plastifiziert, auf riesigen Deponien im globalen Süden landet, dort Menschen verseucht und die Klimakatastrophe beschleunigt? Doch es gibt eine Alternative zum Verpackungswahn – auch in Singen. In der seemoz-Reihe über nachhaltige, solidarische Projekte in der Region stellt sich heute die „herzlich unverpackt“-Genossen­schaft vor. …weiterlesen »

Auflösung: Wer wars? (11)

„Wenn man bedenkt, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben eigentlich erklärt.“ Mark Twain

Am vergangenen Freitag fragten wir nach dem US-amerikanischen Schriftsteller Samuel Langhorne Clemens alias Mark Twain (1835–1910). Bekannt wurde der Autor von Klassikern wie „Tom Sawyer“ und „Huckleberry Finn“ mit der Kurzgeschichte „Der berühmte Springfrosch von Calaveras“ (1865). In seinem wunderbar satirischen Reisebericht „Bummel durch Europa“ nahm er insbesondere die Schweiz aufs Korn; dieser Teil erschien 2019 separat bei Diogenes (Mark Twain: „In der Schweiz“). Von 1900 bis zu seinem Tod war er Vizepräsident der US-amerikanischen Antiimperialistischen Liga. Die weitgehend unbekannten Texte dieser Zeit – etwa das „Selbstgespräch des Zaren“, „Die Vereinigten Lynchstaaten von Amerika“ oder „Das Kriegsgebet“ – sind seit 2014 nachzulesen in: Peter Priskil (Hg.), „Der unbekannte Mark Twain. Schriften gegen den Imperialismus“, Ahriman Verlag, Freiburg. brm

CSD-Demo in Konstanz: „Ein Lebensraum für jeden“

Covid-19 zum Trotz: Die queere Community in Konstanz und Kreuzlingen will auch im Seuchenjahr 2020 nicht auf die CSD-Demo verzichten. Am kommenden Samstag, 27. 6., ruft der Verein CSD Konstanz dazu auf, für die Belange und Rechte von Menschen auf die Straße zu gehen, deren Sexualität nicht in bürgerliche Hetero-Schubladen passt. …weiterlesen »

Extremisten in Uniform

Keine Instanz genießt in der deutschen Bevölkerung größeres Vertrauen als die Polizei. Allerdings häufen sich die rechtsextremen Vorfälle in den Reihen der Ordnungshüter. Wenn darauf überhaupt Bestrafungen folgen, fallen sie oftmals sehr milde aus. Eine Zusammenstellung. …weiterlesen »

Ab sofort: Musik pur

Die letzten Monate waren für MusikerInnen nervenzehrend und ruinös, aber jetzt normalisiert sich die Lage (zumindest vorläufig) auch für die Jazzer am See. In Radolfzell beginnen bereits heute Abend die Jazz Summer Nights mit Frank Muschalles Boogie Woogie. In Konstanz gibt sich die ausgehungerte lokale Jazz-Szene am morgigen Samstag bei gleich drei aufeinanderfolgenden Konzerten die Klinke des Wolkensteinsaals in die Hand. Für sämtliche Konzerte gelten strenge Auflagen und Zugangsbeschränkungen. …weiterlesen »

Engagiert und widerständig: Wer wars? (11)

 Der unbekannte Antiimperialist

„Wie barmherzig sind Kleider, wie wohltätig, wie mächtig, wie unschätzbar wertvoll! Meine vermögen eine menschliche Null in einen schauerlichen Alpdruck für die ganze Welt zu verwandeln.“ Diese Worte legte der US-Schriftsteller dem russischen Zaren in den Mund, als er ihn darüber jubilieren ließ, dass die Monarchen dem Volk Gewaltlosigkeit predigten, während sie selbst sich nur mit „Mord, Verrat, Meineid, Folter, Verbannung und Gefängnis“ auf dem Thron hielten. …weiterlesen »

OB-Wahl: Und noch ein Kandidat

(red) Nun schickt vermutlich auch die SPD einen Kandidaten ins OB-Rennen. Auf seemoz-Anfrage erklärte der Jurist Andreas Hennemann, dass er sich „ernsthaft und gründlich“ überlege, seinen Hut in den Ring zu werfen. Derzeit führe er Gespräche mit „politisch und interessierten Menschen“ quer durch alle Lager. Somit muss der noch amtierende Rathauschef Uli Burchardt mit vier Gegenkandidaten rechnen. Luigi Pantisano, Felix Müller, Andreas Matt und eben Andreas Hennemann. Vorläufiges Fazit: Fünf Männer bewerben sich um einen Job. (Bild: Denise Claus Fotografie)

Lago-Brücke: LLK will Abriss prüfen lassen

Bei seiner Sitzung am heutigen Donnerstag soll der Konstanzer Gemeinderat einem Antrag der Stadtverwaltung zustimmen, die Fußgängerbrücke am Einkaufszentrum Lago von Grund auf zu sanieren. An der erst 2004 fertiggestellten Querung stellten Prüfer schon nach sechs Jahren gravierende Schäden fest. Sie haben mittlerweile ein Ausmaß erreicht, das eine kostspielige Renovierung unumgänglich macht. Die Linke Liste Konstanz (LLK) hingegen will einen Abriss des Bauwerks, das vor allem mehr Kunden ins Lago locken soll, prüfen lassen. Dafür gibt es mehrere gute Gründe. …weiterlesen »

Tanz den Klimarettungsschirm

Vergangenen Sonntagmittag konnte man Regenschirme auf der Marktstätte tanzen sehen. Mit einem Flashmob auf der Marktstätte beendete Extinction Rebellion (XR) Konstanz am 21. 6. die landesweite Aktionswoche und forderte einen Rettungsschirm für das Klima und eine Korrektur des Kohleausstiegsgesetzes. …weiterlesen »

Polizisten sind keine Heiligen – Fairness braucht es aber trotzdem

Es herrscht ein merkwürdiges Klima in Deutschland: Aus dem Nichts brechen angebliche Anhänger der „Partyszene“ über die Stuttgarter Innenstadt einher, ohne klaren Anhalt über das Motiv, das die Horden dort antrieb. Gleichzeitig meint eine Redakteurin der „taz“, man könnte den deutschen Polizisten einen Berufswechsel empfehlen und sie auf der Müllkippe entsorgen – woraufhin Bundesinnenminister Seehofer die Journalistin mit einer Strafanzeige belegen will. Und nicht zuletzt diskutiert die Republik abseits des „Tönnies“-Skandals über die Frage, ob man das Bild der rassistischen Polizeigewalt aus den USA auf Deutschland übertragen könne. In unserer Gesellschaft brodelt es, das scheint klar. Doch so wirklich lassen sich die Auslöser der Gewalt – in Wort und Tat – nicht fassen. …weiterlesen »

Die Provinz lebt (51): Solihaus St. Gallen

Die Grenzen sind offen – und damit besteht wieder die Möglichkeit, sich gegenseitig zu besuchen und über den eigenen Tellerrand hinaus zu vernetzen. Denn auch in der Ostschweiz gibt es viele basisnahe, solidarische Initiativen, die sich für Gleichberechtigung engagieren, etwas bewegen und von denen man etwas lernen kann. Besonders aktiv ist beispielsweise das Solidaritätshaus St. Gallen. …weiterlesen »

Karstadt in Singen soll geschlossen werden – wer trägt die Verantwortung?

Insgesamt 62 Filialen will der Warenhaus­konzern Galeria-Kaufhof-Karstadt schließen – darunter auch die Karstadt-Filiale in Singen. Das wurde der Belegschaft vergangenen Freitag in einer Betriebsversammlung mitgeteilt. Wer ist schuld an dem Desaster, das in Singen über hundert Arbeitsplätze fordert? Dazu ein Beitrag der früheren Betriebsratsvorsitzenden von Karstadt Konstanz, Ulrike Wuhrer. …weiterlesen »