Erfolgreicher Arbeitskampf: Mehr Geld und soziale Absicherung für K&U-Beschäftigte

Über den Abschluss eines neuen Entgelttarifvertrags für die Beschäftigten bei der Edeka-Bäckereikette K&U berichtete die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) vergangene Woche. Vom 1. August an steigen demnach Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 2,3 Prozent, eine weitere Steigerung in gleicher Höhe erhalten die Beschäftigten zum 1. Januar 2022. Doch nicht in erster Linie deshalb ist das Ergebnis der Tarifrunde bemerkenswert. …weiterlesen »

„Starkbier“, nicht „Starkregen“ im Duden der 90er Jahre (III)

So viel Schönfärberei war selten, meint Winfried Wolf in diesem bemerkenswerten Text, den wir in drei Teilen veröffentlichen. Der bekannte Verkehrsexperte und Autor geht darin den Ursachen und möglichen Konsequenzen der aktuellen Hochwasserkatastrophe auf den Grund. Er stößt dabei heute auf: Grüne HoffnungsträgerInnen, die auch nach der Bundestagswahl wenig Gutes erwarten lassen, und viele Beispiele dafür, dass die viel beschworene „Wende“ zur Rettung von Umwelt und Klima kaum ernst gemeint sein dürfte. …weiterlesen »

„Starkbier“, nicht „Starkregen“ im Duden der 90er Jahre (II)

So viel Schönfärberei war selten, meint Winfried Wolf in diesem bemerkenswerten Text, den wir in drei Teilen veröffentlichen. Der bekannte Verkehrsexperte und Autor geht darin den Ursachen und möglichen Konsequenzen der aktuellen Hochwasserkatastrophe auf den Grund. Er stößt heute auf: Eine verfehlte Verkehrspolitik, falsche Entwicklungen im Energiesektor und viel Augenwischerei. …weiterlesen »

Unser Viertel, unsere Stadt!

Wie sieht ein Viertel aus, das sich seine Bewohner:innen selbst aneignen? Was zeichnet Formen kollektiver Kooperation und Partizipation in gemeinschaftlichen Bürgerprojekten aus? Wie lassen sich städtische Quartiere und Nachbarschaften als aktivierende Zentren bürgerlichen Engagements und solidarischer Unterstützung ausgestalten? Wo und wann entstehen Probleme und Reibungspunkte, wie lassen sie sich vermeiden? …weiterlesen »

„Starkbier“, nicht „Starkregen“ im Duden der 90er Jahre (I)

So viel Schönfärberei war selten, meint Winfried Wolf in diesem bemerkenswerten Text, den wir ab heute in drei Teilen veröffentlichen. Der bekannte Verkehrsexperte und Autor geht darin den Ursachen und möglichen Konsequenzen der aktuellen Hochwasserkatastrophe auf den Grund. Er stößt dabei auf: Das menschengemachte Hochwasser, die Heuchelei der Herren Laschet, Steinmeier & Söder und die unzureichende Klimapolitik der Grünen. …weiterlesen »

Konstanzer Uni-Vergrößerung hat Folgen

In den nächsten vierzig Jahren soll die Universität Konstanz um die Hälfte wachsen, die Dimensionen sind gigantisch. Daher wird in der Öffentlichkeit diskutiert, wie es am Gießberg wohl 2060 aussehen wird. Es gibt viel Zustimmung dafür, den führenden Wissenschaftsstandort am Bodensee weiterzuentwickeln. Doch während debattiert wird, wie die neuen Gebäude möglichst klimafreundlich ausgestattet werden können, stellt sich eine andere Frage: Wie sollen das die Stadtteile nur stemmen? …weiterlesen »

Volksentscheide: Nur Platz 8 für Baden-Württemberg

Das schwarz-grüne „Ländle“ schneidet beim Thema politische Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern in einem bundesweiten Vergleich schlecht ab. Der Verein „Mehr Demokratie“ analysiert und bewertet nach eigenen Angaben seit 2003 direktdemokratische Regelungen auf Kommunal- und Landesebene in allen Bundesländern. Favorisiert wird dabei eine direkte Demokratie, die sich an bereits etablierten bürgerfreundlichen Regelungen und dem praktischen Umgang mit Bürger- und Volksbegehren orientiert. …weiterlesen »

Solidarität mit Wolfram Kastner

Wolfram Kastner war und ist immer unbequem: gegen den Krieg, gegen die Verherrlichung von NS-Mördern, für eine friedliche, humane und soziale Welt. Getreu dem Zitat von Kurt Tucholsky „Satire darf alles“ verwendet der Künstler dabei alle Formen der Kunst, um gesellschaftliche Widersprüche mit radikalen Mitteln bei Aktionen deutlich zu machen – um wachzurütteln und aufzuklären. Nun braucht er Unterstützung. …weiterlesen »

Jungerhalde West: BAS kritisiert „Alibi-Beteiligung“

Es ist unverkennbar: Etlichen BürgerInnen in Allmannsdorf geht mittlerweile beim Gedanken an die Bebauung Jungerhalde West das Messer im Sack auf. Die Bürgervereinigung Allmannsdorf, Staad, Egg e.V. sieht ihre Mitspracherechte beim Neubauprojekt Jungerhalde West massiv verletzt. Nach ihrer Meinung ist die von der Stadt angebotene Bürgerbeteiligung eine reine Pseudo-Veranstaltung, auf der zuvor gefasste Entscheidungen nicht mehr revidiert werden dürfen. Wird Allmannsdorf verarscht? …weiterlesen »

Jung sein – aber wo?

Unter dem Motto „Jung sein – aber wo?“ lud die Bundestagskandidatin der Linken Sibylle Röth am vergangenen Montag zum offenen Gespräch über Freiräume und die Verdrängung junger Menschen ein. Tatkräftig unterstützt wurde sie dabei vom Stuttgarter Stadtrat, Waiblinger Bundestagskandidaten und ehemaligen OB-Kandidaten für Konstanz Luigi Pantisano. Fazit: Der öffentliche Raum ist auch für jüngere Menschen da, drei Quadratmeter WG-Balkon reichen für sie nicht. …weiterlesen »

„Max Maddalena 36“ oder die Geschichte der Harsenstraße in Singen

Von der „Geschichte der Singener Max-Maddalena-Straße (heute Harsenstraße), ihrer Identität, den Menschen, die für die Freiheit kämpften und ihrem Echo, das bis heute zu uns spricht“, handelt das neue Theaterstück „Max Maddalena 36“ des schon lange über die Region hinaus bekannten Autors und Rechtsanwalts Gerd Zahner. Fünf Opfer der Nationalsozialisten – die Familie Harlander, die wegen Fluchthilfe zu Gefängnisstrafen und KZ verurteilt wurde, sowie Max Maddalena, Arbeiter, Gewerkschaftsführer, Reichstagsabgeordneter der KPD  – lebten in dieser Straße und prägten ein Stück ihrer Geschichte. …weiterlesen »

Hier wächst die Melisse, die ich so sehr vermisse …

Chia, Acai und Avocado – der „Superfood“-Trend ist ungebrochen. Manchen Pflanzen werden besondere Eigenschaften zugeschrieben, womit sie sich angeblich deutlich von den üblichen Kulturpflanzen abheben, aber diese Wirkungen sind oft nicht belegt. „Warum aus der Ferne holen, wenn das Gute liegt so nah?“, fragt eine Pflanzenausstellung des Botanischen Gartens der Universität Konstanz. Sie zeigt tropische Superfood-Pflanzen und ihre „heimischen“ Alternativen. …weiterlesen »

„Das Geld ist da, es muss nur besser verteilt werden!“

Armut und die Lebensbedingungen armer Menschen finden kaum öffentliche Aufmerksamkeit. Zu Unrecht, denn einerseits sind die Folgen der Armut massiv, andererseits handelt es sich in Deutschland mittlerweile um ein Massenphänomen. Eine Podiumsdiskussion, veranstaltet von seemoz e.V. und der Konstanzer LINKEN, ging der Frage nach, was Armut in Deutschland ausmacht, welche Konsequenzen sie für das Alltagsleben der Menschen hat und wie ihr politisch zu begegnen ist. …weiterlesen »

Unvergessen: Esther Bejarano

Esther Bejarano ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Sie war eine der letzten Überlebenden der Konzentrationslager Auschwitz und Birkenau. Die unermüdliche Kämpferin gegen Faschismus und Rassismus hat sich weltweit einen Namen gemacht und genoss hohes Ansehen. Hier ein Nachruf der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund deutscher Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN/BdA), deren Ehrenvorsitzende sie war. …weiterlesen »

Leerstand: Ermutigende Fahrraddemo

Etwa 50 AktivistInnen radelten vergangenen Samstag durch die Stadt, um auf verwaiste Wohnungen und Häuser in Konstanz aufmerksam zu machen. Obwohl immer mehr Menschen bezahlbaren Wohnraum suchen, ist überall Leerstand festzustellen. Die Veranstalter zeigten sich erfreut über die Beteiligung. Spätestens Mitte September soll es eine zweite und weitaus größere Fahrraddemo zum Thema geben. …weiterlesen »

Im Rathaushof eröffnet eine (irr)witzige Apotheke

Haydn als Opernkomponist? Ja, er hat tatsächlich mehr als ein Dutzend Opern komponiert, doch sind diese weitgehend vergessen. Darunter dürfte „L’Anima del Filosofo“ aus Mozarts Todesjahr 1791 die musikalisch bedeutendste sein, während die heitere „Lo Speziale (Der Apotheker)“, 1768 nach einer Vorlage von Carlo Goldoni komponiert, in den letzten Jahren wiederbelebt wurde. Sie steht in diesem Jahr auf dem Programm der Konstanzer RathausOper.

…weiterlesen »

Auflösung: Wer wars? (33)

Am vergangenen Freitag fragten wir nach dem indonesischen Unabhängigkeitsstrategen, Politiker und Publizisten Mohammad Hatta (1902–1980). Nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik wurde Hatta ein Kritiker der zunehmend autoritären Gelenkten Demokratie des Staatspräsidenten Sukarno. Dessen Nachfolger Suharto errichtete 1965 nach einem fingierten gescheiterten Staatsstreich, der den Linken angedichtet wurde, eine langjährige Diktatur. Als Drahtzieherin dieses Coups, dem ein Massaker an über einer halben Million KommunistInnen folgte, wird die CIA vermutet.
brm