Ratte im Kanal, Aufnahme einer Kamerabefahrung im Februar 2021 © Entsorgungsbetriebe Konstanz

Der stille Tod im Konstanzer Untergrund

Ratte im Kanal, Aufnahme einer Kamerabefahrung im Februar 2021 © Entsorgungsbetriebe Konstanz
Ratte im Kanal, Aufnahme einer Kamerabefahrung im Februar 2021 © Entsorgungsbetriebe Konstanz

Sie gelten als schmutzig und ansteckend, ihre Flöhe sollen uns mit der Pest infiziert haben, sie lassen aber trotzdem in unseren Tierversuchslaboren und in den Restaurants mancher Weltgegenden massenhaft ihr Leben für uns: Ratten. Ihr natürlichster Feind sind die Konstanzer Entsorgungsbetriebe, die ihren Kampf jetzt in einer Medienmitteilung schildern.

Wo Menschen leben, leben Ratten. Konstanz ist keine Ausnahme: Ratten gibt es im gesamten Stadtgebiet und allen Ortsteilen. Mancherorts sind sie häufiger, mancherorts seltener zu sehen – aber sie sind immer da. Damit die Zahl der Ratten nicht unkontrolliert wächst, arbeiten die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) bei der Schädlingsbekämpfung in enger Abstimmung mit dem Amt für Stadtplanung und Umwelt (ASU).

Die EBK sind für die unterirdische Bekämpfung zuständig. Ratten nutzen die Kanäle mit Vorliebe als Straßen- und Wegenetz, um ungestört und ungesehen in Konstanz unterwegs zu sein. Vorhandene Löcher in der Kanalwand dienen als Ein- und Ausstiege. Je mehr Ratten einen Zustieg für sich entdecken, umso größer wird der Durchbruch in der Kanalwand. Dadurch kann Fremdwasser in den Kanal einlaufen und Schmutzwasser unkontrolliert ins Erdreich gelangen. Darum ist es nicht zuletzt für die sichere Ableitung des Abwassers wichtig, die Kanalwände instand zu halten und die Rattenpopulation nicht unkontrolliert wachsen zu lassen.

Mitarbeitende der EBK legen regelmäßig und auf Zuruf Köder in Kanalschächten aus. Zunächst handelt es sich dabei um ungiftige Fressköder. Anhand von Bissspuren lässt sich feststellen, ob sich an dieser Stelle überhaupt Ratten aufhalten. Sind Bissspuren und damit Ratten vorhanden, werden mit Gift versetzte Köder im Schacht aufgehängt – unzugänglich für Kinder oder Haustiere. Zeitgleich beauftragt das ASU die oberirdische Bekämpfung. Nur in dieser Kombination ist die Schädlingsbekämpfung und damit Kontrolle der Rattenpopulation in Konstanz erfolgreich.

Leicht zugängliche, essbare Abfälle locken Ratten und anderes Ungeziefer an. Stefan Sinnwell, Leiter des EBK-Kanaltrupps, appelliert an die Unterstützung der Konstanzerinnen und Konstanzer: „Essensreste im Abfluss locken nicht nur Ratten und andere Schädlinge an, sondern können auch zu Verstopfungen führen. Darum Essensreste nie im Abfluss, sondern besser in der Biotonne entsorgen.“

Text & Bild: EBK, Ratte im Kanal, Kamerabefahrung im Februar 2021 © Entsorgungsbetriebe Konstanz

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