
Die Comic-Ausstellung „WIE GEHT ES DIR? Zeichner*innen gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus“ ist ab Mittwoch, dem 13. Mai 2026 an der Universität Konstanz zu sehen. Ein künstlerischer Ansatz, der nach dem Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023 verschiedenen Betroffenen eine Stimme geben will.
„Wie geht es dir?“ Mit dieser Frage beginnen alle 60 gezeichneten Gespräche, die 48 renommierte deutsche Comic-Künstler*innen nach dem 7. Oktober 2023 veröffentlichten. Die Künstler*innen sprachen mit Menschen, die vom Hamas-Überfall auf Israel und der humanitären Katastrophe in Gaza auf unterschiedliche Weise betroffen sind. Daraus entstand die beeindruckende Ausstellung „WIE GEHT ES DIR? Zeichner*innen gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus“. Sie ist vom 13. Mai bis 10. Juni 2026 in der Bibliothek der Universität Konstanz zu sehen.
Die Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und die Universität Konstanz bringen die Ausstellung des „Internationalen Comic-Salons Erlangen“ gemeinsam nach Konstanz. Mit ihren Comics wollen die Zeichner*innen ein kraftvolles Zeichen gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus setzen. Die gezeichneten persönlichen Gespräche vermitteln unterschiedliche Perspektiven und sollen Sprachlosigkeit und Polarisierung entgegenwirken. Das Medium „Comic“ schafft dabei Nähe, ermöglicht den Ausdruck von Schwierigem und fördert Mitgefühl.
Die „Zeichner*innen gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus“ schreiben auf ihrer sehr lesens- und sehenswerten Website „Wie geht es dir?“ zum 7. Oktober 2023 und was danach geschah:
„Wir machen Bilder. Wir zeichnen, was wir wahrnehmen, was wir sehen und hören, aber auch, was im Verborgenen bleibt. Wir sprechen mit Menschen aus unserer Umgebung. Der grauenhafte Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und das entsetzliche Leid, das die anhaltenden Angriffe des israelischen Militärs auf den Gaza-Streifen über die Menschen bringen, machen uns fassungslos. Zu erfahren, dass sich jüdische Menschen in Deutschland isoliert und bedroht fühlen, dass sie wieder vermehrt Angst haben müssen, weil sie Juden*Jüdinnen sind, erschüttert uns zutiefst. Gleichzeitig sehen wir mit Schrecken, dass auch Muslimfeindlichkeit und rassistische Diskriminierungen zunehmen. Rechtsextremismus, Hass und Hetze werden immer sicht- und spürbarer, dennoch herrscht oftmals Sprachlosigkeit.“

Zur Vernissage begrüßt Katharina Holzinger, Rektorin der Universität Konstanz, die Gäste. Annette Goerlich von der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und die Künstlerin Julia Kleinbeck führen in das Projekt ein. Die Vernissage findet am Mittwoch, 13. Mai 2026, in der Uni-Bibliothek statt.
„Wir verleihen die Ausstellung, weil wir glauben: Räume für Begegnung entstehen nicht von selbst. Man muss sie bauen“, sagt Annette Goerlich.
Was – Wann – Wo?
- Ausstellung „WIE GEHT ES DIR? Zeichner*innen gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus“: vom 13. Mai bis 10. Juni 2026 in der Bibliothek der Universität Konstanz, Montag bis Freitag: 9:00 bis 18:00 Uhr, Samstag: 10:00 bis 14:00 Uhr. Veranstalter*innen: eine gemeinsame Veranstaltung der Universität Konstanz, der Hochschulgruppe „Alliance against Antisemitism“ und der „Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg“.
- Vernissage am 13. Mai 2026 um 16:00 Uhr in der Schulungsecke der universitären Bibliothek (BA420, rechts vom Haupteingang).
Weitere Veranstaltungsinformationen auf der Website der Universität Konstanz.

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