
Natürlich ist das geplante Fahrradparkhaus derzeit das bestimmende Thema in der Zweiradszene und unter deren Gegner:innen. Aber es gibt auch darüber hinaus einige Themen, die für alle Feind:innen des permanenten Gegenwinds von Interesse sind.
Hier einige Drahtesel-Mitteilungen aus ganz verschiedenen Blickwinkeln:
Ein neues Schild
In der Fahrradstraße in Petershausen haben die Technischen Betriebe Konstanz (TBK) eine seit Längerem bekannte Gefahrenstelle entschärft. Dort, wo bislang der „Poller of Love“ stand, ragt jetzt ein hohes Verkehrszeichen „Fahrradstraße“ aus der Fahrbahnmitte.
Der Poller war den Radfahrenden immer wieder zum Verhängnis geworden: Weil er niedrig war und von vorausfahrenden Radelnden leicht verdeckt wurde, kam es zu Kollisionen und Stürzen. Ein Teil der Betroffenen mussten im Krankenhaus behandelt werden.
Das Amt für Stadtplanung und Umwelt und die TBK haben verschiedene Lösungen geprüft und sich für zwei Maßnahmen entschieden. Zum einen wurde die weiße Warnmarkierung auf der Fahrbahn, die auf das Hindernis zuführt, verlängert – so wird man deutlich früher auf das kommende Hindernis aufmerksam. Zum anderen steht das Verkehrszeichen „Fahrradstraße“, das zuvor seitlich neben der Fahrbahn stand, nun mittig dort, wo vorher der Poller war.
Das Schild überragt alle Radfahrenden und ist schon von Weitem zu erkennen. Vorausfahrende können die Sicht darauf nicht mehr verdecken, wie es beim niedrigen Poller der Fall war. Zusätzlich ist die Schilderstange mit rot-weißer Folie umwickelt, was die Sichtbarkeit vor allem in der Dunkelheit verbessert.
Quelle: Stadt Konstanz
Infoabend zum Fahrradparkhaus
Das Bündnis „Konstanz macht’s“ bietet einen eigenen Infoabend zum Fahrradparkhaus. Die kostenfreie Veranstaltung findet am Dienstag, 10. November 2026 von 19 bis 20.30 Uhr im Treffpunkt Petershausen statt.
Zu teuer in diesen klammen Zeiten oder eine gute Investition in die Zukunft? Braucht es ein zentrales Fahrradparkhaus als Ergänzung zu den vorhandenen dezentralen Stellplätzen? Für wen ist das nützlich und dürfen Räder auch weiterhin frei abgestellt werden?
Das Fahrradparkhaus in Konstanz erhitzt seit Monaten die Gemüter, nach jahrelanger Planung und zugesagten Fördermitteln in Millionenhöhe hat der Gemeinderat im Sommer beschlossen, die finale Entscheidung für das Projekt in die Hände der Bürgerschaft zu legen und am 29. November dazu in einem Bürgerentscheid abstimmen zu lassen.
Damit die Bürgerschaft ihre Entscheidung auf einer guten sachlichen Basis treffen kann, lädt „Konstanz macht’s“ zu einem eigenen Infoabend ein. Jörg Welke von der bundesweiten Infostelle Fahrradparken wird über die Erfahrungen mit Fahrradparkhäusern in anderen Städten sprechen und erläutern, welche Erfolgsfaktoren es für deren Auslastung, aber auch für ihre verkehrliche Wirkung gibt. Jörg Welke war auch in die Planung des Konstanzer Projekts einbezogen. Für die Beantwortung von Detailfragen steht Hannes Munk, mitverantwortlicher Planer der Stadt Konstanz, an dem Abend zur Verfügung. Prof. Dr. Claudia Diehl, Universität Konstanz, wird auf die Bedeutung des Fahrradparkhauses für die Stadt Konstanz und die Universität eingehen, die sich als größter Arbeitgeber der Stadt eine Verbesserung der Mobilität sowohl für ihre Belegschaft als auch die Studierenden erhofft. Die Veranstaltung wird moderiert von Anita Benassi und Marco Knöpfle von „Konstanz Macht’s“. Weitere Infos unter www.konstanz-machts.de
Quelle: Bündnis „Konstanz macht’s“
Übrigens machen Autofahrer:innen es sich zunehmend zum Sport, diese Sperre rechts auf dem Gehweg zu umfahren. Für fünfzigmal wird dann vermutlich der Goldene Bleifuß verliehen …
Endspurt
Der ADFC-Fahrradklima-Test (FKT) 2026 läuft noch bis zum 30. November, die Teilnahmekarte füllt sich und wir befinden uns mitten im Endspurt. Deutschlandweit haben bereits mehr als 168.000 Erwachsene am FKT und mehr als 10.000 junge Menschen am FKT Jugendliche teilgenommen. Auch viele Kommunal- und Landkreisvertreter:innen haben sich schon am FKT Kommunen beteiligt. Jetzt wollen wir die letzten Wochen dafür nutzen, diese Zahlen noch zu steigern. Denn je mehr Menschen teilnehmen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse. Deine Einschätzung macht sichtbar, wie sich Radfahren im Alltag anfühlt, was gut läuft und wo nachgebessert werden muss. Die Ergebnisse helfen, die Erfahrungen der Radfahrenden in Gespräche mit Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit einzubringen.
Hier geht es zur Teilnahme.
Quelle: ADFC


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