
Ein Besuch im Singener Kulturzentrum GEMS lohnt sich auch diesen Monat wieder. Von politischem Kabarett über Comedy bis hin zu einem Konzertabend mit Tiefgang wird wieder so einiges geboten.
Sonja Pikart – Halb Mensch
Kann eine Dystopie Spaß machen? Sonja Pikart beweist es: Mit schauspielerischer Virtuosität, schwarzem Humor und viel Gefühl für tragikomische Nuancen zeigt sie, dass man sich den Herausforderungen der Gegenwart mit Witz und Fantasie stellen kann. Gemeinsam mit dem Publikum springt sie über politische Gräben, balanciert an menschlichen Abgründen und überquert gesellschaftliche Schluchten – und ehe man sich versieht, ist aus der Dys- eine Utopie geworden. In „Halb Mensch“ begibt sie sich auf die unterhaltsame Suche nach den Wurzeln der eigenen Menschlichkeit.
Mit „schauspielerischer Virtuosität und dem Mut, auch heikle Themen mit Selbstironie, schwarzem Humor und viel Gefühl für tragikomische Nuancen anzusprechen“, nimmt Sonja Pikart das Publikum mit auf einen Trip, der einen die Zukunft mit anderen Augen sehen lässt … nachdem die Tränen aus den Augen gewischt wurden, die an diesem Abend gelacht werden!
Die vielfach ausgezeichnete Kabarettistin, unter anderem mit dem Österreichischen Kabarettpreis 2024 und dem Publikumspreis des Passauer Scharfrichterbeils, zeigt ein Kabarett, das ebenso klug wie komisch ist. Ein Abend voller Lachen, Selbstironie und einem anderen Blick auf die Zukunft erwartet das Publikum.
Am 18. April 2026 um 20:00 Uhr in der GEMS.
Bernd Gieseking – Seepferdchen mit sechzig!
Reden wir gar nicht lange drum rum: Mit 60 beginnt das dritte Drittel. Bernd Gieseking wägt ab, was noch zu tun ist, und macht sich selbst auf den Aufstieg – während seine Frau von der Zugspitze träumt. Doch alles kommt anders als erwartet: Haribo-Entzug, Jahreskarte fürs Freibad und die Seepferdchen-Prüfung warten auf ihn.
Ein Abend über das Älterwerden, aber auch über das Glück, über das Altern der Eltern, über Aufstieg und Abstieg, über Fitness und Fettzellen, über Waagen und wagen und Joggingklamotten, die nicht schneller aussehen sollten, als man laufen kann. Bernd Gieseking erinnert sich an eine Jugend in Clogs und philosophiert über die Kunst des Schlenderns. Am Ende wartet auf ihn das „Höllental“ – aber natürlich auf seine ganz eigene Weise.
Am 19. April 2026 um 19:30 Uhr in der GEMS.
Fabula Rasa – Ein Abend, der nur heute existiert
Fabula Rasa erfindet Geschichten im Augenblick – schnell, wild und mit großer Spielfreude. Ein Ort, ein Impuls, ein Wort aus dem Publikum, und schon nimmt der Abend Fahrt auf. Hier darf alles passieren, außer Langeweile. Komisch, schräg, manchmal völlig aus dem Ruder – aber immer live. Wer diesen Abend verpasst, verpasst ihn für immer.
Moderation + Musik: Jonathan Skawski
Am 21. April 2026 um 19:00 Uhr im GEMS-Studio.
Sebastian Lehmann – Kleinere Katastrophen
Sebastian Lehmann ist inzwischen Anfang Mitte Vierzig und tourt seit zehn Jahren erfolgreich mit seinen Soloprogrammen durch Deutschland. zeigt er im Kulturzentrum Gems in Singen, wie sein Alltag zwischen Familie und Bühne aussieht. In seinem neuen Programm erzählt Lehmann humorvoll, warum seine Eltern noch immer nicht wissen, was er beruflich macht. Auch sein kleiner Sohn versucht zu verstehen, womit sein Vater tagsüber beschäftigt ist.
An diesem Abend stellt Sebastian also vor, was er „arbeitet“: Er telefoniert mit der Kita seines Sohnes und erklärt, warum Karl Marx zur Früherziehung gehört und man auch mal das falsche Kind abholen darf. Sein Sohn numeriert die Omas nach Präferenz durch, während sich der Papa sorgt, dass er bei einem AfD-Wahlsieg nach Lummerland auswandern muss. Und bestimmt telefoniert Sebastian auch mit den Eltern in seiner Heimatstadt Freiburg.
Am 24. April 2026 um 20:00 Uhr in der GEMS.
Laura Braun – Vom Weg ab
Selten ist die Bezeichnung „Geheimtipp“ treffender als für sie, und das mit gutem Grund. Noch bevor ihr erstes Studioalbum erscheint, wurde ihr bereits der Kleinkunstförderpreis Baden-Württembergs und zuletzt die rote Faust des Wiener Protestsongcontests verliehen. In Laura Brauns feingeistigen Kompositionen verbindet sie autobiografische Texte mit sozialkritischen Themen. Mit unverkennbarer Stimme und pointiertem Klavierspiel wagt sich die Freiburgerin in die dunkelsten Momente ihrer eigenen Lebensgeschichte und spricht auch unbequeme Themen wie Armut oder Depression an.
Trotz der tiefgehenden Lyrik gelingt ihr das Kunststück, Mut und Hoffnung zu vermitteln und das Publikum gleichzeitig zum Lachen zu bringen. Ein Konzertabend von Laura Braun ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die aufwühlt, versöhnt und noch viele Tage nachhallt, sodass man am Ende das schöne Gefühl mitnimmt, sich selbst belohnt zu haben.
Am 26. April 2026 um 19:30 Uhr in der GEMS.
Mehr zu allen Veranstaltungen hier. Karten gibt es von Dienstag bis Donnerstag, jeweils von 11 bis 15 Uhr, an der Tageskasse und eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse der GEMS sowie online.

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