Interview4 2

Menschenrettung unter Beschuss

Von Manuel Oestringer (Video-Interview und Podcast)
Interview4 2

Sie versuchten zu helfen. Angesichts der humanitären Katastrophe, die die rechtsextreme israelische Regierung weiterhin verursacht, hatte sich im April eine Flotte in Barcelona auf den Weg nach Gaza gemacht. Und wurde in internationalen Gewässern gestoppt. Was genau geschah und immer noch passiert, berichtet Jonathan Arnold im Video-Interview.

Trotz angeblichem Waffenstillstand schreitet der Völkermord in Gaza nahezu ungebremst voran. Täglich sterben Menschen bei Luftangriffen und vor allem an Hunger und Krankheiten. An der Grenze nach Gaza stauen sich Lastwagen mit Hilfslieferungen, aber nur ein Bruchteil dieser Lkws wird tatsächlich in das Gebiet gelassen. Noch immer leidet Gaza unter dem Belagerungszustand. Die lokale Infrastruktur ist nahezu vollständig zerstört, die Grenzen sind geschlossen. Dass Personen und Güter über die Grenze kommen, ist mehr Ausnahme als Regel.

Eine Organisation, die trotz Blockade versucht, humanitäre Hilfe nach Gaza zu bringen, ist die Global Sumud Flottila (GSF). Eine zivile Mission, die mit Schiffen die illegale Seeblockade vor Gaza durchbrechen wollte, um Essen, Sprit, Schulmaterial, Ärzt:innen und weitere dringend benötigte Hilfe nach Gaza zu bringen.

Der aus Konstanz kommende Jonathan Arnold hat diesen April an der aktuell stattfindenden Global Sumud Flottila teilgenommen. Auf der Höhe von Kreta hat das israelische Militär in internationalen Gewässern auf die Flotille geschossen, seine Kameraden verhaftet und gefoltert und rund zwanzig Schiffe zerstört.

Ich habe mich mit ihm zusammengesetzt und mit ihm über die Global Sumud Flottila und seine Teilnahme gesprochen. Und natürlich auch über den größeren Kontext von Genozid und ethnischer Säuberung in Palästina.

Das Gespräch können Sie auch anhören. Hier geht’s zum Podcast.

Am Donnerstag, 21. Mai, berichtet Jonathan Arnold auf einer Veranstaltung der Friedensinitiative Konstanz über den solidarischen Einsatz der Flotille, wie Israel darauf reagierte und was seither geschah. Um 20 Uhr im Café Mondial, Zum Hussenstein 12, Konstanz.

PS: Sehenswert ist auch ein Video über die Zerstörungen im Norden des Gazastreifens.

24 Kommentare

  1. Peter Krause

    // am:

    @RALPH R. BRAUN
    Vielen Dank für die Präzisierung Ihres Kommentars.
    Wenn ich den Radiobeitrag richtig verstanden habe, so wird dort beschrieben, wie die israelische Regierung versucht, durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit – oder nennen wir es auch „Propaganda“ – ein positives Israelbild zu vermitteln und die eigene Position in den (internationalen) Medien sichtbar zu machen. Zur Erreichung dieses Ziels bedient sich die israelische Regierung der üblichen Mittel und Methoden, die es im Marketing eben so gibt – egal ob für Waschmittel oder politische Parteien oder eben die Selbstdarstellung eines Staates. Das muss man nicht gut finden, ja man kann es durchaus als befremdlich empfinden, dass ein Staat mit Mitteln des Marketings auch in den „sozialen Medien“ versucht, die „Stimmung“ der öffentlichen Meinung in seinem Sinne zu beeinflussen. Aber so ist das in dieser unserer Welt: Jedes Land versucht sich möglichst gut zu präsentieren, sei es über Kulturpolitik (z.B. Goethe-Institut) oder Jugendaustausch oder aufwendige Werbekampagnen („The Länd“).
    Das Sie, lieber Herr Braun, nun allem Anschein nach denken oder zumindest den Gedanken in den Sinn bekommen, dass der eine oder andere Kommentar auf SEEMOZ vielleicht im Zusammenhang mit der staatlichen israelischen Propaganda stehen könnte, ist für mich faszinierend. Ich bin bisher noch nicht auf diesen Gedanken gekommen, auch hatte ich NICHT daran gedacht, dass die zahlreichen „pro-Palästina“-Artikel möglicherweise von der HAMAS oder dem Iran oder sonst wem gesteuert oder finanziert sein könnten. Ich gehe eigentlich immer (noch) davon aus, dass die Autoren ihre eigenen Gedanken äußern und KEINE „bezahlten Knechte“ sind. Aber vielleicht bin ich zu naiv und sollte zukünftig noch kritischer sein.
    Vielen Dank, Herr Braun, dass Sie mich hier etwas aufgeweckt und meine Aufmerksamkeit geschärft haben.

  2. Ralph R. Braun

    // am:

    @Peter Krause: Sie haben recht. Ich hätte genauer formulieren müssen. „Hasbara – Kommentare auf seemoz als Teil von Israels achter Front“. Dieser Zusammenhang kam mir beim Hören des Beitrags in den Sinn.

  3. Peter Krause

    // am:

    @RALPH R. BRAUN
    Vielen Dank für den Verweis auf den interessanten Radiobeitrag, den ich bereits kannte, aber mir nach Ihrem Hinwies nochmals angehört habe.
    Leider war aber in diesem Beitrag nicht davon die Rede, dass seemoz – wie Sie mit Ihrem Betreff nahe legen – Teil der (ZITAT) „Hasbara – seemoz als Teil von Israels achter Front“ ist.
    Aber vielleicht habe ich dies nur überhört, aber die seemoz wurde nicht erwähnt. Und der seemoz zu „unterstellen“, sie sei Teil einer „achten Front“ Israels, erscheint mir etwas weit hergeholt, denn als besonders „israelfreundlich“ oder unkritisch gegenüber der israelischen Politik erlebe ich seemoz eigentlich nicht.
    Aber wahrscheinlich habe ich Sie vollkommen missverstanden. Kann passieren, wenn ja, dann bitte ich um Verzeihung.

  4. Helmut Reinhardt

    // am:

    Mehr über den Friedenspreisträger Philippe Sands berichtet Ronen Steinke (Hinweis von ihm auf X) – «Warum ich es für eine wirklich fantastische Idee halte, dass Philippe Sands dieses Jahr den Friedenspreis des deutschen Buchhandels bekommt, habe ich dann gestern Abend [25. Juni] noch im Deutschlandfunk Kultur erzählen dürfen»: https://www.deutschlandfunkkultur.de/philippe-sands-ist-neuer-friedenspreistraeger-des-deutschen-buchhandels-100.html

    Vom selben Tag noch ein weiterer lesenswerter Beitrag von ihm auf X zum heuchlerischen Umgang mit dem Antisemitismusvorwurf :
    «Warum hat es Wolfram „Auf der Berlinale ist kein Platz für Antisemitismus, ich fordere den Kopf der Leiterin oder wenigstens einen Code of Conduct!!“ Weimer bislang nicht geschafft, zu den Vorgängen um die Bayreuther Festspiele ein Wort zu sagen?
    Reminder: Ein jüdischer Redner wurde ausgeladen, weil man nicht hören wollte, was er wohl zum historischen, überaus expliziten Antisemitismus Richard Wagners zu sagen haben würde. Die Bayreuther Festspiele werden staatlich gefördert, u.a. mit 4,2 Mio. von Wolfram Weimer (was man ja total gut verstehen kann, die arme Familie Wagner braucht jede Hilfe von uns).»

  5. Hans-Peter Büttner

    // am:

    @𝐇𝐞𝐥𝐦𝐮𝐭 𝐑𝐞𝐢𝐧𝐡𝐚𝐫𝐝𝐭: Eine „Endlosschleife“ entsteht in der Tat, wenn jemand, wie Herr Reinhardt, nur die eine Konfliktpartei maximal verteufelt, zur anderen Seite gar nichts sagt (bzw. diese maximal politisch viktimisiert) und dies dann als „differenzierte Sichtweise“ verkaufen möchte. Wie ich in den von mir verlinkten Texten aus dem „Kritiknetz“ klar ausgeführt habe, gibt es israelische Kriegsverbrechen, sowohl 1948 als auch im aktuellen Gaza-Krieg. Die Siedlungspolitik im Westjordanland ist ebenfalls sehr kritisch zu sehen und steht im offenen Widerspruch zu den israelischen Friedensangeboten von 1978, 2000, 2001 und 2008. Hier Kritik zu üben ist rational und gut begründbar.
    Auf der anderen Seite steht ein vollkommen unproduktiver, selbstzerstörerischer Politikansatz auf der palästinensischen Seite, Friedensunfähigkeit, exytremer Dogmatismus, Unfähigkeit zu Selbstkritik und ein diplomatisch sinnloser Maximalismus. Zu diesen Themen hat Herr Reinhardt gar nichts zu sagen, denn ein historisch-politisches Urteil ist halt komplexer aus simpler Israel-Hass.

    Noch drei Einzelpunkt zu HR:
    1. Der Verweis auf das Völkerrecht in Bezug auf Israel ist so eine Sache. Zunächst mal 𝐡𝐚𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐚𝐤𝐭𝐮𝐞𝐥𝐥𝐞 𝐊𝐨𝐧𝐟𝐥𝐢𝐤𝐭 𝐦𝐢𝐭 𝐝𝐞𝐦 𝐠𝐞𝐧𝐨𝐳𝐢𝐝𝐚𝐥𝐞𝐧 𝐀𝐧𝐠𝐫𝐢𝐟𝐟 𝐝𝐞𝐫 𝐩𝐚𝐥𝐚̈𝐬𝐭𝐢𝐧𝐞𝐧𝐬𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐛𝐞𝐠𝐨𝐧𝐧𝐞𝐧, durch Hamas, Islamischen Dschihad und PFLP, die vergewaltigt, verstümmelt, ermordet, gefoltert und verschleppt haben. Dann hat Israel zurückgeschlagen, dabei auch Verbrechen begangen, aber gewiss keinen Völkermord (s. https://besacenter.org/wp-content/uploads/2026/05/Debunking-final-updated-12.5.2026WEB.pdf hierzu: und https://www.department-ambos.uni-goettingen.de/data/documents/Ambos,%20Welt,%2016.1.24,%203.pdf)
    Gaza wurde 2006 vollständig von Israel geräumt, dann hat die dortige Bevölkerung ausgerechnet die radikal antisemitische Hamas mit der Regierungsbildung beauftragt. Die hat dann „geliefert“, mit zunächst drei begrenzten Kriegen gegen Israel, internen Massenmorden, und dann dem großen Krieg ab 2023. Nichts davon wäre notwendig gewesen, nichts davon war sinnvoll. Dieses Elend geht auf einen vollkommen falschen Politik-Ansatz der palästinensischen Seite zurück. Dies zu erkennen ist leicht, fällt Israel-Hassern aber schwer, denn es lässt sich nicht gut ins Bild einer totalen Verteufelung Israels integrieren.
    2. Isaac Deutschers Beispiel ist ziemlich grober Unsinn, ein Vergleich der nicht nur hinkt, denn er blendet die Unterdrückung der arabischen Juden, ihre massenhafte Vertreibung ab 1948 und die enge Kooperation des obersten palästinensischen Führers Amin Al-Husseini mit den Nazis aus. Nach dem SS-Mitglied und Kriegsverbrecher Al-Husseini ist heute die Grundschule in El-Bireh ‎im Westjordanland benannt. Das ist in etwa so, als würde es in Brandenburg eine Heinrich-Himmler-Schule geben. Der vermeintlich unschuldige, vom herabfallenden Juden getroffene Passant ist also kein vollkommen unschuldiges Subjekt, sondern ein palästinensischer Araber mit einer Geschichte und einer politischen Zwecksetzung, die auch Kritik verdient.
    3. 𝐃𝐢𝐞 𝐛𝐢𝐧𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐚𝐥𝐞 𝐨𝐝𝐞𝐫 𝐟𝐨̈𝐝𝐞𝐫𝐚𝐥𝐞 𝐋𝐨̈𝐬𝐮𝐧𝐠 𝐢𝐬𝐭 𝐯𝐨𝐥𝐥𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐫𝐞𝐚𝐥𝐢𝐬𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡 𝐮𝐧𝐝 𝐮𝐧𝐬𝐢𝐧𝐧𝐢𝐠. Die Idee Israels ist die einer jüdischen Heimstätte, die historisch durch das Leid der Juden in der europäischen und der arabischen Welt auch vollkommen gerechtfertigt und nachvollziehbar ist. Sinnvoll und vernünftig wäre ein palästinensischer Staat in der Westbank und Gaza an der Seite Israels, mit langfristig möglichst durchlässigen Grenzen und enger, ökonomischer und kultureller Verflechtung. Das wäre für die ferne Zukunft denkbar. Zunächst jedoch stehen auf dem Programm eine Entwaffnung der Hamas, eine Überarbeitung der unsäglichen palästinensischen Verfassung und eine Anerkennung des israelischen Exostenzrechts (das die Palästinensische Nationalcharta bis heute radikal ablehnt!).
    Dafür muss Israel Siedlungen abbauen oder eventuell Gebiete tauschen. Wie ich in meinem Text „Ein vom Schwanz aufgezäumtes Pferd“ geschrieben habe, könnte die Siedlungsfrage sogar einen für die palästinensische Seite produktiven Effekt haben, nämlich durch langfristige Pachtverträge für Siedlungen, welche einem palästinensischen Gemeinwesen sinnvoll verwendbare Finanzmittel langfristig sichern würden.
    𝐷𝑖𝑒𝑠𝑒 𝐴𝑟𝑡 𝑑𝑒𝑠 𝐷𝑒𝑛𝑘𝑒𝑛𝑠 𝑛𝑒𝑛𝑛𝑒 𝑖𝑐ℎ „𝑝𝑟𝑎𝑘𝑡𝑖𝑠𝑐ℎ𝑒 𝑉𝑒𝑟𝑛𝑢𝑛𝑓𝑡“, 𝑢𝑛𝑑 𝑖𝑐ℎ 𝑒𝑚𝑝𝑓𝑒ℎ𝑙𝑒 𝑠𝑖𝑒 𝑎𝑢𝑐ℎ 𝐻𝑒𝑟𝑟𝑛 𝑅𝑒𝑖𝑛ℎ𝑎𝑟𝑑𝑡, 𝑑𝑒𝑠𝑠𝑒𝑛 𝑎𝑛𝑡𝑖𝑖𝑠𝑟𝑎𝑒𝑙𝑖𝑠𝑐ℎ𝑒 𝑆𝑐ℎ𝑙𝑎𝑔𝑠𝑒𝑖𝑡𝑒 𝑘𝑒𝑖𝑛𝑒𝑚 𝑃𝑎𝑙𝑎̈𝑠𝑡𝑖𝑛𝑒𝑛𝑠𝑒𝑟 𝑛𝑢𝑡𝑧𝑡 𝑢𝑛𝑑 𝑑𝑖𝑒 𝑖𝑛 𝑑𝑒𝑟 ℎ𝑖𝑒𝑟 𝑏𝑒𝑠𝑡𝑎̈𝑛𝑑𝑖𝑔, 𝑔𝑒𝑏𝑒𝑡𝑠𝑚𝑢̈ℎ𝑙𝑒𝑛ℎ𝑎𝑓𝑡 𝑟𝑒𝑝𝑒𝑡𝑖𝑒𝑟𝑡𝑒𝑛 𝐹𝑜𝑟𝑚 𝑒𝑖𝑛𝑓𝑎𝑐ℎ 𝑛𝑢𝑟 𝑢𝑛𝑣𝑒𝑟𝑛𝑢̈𝑛𝑓𝑡𝑖𝑔 𝑖𝑠𝑡.

  6. Eckhard Grempels

    // am:

    @Helmut Reinhardt
    In welchen Punkten widerspricht denn „die“ Besatzungspolitik, die zumindest in der Aufteilung in die drei Oslo-Zonen mit den verschiedenen Zuständigkeiten völkerrechtlich geregelt ist, dem Völkerrecht? Tipp: Es gibt nur einen Punkt, in dem ich Ihnen zustimmen würde! Mir fallen dabei aber auf der anderen Seite gleich mehrere „Punkte“ ein, die dem Völkerrecht oder vertraglichen Vereinbarungen widersprechen.

  7. Helmut Reinhardt

    // am:

    @Hans-Peter Büttner, 30.Juni 2026
    Anscheinend bewegen wir uns in dieser Auseinandersetzung und Diskussion in einer Endlosschleife, und schon mal vorgetragene differenzierte Sichtweisen auf den Konflikt, müssen immer mal wiederholt werden. Vielleicht hilft auch mal freundlich gesinntes Lesen und Zuhören?
    Der Menschenrechtsanwalt und Autor Philippe Sands ist nicht irgendwer und der IGH nicht irgendein dubioser Gerichtshof, zumindest hierin sollten wir uns einig sein. Wenn der IGH in langen Verfahren, in dem alle Seiten zu Wort kommen, Verstösse gegen das Völkerrecht feststellt, ist dies anzuerkennen (Sie nennen ein Zitat aus einem sorgfältigen Urteil „echauffieren“ – eine Folge blinden Eifers?)
    In dem Kommentarfaden zu https://www.seemoz.de/stellungnahme-des-jungen-forums-der-deutsch-israelischen-gesellschaft/ steht in einem Beitrag von mir unter anderem folgendes Zitat aus der Laudatio auf Sumaya Farhat-Naser und Gila Svirsky 2002 von Uri Avnery:
    «…Isaac Deutscher, ein berühmter jüdischer Historiker, hat den Konflikt folgendermaßen beschrieben: Ein Mensch wohnt im oberen Stockwerk eines Hauses, in dem ein Brand entsteht. Um sich zu retten, springt er aus dem Fenster und landet auf dem Körper eines Passanten, der schwer verwundet wird. Zwischen den beiden entsteht eine tödliche Feindschaft. Wer hat Schuld? Natürlich hinkt dieser Vergleich, wie jeder. Er gibt aber ein verständliches Bild von dem, was sich zugetragen hat – jedenfalls nach der aufgeklärten jüdischen Sicht. Zionisten sehen das ganz anders, und Araber auch. Der Konflikt beherrscht unser Leben…»
    https://www.zeit.de/politik/kestenpreis_avnery
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sumaya_Farhat-Naser

    Kann Israel wie seit 1967 weiter als Besatzungsmacht agieren? Die Besatzungspolitik verstösst nicht nur gegen geltendes Völkerrecht, es schädigt Besetzte und Besatzer. Schon um die langjährige Besatzung zu rechtfertigen, entwickelt sich zwangsläufig zumindest in Teilen des Staates und der Bevölkerung des Besatzers eine entsprechende Mentalität, unter anderem die der Überlegenheit. Und Palästinenser können nicht dauerhaft unter einem System der militärischen Besatzung, Kontrolle und Diskriminierung leben, das führt bei vielen zu Verbitterung und Feindschaft.
    Auch israelische Staatsbürger bezweifeln inzwischen, dass eine 2-Staatenlösung machbar ist. Das Westjordanland ist zu zersiedelt. Beide Seiten müssen also für ein gleichberechtigtes, friedliches Miteinanderauskommen eher andere Lösungen suchen, zum Beispiel wie in der Schweiz eine föderale Lösung in einem Staat (da mögen sich auch nicht alle, – gab es Streit, so trennte man sich ganz pragmatisch und bildete Halbkantone).
    Daniel Levy, als Diplomat und Berater bei den Osloer Verhandlungen zwischen Palästinensern und Israel beteiligt, ist zum Beispiel ein Vertreter dieser Sichtweise.

  8. Hans-Peter Büttner

    // am:

    @DorisKünzel, Helmut Reinhardt und Ralph R. Braun

    Der Nahostkonflikt ist eine komplexe Materie und der Ursprung dieses Konflikts kann auf den Beginn des 20. Jahrhunderts zurückdatiert werden oder auch weiter.
    Es gab zweifelsfrei in dem Konflikt israelische Verbrechen und die aktuelle Politik der Besiedlung des Westjordanlandes ist kontraproduktiv und vollzieht sich auch über eine Form der Gewalt, die zu Recht kritisiert wird.

    Was allerdings hier beständig zu beobachten ist, das ist der Wille gar nicht erst die Komplexität und längere Dynamik des Konflikts zur Kenntnis zu nehmen und darüber nachzudenken, sondern Israel so zu dämonisieren (und die palästinensische Gegenseite durchgehend zu viktimisieren), dass jegliche Debatte sich scheinbar erübrigt.
    Eine solche Agenda ist unvernünftig und bringt auch keinem Palästinenser etwas, sie entspringt einem offenkundigen Hass auf den jüdischen Staat, der eine distanziert-kritische Urteilsbildung unmöglich macht.

    Tatsächlich ist die Liste an Verfehlungen, welche die palästinensische Seite klar nachweislich begangen hat, ganz erheblich und wird von der Anti-Israel-Fraktion sorgsam ignoriert oder schlimmstenfalls sogar gerechtfertigt. Die palästinensische Seite hat zahllose Massaker an jüdischer Zivilbevölkerung begangen, ihr bis heute gefeierter Großmufti Amin Al-Husseini (nach dem heute noch Schulen benannt sind) hat intensiv mit den Nazis kooperiert, sie hat selbst von anderen arabischen Staaten gelobte Friedensangebote abgelehnt, fordert in ihrer bis heute gültigen Nationalcharta die ethnische Säuberung Palästinas von jüdischer Präsenz, hat insgesamt 9 Kriege begonnen und verloren, brutalen Terror eingesetzt und am 7. Oktober 2023 einen genozidal intendierten Angriff auf Israel verübt.
    Offenkundig kann also Israel nicht der alleinschuldige Bösewicht und die palästinensische Seite das unschuldige Opfer ohne eigenen Anteil am eigenen Verhängnis sein.

    Wenn Helmut Reinhardt sich über den Bau der Sicherheitsmauer echauffiert ohne den Grund dafür zur Kenntnis zu nehmen (der blutige Terror-Höhepunkt der zweiten Intifada in den Jahren 2002 und 2003), spricht das auch hier für eine sehr mangelhafte Urteilsfähigkeit. Dass man immer ein UN-Gremium findet, das sich gegen Israel engagiert darf kaum verwundern, denn schon als 1948 die arabischen Staaten zum Vernichtungsangriff auf den jungen Staat angesetzt haben sah die UNO tatenlos zu, drei Jahre nach Beendigung des Holocaust, und als 1967 Nassers Armee durch den entmilitarisierten Sinai auf Israels Südwestgrenze marschierte erteilte UN-Generalsekretär U Thant grünes Licht, statt entscheiden Protest einzulegen. Oder die elende, antiisraelische UN-Resolution 3379 des Jahres 1975, damals lauthals unterstützt von so illustren Menschenrechtlern wie Idi Amin und den Roten Khmer.
    Die Liste könnte lange fortgesetzt werden.

    𝐒𝐢𝐧𝐧𝐯𝐨𝐥𝐥𝐞𝐫 𝐚𝐥𝐬 𝐝𝐢𝐞 𝐩𝐞𝐫𝐬𝐨̈𝐧𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐇𝐚𝐬𝐬𝐩𝐟𝐥𝐞𝐠𝐞 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐞𝐧 𝐞𝐢𝐧𝐳𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐦𝐞𝐡𝐫𝐡𝐞𝐢𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐣𝐮̈𝐝𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐒𝐭𝐚𝐚𝐭 𝐮𝐧𝐬𝐞𝐫𝐞𝐬 𝐏𝐥𝐚𝐧𝐞𝐭𝐞𝐧 𝐰𝐚̈𝐫𝐞 𝐞𝐬, 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐬𝐢𝐧𝐧𝐯𝐨𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐯𝐞𝐫𝐧𝐮̈𝐧𝐟𝐭𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐋𝐨̈𝐬𝐮𝐧𝐠𝐬𝐰𝐞𝐠𝐞𝐧 𝐳𝐮 𝐬𝐮𝐜𝐡𝐞𝐧, 𝐝𝐢𝐞 𝐬𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐟𝐮̈𝐫 𝐛𝐞𝐢𝐝𝐞 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧 𝐬𝐜𝐡𝐰𝐞𝐫 𝐳𝐮 𝐠𝐞𝐡𝐞𝐧 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐚𝐥𝐥 𝐝𝐞𝐧 𝐊𝐫𝐢𝐞𝐠𝐬𝐣𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧.
    S. hierzu meinen Text:
    https://www.anzeiger-verlag.de/osterholz/artikel/ein-vom-schwanz-aufgezaeumtes-pferd

  9. Eckhard Grempels

    // am:

    @DorisKünzel , herzlichen Dank für die inhaltlich präzise Auseinandersetzung mit meinem Beitrag und ein paar detailliert aufgeführten Tatsachen zum UNHRC auf allerhöchstem intellektuellen Niveau! Ich beherrsche Ihre Methode aber auch, denn Sie fühlen sich sicher auch mit Reem Alsalem verbunden!
    https://www.youtube.com/shorts/YU7Ff51GMm8

  10. DorisKünzel

    // am:

    https://www.telepolis.de/article/Ausgezeichnete-Anklage-Was-Gazas-Kinder-Koepfe-erzaehlen-11329971.html?view=print

    Ausgezeichnete Anklage: Was Gazas Kinder-Köpfe erzählen
    13. Juni 2026 Luca Schäfer

    Eine preisgekrönte Recherche enthüllt erschreckende Muster von Israels Kriegsführung in Gaza. Doch Deutschlands Medien schweigen sich aus. Warum?

    Am 3. Juni wurde in Lissabon der Europäische Pressepreis 2026 [1] verliehen, das paneuropäische Äquivalent zum Pulitzer-Preis. In der Kategorie „Herausragende Berichterstattung“ gewann [2] die Recherche „What the Wounds Are Telling Us“ (deutsch: Was die Wunden uns erzählen) der niederländischen Journalisten Maud Effting [3] und Willem Feenstra [4], erstmalig erschienen [5] am 13. September 2025 in der Zeitung De Volkskrant.

  11. Helmut Reinhardt

    // am:

    „Der französisch-britische Jura-Professor, Menschenrechtsanwalt und Autor Philippe Sands wird mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt. Der renommierte Völkerrechtler wirkte in zahlreichen Verfahren vor internationalen Gerichten mit und war an zahlreichen Verfahren vor dem IGH beteiligt.“ – Warum sollte uns das aufmerken lassen?
    „1960 in London geboren“ ist er „Professor für Internationales Recht am University College London sowie Gastprofessor an der Harvard Law School. Er trat in zahlreichen Fällen vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) auf ..“ so war er „Im Gutachtenverfahren des IGH zur israelischen Besatzung palästinensischer Gebiete .. einer der Vertreter Palästinas“.
    https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/voelkerrechtler-philippe-sands-auszeichnung-friedenspreis-deutscher-buchhandel – „Im Juli 2024 hatte der IGH festgestellt, dass Israel dort eine völkerrechtswidrige Annexion betreibt.“ (zitiert aus vorhergehendem Artikel) – „Es ist das zweite Rechtsgutachten des Gerichtshofes [IGH] zur Besatzungspolitik Israels. Vor 20 Jahren, im Juli 2004, hatten die Richter bereits erklärt, dass die von Israel im Westjordanland errichtete Mauer gegen internationales Recht verstoße und daher abgerissen werden müsse.“
    – „Eine Besatzung sei grundsätzlich nur ein vorübergehender Zustand, Israel aber wolle dauerhaft die Hoheitsgewalt in den besetzten Gebieten ausüben. Israel verstoße nicht nur gegen das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser, sondern auch gegen das Gewaltverbot und Art. 3 der Rassendiskriminierungskonvention. Dieser verbietet rassische Segregation und Apartheid.“ https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/igh-gutachten-israel-annexion-palaestinensische-gebiete-verstoss-gegen-voelkerrecht

  12. DorisKünzel

    // am:

    zu : Westjordanland: Sie schießen auf Kinder
    ARTE Reportage25 Min.

    Das aussagekräftige Interview mit Philippe Levasseur dem Filmemacher und Journalisten des Film ab 25.51 im Film

    https://www.arte.tv/de/videos/124239-063-A/arte-reportage/

  13. Ralph R. Braun

    // am:

    Hasbara – seemoz als Teil von Israels achter Front
    Ein hörenswertes Dlf-Feature über das Ringen Israels und seiner Freund:innen um eine positive Berichterstattung und gegen Versuche der Delegitimierung

  14. DorisKünzel

    // am:

    zu Eckhard Grempels: – „Israel ist das einzige Land, das mit einen permanenten Tagesordnungspunkt (7) zu seiner Menschenrechtslage bei jeder Sitzung behandelt wird.“

    https://www.arte.tv/de/videos/131395-000-A/westjordanland-sie-schiessen-auf-kinder/

    Westjordanland: Sie schießen auf Kinder
    ARTE Reportage25 Min.

    Sendung vom 19/06/2026

    Im Schatten des Krieges in Gaza verschärfte sich auch die Lage im Westjordanland: Jedes Jahr sterben dort dutzende Kinder durch die Kugeln israelischer Soldaten und Polizisten. 2025 zählten Menschenrechtsorganisationen im Westjordanland 58 getötete Minderjährige, mehr als ein Kind pro Woche, das ist ein trauriger historischer Rekord.

    https://www.arte.tv/de/videos/124239-063-A/arte-reportage/
    und der Libanon…
    https://www.arte.tv/de/videos/132224-000-A/libanon-wieder-fliehen-vor-den-bomben/

  15. Eckhard Grempels

    // am:

    @Hans-Peter Büttner
    Interessant ist ja die Tatsache, dass Leute, die sich für aus welchen Gründen auch immer für links halten, sich des besonders von deutschen Rassisten des 19. Jahrhunderts zur Abgrenzung erfunden Begriffs „Semit“ bedienen, ein Begriff, der im Gegensatz zu „semitischen Sprachen“ wissenschaftlich völlig unseriös ist.
    Abgesehen davon schlage ich den Gestalten ja immer vor,
    – dem Duden, dem Cambridge Dictionary, der RAE (Spanien), dem Dictionnaire de l’Académie française, der Accade-mia della Crusca … vorschlagen, ihre Einträge zur Bedeutung von „Antisemitismus“ zu ändern.
    – mit Zitronenfaltern Zitronen zu falten, Rauchwaren zu rauchen und in Kindergärten Kinder zu ernten.

  16. Hans-Peter Büttner

    // am:

    Ergänzung zu meinem vorherigen Beitrag, der unter Zeitdruck geschrieben wurde:

    1. Die „Gaza-Flotillen“ haben ja eine längere Geschichte, die im Jahr 2010 begann. Nach Israels vollständigem Rückzug aus Gaza kam unter Vermittlung der türkischen Muslimbruderschaft 2010 die erste Flottille zustande, als Projekt zur Unterstützung der Hamas und zur Dämonisierung Israels. Eine kompakte Darstellung dieser ersten Flottille findet sich, neben dem bereits verlinkten Text von Prof. Heinz Gess aus Bielefeld, hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=wEhOV2GtQ-U

    2. Die letzte Flottille hat ebenfalls nicht den Sinn gehabt, irgendetwas für irgendeinen palästinensischen Menschen zu verbessern – denn dafür müsste man sich mit der komplexen Realität dieses Konfliktes beschäftigen und nicht nur hirnverbrannte Parolen grölen. In einem Video erklärte Rosa Martinez, einer der Organisatoren der Flotilla vom ‚Palestinian Youth Movement NYC‘ unverblümt, das Ziel der Flottille sei nicht primär humanitäre Hilfe, sondern die bewusste Konfrontation mit den israelischen Streitkräften sowie die Rückführung Gazas in die internationale Medienaufmerksamkeit.

    3. Das Interview ist an Absurdität kaum noch zu überbieten, nicht nur weil Jonathan Arnold nach 24 Minuten die Behauptung aufstellt, dass Palästinenser als „Semiten“ keine Antisemiten sein können, auch Juden können angeblich keine Antisemiten sein, warum auch immer. Die Geschichte wie auch der semantische Inhalt des Begriffs „Antisemitismus“ werden so verballhornt statt ernst genommen. Vor allem wird kein Wort über das antisemitisch-dschihadistische System der Hamas, deren brutale Instrumentalisierung der eigenen Bevölkerung im Krieg gegen Juden und deren Weltbild verloren. Es handelt sich hier also um einen antiisraelischen Aktivismus, der sich umfassend gleichgültig und im Prinzip zynisch verhält gegenüber den Ursachen und der Verlaufsform des Konflikts.

    4. Mögliche Übergriffe von israelischer Seite gegenüber in Gewahrsam genommenen Aktivist*innen der Flotilla sind zu verurteilen und strafrechtlich zu verfolgen. Genauso müssen israelische Kriegsverbrechen in Gaza aufgeklärt werden, das ist selbstverständlich und notwendig. Dass in Gaza kein Genozid stattfindet im Sinne einer absichtsvollen Beseitigung einer kompletten Bevölkerung oder weiter Teile dieser Bevölkerung ist vielfach bewiesen worden, z.B. hier:
    https://besacenter.org/debunking-the-genocide-allegationsa-reexamination-of-the-israel-hamas-war-2023-2025/
    Der IGH erkennt dies ebenfalls zunehmend an.

    Eine Versachlichung dieser Debatte weg von aktivistischen Scheuklappen ist dringend notwendig.

  17. Hans-Peter Büttner

    // am:

    Die „Global Sumud Flotilla“ ist ein Bündnis radikal antisemitischer Muslimbruder und ihrer Verbündeten im Westen. Sinnbildlich hierfür ist der international bekannte, brasilianische Aktivist Thiago Ávila, der offen zugibt, dass er ein Fan der Hisbollah und der Hamas ist und sich schon in seiner Jugend in die Warze von Hassan Nasrallah verliebt hat. Zentraler Organisator im Hintergrund ist die Türkei, genauer das islamofaschistische Erdogan-Regime in der Türkei. Eine sehr detaillierte Analyse der Gaza-Foltille findet sich hier:
    https://www.kritiknetz.de/images/stories/texte/Aufgebrachte%20Narrenschiffe.pdf

    Dass es der Flotilla nicht um die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in Gaza geht ist offensichtlich. Es handelt sich hier um ein antisemitisch motiviertes Missbrauchs-Verhältnis: weil sich die Hamas seit ihrer Gründung auf die Vernichtung Israels und die möglichst umfassende Ermordung von Juden eingeschworen hat, ist sie das Objekt hemmungsloser Zärtlichkeit und Solidaritätsbekundungen zahlloser Judenhasser, die sich um ein gutes Gewissen bei ihrem Judenhass bemühen. Dass die Hamas erst in Gaza an die Macht gekommen ist, weil erstens Israel 2006 den Gazastreifen als Friedensofferte geräumt und zweitens dann die dortige Bevölkerung in einem Akt schwerer, politischer Unzurechnungsfähigkeit die Hamas mit der Regierungsbildung beauftragt hat, sollte bekannt sein. Nach 2006 richtete die Hamas ein Schreckensregime an, das nur noch von der schrecklichen Ignoranz ihres westlichen Fanclubs getoppt wird. Mit dem versuchten Genozid des 7. Oktober 2023 durch die Hamas, andere politische Gruppierungen und Teile der Zivilbevölkerung ist die Lage vollständig eskaliert, sehr zum Schaden gerade auch der palästinensischen Zivilbevölkerung.

    Eine Lösung dieses Desasters ist nur möglich durch einen Friedensprozess, der natürlich viel von den Israelis verlangen wird, auch ein Ende der gewaltsamen Okkupation von Teilen des Westjordanlandes. Von den Palästinensern wird jedoch auch sehr viel kommen müssen, ein Ende der autodestruktiven Politik der Radikalen, ein Abschied von der irrsinnigen Zwecksetzung, dass man Israel beseitigen könne und dies irgendwie sinnvoll ist. Und zuletzt sollte die internationale Pro-Hamas-Solidaritätsbewegung sich besinnen oder politisch vollständig marginalisiert werden, denn diese Leute brauchen das Elend der Palästinenser, um ihren Hass gegen Israel und Juden moralisch weißwaschen zu können.

  18. Eckhard Grempels

    // am:

    @Maik Schluroff
    Dieses Interview* mit der damaligen Vorsitzenden der ICJ/IGH , der den Antrag der südafrikanischen Heuchler verhandelte, die seit weit über 2 Jahren am Genozid-Nachweis kläglich scheitern, sich aber mit dem Massenmörder al Bashir** ins Bett legten, sollte man zur Kenntnis nehmen.
    * https://www.youtube.com/watch?v=T44DebmlvNs
    ** https://www.dw.com/de/strafgerichtshof-s%C3%BCdafrika-h%C3%A4tte-al-baschir-festnehmen-m%C3%BCssen/a-39586360

  19. Eckhard Grempels

    // am:

    @Maik Schluroff
    Ich nehme mir nur mal kurz den absurden und nur so genannten UN-Menschenrechtsrat vor. Wenn sich jemand allen Ernstes auf den beruft und ihn ernst nimmt, dann muss ich wirklich nicht mehr über ihn wissen!
    – Israel ist das einzige Land, das mit einen permanenten Tagesordnungspunkt (7) zu seiner Menschenrechtslage bei jeder Sitzung behandelt wird. Andere Staaten, selbst solche mit schwerwiegendstenen Menschenrechtsverletzungen, werden höchstens hin und wieder im Rahmen von allgemeinen Debatten behandelt (Punkt 4).
    – Verurteilungen durch den UNHRC bis 2024 nach Ländern: 𝗜𝘀𝗿𝗮𝗲𝗹 𝟭𝟬𝟴 – Syrien 44 – Nordkorea 17 – Iran 15 (!) – Eritrea 13 – Russland 8 – Venezuela 3 – Sudan 3 – 𝗖𝗵𝗶𝗻𝗮 𝟬 – 𝗞𝗮𝘁𝗮𝗿 𝟬 – 𝗦𝗮𝘂𝗱𝗶 𝗔𝗿𝗮𝗯𝗶𝗲𝗻 𝟬 – …
    – Falls Ihnen das alles noch nicht ausreicht: 𝗗𝗲𝗻 𝗩𝗼𝗿𝘀𝗶𝘁𝘇 𝗱𝗲𝘀 𝗦𝗼𝘇𝗶𝗮𝗹𝗳𝗼𝗿𝘂𝗺𝘀 𝗱𝗲𝘀 𝗨𝗡𝗛𝗥𝗖 𝗲𝗿𝗵𝗶𝗲𝗹𝘁 𝟮𝟬𝟮𝟯 𝗻𝗮𝘁𝘂̈𝗿𝗹𝗶𝗰𝗵 𝗱𝗲𝗿 𝗜𝗿𝗮𝗻. Wer auch sonst!

  20. Maik Schluroff

    // am:

    Als „antisemitische Lügen“ bezeichnete Ruth Frenk öffentlich die bloße Ankündigung des Augenzeugenberichts von Jonathan Arnold. Eine äußerst schwerwiegende und nicht einmal ansatzweise zu belegende Anschuldigung. Und ein Bärendienst für den gerade in Deutschland so bitter notwendigen Kampf gegen wirklichen Antisemitismus.

    Das stimmt überein mit der Linie der israelischen Regierung, die u.a. folgende Institutionen / Organisationen als „antisemitisch“ erklärte:
    — UN Menschenrechtsrat / UNHRC
    — die UN allgemein
    — UN Independent International Commission of Inquiry
    — Internationaler Strafgerichtshof / ICC
    — Internationaler Gerichtshof / ICJ
    — Amnesty International
    — UNRWA

    Belege und Quellen: https://schluroff.de/cloud/index.php/s/8dAAxaAL28aX6wT

  21. Robert Becker

    // am:

    Zur Richtigstellung der Zerstörung der Wohngebäude in Deutschland sollte vielleicht mit anderen Zahlen gearbeitet werden, um den ganzen Schrecken des Ausmaßes richtig wiederzugeben. In Nürnberg beispielsweise waren laut Ki 95% der Altstadt und 90% des Stadtgebiets zerstört. Dresden ähnlich. Friedrichshafen wurde wegen der dort ansässigen Rüstungsindustrie auch fast vollständig zerstört.

    Die angeführten 22% kommen statistisch natürlich zustande, weil viele Regionen auch völlig verschont blieben, wie beispielsweise Konstanz, wohl auch aufgrund der Nähe zur Schweiz.

  22. Maik Schluroff

    // am:

    23% der Familien in Gaza haben nur eine Mahlzeit am Tag.
    Rund 50% müssen Abfall verbrennen, um eine warme Mahlzeit zuzubereiten.

    80% der Gebäude sind zerstört. Zum Vergleich: In Deutschland waren 1945 22% der Wohngebäude zerstört.

    Seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober wurden pro Quadratkilometer 70 – 100 mal so viel Bomben auf Gaza abgeworfen wie auf Deutschland im 2. Weltkrieg.

    Das sind keine Hamas-Zahlen.
    Niemand komme mir da mit dem Antisemitismus-Vorwurf.

  23. Michael Wunsch

    // am:

    Ich bin sprachlos, über das, was Israel den Palästinensern antut.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert