
Auch im Herbstmonat November hat das Kulturzentrum in Singen wieder einiges zu bieten: Vokalartist:innen, komödiantische Mundart-Musik, die lustigste Psychologin aus Schwaben sowie Django Asül mit seinem Jahresrückblick „Rückspiegel“. Und noch so einiges andere.
Hier die Termine im Einzelnen:
LaLeLu – Urlaub vom Hirn
A-cappella-Comedy für die überlasteten Synapsen: Hamburgs Kult-Vokalartist:innen melden sich mit der dringend benötigten mentalen Auszeit zurück. LaLeLu kommt mit ihrem neuesten Programm und liefert genau das, was die moderne Welt so dringend braucht: „Urlaub vom Hirn“. Nach den großen Erfolgen ihrer vorherigen Shows und anlässlich ihres gerade vergangenen 30. Jubliläums, schicken die vier Stimmakrobat:innen ihr Publikum auf eine hochkomische und musikalisch brillante Reise in die Welt der geistigen Entspannung, in der herzhaft gelacht werden kann. Mit absurden Songs, brillanten Parodien und satirischen Seitenhieben verwandeln sie die Bühne in ein All-Inclusive-Resort der guten Laune.
In „Urlaub vom Hirn“ widmen sich Sanna, Tobi, Jan und Frank den großen und kleinen Absurditäten unserer Zeit. Mit ihrem unnachahmlichen Mix aus virtuosem A-cappella-Gesang, Ausflüge in die instrumentale Welt und gnadenlosem Humor zerlegen sie alles, was uns den Kopf zerbricht. Ob Pop-Ohrwurm, Jazz-Schnipsel oder Schlager im Liegestuhl – hier wird hemmungslos gesungen, gespottet und gelacht.
LaLeLu hat sich über die Jahre einen Ruf als eine der besten und lustigsten A-cappella-Bands Deutschlands erspielt. Mit „Urlaub vom Hirn“ beweisen sie erneut, dass sie eigentlich keine Instrumente brauchen, um das Haus zu rocken und die Lachmuskeln des Publikums gnadenlos zu strapazieren.
Am 4. November 2026 um 19:30 Uhr in der GEMS.
Die Kistenhocker – Hoorspalterei
Die Mundart-Musik-Kabarett-Truppe Kistenhocker (oder Kistenrocker?!) hat ihr lachmuskelstrapazierendes Programm „HOORSPALTEREI“ neu aufgelegt. Damit bieten die drei Musiker Oliver Kuppel, Markus Helmeth und Gerald Benz mitreißende Musik-Comedy und alemannische Reimkultur in Bestform. In ihrem musikalischen Friseursalon wissen sie, zwischen Trockenhaube, Dauerwellwasser und Perücke, haarscharf zu beobachten und haarsträubendes haarklein zu berichten.
Mit Ironie und teils schwarzem Humor werden kuriose und alltägliche Situationen musikalisch auch mal über einen Kamm geschoren. Dabei finden sie so manches Haar in der Suppe und packen die Gelegenheit beim Schopfe, auch mal alte Zöpfe abzuschneiden.
Also Lockenwickler festhalten, denn wenn die Kistenhocker mit badischem Wortwitz und Haaren auf den Zähnen ihre Haarspaltereien betreiben, werden allen ansonsten vor Lachen die Haare zu Berge stehen.
Am 7. November 2026 um 20:00 Uhr in der GEMS.
Kathi Wolf – Psycho Royal
Was für ein Lichtblick in turbulenten Zeiten: Die lustigste Psychologin aus Schwaben und selbsternannte Klapsenbeste erklimmt die nächste Stufe und krönt sich nun zur „Psycho Royal“. Den viel besprochenen Zacken hat sie sich ja ohnehin schon aus der Krone gebrochen – also gibt es nichts mehr zu verlieren. Außer vielleicht die Fassung. Oder die Geduld. Oder beides gleichzeitig.
In Psycho Royal geht es drunter und drüber zwischen Politik, Gesellschaft und dem ganz normalen inneren Ausnahmezustand. Kathi nimmt den Zeitgeist auseinander, kämpft sich durch eigene Höhenflüge und Bruchlandungen und nimmt das Publikum mit in ihre Welt, betrachtet durch die Brille einer Psychologin. Zwischen Feminismus und Friedenswunsch, Entstigmatisierung und Eskapismus, Selbstinszenierung und Sinnsuche bewegt sich Kathi mit ihrem etablierten Mix aus politischem Kabarett, Stand-up-Comedy und Musik treffsicher durch die Neurosen unserer Zeit.
Die Darbietung ist kein klassisches Bühnenprogramm – es ist eine Einladung zur kollektiven Selbstdiagnose. Eine humorvolle Therapiestunde ohne Krankenkassenkarte, dafür mit Lachgarantie und überraschenden Aha-Momenten. Oder, um es in Kathis Worten zu sagen: Am Ende sind wir doch alle ein bisschen psycho – die Frage ist nur, wie königlich wir damit umgehen.
Am 8. November 2026 um 19:30 Uhr in der GEMS.
Sisters of Comedy – Nachgelacht
„Sisters of Comedy – Nachgelacht“ ist eine Show, die einmal im Jahr gleichzeitig auf vielen verschiedenen Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz stattfindet, bestückt mit jeweils anderen Künstlerinnen aus der deutschsprachigen Comedy-, Kabarett- und Slam-Szene. Mit den Einnahmen werden Frauenprojekte durch Spenden unterstützt.
Die Spende geht in diesem Jahr an den Freiraum Singen, ein Hilfeangebot für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen. In der Theodor-Hanloser-Str. 5 in Singen stehen eine Tagesstätte und Fachberatung nur für Frauen zur Verfügung. In den hellen, freundlichen Räumen haben die Frauen Gelegenheit sich auszutauschen oder, je nach Bedarf, sich auch zurückzuziehen. Neben der individuellen Fachberatung werden auch regelmäßige gemeinsame Veranstaltungen angeboten wie zum Beispiel ein Frühstück für Frauen.
Für diesen guten Zweck treten auf:
Elena Seeger
Liedermacherin, Musikkabarettistin, Schwäbische Chansonière
Mit Gitarre, Charme und einem feinen Gespür für das Unkonventionelle widmet sich Elena Seeger in ihrer Musik den großen und kleinen Fragen unserer Zeit. Ihre Lieder bewegen sich zwischen Humor, Hintersinn, Alltag und Absurdität und laden zum Mitlachen, Mitjammern und Nachdenken ein. Neben hochdeutschen Songs begegnet man immer wieder ihrer Liebe zum schwäbischen Dialekt – warm, eigenwillig und überraschend poetisch. Elena Seegers Bühnenkunst wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Förderpreis des Kleinkunstpreises Baden-Württemberg 2025 sowie dem Landespreis für Dialekt 2024.
Jane Mumford
Das menschliche Dasein
Mit ihr kommt „Leben“ in die Bude. So heißt das preisgekrönte Solo, mit dem Jane Mumford nach Singen kommt. Darin wendet sich die Schweizer Kabarettistin dem menschlichen Dasein zu. Von absurden Herausforderungen, vor die wir uns gestellt sehen, über unsere Sterblichkeit, mit der zu leben wir lernen müssen, bis zu den Krisen der Pubertät reicht die Palette ihrer schwarzhumorigen Beiträge. Die Auftritte der Drittplazierten des Comedy-Pokals 2026, des Swiss Comedy-Awards und des Stuttgarter Besen, die sich selbst gern als „steppender Gothic Teenie“ bezeichnet, sind eine Nummer für sich.
Kathi Wolf
Kathi Wolf ist Psychologin – und selbst ihre beste Kundin. Im ständigen Gedankenkarussell wird es auch der selbst ernannten Klapsenbesten schwindelig, mal endet die Fahrt im Weltschmerz, mal im Aktivismus. In einem Spagat zwischen Stand Up Comedy und politischem Kabarett kämpft die Hobby-Boxerin gegen die Stigmatisierung psychischer Störungen, erkundet auf urkomische Art ihre eigenen sowie gesellschaftlichen „Special Effects“ und steigt nebenbei auch gerne mit dem Patriarchat in den Ring. Sie ist Initiatorin des Kabarett-Wettbewerbs Weißenhorner Wölfchen, der seit 2021 jährlich veranstaltet wird.
Tina Häussermann
Bereits zum fünften Mal hat Tina Häussermann die Patenschaft des Abends übernommen und führt charmant als Moderatorin durch den Abend. Sie ist zweifache Mutter, einfache Ehefrau und begeisterte Kabarettistin. Tina Häussmann deckt auf, was Hausfrauen und -männer denken. Mit ihren frechen Programmen bringt sie uns nicht nur zum Lachen, sondern hält auch die Synapsen ihrer Gäste in Bewegung. Die Trägerin des Deutschen Kabarettpreises ist gesellschaftspolitisch, korrekt und unkorrekt. Von allem etwas und von allem sehr viel.
Am 9. November 2026 um 19:30 Uhr in der GEMS.
Martina Schwarzmann – macht was sie will
„Martina Schwarzmann macht was Sie will“ – so heißt ihr neues Programm und jetzt zieht sie’s durch! Was sie an dem Abend machen wird, überlegt sie sich noch. Woher will man auch wissen, was man in einem halben Jahr möchte oder am nächsten Tag …
Vielleicht spielt sie was Neues, vielleicht aber auch ein paar Klassiker, die so alt sind, dass sich keiner mehr dran erinnern kann … Ist das wahr? Wer weiß? Gut und zeitlos sind nur zwei „Wiewörter“, die man in einem Aufsatz über sie benutzen könnte. Manchmal wenn Martina Schwarzmann unleidig wird, dann schicken die Kinder sie raus zum Spielen.
Das macht sie dann, sie spielt für Euch! Aus Liebe mit Leidenschaft, um die Freude, den Frieden und den Eierkuchen in Euer Leben zu bringen. Sie spielt für alle und es geht um Alles!
Am 14. November 2026 um 20:00 Uhr in der GEMS.
Drei – Zwei – Eins. Was wir vom Tod fürs Leben lernen können
Die Gesellschaft hat den Tod aus ihrem Bewusstsein verbannt. Doch was passiert, wenn wir uns den starken Gefühlen stellen, die er in uns auslöst? In „Drei Zwei Eins“ wagen es Ehrenamtliche des Hospizvereins und Menschen, die dem Verein nahestehen, unter der Spielleitung von Julia Katterfeld, genau das: Sie bringen den Tod zurück auf die Bühne – nicht als Tabu, sondern als Teil des Lebens.
Zwischen Kiosk und Bushaltestelle begegnen sich Menschen, die plötzlich mit dem Unausweichlichen konfrontiert sind. Mal humorvoll, mal poetisch, mal berührend verhandeln sie die großen Fragen: Was zählt im Leben wirklich? Was bleibt? Und wie finden wir den Mut, uns dem zu stellen, was wir so lange verdrängt haben?
„Drei Zwei Eins“ ist ein Stück, das berührt, weil es ehrlich ist. Weil es zeigt, dass der Tod nicht das Ende, sondern oft der Anfang von etwas Neuem sein kann: von Klarheit, von Verbundenheit, von einem bewussteren Leben. Es ist ein Stück, das zum Lachen, Nachdenken und Fühlen anregen will – weil das Leben erst dann ganz gelebt wird, wenn wir auch den Tod annehmen.
Triggerwarnung: Im Stück wird unter anderem Suizid thematisiert. Tickets gibt es nur an der Abendkasse.
Am 15. November 2026 um 19:00 Uhr in der GEMS.
Django Asül – Rückspiegel
Ein satirischer Jahresrückblick
Wer nach vorne fährt, sollte den Blick nach hinten nicht vergessen. Das lernt man schon in der ersten Fahrstunde. Was in der räumlichen Dimension angebracht ist, kann also für die zeitliche Dimension nicht schlecht sein. Und das Jahr 2026 hat einen eigenen Abend im Rückspiegel wahrlich verdient.
Mit bissigem Blick, urkomischen Wortwitz und wie immer energiegeladen nimmt Django Asül die Ereignisse der letzten zwölf Monate ins Visier. Ob Highlights oder Riesenflops, ob Politik, Gesellschaft oder Sport – nichts wird ausgelassen, aber garniert mit den unglaublichstenKuriositäten des Jahres.
Und das Ganze kräftig gewürzt, gerne auch mal hinterhältig und erfrischend fies. Wer als Zuschauer:in die vergangenen zwölf Monate so kurzweilig serviert bekommt, freut sich garantiert und amüsiert auf das neue Jahr!
Am 28. November 2026 um 20:00 Uhr in der GEMS.
The South of Life bei „Singen ohne Strom“
Accoustic songs from deep down the lake – The South Of Life ist ein akustisches Trio mit Wurzeln auf der Halbinsel Höri im westlichen Bodensee. Die meist melancholisch angehauchten Songs pendeln stilistisch zwischen Folk, Southern Rock und Punk. Die eingängigen Riffs von Gitarrist und Songsschreiber Dany Horowitz tragen den rauhen aber gefühlvollen Gesang von Sänger Chris Blondzik, während die Bratsche von Johnny Kuhlicke der Musik eine ganz besondere Farbe hinzufügt. Ab und an erklingt dann auch noch das Akkordeon von Chris Blonzik und macht den speziellen Sound der Band komplett. Etwas ganz Besonderes, von ganz tief unten im See …
Ohne „Netz und doppelten Boden“, d. h. ganz ohne elektrischen Strom, präsentieren sich hier regionale und überregionale Musiker:innen im kleinen Studio der Singener GEMS. Besondere und einzigartige Konzertabende in einem speziellen und gemütlichen Ambiente. Jeweils von Oktober bis März, einmal im Monat, und immer an einem Sonntag, von 18 bis 20 Uhr. Besser kann man ein Wochenende fast nicht ausklingen lassen. Eintritt nur per Vorreservierung per Mail (begrenzte Platzzahl) unter brauch_michael@yahoo.de. Das Ganze kostet keinen Eintritt. Es wird aber um eine angemessene Hutspende für die Musiker gebeten.
Am 29. November 2026 um 18:00 Uhr im GEMS-Studo.
Mehr zu allen Veranstaltungen hier. Karten gibt es von Dienstag bis Donnerstag, jeweils von 11 bis 15 Uhr, an der Tageskasse und eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse der GEMS sowie online.
Bild: Django Asül (Pressefoto © Kirsten Schacht)

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