
Katrin Brüggemann, Co-Sprecherin des Bündnisses „Konstanz für Demokratie – klare Kante gegen Rechts“, hat beim Polizeipräsidium Konstanz Strafanzeige gegen Olaf Bennert erstattet. Der AfD-Kreisrat hatte sich auf Facebook beleidigend geäußert.
Brüggemann wirft Bennert vor, am 10. Mai 2026 auf der Facebook-Seite „Konstanzer Seegeflüster“ in einer Diskussion um Windenergie und Rotorblätter folgenden „Vorschlag“ gepostet zu haben: „Ich hab da Körbe für die Mitglieder von Konstanz für Demokratie montiert und denen die Scheisse aus dem Kopf zu schleudern“ [sic].
Von der Kollektivbeleidung sind alle Personen aus dem Bündnis klar und abgrenzbar gemeint und betroffen. Stellvertretend für die von Kreisrat Bennert derart angegriffenen Mitglieder des Bündnisses „Konstanz für Demokratie“ stellte die Sprecherin am vergangenen Dienstag (23. Juni) Strafanzeige. Brüggemann wolle es nicht auf sich beruhen lassen, wenn ein AfD-Funktionär ihr „die Scheisse aus dem Kopf“ schleudern will.
Besonders schwer wiege bei dieser Beleidigung, dass Olaf Bennert durch sein öffentliches Mandat gesteigerte Aufmerksamkeit genieße und seine ehrverletzende Erniedrigung und Bedrohung gegen die Mitglieder des Bündnisses Beachtung und Nachahmung in seiner Szene finden könnten. Das wisse Herr Bennert, urteilt „Konstanz für Demokratie – klare Kante gegen Rechts“. Mitglieder des Bündnisses, besonders deren Repräsentant:innen, sind immer wieder Schmähungen, Beleidigungen und Bedrohungen ausgesetzt. Die Gesamtsituation stellt eine der Polizeidirektion Konstanz zur Kenntnis gebrachte Bedrohungslage dar.
Wenn dieses Verhalten kein öffentliches Interesse hervorruft oder für geringfügig eingeschätzt wird, sei das ein Signal, solche Hetze im Netz weiterverbreiten zu dürfen. „Wer gibt uns die Gewähr, dass nicht einmal jemand auf die Idee kommt, einem Mitglied des Bündnisses […] mit einer Waffe tatsächlich „die Scheisse aus dem Hirn“ zu blasen? Durch Tolerieren werden wir diese Gefahr nicht verringern“, so das Konstanzer Demokratie-Bündnis.

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