
Auflösung des Rätsels
Am vergangenen Freitag fragten wir nach dem griechischen Politiker und Widerstandskämpfer Alekos Panagoulis (1939–1976). Die aus dem Militärarchiv entwendeten Dokumente, die er veröffentlichen wollte, blieben nach seinem Tod verschwunden. Panagoulis hatte im Gefängnis Gedichte verfasst, mangels Schreibmaterial auch mit Streichholzstummeln und Blut. Einige seiner Gedichte wurden von Mikis Theodorakis sowie von Ennio Morricone vertont. Die Einleitung zur italienischen Ausgabe seines Gedichtbands „Μέσα από φυλακή σας γράφω στην Ελλάδα“, „Vi scrivo da un carcere in Grecia“ („Ich schreibe euch aus einem Gefängnis in Griechenland“), schrieb der 1975 ermordete italienische Schriftsteller, Regisseur und Publizist Pier Paolo Pasolini. 1979 verewigte ihn die italienische Schriftstellerin Oriana Fallaci in dem Buch „Un uomo“ (dt. „Ein Mann“). Das griechische Parlament ehrte den Widerstandskämpfer 2012 mit einer Bronzestatue; nach ihm sind heute in Griechenland auch Plätze und Straßen benannt.
Text und Grafik: Brigitte Matern

