
Vom 16. bis 26. April 2026 verwandelt sich das Zebra Kino zum 39. Mal in das pulsierende Herz der queeren Community in Konstanz. Das allseits bekannte und beliebte Filmfestival „Queergestreift“ steht dieses Jahr unter dem Motto „Personal Identities Under Construction“.
An elf Tagen lädt das Queergestreift-Team zu internationalem queeren Kino und einem vielfältigen Rahmenprogramm rund um Identität, Veränderung und Selbstbestimmung ein. Unter dem diesjährigen Motto „Personal Identities Under Construction“ werden an elf Tagen brandneue Filme mit drängenden Themen gezeigt und allen Interessierten ein offener Safer Space für Begegnung, Austausch und gelebte Solidarität geboten.
Mit allein dreizehn Deutschlandpremieren wurde ein herausragendes Programm kuratiert, das die Schwerpunkte Identität, Community und Kreativität setzt. Frisch von der Berlinale wird das Filmfestival mit Kai Stänickes Debütfilm „Der Heimatlose“ am 16. April eröffnet – Hauptdarsteller Paul Boche hat sein Kommen zugesagt.
Wo andere die Abschottung von allem Fremden fordern, richtet „Queergestreift“ unseren Blick in die Welt und bringt queere Perspektiven aus unterschiedlichen Ländern wie Vietnam, Mexiko, Südkorea, Island, Kolumbien, Marokko, Spanien, Frankreich, den USA und Kanada nach Konstanz.
Die Bedeutung von „Identität“
Im Fokus stehen dieses Jahr Filme, die danach fragen, wie Identität entsteht, sich verändert und jenseits fester Kategorien selbstbestimmt gelebt werden kann. Mit Filmen wie „Outerlands“ und „Skiff“ setzt das Filmfestival einen besonderen Fokus auf Non-Binärität und lädt zusammen mit der „vhs Landkreis Konstanz“ und der „Chancengleichheitsstelle der Stadt Konstanz“ zu der eintrittsfreien Lesung „Nicht binär leben“ von Birgit Palzkill am 24. April ins Zebra ein. Im Buch kommen 17 nicht-binäre Menschen zwischen 20 und 70 Jahren selbst zu Wort. Sie berichten über ihren (langen) Weg, sich als nicht binär zu begreifen, die Freiheiten nicht binären Lebens und die Herausforderungen, die das Leben in einer Gesellschaft mit sich bringt, die nur Männer und Frauen kennt.
Der gelebten Vielfalt und dem mutigen Infragestellen bestehender Geschlechterordnungen und Denkmuster gehen die Dokumentarfilme „Second nature“ und „Brigitte’s Planet B“ nach. Diese Einblicke in die queere Tier- und Pflanzenwelt laden zum Diskutieren über vegane Ernährung und die Zukunft unseres Planeten ein. Und mit einer sehenswerten Retrospektive würdigen die Veranstalter:innen Werk und Aktivismus des erst im vergangenen Dezember verstorbenen Rosa von Praunheim.
Neben dem umfassenden Filmprogramm bietet das Queergestreift Filmfestival ein spannendes Rahmenprogramm mit vielen Highlights, wie seiner Party am 18. April im Kula inklusive Dragperformance aus der Inszenierung Hedwig and the Angry Inch des Konstanzer Theaters. Die Eröffnungsparty ist meistens ausverkauft, deshalb besser frühzeitig Karten besorgen. Am 20. April findet im Contrast wieder die Queerkneipe statt. Und so vieles mehr …
QUEERGESTREIFT steht für Begegnung, Austausch und eine starke queere Community vor Ort – die elf Festivaltage im Zebra Kino versprechen also zu einem besonderen Erlebnis dieses kulturellen Frühlings in Konstanz zu werden.
Weitere Informationen und das gesamte Festival-Programm mit allen Terminen können hier aufgerufen werden.
Bild: © Team Queergestreift


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