Seit geraumer Zeit werden Expertinnen – Historiker, Politologinnen, Soziologen – gefragt, ob unsere weltpolitische Gegenwart durch eine Wiederkehr „des Faschismus“ bedroht sei – oder eines „neuen“ respektive „Neo“-Faschismus – oder eines „Post-Faschismus“. Auch die Tagung am 26. und 27. März wirft diese Frage auf, wenn auch mit einer Frage an die Situation, in der sie gestellt wird: „Gespenst des Faschismus“, analog dem „Gespenst des Kommunismus“, von dem Marx und Engels im Kommunistischen Manifest“ geschrieben haben.
Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, Ehrendoktor unserer Universität, wird im Rahmen der Abendveranstaltung unserer Tagung eine öffentlichliche Rede zu dem Themenkomplex Autoritarismus-Populismus-Faschismus als Bedrohungen der Gegenwart halten. Ein genauer Titel ist noch nicht festgelegt, aber wir freuen uns, einen den bedeutendsten Intellektuellen unserer Zeit nach Konstanz geholt zu haben. Jan Philipp Reemtsma ist Literaturwissenschaftler, Mäzen und Gründer des Hamburger Instituts für Sozialforschung und hat das gesellschaftliche Denken in Deutschland nachhaltig geprägt. Sein Engagement für Aufklärung, Erinnerung und Zivilität ist ein leuchtendes Beispiel für verantwortungsbewusstes Wirken im öffentlichen Raum.
Astoriasaal (Zugang über die vhs)
Katzgasse 7
78462 Konstanz
