Stephan kühnle vhs julika funk chancengleichheitsstelle hans georg pannwitz gew(c)vhs landkreis konstanz

Neue Veranstaltungsreihe zu gesellschafts- und bildungspolitischen Themen

Aus der Redaktion
Stephan kühnle vhs julika funk chancengleichheitsstelle hans georg pannwitz gew(c)vhs landkreis konstanz
Stephan Kühnle, Julika Funk und Hans-Georg Pannwitz (v. l. n. r., © vhs Landkreis Konstanz)

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Konstanz, die Chancengleichheitsstelle der Stadt Konstanz und die vhs Landkreis Konstanz starten eine neue Veranstaltungsreihe zu aktuellen gesellschaftsrelevanten Themen. Ziel der Kooperation ist es, gesellschaftliche Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und für eine demokratische, chancengerechte Gesellschaft einzutreten.

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Lena Marbacher (© Sapna Richter)

Den Auftakt macht am 17. März 2026 um 19:30 Uhr eine Veranstaltung mit der Journalistin und Autorin Lena Marbacher in der vhs Konstanz. Unter dem Titel „Arbeit Macht Missbrauch. Eine Gesellschaftskritik“ setzt sich Marbacher mit den strukturellen Ursachen von Machtmissbrauch auseinander. Machtmissbrauch ist kein isoliertes Phänomen einzelner Branchen oder Personen. Immer mehr problematische Fälle aus Politik, Gastronomie, Startups, Sport, Theater, Pflege, Ehrenamt, Polizei oder Wissenschaftsbetrieb werden öffentlich diskutiert – meist jedoch als Einzelfälle. In ihrem Vortrag zeigt Lena Marbacher auf, dass die Bedingungen, die Machtmissbrauch ermöglichen, tief im System von Arbeit und Gesellschaft verankert liegen.

„Machtstrukturen kritisch zu hinterfragen gehört zu den Grundbedingungen einer demokratischen Gesellschaft“, betont Hans-Georg Pannwitz, Kreisvorsitzender des GEW-Kreisverbands Konstanz. „Mit dieser neuen Kooperation wollen wir Räume für Diskussion und Aufklärung schaffen – gerade auch zu Themen, die oft erst dann sichtbar werden, wenn bereits großer Schaden entstanden ist.“

Die Chancengleichheitsstelle der Stadt Konstanz sieht in der Veranstaltung nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Veranstaltungsreihe rund um den „Internationalen Frauentag“, sondern auch allgemein im Rahmen einer gesellschaftlichen Debatte.

„Machtmissbrauch betrifft viele Menschen und Branchen, doch ungleiche Machtverhältnisse erhöhen das Risiko von Übergriffen und Abhängigkeiten. Daher sind häufiger Frauen und marginalisierte Menschen betroffen“, sagt Julika Funk, Leiterin der Chancengleichheitsstelle der Stadt Konstanz. „Umso wichtiger ist es, über strukturelle Ursachen zu sprechen und gemeinsam Strategien für mehr Transparenz, Fairness und Gleichstellung zu entwickeln.“

Die Veranstaltungsreihe wird im Laufe des Jahres mit weiteren Abenden fortgesetzt:

– Am 7. Oktober 2026 mit Heidemarie Brosche und Eylem Emir: „Von der Leselast zur Leselust – Leseförderung für lesefern aufwachsende Kinder“ – in Kooperation mit der Stadtbibliothek und dem Amt für Bildung und Sport.

– Am 26. November 2026 mit Katharina Meiser: „Schule macht Demokratie. Impulse für eine neue Bildungskultur zwischen Autonomie, Leistung und Verantwortung“.

„Gerade im Bildungsbereich stehen wir vor großen gesellschaftlichen Aufgaben – von Leseförderung über Chancengleichheit bis zur demokratischen Bildung“, so Pannwitz. „Die Reihe soll dazu beitragen, wissenschaftliche Perspektiven, praktische Erfahrungen und gesellschaftliche Debatten miteinander zu verbinden.“

Die drei Veranstalter:innen laden Interessierte aus Bildung, Politik, Verwaltung sowie der Öffentlichkeit herzlich dazu ein, an den Veranstaltungen teilzunehmen und sich an der Diskussion zu beteiligen.

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