Bus Nr.12 Endhaltestelle 10.1.2024 @pitwuhrer

Höhere Preise, weniger Fahrten – Verkehrswende auf Konschtanzerisch

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Bus Nr.12 Endhaltestelle 10.1.2024 @pitwuhrer

Wie von seemoz befürchtet, haben die Stadtwerke zum Jahreswechsel die Fahrpreise weiter erhöht. Statt bislang 2,70 Euro kostet die Einzelfahrt nun 2,90 Euro. Gleichzeitig stehen weitere Fahrplankürzungen im Raum. Auf der letzten Gemeinderatssitzung am 19. Dezember kündigte Stadtwerkechef Norbert Reuter zudem an, das Busangebot in den Schulferien zu reduzieren.

Nur dank einer Anfrage der Freien Grüne Liste (FGL) sprach Reuter überhaupt in öffentlicher Gemeinderatssitzung über die Probleme des „Roten Arnold“. Oberbürgermeister Uli Burchardt hätte diese lieber nicht-öffentlich im geheimen Busausschuss des Stadtwerke-Aufsichtsrats verhandelt. Und tat als Sitzungsleiter dann auch sein Bestes, jede öffentliche Diskussion der Gemeiderät:innen zu unterbinden.

Dabei unternehmen die Stadtwerke doch einiges, um mehr Busfahrer:innen zu gewinnen. Warum also dieses Bemühen verstecken? Man habe inzwischen sieben Betriebswohnungen für neues Fahrpersonal angemietet und plane am Bismarcksteig ein „Mitarbeiterhaus“ mit Wohnungen fürs Personal. Dazu, so Norbert Reuter, gewähre man übertarifliche Zulagen und starte eine Ausbildungsoffensive zum Busführerschein mit anschließender Beschäftigungsgarantie.

Hoffnung auf den Tarifvertrag

Aufhorchen lässt Reuters Verweis auf die anstehenden Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di über Arbeitsbedingungen und Löhne des ÖPNV-Personals in Baden-Württemberg. Obwohl ja von der Arbeitgeberseite, schien der Stadtwerkechef den Forderungen der Gewerkschaft nicht abgeneigt. Denn ein Grund für die angespannte Personalsituation ist auch, dass sogar im privaten Omnibusgewerbe inzwischen besser bezahlt wird als im kommunalen Nahverkehr. Nicht zu reden von der Schweiz!

Ver.di verlangt unter anderem Zulagen für den Schichtdienst, kürzere Schichtzeiten und Kürzung der wöchentlichen Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich]. Und spannt dabei zusammen mit Fridays für Future. Die Klimaaktivist:innen sind sich der Tatsache bewusst, dass es für die Klimawende einen besseren ÖPNV braucht und dafür wiederum bessere Arbeitsbedingungen für das Fahrpersonal. So rechnet die Busbranche für 2030 mit bundesweit 87.000 fehlenden Fahrer:innen. Da nimmt sich Konstanz noch bescheiden aus, wo von knapp 200 Planstellen zum Jahresende nur fünf unbesetzt waren. 

Stress für Fahrer:innen und Fahrgäste

Nicht nur Wohnungsmangel, hohe Lebenshaltungskosten und das attraktive Nachbarland machen es den Stadtwerken schwer, neue Fahrer:innen zu gewinnen und auch zu halten. Manch eine:r, so Reuter, habe schon nach ein paar Tagen wieder das Handtuch geworfen, weil der Stress in der Konstanzer Innenstadt zu viel gewesen sei: Dauerstau, Kamikazeradfahrer:innen und maulende Fahrgäste.

Diese haben ihrerseits Stress mit den Bussen und lassen dies manchmal die Fahrer:innen spüren. Die wenigen digitalen Anzeigetafeln an den Haltestellen sind oft außer Betrieb. Die Stadtwerke verweisen stattdessen auf die App „Mein Konstanz“ und ihre Website, welche die Abfahrtszeiten an den Haltestellen in Echtzeit angäben. 

Tun sie aber nicht. Die Linie 12, die nach Fahrplan und App gerade jetzt zum Zähringerplatz kommen soll, trifft erst 7 Minuten später ein. Was die App indes nicht bemerkt, sondern frech behauptet, der Bus sei schon seit sieben Minuten weg. Und uns für die Strecke vom Zähringer zum Bahnhof die Linie 908 empfiehlt, die indes dort gar nicht mehr vorbeifährt.

Bus Nr.4 13 Zähringer 10.1.2024 @PitWuhrer
Buslinie 13/4 der Stadtwerke Konstanz am Zähringerplatz.

Überhaupt der Konstanzer Bahnhof: Wegen der Dauerbaustelle vor dem Lago wird er von vielen Buslinien nicht mehr angefahren, was Tourist:innen mit Ziel Mainau oder Zugreisende mit Gepäck hilflos dastehen lässt. Man solle doch wenigstens die Vorortlinie 4/13 und eine Linie nach Wollmatingen wieder hier vorbeiführen, bat FGL-Stadträtin Dorothee Jacobs-Krahnen. Und stieß auf taube Ohren beziehungsweise den Hinweis, man könne ja am Sternenplatz umsteigen. Doch wer erklärt das den Ortsfremden, die mit dem Zug angereist sind?

Mehr Fahrgäste in weniger Bussen?

Und es könnte noch schlimmer kommen. Busnutzer:innen sollten künftig nicht nur die Semesterferien (gekürzter Fahrplan der Linie 9), sondern auch die Schulferien im Kopf haben. Denn Stadtwerkechef Reuter kündigte an, das Fahrplanangebot in den Schulferien „maßvoll zu reduzieren, wo eine reduzierte Fahrgastzahl dies zulässt“.

Wer einmal an Schultagen vor 8 Uhr oder nach 13 Uhr im Bus stand, wird das Gegenteil für angemessen halten: Nämlich maßvolle Erhöhung, wo die erhöhte Fahrgastzahl dies erfordert. Selbst Oberbürgermeister Uli Burchardt, der dem Thema dann doch ein Schlusswort gönnte, hielt fest: „Es sind sehr viele Menschen im Bus. Viele Busse sind immer bis zum Anschlag voll tagsüber.“

Wie schon bei den Fahrplankürzungen im Herbst rechtfertigte Norbert Reuter die weiteren ins Auge gefassten Einschränkungen mit dem Argument, es seien 2023 gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 10 bis 15 Prozent weniger Fahrgäste unterwegs gewesen. Die dem Gemeinderat präsentierte Statistik umfasst jedoch nur die von den Stadtwerken und dem Verkehrsverbund VHB direkt verkauften Fahrkarten und Abos. Nicht enthalten waren Fahrgäste mit Deutschland-Ticket, dem 365-Euro-Ticket Jugend BW, dem vom Land für Gelegenheitsfahrgäste konzipierten Smartphone-Check-in-Check-out und mit anderen überregionalen Angeboten. Sind also die Fahrgastzahlen tatsächlich gesunken? Mein Eindruck: Es drängen sich nun mehr Menschen in den Bussen. 

Wer soll das bezahlen?

Unzweifelhaft ist, dass der Busbetrieb selbst bei eingeschränktem Betrieb ein immer größeres Defizit einfährt. 2023 waren es knapp sechs Millionen Euro. Auch die Fahrpreiserhöhungen und die im Zusammenhang mit dem Deutschland-Ticket erhöhten Bundes- und Landeszuschüsse fangen das Minus nicht auf. Wobei die Finanzierung des Deutschland-Tickets für 2024 ja noch nicht einmal gesichert ist. Bund und Länder streiten hier um 400 Millionen Euro Fehlbetrag. Zum Vergleich: Die elf Neubaukilometer der B 33 zwischen Konstanz und Allensbach werden mindestens eine halbe Milliarde kosten.

Bisher haben die Stadtwerke den Verlust mit Überschüssen aus dem Fährbetrieb und dem Verkauf von Gas und Strom kompensiert. Dies wird jedoch auch angesichts des enormen Investitionsbedarfs in Energienetze nicht länger funktionieren. Deshalb wird die Kommune über kurz oder lang nicht darum herumkommen, den ÖPNV der Stadtwerke aus dem städtischen Haushalt mitzufinanzieren und dafür nach Kreuzlinger Vorbild etwa die Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung zu verwenden. Auch die für Klimaschutzprojekte gedachten Mehreinnahmen der neuen „Bettensteuer“ auf Übernachtungen in Hotels oder auf Campingplätzen könnten dem Ausbau des ÖPNV zukommen, denn die Verkehrswende ist ja Klimaschutz.

Kommt die Nahverkehrsabgabe?

Darüber hinaus bedarf es neuer Instrumente, um die Kosten zu stemmen. Im baden-württembergischen Koalitionsvertrag hat die grün-schwarze Landesregierung eine beschönigend als „Mobilitätspass“ verbrämte Nahverkehrsabgabe versprochen. Der dazu im Dezember vom Verkehrsministerium vorgelegte Gesetzentwurf will es den Kommunen ermöglichen, von Einwohner:innen, Kfz-Halter:innen, Betrieben oder als City-Maut eine Abgabe für die Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs zu erheben. Im Gegenzug sollen die Gebührenzahler:innen dann Gutscheine für den ÖPNV erhalten, die sie etwa für den Kauf von Zeitkarten einsetzen könnten.

Ist Konstanz mutig genug, sich dieses Instruments zu bedienen? Wenn er es mit dem Klimaschutz ernst meint, wird der im Mai neu zu wählende Gemeinderat jedenfalls nicht darum herumkommen, die Finanzierung des „Roten Arnold“ auf breitere Füße zu stellen.

Stadtwerke bleiben in städtischer Hand

Wie wir einer Pressemitteilung der Stadtwerke entnehmen, ist eine Beteiligung des Energiekonzerns Thüga oder anderen Investor:innen an der Konstanzer Energie- und Wasserversorgung nun vom Tisch. Selbst Oberbürgermeister und Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzender Uli Burchardt hat die von ihm lange unter dem Etikett „strategische Partnerschaft“ beworbenen Idee (siehe dazu: Wie weiter mit den Konstanzer Stadtwerken?) begraben müssen, denn „es habe in den vergangenen Monaten starke Vorbehalte gegen diese Variante gegeben.“

Als weiteres Handicap wird die „intensive Branchendiskussion um die Allokation des begrenzten Kapitals“ angeführt, was man auch so lesen kann, dass Thüga und Konsort:innen lieber dort investieren, wo ihr Engagement keine schlechte Presse bringt.

Indes fühlen sich die Stadtwerke weiterhin außerstande, die Klimawende aus eigener Kraft zu stemmen. Man setze deshalb auf Kooperationen, um Wärmeverbünde, Photovoltaik-Freiflächenanlagen und weitere Energiedienstleistungen mit dem dafür erforderlichen Investitionsvolumen von mehreren hundert Millionen Euro zu realisieren.

Nur schleppend voran kommt derweil das Bürgerdarlehen „SeeEnergie Sonnenkraft II“. Von den erhofften 1.000.000 Euro haben die Stadtwerke bisher nur gut die Hälfte eingeworben. Grund dürfte weniger die mit bis zu 3,0 Prozent doch gar nicht so schlechte Rendite des Nachrangdarlehens sein als vielmehr der Umstand, dass bisher nur Stromkunden der Stadtwerke zeichnungsberechtigt waren. Man hat nun die Konsequenz gezogen und das Darlehen zum Jahreswechsel für alle geöffnet. Das Darlehen dient ausschließlich zum Bau von großen Dachanlagen. Wer zur lokalen Energiewende beitragen möchte und vermögend ist, mag hier investieren.

Text: Ralph-Raymond Braun | Fotos: Pit Wuhrer

9 Kommentare

  1. Wolfgang Daub

    // am:

    Solange Show und Geld verbrennen (BER, S21, BoFo, E-Omnibusse, Neues Logo für die Stadt Konstanz, Smart Green City, etc.) Hauptbeschäftigung von Politik hierzulande bleibt, werden einerseits die Steuern für die Bürger immer höher und trotzdem die Leistungen für die Bürger immer schlechter werden!

    Aber dieses Jahr sind ja Wahlen! Vielleicht ändert sich ja auch hier vor Ort endlich einmal etwas!?

  2. Christina Herbert-Fischer

    // am:

    Die E-Busse sind der richtige Weg. Doch die neuen Preiserhöhungen bei einer deutlichen Verschlechterung des Angebots empfinde ich als eine Zumutung. Bei allem Verständnis für die anfallenden Probleme, das ist ein völlig falsches Zeichen, das gerade auf Kosten von Niedrigverdienern und Rentnern, die öfter als andere Konstanzer auf den Bus angewiesen sind, in die falsche Richtung weist. Gerade für Menschen mit Gehbehinderung stellt das häufigere Umsteigen ein Problem da. Die sich verschlechternde Attraktivität bei höheren Preisen, erweckt den Eindruck, dass in der Stadt der ÖPNV nicht die Priorität genießt, den er haben sollte, trotz E-Busse. Die Stadt leistet sich das BoFo und schießt erhebliche Summen zu, für das, was die Menschen wirklich brauchen fehlt das Geld und der Wille.

  3. Wolfgang Daub

    // am:

    Wie wäre es denn, wenn die Stadt es schon nicht schafft, mehr Busfahrer zu gewinnen, dann doch in größere Fahrzeuge zu investieren, um bspw. die überfüllten Strecken hier deutlich zu entlasten?

    Doppelgelenkzüge von rund 25 Metern Länge sind anderswo seit Jahren im Einsatz!

    Und statt die superteuren E-Busse mit beschränkter Kapazität zu kaufen, wäre dies für mich die deutlich sinnvollere Investition, zumal jeder ÖPNV -Nutzer sich heute schon wesentlich umwelt- & klimafreundlicher als jeder E-Auto-Nutzer bewegt! Trotz Dieselmotor!

  4. Jan Nikolas Neuper

    // am:

    Rückblende:
    Bei den letzten OB Wahlen gab es den Vorschlag, den KFZ Verkehr auf der Altstadtseite drastisch einzuschränken und dafür den ÖPNV zu stärken.
    Leider war die Mehrheit dagegen (sofern tatsächlich die Programme der Kandidaten für die Wahlentscheidung verantwortlich waren).

  5. Bernhard Wittlinger

    // am:

    Die Probleme der Stadtwerke sind gut dargestellt. Die Lösungsansätze (Finanzierung durch die Stadt/Allgemeinheit) auch.

    Sicher keine Lösung für die Verkehrswende sind:

    – Das Paradies komplett vom Bahnverkehr abzuhängen. Dort fährt die nächsten Jahre keine Businie vom Bahnhof hin.
    – Umsteigen am Zähringer- oder Sternenplatz in die Gegenrichtung für Bahnreisende mit Gepäck anzubieten (siehe Beitrag des Herrn Roba),
    – Fernbusgäste im städtischen Outback unter einer Autobahnbrücke aussteigen zu lassen, mit für sie nicht erkennbarer Weiterreise an deren gewünschte Ziele (Wohngebiete oder Innenstadt von Konstanz).
    – Im Paradies/Altstadt letzte Gehwege mit Breiten, die die noch Aufenthaltsqualität für sich unterhaltende Fußgänger hatten, mit Fahrradabstellbügeln zur Slalom- und Gänsemarschstrecke für Fußgänger umzubauen. Anstatt die Abstellflächen auf der Straße anzulegen, wo sie nach der StVO hingehören (oder wo genau sollten nochmals Radfahrer fahren?),
    – Touristen mit irreführenden Busliniennamen 4/13, 13/4 zu verunsichern, anstatt die eine Linie 4 und die andere 13 zu nennen und damit auch Klarheit für die Fahrtrichtung an jeder Haltestelle zu schaffen.

    Konstanz hat genug Sachverstand, der weiss wie Verkehrswende geht. Das ist das Traurige.

  6. Andreas Roba

    // am:

    Zum 4/13:
    „man könne ja am Sternenplatz umsteigen“

    Wer das behauptet, ist die Route noch nie selbst gefahren, die Linien sind in keinster Weise sinnvoll getaktet.

    Eine Email, die ich an den OB zum Thema sendete, wurde mit allgemeinem Blabla und Verweis auf die Stadtwerke abgewiegelt, eine kritische Nachfrage ignoriert.
    Oder anders ausgedrückt. „Unser“ OB interessiert sich in keinster Weise für den ÖPNV der Stadt und die damit verbundenen Probleme der Konstanzer Bürger*innen.

    Das Thema betrifft viele. Wie wäre es, wenn hier die LLK mal eine Petition starten würde, um den Druck zu erhöhen?

  7. Esther Haefele

    // am:

    Es ist eine absolute Frechheit was die Stadtwerke machen. Die Buspreise so drastisch zu erhöhen mit Verspätungen etc. Der liebe Bürgermeister Burchardt ist dafür verantwortlich den Konstanzern und Bewohnern nicht entgegen zu kommen. In Kreuzlingen und Radolfzell bezahlt man nur 1 € oder 1 SFR pro Fahrt. Wir alle müssen, ob wenig oder mehr Einkommen bzw. Rente, alles mit bezahlen…. es macht keinen Spaß in Konstanz zu leben, obwohl ich hier geboren bin. Es ist der Horror, wie die Busfahrer schnell und fast gefährlich fahren. Die Fahrpläne sind ober beschissen und die Linie 6 hat ab 23.10 keine Fahrten mehr. Der liebe Bürgermeister veranlasste die folgenden Hotels im Gewerbegebiet in den letzten Jahre zu erbauen z.B. Habr, Aqua, Ibis , 47 Grad und seit 3 Jahren das Hampton (Hilton Gruppe). Die Zimmerpreise sind gesalzen und die Stadt verdient an der Touriststeuer. Im Traum würde ich nicht hier ein Hotel bewohnen. Die gesamte Infrastruktur ist äußerst beschämend und das gesamte Angebot miserabel. Die Stadt Konstanz wird sich spalten. in der Innenstadt öffnen die neuen Wirte nach Lust und Laune zu horrenden Preise. Es werden in der Zukunft sicher mehr Lokale eröffnen. Er soll veranlassen, dass der Venedig Zoll für die bequemen Schweizer die Zufahrt direkt ins Lago fahren. Die Bodanstrasse ist der Horror und dürfte für Autos außer Zulieferer nicht mehr befahrbar sein. Als Kind lebte ich in 2 Wohnungen in der Bodanstrasse, in dieser Stinke Straße von Abgasen geplagt möchte ich auch nicht mehr wohnen. Die älteren Menschen und Bewohner dort beneide ich nicht. Wie herrlich waren die 60er und 70er Jahre, da gab es nicht das Verkehrschaos und wurde weniger befahren als heute. Wie ist es vertretbar, dass die Konstanzer nur noch zur Kasse gebeten werden?

  8. Dr. Peter Krause

    // am:

    Mein Eindruck ist, dass sich die Politik der Stadt immer weniger an den Bedürfnissen der (durchschnittlichen) Bewohner der Stadt orientiert. Sei es beim ÖPNV, den Öffnungszeiten und Preisen in den Schwimmbädern, beim Bodenseeforum oder auch bei der Parkraumbewirtschaftung und der Planung von Fahrradstraßen.
    Der Punkt ist ja, dass die Einkaufstouristen aus der Schweiz keinen ÖPNV in Konstanz benötigen: Sie kommen mit dem Auto oder mit der schweizer Bahn. Auch benötigen sie keinen Schwimmunterricht, allenfalls besuchen sie die Therma, und da läuft es ohne Einschränkungen weiter. Und ich kann mich des Eindrucks nicht erwähren, dass die Förderung des (Einkaufs)Tourismus ein wesentliches Ziel der „Stadtregierung“ ist. Aber vielleicht irre ich mich auch und sollte „mehr Konstanz“ in mein Leben lassen und mich an der „Heldenreise“ der Stadt in Richtung „Smart Green City“ mit größerer Freude beteiligen – ich arbeite daran.

  9. Gunder Haschker

    // am:

    Meine Frage wäre, wie es die Stadtwerke geschafft haben, in kürzester Zeit den Busverkehr in Konstanz derart herunter zu wirtschaften. Es ist eine Unverschämtheit, bei dieser Ausdünnung, Verspätungen und fehlenden Informationen, speziell für Anreisende am Bahnhof, auch noch höhere Fahrpreise zu verlangen. Gesamthaft verantwortlich ist der OB dieser Stadt, der ein weiteres Mal seine Unfähigkeit unter Beweis gestellt hat.
    Reisender, kommst Du nach Konstanz… nee, komm lieber nicht! Man schämt sich für diese Stadt und ihre Verwaltung.

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