
Der Vorstand und die Geschäftsführung des Netzwerks „solarLAGO“ sehen im geplanten Fahrradparkhaus am Bahnhof einen wichtigen Baustein für eine nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität in der Stadt und der Bodenseeregion. In einer aktuellen Pressemitteilung heißt es, dass die Energie- und Verkehrswende nicht allein durch technische Innovationen gelingt, sondern auch durch eine Infrastruktur, die klimafreundliches Verhalten im Alltag einfach und selbstverständlich macht.
Wer möchte, dass mehr Menschen das Fahrrad und den öffentlichen Verkehr nutzen, muss dafür auch die entsprechenden Voraussetzungen schaffen. Genau hier setzt das geplante Fahrradparkhaus an. Der Bahnhof ist einer der zentralen Mobilitätsknoten der Stadt. Sichere, wettergeschützte und gut erreichbare Fahrradstellplätze verbessern insbesondere die Verbindung von Fahrrad und Bahn. Sie erleichtern Pendler:innen Beschäftigten, Besucher:innen und Reisenden die Entscheidung für eine multimodale und damit ressourcenschonende Mobilität.
Alltagstaugliche Verkehrsangebote schaffen
Aus Sicht von solarLAGO, dem Expert:innen-Netzwerk für erneuerbare Energien mit rund 50 Mitgliedern, ist dabei entscheidend, dass die Verkehrswende nicht Verzicht bedeutet, sondern bessere Alternativen bietet. Menschen ändern ihre Mobilitätsgewohnheiten vor allem dann, wenn nachhaltige Angebote zuverlässig, komfortabel und alltagstauglich sind. Gute Radwege gehören ebenso dazu wie sichere Abstellmöglichkeiten, ein leistungsfähiger ÖPNV und funktionierende Schnittstellen zwischen den unterschiedlichen Verkehrsmitteln.
Das Fahrradparkhaus kann außerdem dazu beitragen, den stark beanspruchten öffentlichen Raum rund um Bahnhof und Marktstätte neu zu ordnen. Heute stehen dort werktags mehrere hundert Fahrräder. Eine leistungsfähige Abstellinfrastruktur schafft die Möglichkeit, Flächen für Fußgänger:innen zu schaffen und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Kinderwagen, Aufenthalt und Stadtgrün zurückzugewinnen. Natürlich müssen bei einem Projekt dieser Größenordnung auch die Investitions- und langfristigen Betriebskosten kritisch betrachtet werden. Gerade in der aktuellen Haushaltslage ist es richtig, über Prioritäten und Folgekosten zu diskutieren.
Für solarLAGO gehört zu einer verantwortungsvollen Bewertung deshalb auch die Frage, welchen langfristigen gesellschaftlichen, ökologischen und städtebaulichen Nutzen eine solche Infrastruktur schafft. Dabei sollte Mobilitätsinfrastruktur grundsätzlich nicht allein danach beurteilt werden, ob sie sich unmittelbar betriebswirtschaftlich trägt. Auch Straßen, Plätze, ÖPNV-Angebote oder andere Teile der öffentlichen Infrastruktur erfüllen Aufgaben der Daseinsvorsorge und ermöglichen gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe. Beim Fahrradparkhaus kommt hinzu, dass ein erheblicher Teil der Investition durch Fördermittel finanziert werden soll.
Gleichzeitig darf ein zentrales Fahrradparkhaus nicht das Ende der Radverkehrspolitik sein. Konstanz braucht weiterhin dezentrale, wohnort- und zielnahe Fahrradabstellmöglichkeiten, sichere Radwege und attraktive Verbindungen in die Stadtteile und in die Region. Das Fahrradparkhaus sollte daher als ein Baustein innerhalb einer umfassenden Mobilitätsstrategie verstanden werden und Veränderung ermöglichen. Eine resiliente und klimafreundliche Region entsteht dort, wo Energie, Mobilität, Stadtentwicklung und Lebensqualität zusammengedacht werden.
Der Vorstand und die Geschäftsführung von solarLAGO sieht deshalb starke fachliche Argumente für die Realisierung des Fahrradparkhauses am Bahnhof und betrachtet das Projekt als wichtigen Baustein einer langfristig angelegten Konstanzer Verkehrs- und Mobilitätswende. Aus dieser Überzeugung heraus spricht sich solarLAGO klar für das Fahrradparkhaus und damit für ein JA beim Bürgerentscheid am 29. November 2026 aus.
Rund um den Entscheid
Schon jetzt können Wahlberechtigte abstimmen, die Zustellung der Wahlbenachrichtigungen dürfte bald abgeschlossen sein und der Bürgersaal ist seit Montag, 19. Oktober, geöffnet. Wer bis zum 06. 11. 2026 noch keine Abstimmungsbenachrichtigung erhalten hat, wende sich bitte an das Team Wahlen: Wahlamt@konstanz.de oder telefonisch unter 07531 900-3333.
Im Bürgersaal am Stephansplatz können die rund 66.000 Wahlberechtigten nach Vorlage ihrer ausgefüllten Wahlbenachrichtigung oder ihrer Ausweispapiere die Briefwahlunterlagen abholen oder direkt vor Ort wählen. Öffnungszeiten: Montags und donnerstags von 09:00 bis 18:30 Uhr, dienstags und mittwochs 07:00 bis 16:30 Uhr, freitags 08:00 bis 12:00 Uhr. Letzter Tag der Öffnung: Freitag, 27. November 08:00 bis 15 Uhr.
Am 29. 11. ist die Abstimmung von 08:00 bis 18:00 Uhr in den jeweiligen Abstimmungslokalen möglich. Das vorläufige Ergebnis wird am Abend des Abstimmungstags veröffentlicht. Das Endergebnis stellt dann der Gemeindewahlausschuss fest. Weitere Informationen zum Bürgerentscheid hier.

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