Mit Filmgespräch
Als die Regisseurin Lilith Kugler zum Filmstudium nach Berlin kommt, ist der obdachlose Chris der Erste, der sie willkommen heißt. Chris lebt gemeinsam mit seinem Kumpel Alex an einer S-Bahn Station am Rande der Hauptstadt, umsorgt von der gesamten Nachbarschaft. Doch er ist suchtkrank und schafft es nicht, sich aus dem Teufelskreis zu befreien. Als es ihm schlechter und schlechter geht und er nur knapp dem Tod entkommt, beschließt er, dass er weg muss von der Straße und weg vom Heroin. Aber wohin? Wie kann ein junger Mann in unserer Gesellschaft seinen Platz finden, obwohl er seit Kindesalter nie irgendwo hingepasst hat – oder passen wollte?
„Am Ende des Films stellt Kugler Chris die Frage nach seiner größten Angst. „Vergessen zu werden“, gibt er zu. Hausnummer Null ist eine Einladung an das Publikum, genau das nicht zu tun. Weil er durch seine klare, empathische Erzählweise daran erinnert, dass sich hinter jedem Menschen, der uns begegnet, eine Geschichte verbirgt. Die es verdient hat, mit Respekt und ernsthaftem Interesse gehört und erzählt zu werden.“
Anke Zeitz, Kino-Zeit
Zebra Kino e.V.
Joseph-Belli-Weg 5
78467 Konstanz
Tel.: 07531 60190
E-Mail: buero@zebra-kino.de
Online: https://zebra-kino.de
