Die Wanderausstellung zeigt Elsers politisch-moralische Motivation und seinen aktiven Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Auf insgesamt 29 Ausstellungstafeln werden sein Leben, die Hintergründe des Attentats sowie die anschließenden Verhöre durch die Gestapo dargestellt.
Bereits im Herbst 1938 beschloss der Schreiner Johann Georg Elser die nationalsozialistische Führung – Hitler, Göring und Goebbels – zu töten. Damit wollte er den drohenden Krieg verhindern. Elser wusste, dass Hitler jeweils am Jahrestag seines Putschversuchs von 1923, dem 8. November, in den Münchner Bürgerbräukeller kam. In wochenlanger Arbeit präparierte er dort im Herbst 1939 eine tragende Säule mit einem Sprengsatz. Das Attentat vom 8. November 1939 misslang nur knapp. Wenige Minuten vor der Explosion verließ Hitler vorzeitig den Saal.
Elser wird zu dieser Zeit in Konstanz bei einem Fluchtversuch in die Schweiz von Zollbeamten festgenommen und wegen verdächtiger Gegenstände in seinen Taschen der Polizei übergeben. Nach tagelangen Verhören legt er schließlich ein Geständnis ab und bekräftigt sein Ziel, durch die Ermordung Hitlers den Weg für einen europäischen Frieden freimachen zu wollen.
Ausstellung vom 30. September 2026 bis 15. Januar 2027 im Landgericht Konstanz. MO bis DO von 08:00 bis 15:30 und FR von 08:00 bis 14:30 Uhr.
Landgericht Konstanz
Untere Laube 27
78462 Konstanz
Tel.: 07531 280-0
