Eine differenzierte Betrachtung pseudowissenschaftlicher Überzeugungen
Warum glauben manche Menschen absurde Dinge – und warum halten sie oft so hartnäckig daran fest? Die Gründe dafür sind vielfältig: Persönlichkeitsmerkmale, soziokulturelle Einflüsse, kognitive Verzerrungen, spirituelle und religiöse Bedürfnisse, Bildungswege, das Leben in unsicheren Zeiten und vieles mehr.
Der Vortrag nähert sich dieser Frage aus einer klinisch-psychologischen Perspektive und richtet den Blick insbesondere auf das Verhältnis zwischen psychischen Störungen und Verschwörungsdenken. Anhand ausgewählter Störungsbilder aus dem psychotischen Formenkreis werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Urteilsbildung – etwa vorschnelle Schlussfolgerungen („jumping to conclusions“) – sowie in der neuronalen Verarbeitung pseudowissenschaftlicher Inhalte im Vergleich zu psychisch gesunden Personen diskutiert. Dabei wird deutlich, dass es überraschende Parallelen zwischen psychischen Störungen und pseudowissenschaftlichen Überzeugungen gibt.
Ein Vortrag von Alexander Wolber, seit 2022 ist erster Vorsitzender der evolutionär-humanistischen GBS-Bodensee e.V. und seit 2025 Leiter des Humanistischen Bildungs- und Begegnungszentrums in Konstanz (hbbk).
Eintritt: 5 € (frei für Mitglieder des „GBS-Bodensee e.V.“)
Humanistisches Bildungs- und Begegnungszentrum Konstanz
Zähringerplatz 32
78464 Konstanz
