Voll der Osten

So der Titel einer Ausstellung, die ab kommenden Samstag von der Volkshoch­schule Konstanz präsentiert wird und bis zum 5. Januar 2020 in der Katzgasse 7 mit ausdrucksstarken Bildern zum Besuch einlädt. Gezeigt werden Fotografien der mittlerweile fast legendären Fotoagentur Ostkreuz, die das „Leben in der DDR“ dokumentieren und die Betrachter, so hoffen die Veranstalter, mitnimmt auf eine spannende „Bilderreise“.

Zu sehen sind auf 20 Tafeln über 100 bekannte und unbekannte Fotos von Harald Hauswald. Die Texte der Ausstellung hat der Historiker und Buchautor Stefan Wolle verfasst, der wie der Fotograf in der DDR aufgewachsen ist. Die Ausstellungstafeln verlinken mit QR-Codes zu kurzen Videointerviews im Internet, in denen der Fotograf darüber berichtet, wie und in welchem Kontext das jeweils zentrale Foto der Tafel entstanden ist.

Der Fotograf Harald Hauswald wurde zu DDR-Zeiten von der Staatssicherheit aufgrund seiner wirklichkeitsnahen Bilder unter dem Namen „Radfahrer“ observiert. Nach dem Mauerfall arbeitete er ab 1990 unter anderem für GEO, Stern und ZEITmagazin und machte sich einen Namen in der Branche. Er war Mitbegründer der Fotoagentur Ostkreuz, die als die erfolgreichste von Fotografen selbst geführte Agentur hierzulande gilt und der auch nationale und internationale Preise verliehen wurden, unter anderem der renommierte Konrad-Wolf-Preis.

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Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Schulklassen werden um Anmeldung gebeten. Die vhs lädt zur Vernissage mit Umtrunk und Möglichkeit zu Austausch und Diskussion am 28.9. um 19 Uhr.

MM/hr (Bild: Vor dem Dorfgasthaus, Brandenburg, 1984, DDR; Harald Hauswald/Ostkreuz)