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Dem Schweizer Staatsschutz war die unkontrollierte Fichiererei von Anfang an eigen. Dies zeigt das Beispiel von Martin Spirig, einem untergeordneten Polizeibeamten in der Ostschweiz. Nach Vorbild der deutschen Gestapo legte er im Alleingang zehntausend Fichen an – spießerhafte Spitzelei mit Methode Weiterlesen »

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Kurz vor Schulanfang tauchten im Landkreis Konstanz mehrere bisher unbekannte Verkehrsschilder auf, die für Unmut und Empörung sorgen. Auf Schildern angebrachte Warnungen vor herumspringenden Rehen, querenden Kröten, heraufziehender Glätte und kurvenreichem Geläuf kennen wir. Dass nun aber vor einer Berufsgruppe gewarnt werden soll, die sich seit Jahrhunderten um unser Seelenheil verdient macht, ist dann doch neu. Weiterlesen »

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Kritik an Religion und Kirche wurde in früheren Zeiten, wenn überhaupt, ausschließlich in schriftstellerischen und akademischen Zirkeln geübt. Solange das „gemeine Volk“ davon nichts erfuhr, nahm die Kirche das zähneknirschend hin. Nun formiert sich aber immer mehr eine „Religionskritik von unten“. Dafür steht auch die neu erschienene „Reimbibel“, die seemoz mit großem Vergnügen weiter empfiehlt  Weiterlesen »

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Über ein „neues deutsches Wirtschaftswunder“ jubeln Unternehmer und Politiker in diesem Sommer. Die deutschen Topmanager strotzen vor Optimismus – ein Jahr nach dem Höhepunkt des großen Katzenjammers ist ihr altes Selbstbewusstsein wieder da. Doch ermöglicht haben den Aufschwung vor allem schlechtere Arbeitsbedingungen, Lohnverzicht und Leiharbeit – wieder einmal zahlen Beschäftigte die Zeche, wie das aktuelle Beispiel Daimler zeigt Weiterlesen »

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Man muss sich zunehmend wundern, was täglich in der hiesigen Tageszeitung steht. Ein besonders eklatanter Verstoss gegen alle journalistischen Sorgfaltspflichten war neulich im Südkurier nachzulesen. Werbung pur für einen angeblichen Wunderheiler Weiterlesen »

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Malerisch am Schweizer Seeufer liegen die Orte Steckborn, Berlingen, Ermatingen und Tägerwilen. Bereits zum dritten Mal findet dort am 11. und 12.September in fünf historischen Häusern das „Literaturwochenende am Untersee“ statt. Der Gedanke, ein ganzes Wochenende in den Fokus der Literatur zu stellen, war 2008 am Untersee noch neu. Das Bedürfnis war vorhanden, denn viele Thurgauer besuchten regelmässig in Konstanz angebotene Leseabende. Aber ob sich im ländlichen Raum eine solche Veranstaltung dauerhaft würde etablieren lassen, war fraglich. Weiterlesen »

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„Karstadt wird ein sehr aufregendes Leben haben“, verspricht der neue Eigentümer Nicolas Bergruen und meint das nur positiv. Reimund Franke, Karstadt-Geschäftsführer in Konstanz, ist da verhaltener: „Die Veränderungen werden erst noch auf uns zukommen“, meint er. Sektkorken zumindest knallten nicht in Konstanz, als die Nachricht von der Rettung des Kaufhauskonzerns am Bodensee eintraf Weiterlesen »

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Annette Groth, MdB; Kopflose Demonstranten

Die jungen Demonstranten warteten vor der Tür, die Zuhörer gelangten nur durch ein Spalier handgemalter Plakate ins Konstanzer Hotel Barbarossa. Sich an der später intensiven Diskussion beteiligen mochten sich die Jugendlichen nicht, und ihre Gesichter wollten sie weder fotografiert noch veröffentlicht sehen – ungewöhnlich zumindest für Demonstranten, die die Öffentlichkeit ansonsten nicht scheuen. Dem spannenden Vortrag und der hochpolitischen Aussprache schadete das nicht Gemeinsam mit Annette Groth begingen die Friedensinitiative Konstanz, die VVN Konstanz-Singen, die Gewerkschaft ver.di und die Linke.Konstanz den Antikriegstag, 1. September 2010. Die Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion berichtete unter dem Titel „Free Gaza“ über ihre Erlebnisse bei der gewaltsamen Verhinderung des Schiffskonvois nach Gaza durch die israelische Regierung. Groth war als Unterstützerin des Hilfskonvois an Bord des Schiffes „Marvi Marmara“.

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Karikatur von Manfred Heier; Quelle: Subkurier Juli 2010

Wie geht es eigentlich dem papstähnlichen Gaukler, der sich seit fast einem Monat im steirischen Asyl befindet? Das fragen sich doch viele KonstanzerInnen, die sich gerne an den alten Gnom erinnern. Stadtbekannte Kulturexperten ließen den Besuchermagneten in einer Nacht- und Nebelaktion aus dem Bahnhof bringen und vertrieben ihn nach Österreich. Kommt der so schnöde Verbannte nun bald wieder zurück? Weiterlesen »

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Wenn ich die öffentliche „Debatte“ um den Brandstifter Sarrazin betrachte, drängt sich mir das gleichnamige Drama des Schweizer Schriftstellers Max Frisch auf. Obwohl immer erkennbarer wird, dass Sarrazin ganz offen mit den gerade in Deutschland brandgefährlichen Syndromen, nämlich der Rassenhygiene und einer negativen Eugenik zündelt, reagieren die Biedermänner mit Gutgläubigkeit, Feigheit oder überwiegend gar mit aktiver Unterstützung. Manche helfen Sarrazin – wie in Max Frischs Parabel – sogar noch, dessen Zündschnur zu vermessen. Weiterlesen »

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Puro Son mit Nuevo Chá - kubanischer Son am 03.09.2010 in Allensbach

Frieden zum Antikriegstag, Filme zu Mode und Mahler, Flohmärkte, Kunstnächte, Ausstellungen. Und natürlich Musik: Son aus Kuba, Jazz aus Paris, Dorfkapellen in Allensbach, Reggae aus Jamaika, Blues aus USA und Rock aus überall. Ach ja, und das Oktoberfest schunkelt schon im September – ein Monat also zum Anwärmen Weiterlesen »

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Thilo Sarrazin (2009); Quelle: de.wikipedia.org

Wegen des grandiosen Medienerfolgs von Thilo Sarrazins Streitschrift „Deutschland schafft sich ab“, die dieser Tage in die Buchläden kommt, plant die BILD-Zeitung offenbar jetzt die  Herausgabe einer „Volksausgabe in gerechter Sprache“ – mit Sarrazins besten Sprüchen. Die Internetpublikation carta.info.de durfte die Druckfahnen bereits vorab studieren und dokumentiert aktuell und exklusiv die zwölf Highlights des noch unveröffentlichten, ganz sicher aber ungeheuer „umstrittenen“ Bestsellers: Weiterlesen »

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