Der Antifaschist Fritz Besnecker wurde am Donnerstag, 15 Tage vor seinem 82. Geburtstag, tot in seiner Wohnung in Singen aufgefunden; wenige Tage auch vor Veröffentlichung seiner Autobiografie „…das widerständige Leben des Fritz B.“, die am 30.3. in der Konstanzer Volkshochschule vorgestellt werden sollte. Dieser Termin findet so zumindest nicht statt – über Änderungen werden wir zeitnah informieren.

Mit Fritz Besnecker verliert die Linke, die VVN-BdA, verlieren die Gewerkschaften einen Kameraden und Zeitzeugen, der die sozial-politische Entwicklung in unserer Region geprägt und erlebt hat wie kaum ein anderer. Allerdings: Für einen würdigen Nachruf  brauchen wir noch ein wenig Zeit und etwas Abstand. Derweil nur ein Zitat von Kurt Tucholsky, das auch am Ende der Lesung aus Besneckers Buch stehen sollte und wie ein Motto seines Lebens wirkt: „Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein“.

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Verfassungsgerichtsurteil? Kümmert nicht. Sozialabbau – wen interessiert das? Politik wie Medien behandelten den Streit um Verbesserungen für Hartz-IV-Betroffene wie eine Personality-Story: Zwei blondierte Ministerinnen stritten um fünf Euro mehr. Dabei wurde aus Hartz IV per Verordnung längst Hartz V (in Worten: fünf). Nur  Betroffene merken das – schmerzlich allerdings. Weiterlesen »

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Bild: F. Schaal

Die Aktionsgemeinschaft „Das bessere Verkehrskonzept“ lässt nicht locker: Nach ihren Recherchen wurde dem Gemeinderat wie auch der Öffentlichkeit eine Expertenmeinung zur Verkehrssituation in der Bodanstraße und zur Lago-Parkhauserweiterung bewusst vorenthalten. Damit belegt die Aktionsgemeinschaft eine gezielte Informationsunterdrückung in der Konstanzer Stadtverwaltung. Vom Oberbürgermeister und den Gemeinderatsfraktionen fordert sie Aufklärung: Rückhaltlos, vollständig und unverzüglich. Weiterlesen »

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Am Samstag ist Zahide Sarikas, die Konstanzer SPD-Landtagskandidatin, nach dem Attentat letzte Woche aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die Entlassung erfolgte trotz nicht unerheblicher Verletzungen und weiteren Behandlungsbedarfs wohl auf eigenen Wunsch. Sarikas bleibt aber weiterhin unter Polizeischutz. Erschreckend sind Details zu dem Überfall, die erst jetzt bekannt werden. Wie seemoz aus unterschiedlichen, verlässlichen Quellen erfuhr, soll der Täter das Opfer zum Beispiel gezwungen haben, sich Hakenkreuze ins Gesicht zu malen.

Bleibt zu fragen, was Verantwortliche und Sicherheitskräfte bewog, solche Einzelheiten bislang zu verschweigen. Denn solche Einzelheiten lassen keinen Zweifel mehr zu, dass der Täter aus dem Nazi-Milieu kommt.

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Trotz aller Gerüchte in der Stadt: Das Landeskriminalamt hat Donnerstag Nachmittag eine Täterbeschreibung veröffentlicht, nach der mit Hochdruck nach dem Attentäter auf  Zahide Sarikas, die SPD-Landtagskandidatin in Konstanz, gefahndet wird. Der Fahdungsaufruf im Wortlaut:

„Nach den bisherigen Feststellungen der Ermittlungsgruppe hat der bislang unbekannte Täter, der für den Übergriff auf die SPD-Landtagskandidatin in Frage kommt, folgendes Aussehen: Der Mann ist schätzungsweise 20-26 Jahre alt, trug eine schwarze Hose, ein grünes T-Shirt, dazu eine grau karierte Jacke und schwarze Lederhandschuhe. Der Täter war ca. 185 cm groß und hatte helle, kurz geschorene Haare. Er hatte blaue Augen und sprach hochdeutsch. Letzteres könnte darauf schließen lassen, dass der Täter vermutlich Deutscher ist. Auffällig ist ein Piercing an der rechten Augenbraue des Unbekannten.

Wer hat diese Person am Abend des 15. März 2011 oder in den Tagen zuvor im Bereich Kreuzlinger Straße in Konstanz beim SPD-Wahlkampfbüro gesehen? Wer kann Hinweise zur Identität des Verdächtigen geben?

Hinweise bitte an die Ermittlungsgruppe, Tel. 07531/9950, das LKA, Tel. 0711/5401- 3360 oder jede andere Polizeidienststelle.“  Tags drauf, am 18.3., wurde dann das Fahndungsbild (s.o.) veröffentlicht.

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Foto: Heinz-Josef Lücking/wikipedia.org

In bewährt entschlossener und reaktionsschneller Manier hat unsere Bundeskanzlerin heute die Initiative ergriffen, und sich unter dem Eindruck der tragischen Ereignisse in Japan mit einer Regierungserklärung an die deutsche Bevölkerung gewandt. Hier die wichtigsten Kernpunkte ihrer Verlautbarungen, die, wie stets, im vollsten Einvernehmen und perfekter Harmonie mit dem Koalitionspartner FDP und der Schwesterpartei CSU stehen (Wortlaut): Weiterlesen »

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Ihr Platz auf dem Podium blieb leer – und daran wird sich auch in den nächsten Tagen wenig ändern: Zahide Sarikas, SPD-Landtagskandidatin im Landkreis Konstanz, wurde in ihrem Büro von einem jungen Mann krankenhausreif geschlagen. Noch liegt sie im Klinikum –  eine 12köpfige Sonderermittlungsgruppe der Konstanzer Polizei ermittelt auf Hochtouren, das LKA hat die Leitung übernommen. Weiterlesen »

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