Grüne: Dorothea Wehinger erneut für die Landtagswahl 2021 nominiert

Am vergangenen Donnerstagabend hatten die Mitglieder der Grünen des Landtagswahlkreises 57, Singen-Stockach, die Qual der Wahl. Drei KandidatInnen hatten sich beworben: Dorothea Wehinger, Saskia Frank und Mario Hüttenhofer. Im zweiten Wahlgang konnte sich mit nur einer Stimme mehr denkbar knapp die amtierende Abgeordnete gegen Saskia Frank durchsetzen.

Mit nur einer Stimme Vorsprung

Von den anwesenden 65 Parteimitgliedern votierten 30 für die 67-jährige Dorothea Wehinger, 29 für ihre junge Herausforderin Saskia Frank (32), Mitglied im Gemeinderat Rielasingen-Worblingen und im Kreisrat Konstanz. Der Singener Mario Hüttenhofer (51), Sprecher der Grünen Landesarbeitsgruppe Wirtschaft, Finanzen und Soziales, erhielt im zweiten Wahlgang nur sechs Stimmen. Als Ersatzkandidatin wurde Saskia Frank gewählt.

Anzeige

Damit setzen die Grünen auf gediegene Kontinuität: Vor fünf Jahren war Dorothea Wehinger als Ersatzkandidatin für den bereits gewählten und erkrankten Udo Engelhardt eingesprungen und konnte 2016 als erste Grüne ein Direktmandat für den Wahlkreis Singen-Stockach erringen. Schon Anfang Jahr hatte sie erklärt, ihre Arbeit im Landtag auch in der kommenden Legislaturperiode fortsetzen zu wollen.

Ob’s nochmals gelingt, wird sich bei der Landtagswahl am 14. März 2021 entscheiden. Bereits am 3. Juli hatte die CDU ihren Kandidaten nominiert: Sie schickt den 48-jährigen Tobias Hermann, Lehrer am Singener Hegau-Gymnasium, ins Rennen. Dass die schwarze Partei 2016 in dem vor allem ländlich geprägten und und seit jeher stock-konservativen Wahlkreis ihren Sitz im Landtag verloren hatte, wurmt sie ganz besonders. KandidatInnen weiterer Parteien wurden bislang noch nicht nominiert.

Zum Wahlkreis Singen-Stockach gehören die Gemeinden Aach, Bodman-Ludwigshafen, Büsingen, Eigeltingen, Engen, Gailingen, Gottmadingen, Hilzingen, Hohenfels, Mühlhausen-Ehingen, Mühlingen, Orsingen-Nenzingen, Rielasingen-Worblingen, Singen, Steißlingen, Stockach, Tengen, Volkertshausen.

UP (Foto: DH)