„Gemeinsam, solidarisch, regional und ökologisch“

Der Name ist Programm: Die Solidarische Landwirtschaft Konstanz (SoLawi Konstanz) e.V. zeigt, wie lokale ökologische Landwirtschaft als Gemeinschaft funktionieren kann. Interessierte, die Teil des Vereins werden, Gemüse beziehen oder aktiv mitmachen möchten, haben nun am „Tag des offenen Ackers“ auch die Möglichkeit, die SoLawi vor Ort kennen zu lernen.

Der Konstanzer Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, KonsumentInnen und BiolandwirtInnen aus der Region zusammen zu bringen. So soll langfristig der ökologische, nachhaltige und fair bezahlte Anbau von Lebensmitteln in der Region gesichert werden.

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Die über 200 Mitglieder profitieren nicht nur von frischem Gemüse, Eiern und bald auch Obst aus Konstanzer Umgebung: Sie können den Anbau direkt miterleben, teilhaben, Fragen stellen und sich untereinander sowie mit den Erzeugern austauschen. Landwirtschaft wird so erlebbar, die Lebensmittel und deren ökologischer Anbau bekommt eine höhere Wertschätzung.

Das äußert sich auch in deren „Bezahlung“: Anders als auf dem Markt oder bei Gemüsekisten zahlen die GemüsebezieherInnen nicht für die Produkte selbst, sondern für deren Anbau. Auf diese Weise bekommen die Lebensmittel den Wert, der ihnen tatsächlich zusteht und fallen nicht mehr Spekulationen auf dem Markt oder Ernteausfällen zum Opfer. Die ErzeugerInnen erhalten als Teil der Solidargemeinschaft nicht nur eine faire Vergütung ihrer Arbeit, sondern auch Planungssicherheit: Zusammen mit den GemüsebezieherInnen legen sie sich jeweils für ein Jahr fest, diese wöchentlich mit Gemüse und ggf anderen Erzeugnissen zu beliefern, während die Kosten durch monatliche Beiträge der BezieherInnen gedeckt werden.

Interessierte Mitglieder, die Gemüse beziehen möchten, können ein Mal im Jahr während einer Bieterrunde auf ihren Anteil bieten. Mit diesem selbst festgelegten monatlichen Beitrag entscheiden die Mitglieder individuell, in welcher Höhe sie sich finanziell an der Jahresproduktion beteiligen.

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Als Gegenleistung bekommen sie einen Anteil der wöchentlichen Ernte. Dieser wird an Verteilpunkte geliefert, von denen mehr als 10 in Konstanz und den Vororten verteilt sind. Neben saisonalem Biogemüse von einem Reichenauer Gärtner und Demeter-Kartoffeln von einem Landwirt aus Allensbach gibt es auf Wunsch mittlerweile auch Demeter-Eier aus Konstanz und Demeter-Äpfel aus Wahlwies, wo die SoLawi mit einem Hof und einer Gärtnerei kooperiert.

Die SoLawi versteht sich nicht als Gemüselieferant, sondern als aktive Gemeinschaft. Sie wird durch engagierte Mitarbeit der Mitglieder getragen und lebt vom Austausch. Es gibt regelmäßige Feldeinsätze auf der Reichenau, Stammtische (zur Zeit ausgesetzt aber wieder im Planung), eine Einmach- und eine Rezepte-AG. Mitglieder und Interessierte werden über Newsletter und Ackerbriefe regelmäßig über Neuigkeiten auf dem Feld und in der SoLawi informiert, können online Rezepte austauschen, Feedback geben und ihre Ideen einbringen.

Dieses Jahr haben die Feldeinsätze eine besondere Rolle eingenommen: während durch den Lockdown alle Treffen abgesagt und digital abgehalten wurden, durften im Freien die Feldeinsätze mit dem nötigen Abstand und Teilnehmerbegrenzungen weiterhin stattfinden.

Wer interessiert ist und mitmachen möchte, hat dieses Jahr die Gelegenheit, die SoLawi Konstanz direkt kennenzulernen.

Geplant sind:
– Der Tag des offenen Ackers am 12.9. vormittags mit Führungen über das Feld und das Gewächshaus
– Ein Info-Video zur SoLawi
– Offene Feldeinsätze zum Mitmachen und Fragen stellen

Weitere Termine:
12.9.: Sommerfest für Mitglieder
25.10.: Jahreshauptversammlung für Mitglieder
22.11.: Bieterrunde für GemüseanteilnehmerInnen (Interessierte werden gebeten, vorher Mitglied zu werden)

Durch die aktuellen Auflagen zum Schutz vor Covid19 bittet die SoLawi Konstanz alle Interessierten, sich in die Doodle-Listen einzutragen. Diese werden rechtzeitig über die Newsletter versendet. Alternativ können Interessierte auch per Mail Kontakt aufnehmen. Weitere Infos unter: www.solawi-konstanz.de, info@solawi-konstanz.de und auf Facebook.

MM (Fotos: SoLawi)