Für Pressefreiheit in der Türkei

Die Medien in der Türkei treffen die beständigen Versuche des Erdogan-Regimes, alle oppositionellen Regungen zu unterdrücken, besonders hart. Zahlreiche JournalistInnen sitzen im Gefängnis, viele Zeitungen, Fernsehsender und Verlage wurden seit Verhängung des Ausnahmezustands verboten. Medien, die noch nicht der Gleichschaltungskeule zum Opfer gefallen sind, behindern die Behörden durch zahlreiche Repressionsmaßnahmen bei ihrer Arbeit. Zuletzt traf es im Januar „Evrensel“, eine der wenigen verbliebenen linken Tageszeitungen. Am 7. März gibt es in Konstanz eine Solidaritätsveranstaltung im Treffpunkt Petershausen.

17 Journalistinnen des Blatts, darunter auch Chefredakteur Fatih Polat, entzogen die Behörden im Januar ihre Presseausweise und beraubten sie damit faktisch ihrer Arbeitsmöglichkeiten in der Türkei. Zuvor schon hatte die AKP-Regierung bereits massiven wirtschaftlicher Druck auf Evrensel ausgeübt, indem sie öffentlichen Stellen die Anzeigenschaltung in der Zeitung untersagte.

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Aus Anlass dieses neuerlichen Angriffs auf die Presse- und Meinungsfreiheit laden am kommenden Samstag der Verein Demokratischer ArbeiterInnen und Jugendlicher Bodensee, die Konstanzer Linke und die Juso Thurgau zu einer Solidaritätsveranstaltung mit Evrensel ein. Begrüßen können sie dazu Yücel Özdemir, einen Journalisten, der für das linke Blatt schreibt.

Die OrganisatorInnen schlagen mit der Veranstaltung zudem bewusst eine Brücke zum Internationalen Frauentag, der einen Tag später, am 8. März, begangen wird. Kommt doch für Frauen zur politisch motivierten Repression noch eine zunehmende patriarchalische Unterdrückung durch das islamo-faschistische Erdogan-Regime hinzu. An das Podiumsgespräch schließt sich ein internationalistisches Kulturprogramm an, unter anderem mit der aus Istanbul kommenden Musikerin Serenat Ezgican und einer chilenischen Volkstanzgruppe.

jüg (Bild: evrensel.net)


Wann: Samstag, 7. März, 18.00 Uhr. Wo: Treffpunkt Petershausen, Georg-Elser-Platz 1, Konstanz.