Außenpolitiker der Linksfraktion zur Lage in Rojava

Die Konstanzer Linke lädt am kommenden Mittwoch zu einer Online-Veranstaltung über die aktuelle Lage der kurdischen Selbst­ver­wal­tungs­pro­jekte in Rojava ein. Als fachkundigen Referenten für die als Livestream konzipierte Veranstaltung hat sie den Linke-Bundes­tags­abgeordneten Stefan Liebich gewinnen können. Der außenpolitische Sprecher der Linksfraktion wird über das hoffnungsvolle Gesellschaftsexperiment in Nordsyrien sprechen, das durch türkische Militärgewalt bedroht ist, für die auch Deutschland Verantwortung trägt.

In der nord-syrischen Region Rojava ist in den letzten Jahren ein einzigartiges multiethnisches und multireligiöses Projekt herangewachsen. Initiiert von der kurdischen Freiheitsbewegung bauen dort Millionen Menschen basisdemokratisch selbstverwaltete Kommunen auf, die das friedliche Zusammenleben von Millionen Kurd*innen, Araber*innen und Christ*innen gewährleisten und überdies die Rechte von Frauen stärken.

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Doch der demokratische Aufbruch in der vom syrischen Krieg zerrissenen Region ist massiv bedroht. Nach dem Sieg über den IS-Terror, der vor allem dank der opferreichen Gegenwehr von Kurd*innen aus der Region errungen wurde, sieht sich Rojava seit letztem Jahr mit heftigen militärischen Angriffen und schweren Menschenrechtsverletzungen des türkischen Staats konfrontiert. Dafür trägt auch die schwarz-rote Bundesregierung eine Mitverantwortung, die trotz des völkerrechtswidrigen Kriegs das Erdogan-Regime weiter mit Waffen und anderen Rüstungsgütern unterstützt.

Über das Thema „Rojava. Die Bedrohung einer Hoffnung und die deutsche Verantwortung“ wird im Livestream die Linke-Kreisrätin Antje Behler mit Stefan Liebich sprechen.

MM/jüg (Foto: www.stefan-liebich.de)


Termin: Mittwoch, 29. April 2020; Uhrzeit: 19:00 Uhr; Zugang: www.facebook.com/dielinkekonstanz