White Saviourism

Lade Karte …

Datum/Zeit
Date(s) – 14.05.2022
10:00 – 16:00

Veranstaltungsort
Café Mondial

Kategorien


Weißer-Retter-Komplex in Süd-Nord-Kooperationen. Auseinandersetzung mit Privilegien und Machtstrukturen in der Bildungsarbeit.

Der Weißer-Retter-Komplex (White Saviour Complex) manifestiert sich auf vielfältige Weise in der gesamten Entwicklungszusammenarbeit. Die Verbindung von weißem Retter und weißer Vorherrschaft ist oft unsichtbar. Dieser Workshop soll das Auspacken und die Dekonstruktion des Diskurses mit der Absicht einer bewussteren Zusammenarbeit erleichtern. Was hat White Saviourism mit postkolonialen Weltbildern und Rassismus zu tun und welche Auswirkungen haben dessen Privilegien und Machtstrukturen auf die lokale Bevölkerung?

Kosten: Für Getränke und ein regionales Mittagessen (von NamNam) werden vor Ort mit 15 Euro abgerechnet.

Anmeldung: bis zum 09. Mai 2022 unter monika.sarkadi@isc-konstanz.de oder Tel.: 07531 36183402.

Programm:

TOP 1: 10 Uhr – 12 Uhr
• Einführung ins Thema: Der weiße Retterkomplex (White saviourism narrative)
• Der weiße Retterkomplex in Bezug auf Kolonialismus, Imperialismus und Postkolonialismus
• Süd-Nord- und Nord-Süd-Kooperation im Hinblick auf globale Solidarität und globale Gerechtigkeit
• Reflexion und Auseinandersetzung mit eigenen Privilegien

TOP 2: 12 Uhr – 13 Uhr
• 12:00 – 13:00 Gruppenarbeit (mit Videomaterialien und Texte)
Mittagspause: 13.00 – 14.00 Uhr

TOP 3: 14 Uhr – 15 Uhr
• Diskussion und Austausch über die Gruppenarbeit
• Dekonstruktion und Dekolonisierungsprozesse

TOP 4: 15 Uhr – 16 Uhr
• Perspektivwechsel und Handlungsstrategien
• Evaluation

Zum Referenten Romial Kenmogne (eigene Beschreibung):

Romial arbeitet daran, eine neue Perspektive zu bieten – eine andere Art zu denken und Bewusstsein zu schaffen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist der Aufbau von Kapazitäten, die Beratung und Begleitung von Einzelpersonen und Organisationen zu Themen wie Migration, kulturelle Vielfalt, Diskriminierung, Rassismus, entwicklungspolitische Bildung und Machtstrukturen.

Als freiberuflicher Coach und Unternehmensberater bietet Romial Privatpersonen und Unternehmen folgende Dienstleistungen an: persönliche Finanzplanung, Anlagestrategien, Ruhestandsplanung, Tipps zur Steueroptimierung, Buchhaltung, Markteinführung, Unternehmensentwicklung und Projektmanagement.

Romial ist der Meinung, dass wir bei allem, was wir tun, immer den Menschen in den Mittelpunkt stellen sollten. Wir müssen lernen, miteinander zu leben und uns im Umgang mit anderen und uns selbst stärker zu verbinden, ungeachtet unserer Unterschiede, Religionen und Kulturen. Romial ist der festen Überzeugung, dass man allein schnell vorankommt, aber gemeinsam kommt man weit, und wenn wir die Welt so sehen, können wir erfüllter und damit effektiver und effizienter arbeiten.

Geschichtlicher Hintergrund:

Romial hat einen internationalen Hintergrund. Seit 2009 war er Präsident der kamerunischen Studentenvereinigung in Zypern und der internationalen Studentenvereinigung Zyperns, die sich für die Beteiligung junger Menschen auf lokaler Ebene, soziales Unternehmertum und die Bereitstellung von Methoden und Instrumenten für die Integration von Einwanderern in Zypern einsetzt. Diese Positionen ermöglichten es ihm, mit vielen NRO auf nationaler und internationaler Ebene zusammenzuarbeiten und Projekte zu konzipieren und zu organisieren. Romial nahm an Seminaren, Workshops und Konferenzen zu den Themen Jugendbeteiligung, kulturelle Vielfalt, Antirassismus und Antidiskriminierung in einem europäischen Land und in mehr als 12 Ländern auf der ganzen Welt teil und war aktives Mitglied der folgenden Organisationen: ENAR (European Network Against Racism), ADYNE (African Diaspora Youth Network in Europe), Cyprus youth Council und UNITED for Intercultural Action. Romial war Teil des Trainerpools des Cyprus Youth Council, ADYNE und Salto Youth, er beteiligte sich an der Entwicklung und Umsetzung von Non-Formal-Education-Methoden, dem Konzept des Globalen Lernens und der Schaffung des DAD (The Day of the African Diaspora), der 2013 in Brüssel ins Leben gerufen wurde und jedes Jahr am 03. Oktober gefeiert wird.

Als er 2014 nach Deutschland kam, schloss er sich der Afrikanischen Studentenvereinigung in Worms an und engagierte sich von 2016 bis 2019 im ASA-Programm/Engagement Global, wo er ein Konzept für das globale Format des Programms entwickelte und die Seminare als Trainer und Prozessbegleiter leitete. Romial ist Mitbegründer des Vereins ADNA e.V., einer Migrantenorganisation, die in den Bereichen Diskriminierung, Rassismus, Empowerment, soziale Inklusion und Kohäsion, kulturelle Vielfalt und Entwicklungspolitik arbeitet. Romial ist aktives Mitglied der Fachgruppe für Migration und Entwicklung in Rheinland-Pfalz und leitet derzeit ein Projekt der Organisation TANG (The African Network of Germany). Ziel des Projektes ist es, afrikanische MigrantInnen und Flüchtlinge bei ihrer Integration und Teilhabe in Rheinland-Pfalz zu unterstützen und zu beraten.

cafe-mondial.org/white-saviourism-der-weisser-retter-komplex-in-sued-nord-kooperationen

Kommentar hinterlassen