Vortrag von Dr. Caroline Wolf anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus

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Datum/Zeit
Date(s) – 25.01.2023
19:30

Veranstaltungsort
Foyer im Palmenhaus

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„Die Entwicklung der Eugenik in Deutschland und ihre Aufarbeitung nach 1945 am Beispiel von Humangenetik und Lebenshilfe“

Im Vortrag wird anlässlich des bevorstehenden Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus die Entwicklung der Eugenik und insbesondere der Rassenhygiene in Deutschland aufgezeigt. Durch diese Ideologien wurde ein politisches Klima geschaffen, in dem schließlich nicht nur Zwangssterilisationen, sondern auch Krankenmorde Realität wurden.
Caroline Wolf hat sich in ihrer Forschung auch mit den Auswirkungen eugenischen Gedankenguts und dessen Aufarbeitung nach dem Krieg beschäftigt. Exemplarisch untersucht wurden dabei die Entwicklung und die ethischen Positionen der deutschen Humangenetik nach dem Krieg und die des Vereins „Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.“. Im Rahmen der Einführung neuer humangenetischer Techniken kam und kommt es immer wieder zu Konflikten bezüglich ihrer Akzeptanz und bis heute wird dabei immer wieder der Vorwurf laut, die Humangenetik verfolge eugenische Ziele.
Der Vortrag skizziert den gesellschaftlichen und politischen Kontext und die historischen Hinter­gründe dieser Diskussionen von Eugenik und Rassenhygiene bis heute.

Die Referentin Caroline Wolf, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit diesem Themenkomplex. Sie verfasste darüber ihre medizinische Dissertation an der Universität des Saarlandes und veröffentlichte eine einschlägige Monographie. Sie ist stellvertretende Chefärztin in der Klinik für Alters­psychiatrie im ZfP Reichenau und seit 01.12.2018 Vorsitzende des dortigen Ethik-Komitees. Seit ihrer Studienzeit ist sie aktiv im Arbeitskreis Medizin und Gewissen der IPPNW e. V. (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung).

Eine Veranstaltung des Förderverein Palmenhausareal / Paradies e.V.
Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Veranstaltung bietet der BUND einen BIO-Saft – und Weinausschank an.

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