Michael Stacheder: „Spätes Tagebuch“

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Datum/Zeit
Date(s) – 19.10.2021
19:30 – 21:00

Veranstaltungsort
Kulturzentrum am Münster, Wolkensteinsaal

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Aus den Erinnerungen von Max Mannheimer (1920–2016). „Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.“ Dieses mahnende und auftragsgebende Vermächtnis Max Mannheimers, des unermüdlichen Aufklärers und Shoah-Überlebenden, hat in den vergangenen Jahren, Monaten und Wochen an trauriger Aktualität gewonnen. Verstörend nehmen wir die Zunahme von Antisemitismus, Rassismus und Feindlichkeiten gegenüber anderen Kulturen in unserer Gesellschaft wahr.
Max Mannheimer hat alles durchlitten, was einem Menschen in dem von den Deutschen entfesselten Inferno zustoßen konnte: Demütigung, Vertreibung, Internierung im Ghetto, Tod fast der ganzen Familie in der Gaskammer, Arbeitslager und KZ, Hunger, Krankheit und Misshandlung. Wie durch ein Wunder hat er die Hölle überlebt. Mannheimer sprach lange nicht über das, was er erlebt hatte. Erst, als er irrtümlich seinen Tod nahe glaubte, entschloss er sich, für die Nachgeborenen das Erlittene festzuhalten. Max Mannheimer war bis zu seinem Tode im September 2016 unermüdlich tätig in Vorträgen, Diskussionen und Führungen durch die KZ-Gedenkstätte Dachau. In zahllosen Veranstaltungen, vor allem auch in Schulen, leistete er die schmerzlichste Arbeit der Erinnerung. Sein „Spätes Tagebuch“ ist ein großes menschliches Dokument und erschien erstmals 1983. Eintritt frei.
Eine Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Bodensee-Region, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V,. Jüdischen Gemeinde Konstanz e.V, vhs, Kulturamt und Stadtbibliothek Konstanz.
Weitere Informationen: https://www.vhs-landkreis-konstanz.de/kurssuche/kurs/Michael-Stacheder-Spaetes-Tagebuch/213-10330

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