Ausstellung „Gurs 1940“

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Datum/Zeit
Date(s) – 24.06.2022 – 25.06.2022
Ganztägig

Veranstaltungsort
Universität Konstanz

Kategorien


Ende Oktober 1940 wurden über 6.500 Jüdinnen und Juden aus ihren Heimatgemeinden in Baden und der Saarpfalz in das Lager Gurs, Südwestfrankreich, deportiert. Auch aus Konstanz wurden am 22. Oktober 1940 112 Jüdinnen und Juden im Alter zwischen 3 und 92 Jahren dorthin verschleppt. Viele starben dort oder auf dem Weg dorthin. Überlebende Lagerinsassen ermordeten die Nationalsozialisten später in den Vernichtungslagern Auschwitz und Sobibor.

Die von der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannseekonferenz erstellte Wanderausstellung thematisiert, wie die Jüdinnen und Juden vertrieben wurden, wie die örtliche Bevölkerung sich verhielt, was die Deportierten in Südfrankreich erwartete und wie die Verbrechen in der Nachkriegszeit aufgearbeitet wurden.

Ergänzt wird die Ausstellung durch lokale Tafeln, die Konstanzer Schüler*innen in Zusammenarbeit mit der Initiative Stolpersteine erarbeitet haben und die über das Schicksal der aus Konstanz deportierten jüdischen Kinder und Jugendlichen sowie die Entstehung des neuen Mahnmals am Petershauser Bahnhof berichten.

Die Ausstellung ist gegenüber dem Bibliotheks-Café zu sehen. Weitere Informationen finden sich auf den Seiten der Konstanzer Stolperstein-Initiative.

Sie war bereits vom 22. Oktober bis zum 18. November 2021 in einem Zelt auf dem Sportplatz des Heinrich-Suso-Gymnasiums zu sehen. Darüber berichtete Seemoz hier.

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