„Ist dies das ganze Paradies?“

So der Titel eines Abends mit „jüdischen Märchen und Konzert“ kommenden Montag im Bürgersaal des Singener Rathauses. Das Programm gestalten die Hamburger Schauspielerin Paula Quast und der aus dem Allgäu stammende Multiinstrumentalist und Nachfahre französischer Roma-Musiker Henry Altmann (Bild). Seit 2015 gastieren sie mit dieser Vorstellung im gesamten deutschsprachigen Raum. …weiterlesen »

Diskussion über Strafe und Gefängnis

Dass wir strafen, erscheint uns als eine Selbstverständlichkeit. Manchmal erfüllt das Bestrafen uns mit Unbehagen, aber wirklich in Frage stellen wir es nicht. „Strafe ist die Wurzel der Gewalt auf unserem Planeten“, schreibt der Begründer der Gewaltfreien Kommunikation, Marshall Rosenberg. Die Teestube in Singen veranstaltet am 5. März einen Vortrags- und Diskussionsabend zu Strafe und Gefängnis mit der Buchautorin Rehzi Malzahn. …weiterlesen »

Macht und Diskriminierung verstehen

Jede*r steht in einem bestimmten gesellschaftlichen Umfeld, das oft von versteckter oder auch brutaler Machtausübung und strikten Hierarchien geprägt ist. Macht und Ohnmacht sind daher für die meisten Menschen alltägliche, oft bittere und verstörende Erfahrungen, privat, beruflich, wirtschaftlich, national wie international. Eine multimediale Lesung im Café Mondial setzt sich am nächsten Samstag mit Diskriminierung, Macht und sozialer Gerechtigkeit auseinander. …weiterlesen »

Frauenrechte sind Menschenrechte!

Auch wenn es so manncher noch nicht gemerkt hat: Menschenrechte kann nicht nur eine Hälfte der Menschheit für sich reklamieren, sondern sie sind universell. Diese Erkenntnis hat sich auch in Deutschland noch immer nicht ganz durchgesetzt, wie etwa die Einkommens­unterschiede zwischen Männern und Frauen beweisen. Deshalb erinnert die Chancen­gleichheitsstelle der Stadt Konstanz gemeinsam mit weiteren Institutionen im März zum internationalen Frauentag daran, dass Frauen gleiche Rechte haben. …weiterlesen »

Den Boden unter den Füßen verloren

Der St. Galler Schriftsteller Christoph Keller ist erster Gast der diesjährigen „Konstanzer Literaturgespräche“. Etliche Jahre lebte der heute 57-Jährige in New York, wo er auch seine Frau kennenlernte, die amerikanische Lyrikerin Jan Heller Levi. Im vergangenen Jahr kehrte Keller dem „Neuen Kontinent“ den Rücken – was auch mit dem derzeitigen Präsidenten zu tun hat, den beide kritisch beurteilen. …weiterlesen »

Völkische Landnahme

Ökologie und Rechtsradikalismus – geht das zusammen? Durchaus, weiß die Journalistin Andrea Röpke zu berichten, die sich seit langem mit dem Milieu völkischer SiedlerIn­nen beschäftigt, die sich in dünn besiedelten Gegenden niederlassen. Sie können dort nicht nur ihren Blut-und-Boden-Phantasien freien Lauf lassen, sondern oft auch schleichend Einfluss auf Dorfgemeinschaften gewinnen. Die beunruhigenden Ergebnisse ihrer Recherchen hat Röpke zusammen mit Co-Autor Andreas Speit in einem Buch ver­öffentlicht, das sie am 17. Februar in Konstanz bei einer Veranstaltung der Stolperstein-Initiative vorstellen wird. …weiterlesen »

Geflüchtete: Geduldet, um zu bleiben?!

Die Refugee Law Clinic Konstanz e.V. ist ein Projekt angehender Juristen von der Universität Konstanz. Sie haben sich zusammengeschlossen, um geflüchteten Menschen regelmäßig im Café Mondial die Rechtsberatung anzubieten, die diese in ihren bürokratisch aufwendigen Asylverfahren bitter nötig haben. Am Mittwoch, dem 12. Februar, veranstaltet der Verein eine Podiumsdiskussion an der Universität, bei der Fachleute über die aktuelle Gesetzeslage diskutieren und Fragen aus dem Publikum beantworten. …weiterlesen »

Willi Hermann: Vom NS-Schergen zum Fasnachtsstar

Im Laufe des Jahres 2018 erforschte der Konstanzer Stadtarchivar Jürgen Klöckler die Biografie des 1907 in Stockach geborenen Willi Hermann (Bild). Hermann, der nach Kriegsende in Konstanz lebte und arbeitete, hatte seit den 50er Jahren eine Vielzahl von Liedern, vor allem für die Konstanzer Fasnacht und die Narrengesellschaft „Niederburg“, verfasst. Ein Vortrag in der vhs beschäftigt sich mit Hermanns NS- und Nachkriegskarriere. …weiterlesen »

„Nacht und Nebel“ – Die Mörder sind unter uns oder: Der Film, mit dem alles anfing

Als Beitrag zum bitter notwendigen Gedenken an die Befreiung von Überlebenden des KZ Auschwitz vor 75 Jahren laden verschiedene zivilgesellschaftliche Gruppen der Region zusammen mit der VHS zu dieser Veranstaltung ein, auch seemoz ist dabei. Vorgestellt und gezeigt wird das Dokumentarstück „Nacht und Nebel“, 1955 der erste, mehrfach preisgekrönte Film über das Nazi-Vernichtungslager.

Donnerstag, 30. Januar, Kulturzentrum am Münster, Wolkensteinsaal, 19.30 Uhr. …weiterlesen »

Kein Blick nach vorn ohne den Blick zurück

Über die Berechtigung von Gedenktagen lässt sich meist streiten, ersticken doch formelhafte Rituale oft die guten Erinnerungsabsichten. Außer jeder Frage steht im ersten Jahr des neuen Jahrzehnts indes die Verpflichtung, jene Geschehnisse ins öffentliche Bewusstsein zu rufen, die vor 75 Jahren einem der düstersten Abschnitte der Menschheitsgeschichte ein Ende setzten. Der Blick zurück auf das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung vom deutschen Faschismus muss dabei einem klaren Ziel dienen: Taugliche Konzepte zu entwickeln, die dem Wiederaufleben der braunen Ideologie in Wort und Tat ein Ende setzen. Nicht zuletzt deshalb hat der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar in diesem Jahr 2020 besonderes Gewicht. In Konstanz gibt es dazu zwei Veranstaltungen, denen viel Zuspruch zu wünschen ist. …weiterlesen »

Werner Heyde, alias „Dr. Sawade“

Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus wird kommenden Montag im ZfP Reichenau Martin Krupinski, Leiter der Abteilung für Forensische Psychiatrie am Universitätsklinikum Würzburg, ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte beleuchten. Es geht um den ehemaligen Psychiatrie-Professor Werner Heyde, einen der Haupttäter der massenhaften Morde an Kranken während der NS-Zeit. …weiterlesen »

Wohnzimmerkonzerte im Jungen Theater Konstanz

Das Junge Theater Konstanz startet eine neue Reihe, die insbesondere die Musikbegeisterten in und um Konstanz in die Spiegelhalle locken wird: Junge Bands aus der Region treten im Foyer in einer entspannten Wohnzimmer­atmosphäre auf und spielen dort die Musik, die sie am liebsten mögen: Ihre eigene, egal ob als Band oder solo. Die Reihe startet am Samstag, und MusikerInnen sind herzlich eingeladen, sich für einen Auftritt bei einem der nächsten Abende zu bewerben. …weiterlesen »

Gailingen erinnert an NS-Verbrechen

Vor 75 Jahren wurden die KZs, in denen Millionen Menschen durch die deutschen Faschisten ermordet wurden, befreit. Das Jüdische Museum Gailingen organisiert im Rahmen einer bundesweiten Initiative eine Gedenkfeier, bei der das Bürgerhaus Gailingen, das ehemalige jüdische Schul- und Gemeindehaus, und die zwei Stelen am Synagogenplatz farbig beleuchtet werden. Menschen aus der gesamten Region sind eingeladen, an dieser Gedenkfeier für die Opfer der Nationalsozialisten teilzunehmen. …weiterlesen »

Der Rebell Franz Michel Felder – eine Lesung im Gottlieber Bodmanhaus

Er hatte keinen einfachen Start ins Leben. Doch den halb blinden Bauernbuben aus dem Bregenzerwald trieb die Neugier an, und bald brachte Franz Michel Felder Käsebarone und Kirchenmänner gegen sich auf. Nun ehrt das Bodmanhaus in Gottlieben den vor 170 Jahren geborenen Schriftsteller und Sozialreformer mit einer Lesung. …weiterlesen »

Die Macht der Gefühle in Singen

Emotionen machen Geschichte: In einer gemeinsamen Ausstellung zeigen die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ), die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die vhs Landkreis Konstanz e.V. den Einfluss von Gefühlen auf Politik und Gesellschaft. „Die Macht der Gefühle“ illustriert, wie Angst, Hoffnung, Liebe oder Wut in den vergangenen 100 Jahren geschichtliche Ereignisse geprägt haben. Die Ausstellung ist vom 24. Januar bis zum 30. April in Singen zu sehen. …weiterlesen »

Mobilität: Vollbremsung, damit wir weiterkommen

Vorgestellt haben wir sein Werk auf unserer Seite schon. Jetzt ist der Autor selbst zu Gast in Konstanz. Auf Einladung von seemoz e. V. und der Volkshochschule liest Klaus Gietinger am 24. Januar im Astoria-Saal aus seinem Buch, das Wege in eine Zukunft der Mobilität aufzeigen will, in der wir ohne Auto weiterkommen. …weiterlesen »

Neujahrsempfänge von Grünen und Linken

Alles soll besser werden: Zu den Ritualen am Beginn eines neuen Jahres gehören gute Vorsätze, die sich nach dem Silvester-Kater so manch eine oder einer vornimmt. Seit langem hat sich eingebürgert, dass auch politische Parteien den Anlass nutzen, um das Publikum auf ihre guten Absichten einzustimmen, mit denen sie im vorausliegenden Jahr für Besserung sorgen wollen. In Konstanz bitten in den nächsten Tagen sowohl die Linkspartei als auch die Grünen zum Neujahrsempfang. Beide Gruppierungen warten dabei mit ParlamentarierInnen auf. …weiterlesen »