Empört euch – aber gegen die Richtigen!

So die Überschrift eines Leserbriefs, der wegen der Äußerungen von Till Seiler in einer Abizeitung an den „Südkurier“ ging. Doch Kritisches, vor allem gegen die eigene Berichterstattung, lässt man bei der Tageszeitung dann doch lieber unter den Tisch fallen. Frei nach dem Motto: Das merkt schon keiner. Falsch gedacht. Hier nun die verschwiegene Lesermeinung in vollem Wortlaut. …weiterlesen »

Klinikum: Beschäftigte und Patienten werden bluten

Konstanz gibt grünes Licht für die Kreislösung: Die Konstanz, Singen und Stockach gehörenden, wirtschaftlich maroden Krankenhäuser sollen einen kommunalen Verbund eingehen. Mit breiter Mehrheit stimmte der Gemeinderat als erster der geplanten Partner den Eckpunkten für den Konsortialvertrag zu. Danach sollen die Krankenhäuser in einer GmbH aufgehen, an der der Landkreis Konstanz 51% hält, während Singen und Konstanz jeweils 23% bekommen und für Stockach 3% vorgesehen sind. …weiterlesen »

Schöner Wohnen bei Familie Nissenbaum

Spätestens im Herbst wird die aktuelle Wohnraumnot in Konstanz wieder die Schlagzeilen bestimmen. Wohin mit den StudentInnen, die dann nach halbwegs günstigen Unterkünften suchen? Wohin mit jenen, die mit einem Umzug nach Konstanz liebäugeln, aber sich die hohen Mietpreise nicht leisten können? Es ist ja nicht so, dass es keinen Wohnraum gibt – doch manche Haus- oder Wohnungsbesitzer lassen ihn lieber vergammeln, meist aus Spekulationsgründen. …weiterlesen »

Ist Oberbürgermeister Frank für Grüne noch wählbar?

Bahn statt B33: Die Aktionsgemeinschaft „Das bessere Verkehrskonzept“ begrüßt die durch den Konstanzer Oberbürgermeister angestoßene Diskussion über den Sinn des  autobahnähnlichen Ausbaus der B33. Sie lehnt den Ausbau in der geplanten Dimension jedoch als überzogen ab und fordert stattdessen, Mittel des Bundesverkehrswegeplans in Ausbau und Modernisierung der Bahn in der Region zu stecken. …weiterlesen »

Über geheime, einträgliche Geschäfte der Panzerbauer

Auch die Konstanzer Grünen entdecken das Thema: Rüstung am Bodensee. Eine Veranstaltung will nächste Woche die Rüstungsgeschäfte am Bodensee unter die Lupe nehmen. Besonderes Augenmerk genießt da offensichtlich der EADS-Konzern aus Friedrichshafen mit seinen Versuchen, an Konstanzer Schulen und Hochschulen verstärkt Einfluss zu gewinnen. Auf den Beitrag von Till Seiler, neuer Bundestagsabgeordneter und ehemals Lehrer aus Konstanz, darf man deshalb besonders gespannt sein. …weiterlesen »

Eine kleine Demonstration widerständigen Bürgertums

Wohl 150 Menschen – Familienangehörige, Freunde, viele ehemalige Schüler und aktuelle SchülerInnen des Konstanzer Suso-Gymnasiums – gaben Hermann Venedey die Ehre: Die Stolperstein-Verlegung für den mutigen Lehrer, der den Nazis die Stirn bot und zeitlebens als Querdenker galt, geriet zu einer kleinen Demonstration widerständigen Bürgertums. Mit aureichendem Respekt und nötiger Nachdenklichkeit. …weiterlesen »

Zum Tod von Rolf Pape

Foto: © Günter Posch, 1993

Die seemoz-Nachricht vom Tode des widerständigen Querdenkers Rolf Pape verbreitete sich schnell. Vielen war der eigenwillige Mann ein Begriff. Er zählte zu den markantesten Gesichtern dieser Stadt. Grund genug auch für die hiesige Tageszeitung, an ihn zu erinnern. Doch Südkurier-Lokalchef Jörg-Peter Rau lehnte einen Nachruf strikt ab. Wen interessiert schon dieser randständige Alte, mag er sich gedacht haben. Hier ein Text von Ernst Köhler, der jahrelang mit Rolf Pape befreundet war. …weiterlesen »

Demonstranten stehen (aber laufen auch) im Regen

Gut 100 Jugendliche und damit deutlich weniger als von den Organisatoren erwartet, demonstrierten am Samstag durch Konstanz. Studentische Organisationen hatten zu der Demo „Wohnraum für alle“ aufgerufen. Die Problematik steht seit Monaten auf der politischen Tagesordnung, wurde von den meisten Medien aber erst vor einer Woche entdeckt. „Wohnraum ist Menschenrecht und keine Ware“, war die politische Losung.  …weiterlesen »

Rolf Pape ist tot

Foto: Roland Dorau

Heute früh wurde Rolf Pape auf dem Konstanzer Hauptfriedhof beerdigt. Man kannte den alten Herrn mit seinen langen, weißen Haaren.  Der überzeugte  Staatsfeind, Sozialaktivist und Physikphilosoph, wie ihn ein langjähriger Freund bezeichnete,  gehörte  seit Jahrzehnten zum Konstanzer Stadtbild. Behende lief er auf seinen Krücken durch die Straßen, war täglich kilometerweit unterwegs,  immer beladen mit Pappkartons und Lebensmitteln, die er irgendwo günstig erstanden hatte.  Sein Rucksack war meist prall gefüllt mit fotokopierten Gesetzestexten, über die er in früheren Jahren gerne und ausführlich diskutierte.  In den letzten Jahren aber  zog sich Rolf Pape immer mehr zurück und wurde auch für seine besten  Freunde unerreichbar.  Einsam und verlassen ist er schon vor Wochen in seiner Wohnung gestorben.  seemoz bemüht sich derzeit um einen Nachruf.

Stolpersteine auch für Singen

In der nächsten Woche werden zum sechsten Mal etliche Stolpersteine in Konstanz verlegt (s. seemoz v. 28.6.). Und tags drauf auch in Singen. Dort hat sich vor gut einem Jahr ebenfalls eine Initiative „Stolpersteine für Singen – gegen Vergessen und Intoleranz“ formiert, die nun bereits zum zweiten Mal die Stolpersteine für Nazi-Opfer verlegen lässt: Nummer 16 bis 27 für Singen. …weiterlesen »