Geschichtsbuch mit vielen Geschichten, doch ohne Geschichte

20110802-212230.jpgSo bieder wie das Titelbild ist das Buch: „Meersburg unterm Hakenkreuz, 1933-1945“ liest sich wie eine Heimatchronik der 12 Jahre des Nationalsozialismus. Als wären diese 12 Jahre ganz gewöhnliche Jahre. Keine Aufklärung, eher Beschauliches und manchmal gar Beschönigendes liefert das 500-Seiten-Buch des örtlichen Museumsvereins. Von „wissenschaftlicher Aufarbeitung“ – von den vier Autoren für ihre Arbeit in Anspruch genommen – keine Spur: Eine vergebene Chance für eine dringend notwendige Geschichtsaufarbeitung. …weiterlesen »

Südkurier-Chef Wiesner: „Haustarif nur über meine Leiche“

Rainer Wiesner

Es brodelt beim Südkurier, und zwar kräftig. Geschäftsführer Rainer Wiesner kippt täglich Öl ins Feuer. Nicht mal auf einen Haustarif will er sich einlassen. „Nur über meine Leiche“, soll er den Beschäftigten erklärt haben. Stattdessen setzt er auf Einzelgespräche und droht mit „Klein-GmbHs“ und Auslagerungen, sollten die „Uneinsichtigen“ nicht einverstanden sein mit Gehaltskürzungen und Mehrarbeit. Der Mann gibt den Betonkopf. An einer einvernehmlichen Lösung ist er wohl nicht interessiert. …weiterlesen »

Die gewollte Jugendarbeitslosigkeit am Bodensee

Jeden Sommer dasselbe: Zum Ende des Ausbildungsjahres schnellen – trotz Wirtschaftsbooms – die Zahlen arbeitsloser Jugendlicher in die Höhe. Das ist nicht konjunkturell bedingt, wie uns die Agentur für Arbeit Konstanz weiß machen will, sondern von den Arbeitgebern gewollt: Fast 200 Jugendliche wurden nach ihrer erfolgreichen Ausbildung nicht in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen: Solche Arbeitslosigkeit könnte vermieden werden. Wenn die Arbeitgeber nur wollten. …weiterlesen »

Empört euch – aber gegen die Richtigen!

So die Überschrift eines Leserbriefs, der wegen der Äußerungen von Till Seiler in einer Abizeitung an den „Südkurier“ ging. Doch Kritisches, vor allem gegen die eigene Berichterstattung, lässt man bei der Tageszeitung dann doch lieber unter den Tisch fallen. Frei nach dem Motto: Das merkt schon keiner. Falsch gedacht. Hier nun die verschwiegene Lesermeinung in vollem Wortlaut. …weiterlesen »

Klinikum: Beschäftigte und Patienten werden bluten

Konstanz gibt grünes Licht für die Kreislösung: Die Konstanz, Singen und Stockach gehörenden, wirtschaftlich maroden Krankenhäuser sollen einen kommunalen Verbund eingehen. Mit breiter Mehrheit stimmte der Gemeinderat als erster der geplanten Partner den Eckpunkten für den Konsortialvertrag zu. Danach sollen die Krankenhäuser in einer GmbH aufgehen, an der der Landkreis Konstanz 51% hält, während Singen und Konstanz jeweils 23% bekommen und für Stockach 3% vorgesehen sind. …weiterlesen »

Schöner Wohnen bei Familie Nissenbaum

Spätestens im Herbst wird die aktuelle Wohnraumnot in Konstanz wieder die Schlagzeilen bestimmen. Wohin mit den StudentInnen, die dann nach halbwegs günstigen Unterkünften suchen? Wohin mit jenen, die mit einem Umzug nach Konstanz liebäugeln, aber sich die hohen Mietpreise nicht leisten können? Es ist ja nicht so, dass es keinen Wohnraum gibt – doch manche Haus- oder Wohnungsbesitzer lassen ihn lieber vergammeln, meist aus Spekulationsgründen. …weiterlesen »

Ist Oberbürgermeister Frank für Grüne noch wählbar?

Bahn statt B33: Die Aktionsgemeinschaft „Das bessere Verkehrskonzept“ begrüßt die durch den Konstanzer Oberbürgermeister angestoßene Diskussion über den Sinn des  autobahnähnlichen Ausbaus der B33. Sie lehnt den Ausbau in der geplanten Dimension jedoch als überzogen ab und fordert stattdessen, Mittel des Bundesverkehrswegeplans in Ausbau und Modernisierung der Bahn in der Region zu stecken. …weiterlesen »

Über geheime, einträgliche Geschäfte der Panzerbauer

Auch die Konstanzer Grünen entdecken das Thema: Rüstung am Bodensee. Eine Veranstaltung will nächste Woche die Rüstungsgeschäfte am Bodensee unter die Lupe nehmen. Besonderes Augenmerk genießt da offensichtlich der EADS-Konzern aus Friedrichshafen mit seinen Versuchen, an Konstanzer Schulen und Hochschulen verstärkt Einfluss zu gewinnen. Auf den Beitrag von Till Seiler, neuer Bundestagsabgeordneter und ehemals Lehrer aus Konstanz, darf man deshalb besonders gespannt sein. …weiterlesen »

Eine kleine Demonstration widerständigen Bürgertums

Wohl 150 Menschen – Familienangehörige, Freunde, viele ehemalige Schüler und aktuelle SchülerInnen des Konstanzer Suso-Gymnasiums – gaben Hermann Venedey die Ehre: Die Stolperstein-Verlegung für den mutigen Lehrer, der den Nazis die Stirn bot und zeitlebens als Querdenker galt, geriet zu einer kleinen Demonstration widerständigen Bürgertums. Mit aureichendem Respekt und nötiger Nachdenklichkeit. …weiterlesen »