Wie ein Kandidat in Schwung gebracht werden soll

Uli Burchardt wird gepusht. Vor allem die Heimatzeitung müht sich seit Wochen, den OB-Kandidaten aus Radolfzell zum Strahlemann umzuschreiben. Das geht nicht ohne Pannen und Peinlichkeiten ab, wie Veröffentlichungen gerade des letzten Wochenendes belegen. Doch Jörg-Peter Rau, wuseliger Lokalchef beim Südkurier, ficht das nicht an: Einem Werbetexter gleich preist er den blassen Kandidaten wie Käpt’n Blaubär an. …weiterlesen »

Ausnahmezustand (nicht nur) am Hörnle

Freibad Hörnle am Samstag gesperrt – Stadtverwaltung verbietet Facebook-Party – Ordnungsamt rechnet mit tausenden Jugendlichen – Unbekannte rufen zur Randale auf – Polizei befürchtet Ausschreitungen auch im Stadtgebiet – Bußgelder bis 5000 Euro angedroht – Polizeikräfte aus dem ganzen Land zusammen gezogen – Busverkehr wird eingeschränkt – Straßensperrungen vorgesehen – OB Frank: „Wir achten darauf, dass das nicht aus dem Ruder läuft“. …weiterlesen »

Die Fähnlein der Frau Reiser

Sabine Reiser macht Ernst mit ihrer Idee der Bürgerbeteiligung. BIF heißt ihr Projekt der „direkten Demokratie“, mit der sie in der letzten Woche des OB-Wahlkampfs noch Stimmen gewinnen will. Sie kündigt nicht weniger als „einen Wandel der politischen Kultur“ an und stapelt damit reichlich hoch. Denn eigentlich geht es nur um eine Abstimmung via Internet. Dennoch dürfte es Widerstand genug in Stadtverwaltung und Gemeinderat geben …weiterlesen »

Gemeinderat übt sich in Arbeitsverweigerung

Der Juni war kein Sahnemonat des Konstanzer Gemeinderats. Erst platzte am 14. die Sitzung schon nach zehn Minuten, dann wurden am 28. etliche Tagesordnungspunkte nicht behandelt, weil die Damen und Herren ein Fußballspiel nicht verpassen wollten. Das grenzt an Arbeitsverweigerung – anderswo ein Kündigungsgrund. Wichtige Themen blieben auf der Strecke, so z.B. die Diskussion um die Von-Emmich-Straße. Wir dokumentieren hier, was dazu hätte gesagt werden können, wenn die Räte ihren Arbeitsauftrag ernst genommen hätten. …weiterlesen »

Murks-Begegnungszone

Da helfen keine vollmundigen PR-Artikel und keine Werbe-Plakate: Die Begegnungszone auf dem Bahnhofsplatz ist Murks. Mulden auf den Gehwegen, Gedränge vor den Ladentüren, zu hohe Bordsteine, zu schnelle Autos. Wer ist für das Desaster zuständig und was hat das bislang gekostet, will die Linke Liste Konstanz wissen. Stadtrat Holger Reile fordert in einer Pressemitteilung (PM) den Technischen und Umweltausschuss auf, nach dem Rechten zu sehen. Die PM im Wortlaut: …weiterlesen »

Konstanz: Neuer Planungsstopp für die Synagoge

(hpk) Enttäuschung für die jüdische Gemeinde Konstanz: Der Oberrat der Israelitischen Gemeinde Baden wolle nun doch nicht die Kosten für einen Synagogen-Neubau übernehmen, der neuerdings 3,5 Millionen Euro statt wie ursprünglich geplant 2,8 Millionen kosten soll. Das meldet aktuell der SWR. Seit über zehn Jahren – seemoz berichtete mehrmals – laufen bereits Vorarbeiten auf einem Grundstück in der Sigismundstraße, das die Stadt kostenlos abgegeben hatte. Ob es unter den neuen Vorzeichen bei dieser Schenkung bleibt, ist zumindest strittig.

Zylla zieht zurück

(hpk) Das enttäuschende Ergebnis im ersten Wahlgang mit 14,3 Prozent hat ihn entmutigt: Sven Zylla, SPD, tritt im zweiten Wahlgang der Konstanzer OB-Wahl nicht mehr an. Und er verzichtet auf eine Wahlempfehlung für einen anderen Kandidaten. Damit wird das Kandidaten-Karussell neu gedreht: Sollte nur die Hälfte der Zylla-Wähler ins Lager der Grünen wechseln, hätte Sabine Seeliger den Abstand zu den Spitzenreitern Reiser und Burchardt schon aufgeholt. Aber auch: Wechselt die andere Hälfte zu Burchardt, läge der deutlich an der Spitze der Kandidatenschar. Wer will, mag das spannend finden.

OB-Wahl: Wahlbeteiligung: peinlich, Zwischenergebnis: unklar

(hpk) Wie seemoz vorher sagte: Im ersten Wahlgang zur Konstanzer OB-Wahl setzte sich Sven Uli Reisiger durch – das Quartett Sabine Reiser (26,9%, 6973 Stimmen), Uli Burchardt (25,9%, 6743 St.), Sabine Seeliger (20,1%, 5226 St.) und Sven Zylla (14,3%, 3713 St.) liegt deutlich an der Spitze – alle anderen KandidatInnen bleiben unter fünf Prozent. …weiterlesen »

Der Gemeinderat wollte schnell unter die Dusche

Der Konstanzer Gemeinderat ist eine launische Diva. Erst ließ er am 14.6. in letzter Sekunde die Debatte über die Stadt-Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten platzen, das mit der fadenscheinigen Begründung, darüber könne erst sinnvoll gesprochen werden, wenn der neue Oberbürgermeister gewählt sei. Und dann machte sich auch  in der Sitzung am 28.6. eine Arbeitsunlust breit, denn man wollte unbedingt zum Halbfinalspiel Deutschland-Italien fertig werden. …weiterlesen »

Wer begegnet wem in der Begegnungszone?

Ständiger Stau auf der Fahrbahn, stetige Warteschlangen an den Haltestellen, Ärger bei Behinderten wie Radfahrern, denen zu hohe Bordsteinkanten die Querung erschweren und nun noch Verdruss bei den Ladenbesitzern: Die Begegnungszone am Bahnhofsplatz, wenn auch als mindestens einjähriges Provisorium gedacht, wird zum Zankapfel. Anwohner und Gewerbetreibende fordern schon jetzt Nachbesserungen. Und das subito. …weiterlesen »

Endgültiges Aus für 85 Beschäftigte in Volkertshausen?

Die Geschäftsleitung der Spinnerei Arlen in Volkertshausen hat in dieser Woche auf der Betriebsversammlung den Beschäftigten mitgeteilt, dass der Geschäftsbetrieb zum 1.August eingestellt werden soll. Nach Aussage der Gesellschafter handelt es sich um eine „reguläre Betriebsstilllegung“. 85 Beschäftigten droht die Arbeitslosigkeit – der Gemeinde ein Kahlschlag. …weiterlesen »

Unser Tipp für den Wahlsonntag: Sven Uli Reisiger

Der Südkurier hatte zum Talk ins Konzil geladen. Eine fast volle Hütte zeigte ein weiteres Mal, dass die KonstanzerInnen großes Interesse daran haben, wer nun die kommenden acht Jahre das oberbürgermeisterliche Ruder übernimmt. Auch wenn Überraschungen nie ganz auszuschließen sind: Ein Quartett wird es wohl unter sich ausmachen. Der Rest spielt vermutlich keine Rolle und kann sich locker, entspannt und in freudiger Erwartung auf die Sommerferien vorbereiten. …weiterlesen »

Das sagen die OB-KandidatInnen. Oder auch nicht

Die Linke Liste Konstanz (LLK) hat politische Eckpunkte für die Oberbürgermeister-Wahlen am 1. Juli erarbeitet und sie den Kandidatinnen und Kandidaten vorgelegt mit der Bitte, dazu Stellung zu nehmen. Ein wichtiger Schritt zur Versachlichung des Wahlkampfs. Das ist verdammt viel Lesestoff, doch wir finden: Für eine vernünftige Wahlentscheidung am kommenden Sonntag können diese Antworten – oder Nicht-Antworten – eine Hilfe sein. …weiterlesen »

Eilmeldung: Florian Riem wechselt nach München

(hr) Taufrisch kam eben die Meldung, dass Florian Riem, Intendant der Südwestdeutschen Philharmonie, zum Jahresende Konstanz verlassen wird. Er habe, erklärte er vor wenigen Minuten gegenüber seemoz, aus seiner Heimatstadt München „ein sehr attraktives Angebot“ erhalten. Riem wird geschäftsführender Intendant der Münchner Symphoniker und macht damit einen großen Karrieresprung. Er verlasse Konstanz mit einem „weinenden Auge“, denn die Südwestdeutsche Philharmonie könne „entgegen der letzten Presseberichte (…) am Jahresende ein positives Ergebnis vorweisen“. Das Orchester, so Riem weiter, sei „in hervorragender Verfassung und die Planungen für 2013 sind bereits weit fortgeschritten, so dass ich keine Probleme für einen Intendantenwechsel sehe“.

„Eine Oberbürgermeisterin nicht nur für fette Jahre“

Wenn Entertainer bei ihrer Vorstellung der Konstanzer OB-KandidatInnen alles Politische bewusst ausklammern, wenn über Kultur nur noch schwadroniert wird und der Wahlkampf vor Belanglosigkeiten nur so strotzt, dann, ja dann endlich sind handfeste Argumente gefragt. Sabine Seeliger, die mit der Veröffentlichung ihrer Wahlkampfspenden schon ihr Versprechen nach Transparenz einlöste, tritt jetzt mit einer „Einladung zu einer finanzpolitischen Auseinandersetzung mit Substanz“ an die Öffentlichkeit …weiterlesen »

Kuno Schelmles Stoßseufzer: Kulturbanausen unter sich

Wenn ich schon kein Honorar bekomme, so die Macher dieser Seite (einer war vor Ort, wollte aber nichts darüber schreiben), dann sollte wenigstens ich bei der Kulturdebatte der OB-Kandidaten bis zum bitteren Schluss bleiben und ausführlich berichten. Okay – dann aber auf meine Art, denn diesen Abend konnte man getrost in die Tonne treten. Öder, langweiliger und sinnfreier kann eine Veranstaltung kaum sein. …weiterlesen »