244 FreundInnen versichern mir auf Facebook, mich zu liken

Was hab ich davon? Seit 2004 Facebook online ging, haben die Begriffe «soziales Netzwerk» und «Privatsphäre» neue Bedeutung erhalten. Mittlerweile unterhalten auf der Plattform über eine Milliarde Menschen ein Konto. Sie posten, kommentieren, liken und chatten. Es gibt inzwischen eine Facebookwährung, eine Stellenbörse und andere kommerzielle Anwendungen. Firmen und Behörden, die etwas auf sich halten, präsentieren sich dort. Selbst seemoz ist da vertreten. Aber warum? …weiterlesen »

Spaniens Vergangenheit, die nicht vergehen will

20130211-234244.jpg35 Jahre nach dem Tod des spanischen Diktators lebt Franco weiter. Oder zumindest sein Geist. Zu diesem Befund kommt der Autor Georg Pichler in einem neuen Buch, in dem er Spaniens unbewältigte Vergangenheit seziert. In „Gegenwart der Vergangenheit“ wird Francos unheimliche Präsenz überdeutlich: In der Justiz, in der Kirche, in der Politik und nicht zuletzt noch immer in den Köpfen fand transición nicht wirklich statt: Spanien braucht eine demokratische Erneuerung

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Der AStA kann loslegen

Die gute Nachricht: Eine gewaltige Mehrheit der Konstanzer Studierenden billigt die Satzung für einen AStA an der Konstanzer Uni und bestätigt damit die Organisationsform als Verfasste Studierendenschaft. Die schlechte: Nur 6,5 Prozent der StudentInnen stimmten ab …weiterlesen »

Überleben in der Katastrophe

Wurde er in Danzig geboren? Oder in Berlin? Und war das Geburtsjahr 1909 oder 1910? Nichts war klar, als Heiko Haumann begann, das Leben von Hermann Diamanski zu recherchieren. Selbst der Name gab Rätsel auf, taucht er doch in Dokumenten auch als Hermann Dimanski auf. Heiko Haumann erzählt die abenteuerliche Geschichte eines einfachen Linken, der allen Katastrophen des 20. Jahrhunderts trotzte – das ist ein spannendes, überaus lesenswertes Buch geworden …weiterlesen »

Als alle Parteien die Entnazifizierung stoppten

Den politisch so notwendigen Blick zurück in die Zeit der sogenannten Vergangenheitsbewältigung und die Zeit der Entnazifizierung schärft das Buch von Norbert Frei und diese Kritik von Pit Wuhrer. Gerade in Konstanz hat die Diskussion um zweifelhafte Straßennamen und zweifelhafte Ehrenbürger (Stichworte: Helmle, Knapp, Kiesinger) viel Staub aufgewirbelt. Dabei ging es nicht nur um Verfehlungen im ‚Dritten Reich‘, sondern um das Verschweigen danach …weiterlesen »

Große Kleinkunst in Kreuzlingen

Markus Fisch, Sarah Thurnheer und Ambrosia Weisser (v.l.n.r.)

Stolz präsentierten drei der sieben neuen Vorstandsmitglieder vom „Theater an der Grenze“ in Kreuzlingen ihr Programm fürs erste Quartal 2013. Mit neuer Struktur startet das Theater ins neue Jahr und mit viel Optimismus: „Die neue Struktur hilft uns, die Gratwanderung zwischen professionellem Anspruch und Ehrenamt zu schaffen,“ sind sich die Programmmacher sicher. Und ihre Vorschau lässt tatsächlich viel Vergnügliches zwischen Kabarett, Pantomime und Chanson erwarten …weiterlesen »

Kabarett-Winter in Radolfzell

Am 11. Januar startet der Radolfzeller Kabarett-Winter in seine 24. Runde. Das Kulturamt Radolfzell bringt auch 2013 mit feinem Gespür für abwechslungsreiches Kabarett eine interessante Mischung aus bekannten Gesichtern der Humor- und Comedyszene und als Geheimtipp gehandelten Nachwuchskabarettisten auf die Bühnen im Milchwerk. Bei insgesamt acht Veranstaltungen bis in den März hinein können die Lachmuskeln ausgiebig trainiert werden …weiterlesen »

Butter, Käse, Schmalz und Milch

Franz Holz, postmoderner Hegau-Ritter und geliebt-gehasster seemoz-Autor, ist weithin bekannt für bissige Attacken, gepfefferte Glossen und grobe Wahrheiten. Doch warum immer die Zornesadern schwellen lassen, wenn einem bisweilen auch mal Vergnügliches in die Finger gerät? Beim Stöbern in alten Familienunterlagen fiel ihm unlängst ein vergilbtes Papier aus dem letzten Jahrtausend in die Hände, das einen fast melancholisch werden lässt. Hier sein familiärer Rückblick, gekoppelt mit einem wohlmeinenden Rat für ältere Semester …weiterlesen »

Die Geige aus Cervarolo

Gerechtigkeit hat kein Verfallsdatum – Der italienische Dokumentarfilm «Il violino di Cervarolo» («Die Geige aus Cervarolo») will die Erinnerung an von Deutschen während der Besatzung Italiens begangene Verbrechen wachhalten. Er läuft im Januar in St.Gallen und Zürich. Vorher gibt es eine kurze Einführung in den historischen Kontext und danach bietet sich Gelegenheit zur Diskussion mit dem Filmemacher Matthias Durchfeld vom Resistenza-Institut (Istoreco) der Provinz Reggio Emilia. …weiterlesen »

Wie uns eines schönen Tages der echte Sigmund Freud begegnet ist

Ernst Köhler; Fotograf: G. Posch

Erich Fromm hat einen großen Namen. Er ragt hoch aus dem Kreis der prominenten Neo-Freudianer heraus. Er scheint für die liberale, reformerische Überarbeitung, Weiterentwicklung, Erneuerung der Psychoanalyse zu stehen. Der Konstanzer Historiker und Publizist Ernst Köhler hat darüber für die Zeitschrift Kommune und seemoz eine autobiografische Arabeske verfasst

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Phantom-Horror unter`m Hohentwiel ?

Für viele Musicalfans sicher ein Leckerbissen: Das Phantom der Oper, eine Neuinszenierung nach dem Roman von Gaston Leroux, gastiert am 30.12. in der Singener Stadthalle. Als das Stück 1986 Premiere feierte, überschlugen sich die Kritiken schier. Vor allem die Musik von Andrew Lloyd Webber ließ Begeisterungsstürme losbrechen. Nun ist das Phantom in neuen Gewändern unterwegs, aber ohne Webbers angeblich berauschende Klänge, was nicht nur bei Insidern heftigstes Stirnrunzeln hervorgerufen hat …weiterlesen »

Nach 30 Jahren gibt es wieder einen AStA in Konstanz

An den Hochschulen Baden-Württembergs wird die Verfasste Studierendenschaft wieder  eingeführt. Die Studierenden in Baden-Württemberg bilden damit erstmals seit 1977 wieder eine eigene rechtsfähige Körperschaft mit politischem Mandat. In einem „Arbeitskreis Verfasste  Studierendenschaft“ erarbeiteten die Studierenden der Universität Konstanz eine Satzung, die am 30. und 31. Januar 2013 in einer Abstimmung aller Konstanzer Studierenden beschlossen werden soll …weiterlesen »

Klangmagier unter sich

Park Hye-ohn

Es war angenehmerweise ein Festival der etwas anderen Art: Die „Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik“ vom 21. bis 24. November haben vor allem Spaß gemacht – brillante MusikerInnen, gesprächsfreudige Komponisten, ein gastfreundliches Städtchen. Für vier Tage gab es in der lauschigen Bludenzer Remise eine Art Familientreffen musikbegeisterter Menschen, die von zeitgenössischer Musik ebenso angetan waren wie von traditionellen koreanischen Klängen …weiterlesen »

Pressekrise, journalistische Unabhängigkeit und dann noch Staatsknete?

Ein Drama: Die Financial Times Deutschland (FTD) wird beerdigt, die Frankfurter Rundschau (FR) meldet Insolvenz an. Ein Drama für die Entlassenen und für die von der Entlassung Bedrohten. Aber nicht für Demokratie und Medienlandschaft. Denn: Wenn beide Zeitungen wegfallen, verlieren im ersten Fall knapp 50 000, im zweiten Fall gut 80 000 Käufer ihre Lieblingszeitung – und wechseln zu einer anderen. Na und? …weiterlesen »

„Sitzenbleiben gehört abgeschafft“

20121123-000217.jpgGemeinsam lernen – individuell fördern, das ist die Chance der Gemeinschaftsschule, sagt auch Prof. Götz. Derzeit kocht sie immer wieder hoch, die Diskussion über Vor- und Nachteile von Gemeinschaftsschulen. Dr. Thomas Götz ist Inhaber der Brückenprofessur für Empirische Bildungsforschung an der Universität Konstanz sowie an der Pädagogischen Hochschule Thurgau, Kreuzlingen, und arbeitet als Experte an der Schulentwicklung in Konstanz mit. „Sitzenbleiben gehört abgeschafft“, bekennt er in einem lesenswerten Interview, das hier nur angerissen wird

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Musik aus allererster Hand

Kim So-yeon

Bludenz, idyllisch unweit von Liechtenstein im österreichischen Vorarlberg gelegen, beeindruckt den flüchtigen Reisenden mit seinem Milka-Fabrikverkauf und einem überdimensioniert wirkenden Bahnhof von überraschender Betriebsamkeit. Doch der erste oberflächliche Blick trügt, denn die Stadt beherbergt seit rund zehn Jahren die „Bludenzer Tage für zeitgemäße Musik“, die sich zu einer echten Größe für alle entwickelt haben, denen es in Sachen Musik nicht hoch genug hergehen kann. …weiterlesen »

Gehn wir am Wochenende mal wieder ins Theater

Wie wär’s mal wieder mit Theater? Am kommenden Wochenende gibt es vom heutigen Freitag bis Sonntag mindestens drei verschiedene Möglichkeiten, in die Bühnenwelt einzutauchen. Und das gilt, auch wenn das große Haus des Konstanzer Stadttheaters noch bis Mitte November umgebaut wird; und das gilt auch, wenn die viel gerühmten „Gegen die Wand“-Aufführungen an diesem Wochenende wegen einer Erkrankung der Hauptdarstellerin ausfallen müssen. Es gibt Alternativen: …weiterlesen »