Eine etwas andere Weihnachtslesung

„Hier ruht der letzte Jude des Dorfes“, steht auf dem Grabstein von Dr. Nathan Wolf (siehe nebenstehendes Bild), der in Wangen auf der Höri Ende Dezember 1970 im Alter von 88 Jahren gestorben ist. Nathan Wolf war Arzt in Wangen, wurde 1938 von den Nationalsozialisten ins KZ Dachau verschleppt, emigrierte später in die Schweiz und kehrte 1945 nach Wangen zurück. Mit dem Text „Weißes Blut“ von Gerd Zahner, wird im Theater Zeller Kultur an das Schicksal von Nathan Wolf und die Geschichte seiner Familie erinnert. …weiterlesen »

Freunde reimen sich nicht

Gedichte von Beat Brechbühl und Kurt Aebli

Jochen Kelter, selbst Lyriker, widmet sich dem Werk zweier Dichter aus dem schweizerisch-deutschen Grenzgebiet. Beide haben unlängst die literarische Landschaft (nicht nur) der Region um neue Gedichtbände bereichert. …weiterlesen »

Zeit für Jazz

Am Mittwoch gibt es in Konstanz einen Jazz-Abend der Edelklasse, der auch Nicht-Jazzern musikalisch viel zu bieten hat. Im Kulturzentrum am Monster tritt eine hochkarätige Besetzung um Patrick Manzecchi und die gefeierte Sängerin Lyambiko zur musikalischen Einstimmung auf Weihnachten an – natürlich zu einer der etwas liebenswerteren Art, bei der einem neben dem Herzen auch das Hirn aufgeht. Kurzum: Nix wie hin, es lohnt sich. …weiterlesen »

Wasser ist nicht gleich Wasser

Wasser ist einer der wichtigsten Rohstoffe der Natur und – zumindest in unseren Breiten – (noch) so massenhaft vorhanden, dass wir es kaum beachten, außer vielleicht bei Hoch- oder Niedrigwasser. Dabei hat Wasser an verschiedenen Orten seinen ganz eigenen Charakter. Die Künstlerin Sarah Bildstein macht den BesucherInnen ihrer Ausstellung „100 Spectres“ im Gewölbekeller im Kulturzentrum am Münster bewusst, von einem wie vielfältigen und lebendigen Phänomen wir sprechen, wenn von Wasser die Rede ist. …weiterlesen »

Buchvorstellung: „Konstanz literarisch“

Welche AutorInnen haben in Konstanz gelebt, welche Spuren haben sie hinterlassen, und wie haben die zahlreichen „Dichter auf Durchreise“ die Stadt gesehen? Manfred Bosch (Bild) hat eine umfassende literarische Topografie über ein halbes Jahrtausend zusammengetragen. Ein grundlegender und spannender Beitrag zu einer Kulturgeschichte von Konstanz. Morgen wird das Buch in der Zimmerbühne vorgestellt. Unser Autor Hermann Kinder hat es sich schon mal angeschaut. …weiterlesen »

Rüstung und Häs

Das Wasser des Bodensees ist schwarz. Wer steckt dahinter? Wer weiß schon, was in dieser beschaulichen Gegend wirklich so alles produziert wird? Für Saliha wird die Zeit des dunklen Wassers zur Zeit der Entscheidung. Lieber nach dem Abi nach Australien reisen? Oder mit der Idylle brechen und politischen Widerstand organisieren? Annalena Küspert, die selbst am Bodensee aufgewachsen ist, hat für das Theater Konstanz „Am Wasser“ geschrieben, das am 14. Dezember in der Spiegelhalle uraufgeführt wird. …weiterlesen »

SplitterNacht: Grenzüberschreitende Wundertüte

Durch den Abend im K9, an dem auch bei der 131. Ausgabe der Splitternacht am 5. 12. mit allerlei Überraschungen gerechnet werden darf, führt Gregor Schaller aus Bern (Bild). Er nennt sich selbst Comedian, Simulant und Bunter Hund. Sein Humor ist oft trocken bis staubig und grau bis schwarz. Am liebsten ist es ihm, wenn das Publikum lacht, aber keine Ahnung hat wieso. Auf der Suche nach schlech­ten Ideen verblüfft er das Publikum mit seinen durchaus logischen aber doch recht abwegigen Gedanken. Hier geht es zum ganzen Paket. …weiterlesen »

Afrikanische Live-Musik in Konstanz

Wenn dieser Tage klebriger Glühweinduft durch’s illuminierte Städtchen zieht, wird im Bürgersaal ab 6.12. zum „Forum der Kulturen“ gebeten. An vier Abenden werden überwiegend afrikanische Musiker den Saal mit ihren Rhythmen gewaltig aufheizen. Ein schönes Kontrastprogramm zu weihnachtlicher Zeit, zusammengestellt von Mohamed Badawi (Bild). Der Eintritt zu den Konzerten ist übrigens frei, Spenden sind aber erwünscht. Hier geht es zum Programm. …weiterlesen »

„Der typische Ureinwohner“ kommt erst spät

Seit Ende Juni läuft im Kulturzentrum am Münster die Ausstellung „Der gefährliche See“ und wurde kürzlich wegen des großen und auch überregionalen Interesses bis zum 5. Januar 2020 verlängert. Hat der Besuchererfolg auch was mit den dramatischen Veränderungen in Zeiten des Klimawandels zu tun? Auch dazu befragten wir Museumsdirektor Tobias Engelsing. …weiterlesen »

„Dort wo ich war, fotografierte niemand anderes“

Der in Kreuzlingen geborene Bildkünstler Meinrad Schade fotografiert im neusten Abschnitt seines Langzeitprojekts „Krieg ohne Krieg“ den Alltag der Menschen inmitten des Israel-Palästina-Konflikts. Seine beeindruckenden Aufnahmen zeigte er kürzlich im St. Galler Palace Kino, am 29. 11. 2019 sind sie auch in Konstanz im Kulturzentrum am Münster zu sehen. Eine gemeinsame Veranstaltung von vhs und seemoz. …weiterlesen »

Erneut im Theater: „Der Reichsbürger“

Mit großem Erfolg spielte Ralf Beckord in der letzten Spielzeit in der Werkstatt des Theater Konstanz „Der Reichsbürger“. Ein Stück auch mit lokaler politischer Brisanz. Denn auch hier sind sie schon mitten unter uns – Reichs­bürger, Menschen, die die grund­gesetz­liche Ordnung der Bundesrepublik Deutschland ablehnen. Hat man die Szene vor einigen Jahren noch eher belächelt, sind die Reichsbürger, auch als „Selbstverwalter“ bezeichnet, mittlerweile fester Bestandteil der militant-rechtsradikalen Bewegung. …weiterlesen »

Beispiel Ukraine: Wie Kriege entstehen

Nicht nur in Konstanz sind gute Theater­produktionen zu bewundern, auch in Singen, Radolfzell und auf anderen Bühnen im Landkreis werden immer wieder spannende Vorführungen angeboten. So werfen wir einen Blick Richtung Überlingen, denn dort wird am 23.11. das Theaterstück „Das Bild vom Feind“ der renommierten Berliner Compagnie aufgeführt. Diese europaweit bekannte Theatergruppe versucht sich an einer Antwort am Beispiel der kriegerischen Aus­ein­ander­setzungen in der Ukraine. …weiterlesen »

Geheimsache Rosa Luxemburg

Rosa Luxemburg – viele Menschen kennen heute gerade mal ihren Namen. Von manchen wird sie verherrlicht, von anderen verdammt. Doch was hat diese Frau tatsächlich gedacht und gemacht? Das Leben und Wirken der polnisch-deutschen Politikerin und Theoretikerin der internationalen Arbeiter­bewegung (1871–1919) hat auch heute nichts an Faszination verloren. Das portraittheater bringt diese ungewöhnliche Frau auf die Bühne und macht ihr Wirken für ein heutiges Publikum nacherlebbar. …weiterlesen »

Brecht ergreifend

Mit einem 11-köpfigen Ensemble bringt Johanna Schall derzeit Bertolt Brechts Parabelstück „Die Tage der Commune“ auf die Bühne des Theaters Konstanz. Das Thema der kleinen Revolution am Ende des Deutsch-Französischen Kriegs in Paris im Frühjahr 1871 ist, wie die Themen vieler Brecht-Stücke, ‚harter Stoff‘ – schonungslos und authentisch erzählt. Doch die Inszenierung Schalls, die auf der Fassung des Berliner Ensembles aus dem Jahr 1962 basiert, schafft es mit viel Feingefühl, ohne erhobenen Zeigefinger die Schwierigkeiten einer Revolution darzustellen. …weiterlesen »

Beispiel China: Big Data is watching you

Bis zum Jahr 2020 sollen in China mehr als 600 Millionen Kameras die BürgerInnen permanent überwachen. Computersysteme, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz, werten die Bilder ständig aus, analysieren das Verhalten der Menschen. Die Totalüberwachung nimmt in China besorgniserregende Ausmaße an. In der hörBAR im Konstanzer Gewölbekeller stellt die Journalistin Gabriele Knetsch ihre Rechercheergebnisse vor. …weiterlesen »

Afrikanische Kolonialgeschichte auf der Bühne

Das Theater Konstanz setzt sich mit einem in Deutschland eher unbekannten Stück Kolonialgeschichte auseinander: Mit der brutalen belgischen Kolonialherrschaft im Kongo. Das Schauspiel „Ngunza – Der Prophet“ von Rafael David Kohn ist inspiriert vom Wirken Simon Kimbangus, eines christlich inspirierten Predigers und Wunderheilers, der in den Augen seiner Millionen Anhänger zu den Propheten und Märtyrern in der Nachfolge Christi zählt. Premiere ist am 17. November um 18 Uhr in der Spiegelhalle. …weiterlesen »

Töne, Worte, Herz & Schmerz

Das abwechslungsreiche Musikjahr endet mit einer zusätzlichen Veranstaltung: Im Rahmen eines Gesprächskonzertes werden am 17. No­vem­ber 2019 in der Philharmonie im Rahmen der ambitionierten Reihe „HighNoon Musik 2000+“ Werke der Komponistin Alice Baum­gartner präsentiert. Die Schweizerin gehört zu einer neuen Komponistinnen­generation, die ihre Wurzeln nicht mehr nur bei Bach, Schönberg oder Ligeti, sondern auch in der jüngeren populären Musik von Udo Jürgens bis Elton John sieht. …weiterlesen »