Der letzte Eisbär

Im Theater Konstanz wird wieder gespielt. Open Air können nach einem Jahr Pause nun wieder Stücke gezeigt werden. Auch für die Kleinen ist etwas dabei. Das Junge Theater zeigt „Bär im Universum“ – ein Stück über die Zerstörung unseres Planeten aus Perspektive bedrohter Tierarten. …weiterlesen »

Isoliert hinter Gittern

Die coronabedingten Einschränkungen des sozialen und gesellschaftlichen Lebens wecken derzeit bei vielen Empfindungen des Isoliert-Seins. Wie aber erleben Menschen hinter Gittern die Pandemie? Was macht diese Zeit mit Eingesperrten, die ihrer Straftaten wegen bereits isoliert leben? Einen Eindruck davon kann eine Kunstinstallation auf dem Konstanzer Münsterplatz vermitteln, die ab diesem Sonntag zu begehen ist. …weiterlesen »

Zimmerbühne: Sie spielen wieder

Nach einer Zwangspause von rund sieben Monaten öffnet nun auch die kleine aber feine Zimmerbühne in der Konstanzer Niederburg wieder ihre Türen. „Ohne die vielen und großzügigen Spenden“, so Theaterchefin Gela Homburger, „wäre das nicht möglich gewesen“. Ab Ende Juni wird „Boheme in Kustenz“, eine szenische Lesung mit Musik, dort aufgeführt. Worum es dabei geht, erfahren Sie hier. Vorschlag: Karten rechtzeitig sichern, denn die Platzzahl ist begrenzt. …weiterlesen »

Als das Reisen nicht mehr geholfen hat

Passend zur beginnenden Feriensaison samt weiteren Lockerungen spricht Valentin Groebner, Geschichtsprof an der Uni Luzern, über sein aktuelles Buch „Ferienmüde“. Darin zeichnet er die historische Entwicklung des Urlaubs nach – dem Ausflug in die Fremde, der inszenierten Utopie. Nicht nur durch Corona fällt sie immer weiter in sich zusammen. Der von der vhs organisierte Vortrag findet im Konstanzer Kulturzentrum in Präsenz statt. …weiterlesen »

Hurra, wir leben noch (die meisten jedenfalls)

So langsam wird klar, dass es jetzt eine (Teil-) Rückkehr zu Kultur, Bildung und Unterhaltung geben dürfte, und das natürlich auch in unserer Region. Alles wieder wie früher? Beinahe jedenfalls, außer dass der Kampf um die Eintrittskarten härter als gewohnt werden könnte, weil es wegen der Sicherheitsabstände vorläufig noch weniger davon geben wird. Steht nur zu hoffen, dass die Nationalmannschaft bei der EM frühzeitig ausscheidet, damit sich die Hallen auch an allen Abenden richtig füllen. …weiterlesen »

Viele Städte wehren sich gegen Naidoo-Konzert

Der Musiker Xavier Naidoo rutscht immer weiter ab ins Lager der rechtslastigen Verschwörungstheoretiker. Eigentlich wollte er dieses Jahr auf seiner geplanten „Hin und Weg Tour“ in mehreren Städten auftreten. Doch der Widerstand gegen Konzerte mit Naidoo wächst bundesweit. Nun hat sich auch die Stadt Emmendingen gegen einen Auftritt des umstrittenen Interpreten ausgesprochen, und zwar sehr deutlich. Hier die aktuelle Pressemitteilung. …weiterlesen »

Die Rente ist sicher umsonst & draußen

Haben Sie Zeit für echte, handgemachte Kultur? Sind Sie gar Kind oder Jugendliche/r mit Theaterambitionen? Oder wagen Sie es etwa, an zwei spannenden Ausflügen in den exotischen Teil des unbekannten Konstanz, den kaum eines Menschen Fuß jemals betrat, teilzunehmen? Dann sind sie in der momentan wieder­erwachenden Welt von Musik, Comedy, Theater und Führung goldrichtig. Erst wollten wir alle, dass es endlich wieder losgeht – und jetzt haben wir den Salat und müssen auch noch hingehen. …weiterlesen »

Zwei Lesungen im Literaturhaus Gottlieben

Auch das Bodmanhaus im idyllischen Gottlieben war wie alle anderen Kulturbetriebe corona­bedingt monatelang geschlossen. 2020 mussten alle Veranstaltungen abgesagt werden, die Feierlichkeiten zum 20-jährigen Jubiläum fielen aus. Seit Ende April hat das Literaturhaus Thurgau, wie es seit 2019 heißt, wieder seine Pforten geöffnet. Übrigens kann das sehens­werte Gebäude während der Ver­an­stal­tun­gen besichtigt werden – wenn die Handbuch­binderei geöffnet ist oder nach Vereinbarung. …weiterlesen »

Philharmonie: Zwischen Hoffen und Bangen

Seit einem Jahr hat Insa Pijanka ihre BlechbläserInnen nicht mehr getroffen, was kein Wunder ist, gilt diese Instrumentengruppe doch aufgrund ihres stürmischen Atmens als besonders effektive Virenschleuder. Aber die Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen keimt jetzt auf: Das Programm der Philharmonischen Konzerte für die nächste Saison 2021/2022 ist nämlich fertig, und die Intendantin hofft, dass der Proben- und Konzertbetrieb bald wieder in nennenswertem Umfang aufgenommen werden kann. …weiterlesen »

Neues aus dem Caracol Verlag

Der spanische Begriff „Caracol“ bedeutet Häuschenschnecke. Davon abgeleitet versteht sich der kleine, feine Verlag im schweizerischen Warth als Schneckenhaus für Schreibende und Lesende. „Wer schreibt / wer liest, zieht sich ins Schneckenhaus zurück, steigt hinab ins Innere, die Psyche, oder hinauf zum Ausblick über Landschaft und Gesellschaft, Zeit und Welt“ (Website Caracol). Der 2020 gegründete Verlag empfiehlt vier Neuerscheinungen zur Lektüre und den Besuch seiner Buchvernissagen. …weiterlesen »

Kultur live und doch so nah

Jenseits der Grenze, in der nahen, aber manchmal auch ach so fernen Schweiz, regt sich das Kulturleben wieder – man muss gespannt sein, wie lange. In den nächsten Wochen gibt es einige Live-Events, die auch von Konstanz aus gut zu erreichen sind und teils hochklassige Mitwirkende präsentieren. Wer also nach einem kulturlosen Jahr nach echter Kultur nur so lechzt: Maske auf und ab zu unseren NachbarInnen. Von Lesung über Tanz bis Theater ist alles dabi, eine Reservierung ist obligatorisch. …weiterlesen »

Der Gesellschaft den Spiegel vorhalten?

Fälle von Machtmissbrauch im Theaterbetrieb kamen in letzter Zeit bundesweit vermehrt an die Öffentlichkeit. Das Theater wird weiterhin dominiert von Männernetzwerken in den entscheidenden Positionen der Theaterhierarchie. Doch es kommt zunehmend Dynamik in die Veränderungsprozesse. Ein Gespräch mit der Hausregisseurin des Theaters Konstanz, Franziska Autzen, über Selbstbehauptung, Solidarität und Seilschaften im Machtapparat Theater. …weiterlesen »

In der Zeitkapsel durch die Studiobühne

Das Universitätstheater Konstanz (UTK) feierte im vergangenen Jahr 2020 seinen 50. Geburtstag. Zu diesem Anlass entstand die „Dreamfactory“, eine virtuelle Neuinterpretation von Shakespeares Komödie „Ein Sommernachtstraum“ in Form einer begehbaren Website. Nun haben die Studierenden nachgelegt: Ein virtueller 360-Grad-Rundgang durch die Studiobühne gibt historische und aktuelle Einblicke in das, was das UTK und was Theater überhaupt ausmacht. …weiterlesen »

Ohne Kultur? Da wird mir ja übel!

Die Kultur liegt in den letzten Todeszuckungen und wenn die dritte Welle über uns hinweg­gefegt ist, arbeiten wir alle bei Tönnies, Daimler und in der Pflege? Ganz so schlimm kommt es hoffentlich nicht. Denn auch wenn die Theater­vorhänge gerade unten sind, gibt es Lebens­zeichen. Zum Beispiel die Workshops der Digitalen Theatertage am See sein, die einmal die Perspektive umdrehen, oder die Hoffnungs­schimmer des Theaters am Gleis in Winterthur auf coronataugliche Auftrittsmöglichkeiten. …weiterlesen »

„Es ist heute zu wenig, nur Konzerte zu spielen“ [III]

Was macht eigentlich den Zauber der Musik aus, zumindest für jene Mehrheit der Menschen, die für ihn empfänglich sind? Das weiß niemand, denn Mysterien lassen sich zwar erfahren, doch kaum erklären. Aber selbst ein abgebrühter Berufsmusiker, der durch Corona monatelang auf Musik-Diät gesetzt wurde, wird plötzlich von Bach wieder elektrisiert. Und wie sieht es mit der nächsten Generation aus: Hat die europäische Kunstmusik- und Orchestertradition beim Nachwuchs überhaupt noch eine Chance? …weiterlesen »

„Es ist heute zu wenig, nur Konzerte zu spielen“ [II]

Das öffentliche Ansehen eines Orchesters steht und fällt oft mit der Beliebtheit seines Dirigenten (Frauen auf dem Pult sind immer noch Ausnahmeerscheinungen), man denke nur an Karajan und die Berliner Philharmoniker. Mit Teodor Currentzis steht seit 2018 ein absoluter Star seiner Zunft am Pult des SWR Symphonieorchesters. Seine Außenwirkung ist die eine Seite der Medaille, wie aber ist es, mit ihm zu arbeiten, und in welche Richtung entwickelt sich das Orchester künstlerisch mit ihm? …weiterlesen »

„Es ist heute zu wenig, nur Konzerte zu spielen“ [I]

Das SWR Symphonieorchester ist ein weltweit anerkanntes Aushängeschild des Ländles. Aber was heißt es, in einem solchen Orchester zu spielen, wie sind die Arbeitsbedingungen unter Corona – und wie sieht die Zukunft von Symphonieorchestern, speziell von Radioorchestern, aus? Werden sie eine Zukunft haben oder in einer zunehmend unübersichtlicher und oft auch eintöniger werdenden Senderlandschaft zwischen Dudelfunk und Showgeplapper dem Rotstift zum Opfer fallen? Ein Gespräch mit zwei Musikern. …weiterlesen »