Die Faszination für Macht

Das Theater Konstanz zeigt aktuell das neueste Stück der niederländischen Autorin Lot Vekemans „Momentum“ in der Inszenierung von Claudia Meyer. Schon das Plakat, mit dem das Stück beworben wird und auf dem ein umgekehrtes Kartenhaus zu sehen ist, lässt auf den Inhalt des Stücks schließen: ein Politiker im Kampf um den Machterhalt – nicht nur mit dem Plakat gefährlich nah an der Handlung der erfolgreichen Netflix-Serie „House of Cards“. …weiterlesen »

Auch Heterosexualität ist heilbar

Im Zebra Kino läuft vom 15. bis 27. März zum 32. Mal das Festival „Queergestreift“ mit einem vielfältigen, herausfordernden Programm – so queer wie noch nie (behaupten zumindest die Veranstalter). Neben 36 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmterminen gibt es ein Rahmenprogramm à la carte: Neben zahlreichen Filmgesprächen und Diskussionsrunden mit RegisseurInnen, WissenschaftlerInnen und AktivistInnen zählen dazu zum ersten Mal auch drei Lesungen. …weiterlesen »

Erinnerung an Bruno Ganz

Am 13. März zeigt das Filmforum Kreuzlingen und Konstanz KuK (KulturUniKonstanz) anlässlich des Todes von Bruno Ganz einen der über 100 Filme, in denen Ganz neben seinen großen Theaterrollen mitgewirkt und die er mit seiner Schauspielkunst geprägt hat. Das Filmforum möchte damit einen Schauspieler würdigen, der seine Rollen immer äußerst feinsinnig und nuancenreich verkörperte. …weiterlesen »

Das liebe Geld

Die Budgets mancher Hollywood-Filme reichen aus, äquatornahe Kleinstaaten samt ihrer notorisch kleptokratischen Diktatoren­familien zu sanieren, und die luxuriöse Lebensweise vieler Filmmogule ist legendär. Daher sprechen wir im letzten Teil unserer Interviewreihe mit dem Filmemacher Douglas Wolfsperger über seine Finanzen. Wie und wo verbrät er die Millionen für seinen neuen Film? In welchem seiner 23 güldenen Schlafzimmer hat er heute sein Verdauungs­schläfchen gehalten – und mit wem?

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Lang verzögert: Mahnmal und Dauerausstellung zur NS-Justiz im Stuttgarter Landgericht

Mindestens 423 von der NS-Justiz gefällte Todesurteile wurden zwischen Oktober 1933 und August 1944 im Stuttgarter Justizgebäude vollstreckt. 402 Männer und 21 Frauen starben dort unter dem Fallbeil. Über 30 Jahre lang blieb die Forderung nach einer angemessenen Gedenkstätte erfolglos. Seit Ende Januar 2019 wird nun endlich an die im Namen des deutschen Volkes begangenen Verbrechen vor und im Landgericht Stuttgart erinnert. Ein erster Schritt in die richtige Richtung. …weiterlesen »

Filmtipp: Die grüne Lüge

Faires Palmöl, energiesparende Elektroautos, grünes Benzin, Lebensmittel oder Kosmetikprodukte: Die Wirtschaft hat längst erkannt, dass Nachhaltigkeit ein Bedürfnis vieler Menschen ist und baut sie kurzum in ihr Marketing mit ein. Doch was drauf steht, ist auf keinen Fall immer drin, wie ein spannender Film kommende Woche im Zebra Kino zeigt, den wir hiermit wärmstens empfehlen. …weiterlesen »

Das gibt’s auf Spotify nicht

Am Sonntag gibt es in Konstanz wieder einmal die seltene Gelegenheit, Werk und Person eines zeitgenössischen Komponisten kennenzulernen. Gilles Colliard, auch als Geiger und Dirigent eine feste Größe des aktuellen Musiklebens, kommt nach Konstanz, um zusammen mit MusikerInnen der Südwestdeutschen Philharmonie eigene Werke aus den letzten drei Jahrzehnten zu präsentieren. Dieser Abend bietet einen leichten, gelegentlich auch augen­zwin­kern­den Einblick in die zeitgenössische Musik. …weiterlesen »

Mir saget nix!

In diesem Monat startet der preisgekrönte Dokumentarfilm „Scala Adieu! – Von Windeln verweht“ von Douglas Wolfsperger. Er zeigt, wie das Konstanzer Programmkino „Scala Filmpalast“ nach Jahrzehnten einem weiteren Drogeriemarkt weichen sollte und wie die Menschen darauf reagierten. Hier der zweite Teil eines Gesprächs mit dem Regisseur, der bei den Dreharbeiten immer wieder auf harsche Verbote, bleiernes Schweigen und pures Unverständnis stieß, aber auch neue Freundschaften schloss. …weiterlesen »

Scala Adieu! – Von Windeln verweht

Am 17.3. feiert im Konstanzer Stadttheater der neue Film von Douglas Wolfsperger Premiere. Der bekannte Filmemacher, der selbst aus Konstanz stammt, dokumentiert darin, wie im örtlichen Programmkino „Scala Filmpalast“ nach Jahrzehnten die Lichter ausgeschaltet wurden und wie der Wider­stand gegen die Kinoschließung Tausende KonstanzerInnen zusammenbrachte. Hier der erste Teil eines Gesprächs mit dem Regisseur, der während der Dreharbeiten seine Heimatstadt von einer anderen Seite kennenlernte. …weiterlesen »

Alex geht in den Knast

Das Konstanzer Theater startet ein neues Projekt in drei Justizvollzugsanstalten. In Workshops entkommen Inhaftierte mit theaterpädagogischen Methoden ihrem kahlen Alltag und entdecken neue Potentiale. Das Projekt „Theater hinter Gittern VI“ wird mit 195.000 Euro gefördert, die Laufzeit allerdings ist noch ungewiss. …weiterlesen »

Lebensrettende Sofortmaßnahmen an Fasnacht

Wenn frau/mann sich am Donnerstag auf der Straße den ersten Sonnenbrand geholt hat, wird es Zeit für einen Blick ins Zebra Kino, um sich im Dunkeln zu erholen und geistig wiederbeleben zu lassen, denn das Zebra hat für Fasnacht wieder ein ganz spezielles Programm zusammengestellt. Vom Klassiker „The Last Movie“ mit Dennis Hopper und einem düsteren chinesischen Animationsfilm reicht das Büfett cineastischer Leckerbissen über den „Shivers Day“ bis hin zu zu einer Doku über eigenwillige Roboter. …weiterlesen »

Der gefährliche See

Alpenrhein, Bodensee und Hochrhein sind keine reinen Idyllen: Über Jahrhunderte hinweg traten die Gewässer über die Ufer, überspülten Dörfer und Felder, trennten die Verbindungswege zueinander. Der See verschlang in seinen Stürmen Fischer, Lastensegler und Dampfschiffe. Ab 26. Juni präsentiert das Rosgartenmuseum im Kulturzentrum am Münster dazu eine Ausstellung, die wir gerne schon im weiten Vorfeld ankündigen. …weiterlesen »

Nachrichten von der Insel

Die britischen Inseln sind nicht nur geo­gra­phisch isoliert, sondern auch geistig. So gelten auf dem Kontinent Komponisten wie Henry Purcell oder Benjamin Britten weiterhin als Randgestalten, während sie von vielen Insu­lanerInnen als epochemachende Helden betrachtet werden. Und auch am schottischen Dichter John Henry Mackay, einem Individu­al­anarchisten und Freund Rudolf Steiners, mögen sich die heutigen kontinentalen Geister scheiden, weil es ihn allzu offen­sicht­lich nach Knaben gelüstete.

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Zu dumm? Zu faul? Zu resigniert?

Was wird aus einer Gesellschaft, die ihre Zukunft aus den Augen verliert? Die ihre nachfolgenden Generationen vergisst? Die die Endlichkeit von Ressourcen ignoriert und sich um die Haftung drückt? Die „hörBAR“ im Konstanzer Gewölbekeller fragt nach der Bereitschaft, für unsere Lebensweise Verantwortung zu übernehmen. Zudem sollen Konstanzer Initiativen ihre Ideen vor stellen. …weiterlesen »

Musikalisch gegen Hunger und Gewalt

Am morgigen Mittwoch veranstaltet die Universität Konstanz im Konstanzer Konzil unter dem Titel „Music for Hope“ ein Klavierkonzert mit Aeham Ahmad. Der aus Syrien stammende Künstler ist seit 2015 in Deutschland und hat bereits unzählige Konzerte im In- und Ausland gegeben. Wo er auch auftritt, begeistert er die Zuschauer mit der Intensität seiner Lieder und der Virtuosität seines Klavierspiels. …weiterlesen »

Schwungvolle Ausstellung im Turm zur Katz

Susanne Smajic (links) und Sophia Wünsch

Die Künstlerin Susanne Smajic zeigt bis zum 7. April ihre Ausstellung „Fließende Grenze“. Zu sehen sind ihre bunten Kinderbuch­illustrationen sowie schwungvolle Tuschezeichnungen aus der Bodensee­landschaft sowie zum Thema Tanz. Unsere Autorin Veronika Fischer hat die Ausstellung eröffnet. Ihre Laudatio gibt es hier zum Nachlesen – und macht Lust auf einen Besuch im Turm zur Katz. …weiterlesen »

Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig

Wolfgang Borcherts Heimkehrerdrama „Draußen vor der Tür“, zu sehen aktuell im Konstanzer Stadttheater, ist eine klassische Antikriegserzählung. Die Geschichte des heimgekehrten Soldaten, der – selbst verändert – mit seiner veränderten (?) Umgebung nicht mehr klarkommt. Man kennt das aus Filmen wie „The Messenger“, „Brothers“ oder „Die Welt sehen“, wo Soldaten ihre Traumata mit nach Hause bringen und sich mit dem stetigen Konflikt zwischen Erinnerung und Realität konfrontiert sehen. …weiterlesen »