Theater als „Anregung zur Empathie“

Kommenden Sonntag ist Premiere, unter freiem Himmel. Am Alten Postweg oberhalb von Watterdingen wird Gerd Zahners neues Theaterstück „Der alte Weg“ erstmals aufgeführt. Vorab sprachen wir mit Anna Hertz, Regisseurin und Hauptdarstellerin der neuen Produktion, über die unsägliche Geschichte von Ludwig und Hermine, über feige Morde, über die Mär von der Nestbeschmutzung und über die Angst vor dem Burnout. …weiterlesen »

Es geht um Pressefreiheit und Polizeifehler

Drei Artikel zur Aufarbeitung der Krawalle beim G20-Gipfel bringt die aktuelle Kontext-Ausgabe. Besonders die Kritik des Polizeiwissenschaftlers Thomas Feltes an der Taktik seiner Kollegen und der Symbolpolitik der PolitikerInnen ist lesens- und merkenswert. …weiterlesen »

Komisch, furios und böse: Jonas Lüscher

Der Schweizer Schriftsteller Jonas Lüscher ist mit seinem erfolgreichen Roman „Kraft“ Gast der nächsten „Konstanzer Literatur­gespräche“. „Frühling der Barbaren“ hieß die Novelle, mit der Lüscher vor drei Jahren für Aufsehen sorgte und einen veritablen Best­seller landete. Das Buch des damals noch unbekannten Autors, in dem die Ver­wer­fungen des Finanzkapitalismus grotesk verdichtet waren, stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. …weiterlesen »

„Das Paradies hat einen Haken“

Das Konstanzer Zebra-Kino goes open air ins Neuwerk und bietet zum Auftakt eine Tragikkomödie, einen Oscargewinner und einem Animationsfilm an: Geheimnisvolle Geschichten um einen modernen Robinson, um einen einen afroamerikanischen Jungen, der seine homoerotischen Gefühle nicht leben darf, und um ein Märchen in Polynesien – Untertitel des Disney-Streifens: „Das Paradies hat einen Haken.“ …weiterlesen »

Wo nicht abgerissen, sondern saniert wird

Über ein neues Genossenschaftsprojekt in Leutkirch berichtet Kontext in der aktuellen Ausgabe. Und über die andere Sicht auf G20 und S21. Zudem über „die heimliche Militärmesse“ und die Frage, warum Österreicher mehr Rente als Deutsche kriegen. Alles höchst lesenswert. …weiterlesen »

Theater übers Altern und Jungbleiben

Das Universitätstheater zeigt ab heute „Verzeihung ihr Alten, wo finde ich Zeit, Liebe und ansteckenden Irrsinn“ von Christian Lollike. Der dänische Regisseur und Autor hatte mit dem Theaterstück über das Altern und gleichzeitiges Jungbleiben 2003 seinen ersten großen Erfolg und ist mittlerweile bekannt für seine abgedrehten, witzigen und gesellschaftskritischen Inszenierungen. …weiterlesen »

Das grüne Kuckucksei

Unter dieser Überschrift berichtet „Kontext“ in seiner aktuellen Ausgabe über Boris Palmer und sein neues Buch. Der Tübinger OB erweist sich darin als Rechtsausleger der Grünen im Ländle, denn er schreckt auch vor Parolen nicht zurück, die wir sonst nur von NPD und Republikanern aus den 90er Jahren kennen. …weiterlesen »

Unser Graf!

Antifaschist, Provinzschriftsteller, Anarchist, bayerisches Urviech – Oskar Maria Graf hatte viele Gesichter. Sein Verständnis für Menschen und Geschichte machen ihn zu einem der bedeutenden linken Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Prädikat: Pflichtlektüre und Herzenssache. Hier Teil zwei des Porträts dieses aussergewöhnlichen Autors zu seinem 50. Todestag. …weiterlesen »

Unser Graf!

Antifaschist, Provinzschriftsteller, Anarchist, bayerisches Urviech – Oskar Maria Graf hatte viele Gesichter. Sein Verständnis für Menschen und Geschichte machen ihn zu einem der bedeutenden linken Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Hier ein Porträt dieses aussergewöhnlichen Autors zu seinem heutigen 50. Todestag. …weiterlesen »

Jochen Kelter: „Wie eine Feder übern Himmel“

Neues von Jochen Kelter. Der deutsche Lyriker, der im schweizerischen Ermatingen lebt und seemoz-Lesern seit langem kein Unbekannter ist, legt einen neuen Gedichtband vor. Vorstellung ist am nächsten Donnerstag im Bodmanhaus Gottlieben. Man darf gespannt sein auf Gedichte der etwas subtileren Art, die man so nicht überall findet, die aber den politisch Interessierten ebenso wie den literarisch Aufgeweckten ansprechen. …weiterlesen »

Eine wagemutige Inszenierung

Ein Kind hüpft herbei und behauptet, der Tod habe sich in einem Baum verheddert. Menschen im fortgeschrittenen Alter bewegen sich, ganz unverbindlich, in einem Niemandsland, einem surrealen Warteraum. In seinem komisch-tragischen Stück blickt der kürzlich verstorbene Tankred Dorst ebenso sarkastisch wie humorvoll-mitfühlend auf das Alter. Aufgeführt wurde „Botschaften aus dem Niemandsland“ letzte Woche in Radolfzell. …weiterlesen »

Wie es fast zum Krieg am Bodensee gekommen wäre

Ein preußischer Angriffskrieg gegen die Schweiz, geführt von Baden und Würt­tem­berg aus – dazu wäre es um ein Haar vor 160 Jahren gekommen. Am 16. Juni 1857 wird der Neuenburger Konflikt beigelegt. Eine heute fast vergessene Krise, die an Skurrilitäten reich ist – und letztlich die innere Einigung der Schweiz vorantrieb. Nicht der einzige, aber der spannendste Beitrag in der aktuellen Kontext-Ausgabe. …weiterlesen »

Wie das Museum mit Heimat umgeht

Sage und schreibe 600 Besucher erwartet Tobias Engelsing heute Abend bei der feierlichen Eröffnung der Ausstellung „Heimat Alpstein“ im Konzil. Bis Ende des Jahres präsentieren die Museumsmacher aus dem Rosgartenmuseum im Kulturzentrum am Münster „Appenzeller und Toggenburger Bauernmalerei“, wie der Untertitel der Ausstellung verrät. Doch Engelsing will mehr: Er möchte ein Zeichen für gute Nachbarschaft setzen. …weiterlesen »

Ein Erfolgsstück geht auf Reisen

„Abgefahren. Romer“ ist ein Monolog von Gerd Zahner über den Kapitän Franz Romer, der als Sohn einer Dettinger Bauernfamilie 1928 in einem Faltboot den Atlantik über­queren will, sein Ziel New York aber nie erreicht. Dieses ungemein erfolgreiche Stück (seemoz berichtete mehrfach) wird nun auch am Konstanzer Stadttheater aufgeführt: Mit den Protagonisten sprachen wir vor der Premiere am heutigen Mittwoch. …weiterlesen »

Kapitän Romer kommt zurück

„Abgefahren. Romer.“ von Gerd Zahner wurde, gefördert durch den Kulturfonds der Stadt Konstanz, im November 2016 mehrfach in der Zimmerbühne uraufgeführt und begeistert aufgenommen. Schon damals war klar: Die künstlerische Darstellung dieses gewaltigen Abenteuers verlangt nach Wiederholung. Nun hat es am 21.6. um 20 Uhr in der Werkstatt des Stadttheaters Konstanz als Gastspiel Premiere. Gerne weisen wir auf dieses großartige Stück zum wiederholten Male hin. …weiterlesen »

Virtuell im Welterbe Palmyra

Wie soll man mit der Zerstörung Palmyras umgehen? Welche Möglichkeiten eines (virtuellen) Wiederaufbaus gibt es? Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung „Rebuild Palmyra? Zukunft eines umkämpften Welterbes“, die vom 30. Juni bis 17. September 2017 im Konstanzer Bildungsturm zu sehen sein wird. Sie ermöglicht mit Hilfe von Virtual Reality-Stationen und 3D-Rekon­struk­tionen einen Gang durch die umkämpfte Stadt. …weiterlesen »

Reiche leben rund 10 Jahre länger

Diese längst bewiesene Tatsache wird in der neuen Kontext-Ausgabe mit einer erschreckenden Bestandsaufnahme untermauert. Dazu: Burladinger BürgerInnen wehren sich gegen ihren rechtslastigen Bürgermeister und Kontext bat vor Ort zur Diskussion. Und: Der Luther-Hype nimmt bisweilen groteske Formen an. Martin Luther eine Lichtgestalt? Wohl eher ein Hassprediger, meint Autor Peter Henkel in seinem Beitrag. …weiterlesen »