Osner steht immer noch in der Kreide

Sie erinnern sich? Um dem Konstanzer Thea­ter dick­strahlig ans Bein zu pinkeln, ließ SPD-Bürger­meister Andreas Osner für min­des­tens 17.000 Euro ohne Absprache mit den zustän­di­gen Gremien ein völlig unnützes Gutachten erstellen, das belegen sollte, dass die Auf­füh­rung von „Mein Kampf“ dem Ansehen von Stadt und Theater geschadet habe. Da Osner seine Schulden partout nicht begleichen will, zeigt ihm nun das Theater, wie das geht und lädt zu einer Benefiz-Veranstaltung. …weiterlesen »

Kinder trifft Assmann

Ein seltenes Ereignis: Hermann Kinder, Schriftsteller und Ehemaliger der Universität Konstanz, trifft auf Aleida Assmann, renommierte Konstanzer Kultur­wissen­schaftlerin und – gemeinsam mit ihrem Mann Jan Assmann – diesjährige Trägerin des Friedenspreises des deutschen Buchhandels. Der Anlass zu diesem „Konstanzer Literatur­gespräch“ von Forum Allmende ist das neue Buch des Schriftstellers „Die Herzen hoch und hoch den Mut“. …weiterlesen »

Auf den Spuren von Roger Köppel

„Mein Leben ist ein Selbstfindungsprozess. Ich wachse am Widerstand“, sagt Roger Köppel gegenüber Jean-Martin Büttner im Tages-Anzeiger. Daniel Ryser recherchierte unermüdlich über diesen Selbstfindungs­prozess, um herauszufinden, wer Köppel wirklich ist. Ryser ist ein vielfach aus­gezeichneter Journalist mit Thurgauer Wurzeln, 2016 Rechercheur und Schweizer Journalist des Jahres. Aus seiner unautori­sierten Köppel-Biografie „In Badehosen nach Stalingrad“ liest er am 14. Dezember im Horst Klub in Kreuzlingen in Kooperation mit seemoz e.V. …weiterlesen »

Vorfreude auf einen Rabenvogel

Für „Die Tuttlinger Krähe“, einem der wichtigsten deutschen Kleinkunst­wett­be­werbe, können ab sofort Karten erworben werden. Die Jury nominierte zwölf Finalisten, darunter zehn Solo-Künstler, ein Duo und ein Quartett. Seit der Premiere im Jahr 2001 hat sich der Wettbewerb um den Kleinkunstpreis „Tuttlinger Krähe“ bundesweit einen guten Namen in der Szene gemacht. Vom 2. bis 7. April nächsten Jahres geht die „Tuttlinger Krähe“ somit in ihre 19. Auflage. …weiterlesen »

Die nächtlichen Kleinkunst-Splitter im Dezember

„Einfach so“ nennt sich das Bühnenduo Ansgar Hufnagel und Cäcilia Bosch, das bei der bereits 127. Auflage des schon legendären Kleinkunstevents in der Konstanzer Kultur­kneipe K9 durch den Abend führen wird. Ein Name, der gut zu dem Format passt, bei dem einmal im Monat die Bühne freigegeben wird für Kurzauftritte von Profis, Amateuren und ausdrücklich auch Dilettanten. …weiterlesen »

Der Abgrund von nebenan

Sie leben mitten unter uns und auch in Konstanz gibt es sie. Sie profitieren von allen Vorzügen eines rechtsstaatlichen und demokratischen Gemeinwesens. Aber sie lehnen nicht nur die bestehende, sondern jede Form der Demokratie und die damit verbundenen Werte ab. Sie bekämpfen nicht nur den Staat – nein, sie leugnen seine Existenz: Deutsche – die sogenannten und selbsternannten „Reichsbürger“. Ein neues Buch gewährt Einblicke in eine ständig wachsende Szene, die nicht zu unterschätzen ist. Der Autor kommt am 14.12. nach Konstanz und liest in der Werkstatt des Theaters aus seinem Buch. …weiterlesen »

Strasser kommt nicht, Vowinkel schon

(hr) Der für heute Abend auf seemoz angekündigte Vortrag der Schweizer Neurologin M. Strasser an der Universität wurde vom Veranstalter gbs Konstanz (Giordano-Bruno-Stiftung) kurzfristig gestrichen. Die Referentin wollte unter anderem anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse darlegen, wie evolutionär entstandene Gehirnfunktionen zu verstärkter Religiosität führen können. Aber zu einem ähnlichen Thema: „Wissen statt Glauben“ referiert am 6.12., ebenfalls an der Universität, um 18.45 Uhr in Raum A701 Bernd Vowinkel, Physiker und Autor mehrerer Bücher.

Verrat, Musik und (kalter) Krieg

Er studierte bei Schönberg und hat Arbeiter­lieder geschrieben, er arbeitete mit Bert Brecht und Cary Grant. Er wurde von Hitler und Nixon vertrieben, für den Oscar nomi­niert und hat eine deutsche National­hymne komponiert. In einem Konzert an diesem Sonntag erklingt u.a. sein Diverti­mento – die Rede ist von Hanns Eisler, einem der wichtigsten linken Komponisten. Aus diesem Anlass hier (s)eine außergewöhnliche Geschichte von Musik, Geschwisterliebe, Verrat und politischer Verfolgung. …weiterlesen »

Was zum Teufel war in diesem Eierlikör?

Tim Kramer, ehemaliger Schauspieldirektor am Theater St. Gallen, inszeniert in Konstanz das Stück „Ewig Jung“. Fünf Schauspieler des Stadttheaters zeigen, wie es um sie in fünfzig Jahren bestellt sein könnte: Rock’n’Roll im Altersheim. Was klingt wie eine Showeinlage auf einem bunten Abend, ist dermaßen auf die Spitze getrieben, dass es schon wieder gut ist. Selten so gelacht im Theater. …weiterlesen »

Das schwere Erbe der Väter

Der Konstanzer Autor Hermann Kinder publiziert und kommentiert das „Familienalbum“ seines Vaters. Sein Schriftstellerkollege Jochen Kelter hat es gelesen und seemoz zur Verfügung gestellt. Pikantes am Rande: Angeboten hat Kelter seine Buchbesprechung auch dem Südkurier, für den er lange Jahre viel gelesene Texte verfasst hat. Aber aus uns nicht näher bekannten Gründen scheint die Tageszeitung vor Ort zukünftig auf Kelters Mitarbeit verzichten zu wollen. …weiterlesen »

„Sterben ist traurig, aber nur für die anderen“

Am Konstanzer Theater gibt es „Die Brüder Löwenherz“ als Weihnachtsmärchen für Kinder ab sieben Jahren. Das Stück beginnt mit dem Tod eines kleinen Jungen und behandelt Ungerechtigkeit, Mut und das Sterben. Ein bisschen zu düster als Stoff für Kinder, meinen die einen, während die anderen es als unvereinbar ansehen, dass in einer Inszenierung des Klassikers von Astrid Lindgren gesungen und getanzt wird. Für Kinder hingegen ist der Tod ein ganz normales Thema und kann durchaus poppig inszeniert werden. …weiterlesen »

Prominenter Besuch im Contrast

Kommenden Samstag wird der vielseitige Künstler und Musikproduzent Mark Reeder aus Berlin ins Contrast nach Konstanz kommen und im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Tanz der Nacht“ als Discjockey seine Musikproduktionen und Remixes präsentieren und mischen. Mark Reeder wurde 1958 in Manchester geboren. Ende der 70er Jahre zog er nach Berlin, unter anderem inspiriert von David Bowies in Berlin entstandenen Alben „Low“ und „Heroes“ und der elektronischen Musik von Bands wie Tangerine Dream. …weiterlesen »

Als der rote Matrose marschierte …

Nach der erfolgreichen seemoz-Veranstaltung letzten Freitag, in der es um die 1918/19-Ereignisse in der Bodensee-Region ging, stellt diese Lesung jetzt die bayerische Räterepublik 1919 in den Mittelpunkt: „Das Raubtier und der rote Matrose“ von Rudolf Stumberger in der Konstanzer Seebuchhandlung. …weiterlesen »

Sterben kann Freude schenken

Im November steht Bach an, immer wieder Bach, und das ist gut so. Die traditionsreichen 30. Konstanzer Bach-Tage vom 19. bis 25. November stellen Johann Sebastian Bach in den Kontext seiner Zeitgenossen wie Dieterich Buxtehude und Georg Phillip. Wer also endlich einmal Händels „Messias“ („Haaa-leluja!“) live hören oder sich in bachsche Orgelmusik versenken will, hat ausgiebig Gelegenheit dazu. So erbaulich aber Bach auch komponierte, wenn nicht genug gestorben wurde, machte ihn das unwirsch. …weiterlesen »

Nicht witzig!!!!!!

Am Freitagabend wartete das Theater auf der Werkstattbühne mal wieder mit einem aktuellen gesellschaftspolitischen Thema auf: dem Reichsbürger. Wolfgang Hagemanns Inszenierung des Monologs „Der Reichsbürger“ aus der Feder von Annalena und Konstantin Küspert bot trotz der (nachgerade bedrohlichen) Brisanz dieser Bewegung eher seichte Abendunterhaltung denn eine kritische Auseinandersetzung. Kaum eine Spur von ernsthaftem Grübeln oder gar Schockiertheit im gut gefüllten Zuschauerraum. …weiterlesen »

Bullshitbingo und Problemfrauen

Es passiert ja doch immer mal wieder: Jemand macht einen sexistischen Spruch und keiner sagt was. Oder es sagt doch wer was und wird dann augenrollend als hysterisch bezeichnet. Stunden später fällt einem dann ein cooler Konter ein. Safty first heißt es aber auch hier und drum gibt’s zwei tolle Bücher als Lektüretipp. …weiterlesen »

Mitmachen im Lustschloss

Ein Vorhaben der Südwestdeutschen Phil­har­monie wirft seine Schatten weit voraus: Am 16.11. ist Anmeldeschluss für alle Konstan­zerIn­nen, die bei „Daheim – Eine Odyssee“ im nächsten Sommer auf, vor, hinter oder neben der Bühne stehen, tanzen, singen, schneidern, catern oder sonst wie mitmachen wollen. Das gemeinsam erarbei­tete Werk wird zusammen mit dem Orchester am 4. und 5. Juli 2019 im Kon­stanzer Lustschloss aufgeführt, und natürlich kann man/frau sich vorher bei Projekttagen näher kennenlernen. …weiterlesen »