Das bohèmistische S U B J E K T I V

Am vergangenen Freitag war Vernissage der Ausstellung „Das bohèmistische Subjektiv“ mit sechs Konstanzer Künstlerfreunden im Turm zur Katz. Die Arbeiten sind dort noch bis zum 11. November in der dritten und vierten Etage zu sehen. Aufgrund der mehrfachen Nachfrage veröffentlichen wir die Eröffnungsrede unserer Kollegin Veronika Fischer im Wortlaut. …weiterlesen »

Jour fixe auf der Meersburg

Die Ravensburger Schriftstellerin Katrin Seglitz stellt gemeinsam mit syrischen Geflüchteten das Buchprojekt „Meine traurige Heimat“ vor: „Meine traurige Heimat war das schönste Land der Welt. Jetzt ist es das Unglücklichste.“ So beginnt ein junger Syrer seine Erzählung über Aleppo. Er ist Teilnehmer eines Sprachkurses in Ravensburg. Seine Worte werden zum Titel eines Erzählprojekts, das die Schriftstellerin Katrin Seglitz initiiert hat. …weiterlesen »

Warum der Verfassungsschutz aufgelöst gehört

Der Rechtsextremismusexperte Hajo Funke sieht im deutschen Verfassungsschutz (VS) ein Sicherheitsrisiko für Staat und Gesell­schaft. Die Staatsaffäre um das V-Mann-Desaster habe das ganze Ausmaß der syste­ma­ti­schen Verstrickungen des Inlands­geheimdienstes in die neonazistische Szene und das Umfeld des NSU-Trios gezeigt. Eine unendliche Geschichte von struktureller Unterstützung der rechten Szene, Behin­de­rung der Aufklärung und Aktenvernichtung zur Vertuschung möglicher Erkenntnisse darüber, was der VS aus dem Umfeld des NSU-Trios und dessen Netzwerk wusste, befördert und billigend in Kauf genommen hat. …weiterlesen »

Die Reis‘: Szenischer Aufruf zur Solidarität

Beeindruckende Uraufführung des neuen Zahner-Stückes „Die Reis’“ in Singen – die Scheffelhalle erweist sich als fulminante Kulisse – Vater und Sohn spielen Vater und Sohn – Plädoyer gegen Ausgrenzung und Verfolgung bietet Parallelen zur Politik der Gegenwart – tolle Schauspieler-Leistung, ideenreiche Inszenierung und originelles Bühnenbild – ein rundum gelungener Premieren-Abend. …weiterlesen »

Das Theater zeigt, was es hat und kann

Fast schon traditionell – das Theaterfest zum Auftakt der neuen Spielzeit in Konstanz. Dann brummt der Münsterplatz, dann wieseln die BesucherInnen durch Werkstätten und Requisite, dann präsentieren sich die SchauspielerInnen in zumeist ungewohnten Rollen. Und die PassantInnen ruhen sich auf den Bierbänken aus, applaudieren den KünstlerInnen und klatschen im Takt zur Country-Music. Ja, das Theater ist längst in der Stadt angekommen. …weiterlesen »

NUN ist es wieder soweit

Vor einem halben Jahr starteten zwei Grafikerinnen aus Konstanz ihr Herzensprojekt: ein grenzübergreifendes, kostenloses Magazin in Konstanz und Kreuzlingen: Das NUN. Manch einer fragte sich, ob sich das Konzept langfristig trägt. Soeben ist die zweite Ausgabe erschienen. Die Resonanz? Riesig! …weiterlesen »

Neues vom Scala-Film

(hr) Douglas Wolfspergers Film „Von Windeln verweht“ über den Niedergang des Konstanzer Scala-Kinos steht in den Startlöchern. Die Uraufführung wird bei den 52. Internationalen Hofer Filmtagen (23. bis 28.10.) stattfinden. Wenige Tage später ist der Film dann im Wettbewerb der 40. Biberacher Filmfestspiele (30.10. bis 4.11.) zu sehen. Die erste Premiere in unserer Region also. Der allgemeine Kinostart, unter anderem mit Premieren in Konstanz und Kreuzlingen, ist für Januar 2019 geplant. Man darf schon mal gespannt sein.

Eine Reis‘ ins Jenische

Niemand weiß so recht, warum gerade Singen zum Zentrum für Jenische wurde. Auch Gerd Zahner nicht, der mit „Die Reis’“ dem fahrenden Volk jetzt ein dramaturgisches Denkmal setzt. Das Schauspiel erlebt am kommenden Freitag seine Uraufführung an symbolträchtiger Stätte – in der Scheffelhalle zu Singen, die auf jenischem Gelände stehen soll. …weiterlesen »

Hilfe, die durchgeknallten Russen kommen

Regisseur Andrej Woron hat eine ihm sehr eigene Handschrift. Grell, laut, pornografisch, skurril. Wer das nicht mag, wird kein Freund von „Hundeherz“. Woron-Fans hingegen müssen umgehend zur Spielzeitstart-Inszenierung in die Konstanzer Spiegelhalle. „Hundeherz“ ist – wie so häufig bei Woron – hervorragend. …weiterlesen »

Der Gott der schlechten Laune

Das Warten hat ein Ende – endlich wieder Theater! Denkt man, doch die erste Premiere der neuen Spielzeit am Konstanzer Stadttheater macht dann genau das zum Thema. Mit „Warten auf Godot“ inszeniert Intendant Christoph Nix einen Klassiker und stellt damit die Frage: Worauf warten wir heute? …weiterlesen »

Der Zwischenturm

Der Konstanzer „Turm zur Katz“ hat seit Anfang des Jahres ein neues Konzept. Aus dem ehemaligen Bildungsturm wird nun ein Zentrum für Kunst und Gestaltung. Momen­tan befindet sich das Projekt in der Findungs- und Experimentierphase – „Zwischen zwei Türmen“ also. So auch der Titel der aktuellen Ausstellung. Noch bis zum Ende der Woche kann man Arbeiten von Boris Petrovsky und Nikolaus Troxler sehen, danach wird Platz gemacht für lokale und internationale Projekte. …weiterlesen »

Godot kann kommen

Einen mutigen Saisonstart legt das Theater Konstanz am kommenden Wochenende hin: Mit dem Neoklassiker „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett und dem Dissidenten-Stück „Hundeherz“ von Michail Bulgakow proben die Regie-Urgesteine des Stadttheaters, Christoph Nix und Andrej Woron, die Umsetzung des Spielzeit-Mottos „vom Glück des Stolperns“. Und das Konstanzer Theater wäre nicht das Konstanzer Theater, wenn da nicht aktuelle, politische Bezüge vorkämen. …weiterlesen »

Bodensee-Literaturpreis 2018 an Eva Gesine Baur

Der Bodensee-Literaturpreis der Stadt Überlingen geht in diesem Jahr an die Schriftstellerin Eva Gesine Baur für ihr bisheriges Gesamtwerk. Der traditionsreiche Preis wird seit 1954 vergeben, zunächst jährlich und seit 1981 jedes zweite Jahr. Eva Gesine Baur ist die 42. Preisträgerin. …weiterlesen »

Zebra-Kino: Von Havanna bis Tempelhof

Infos zum aktuellen Wochenprogramm des Konstanzer Zebra Kinos: Die vier Filme erzählen von alter Liebe und rauhem Sport, von Geflüchteten in Berlin und Kammerspielen in den USA. Ein Tipp der Redaktion: „Candelaria“, die etwas andere Liebesgeschichte aus Kuba. …weiterlesen »

Forum Allmende: Wer rastet, der rostet

Die literarische Gesellschaft Forum Allmende wird 20 Jahre alt, und der Verein feiert das Ereignis Ende der Woche mit einem Podiumsgespräch und mehreren Lesungen. Ob das halbe Dutzend Gründungsmitglieder der literarischen Gesellschaft, darunter der Konstanzer Schriftsteller Hermann Kinder und der Lyriker Peter Salomon, im Gründungsjahr 1998 damit gerechnet hat? Wohl kaum, vermutet unser Autor. …weiterlesen »

Konstanz, die Krimi-Stadt

Erst „Muzungu“, jetzt „Goster“ – zwei Klasse-Krimis zweier Konstanzer Juristen in nur einem Jahr. Der hoch gelobte Afrika-Kriminalroman „Muzungu“ von Noch-Intendant Christoph Nix erschien Anfang 2018, „Goster“ von Gerhard Zahner kommt heute auf den Markt – der Thriller hatte 2016 Premiere als Kinofilm, wurde 2017 in der ARD gezeigt und dann für den Grimme-Preis nominiert. …weiterlesen »

Alle Macht dem Wort

„WortMachtWort“: Ein feiner Titel für ein feines Heft. Die neue Ausgabe des Jahreshefts „Mauerläufer“ handelt von der Macht des Wortes. Und sie spricht ein Machtwort gegen die allgegenwärtige Seichtheit des Wortes, die nicht nur den weit verstandenen Bodenseeraum besetzt hat. Aus ihm spricht der „Mauerläufer“ mit farbigem Wort und Bild – wie der kleiberartige Vogel, der erst im Flug sein prächtiges, rot-weißes Gefieder herzeigt. …weiterlesen »