Schneller als das Virus

In Zeiten der Verunsicherung haben Verschwörungsmythen Konjunktur. Es ist die Zeit der Vereinfacher und Demagogen. Auch im religiösen Bereich gibt es viele bizarre und auch höchstgefährliche Theorien zu den Ursachen des Coronavirus. Gerade in diesen turbulenten Zeiten verzeichnen Glaubensgruppen der unterschiedlichsten Prägung weltweit wieder vermehrt Zulauf. …weiterlesen »

Luzid und sprachmächtig – Danilo Kiš‘ „Psalm 44“

Danilo Kiš gehört zu jenen Autoren der „zweiten Moderne“, die in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in Frankreich, Deutschland und anderswo die Literatur noch einmal zu revolutionieren versuchten. Er zählt sicher neben Ivo Andrić und Alexandar Tišma zu den wichtigsten jugoslawischen Autoren des 20. Jahrhunderts. …weiterlesen »

Zwei Hoffnungsstreifen am Horizont

Der deutschsprachige Buchmarkt verändert sich, und das geht zu Lasten anspruchsvoller Bücher, engagierter Verlage und fach­kun­diger BuchhändlerInnen, die ihre Bücher wirklich kennen. Der Trend geht hin zu schnell ver­käuf­licher Massenware, die von Medien­kon­zer­nen produziert und in ano­ny­men Buch­kauf­häusern mit maximalem Profit los­ge­schlagen werden kann. Gegen diesen krisen­haften Trend im Verlagswesen sind im Thurgau zwei neue Buchverlage gegründet worden. …weiterlesen »

Theater Konstanz für Zuhause

Da die ZuschauerInnen derzeit nicht ins Theater gehen können, kommt das Theater Konstanz jetzt direkt zu seinen Zuschau­erIn­nen nach Hause – oder zumindest auf den heimischen Bildschirm. Das Theater stellt ab sofort Mitschnitte von Inszenierungen ins Internet und zeigt dort auch Schau­spielerin­nen und Schauspieler, die aus ihren Lieblingsbüchern lesen. Ab Dienstag ist dann zusätzlich ein Wohnzimmerkonzert des Jungen Theaters im Internet zu erleben, das am letzten Freitag aufgezeichnet wurde. …weiterlesen »

Der große Muntprat

Der Handel war schon im Mittelalter international, und daran hatte Konstanz mit seiner privilegierten Lage im Voralpenraum seinen Anteil. Ein wichtiger Kaufmann war damals Lütfrid Muntprat (der wie die Straße im Paradies heißt). Er war europaweit unterwegs, ein erfolgreicher Geschäftsmann, Konstanzer Bürgermeister und einer der reichsten Menschen weit und breit. Sein Leben wurde von der Schriftstellerin Chris Inken Soppa zu einer Romanbiographie verarbeitet, die in dieser Woche erschienen ist. …weiterlesen »

Callahan & Moore erneut in der Zimmerbühne

Die weit über unsere Grenzen hinaus vielgelobten Musiker, Bandleader und AutorInnen Mat Callahan und Yvonne Moore singen Lieder aus ihrem brandneuen Album „Working-Class Heroes“, einer Sammlung amerikanischer Arbeiter- und Folksongs aus vergangenen Jahrzehnten, die sie für ein heutiges Publikum wiederbelebt haben. Ein Konzert, auf das viele gewartet haben, die schon beim ersten Auftritt des Duos begeistert waren. …weiterlesen »

„Nicht wegsehen, sondern handeln“

Der Katalog zur Alltagsgeschichte des Nationalsozialismus in Konstanz wurde neu aufgelegt – für Tobias Engelsing ein Beitrag zur Meinungsbildung in einer Zeit, in der rechtsradikale und rechtsextreme Feinde die liberale Demokratie bedrohen.

Weltkriegsveteranen marschieren 1937 am Bodanplatz vor dem „arisierten“ Textilgeschäft Merkur vorbei.

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Ein ganz spezieller Krimiabend mit Musik

Zwei Autoren, zwei druckfrische Bücher: Christoph Nix liest aus Gerd Zahners neuem Goster-Krimi „Keiner verliert allein“ und Gerd Zahner aus Christoph Nix‘ im Februar erschienenen Afrika-Krimi „Lomé – Der Aufstand“, beide erschienen im Transit Verlag. Musikalisch begleitet wird die Lesung kommenden Samstag in der Spiegelhalle von Mohamed Badawi. …weiterlesen »

„Ist dies das ganze Paradies?“

So der Titel eines Abends mit „jüdischen Märchen und Konzert“ kommenden Montag im Bürgersaal des Singener Rathauses. Das Programm gestalten die Hamburger Schauspielerin Paula Quast und der aus dem Allgäu stammende Multiinstrumentalist und Nachfahre französischer Roma-Musiker Henry Altmann (Bild). Seit 2015 gastieren sie mit dieser Vorstellung im gesamten deutschsprachigen Raum. …weiterlesen »

Arnulf Rating: „Tornado“ in der Singener Gems

Mit dem Berliner Arnulf Rating schlägt kommenden Samstag ein überregional bekannter Kabarettist in Singen auf. Älteren Kabarett-FreundInnen ist er noch bestens in Erinnerung als Gründungsmitglied der legendären „Die 3 Tornados“, denen er bis zu deren Auflösung 1990 angehörte. Seit 1993 ist Rating mit Soloprogrammen unterwegs. Was nun in Singen auf das Publikum in etwa zukommen wird, lesen Sie hier: …weiterlesen »

Zeitreise nach New Orleans

Mit „Wonderful World“ bringt das Theater Konstanz eine Inszenierung auf die Bühne, die sich mit der Entstehungsgeschichte des Jazz sowie der Legende Louis Armstrongs beschäftigt. Musikalisch übertrifft der Abend alle Erwartungen und lässt eine längst vergangene Zeit wieder lebendig werden. Absolut empfehlenswert! …weiterlesen »

Stalin

Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Beliebtheit Stalins in der russischen Gesellschaft , motiviert durch eine politische Strategie der russischen Regierung, die einen raueren Ton gegenüber Andersdenkenden mit sich bringt, zeigt das Theater Konstanz derzeit das Zweipersonenstück „Stalin“. Unsere Theaterkritikerin hat es sich angeschaut und einige Schwächen festgestellt. …weiterlesen »

Was der Kulturfonds dieses Jahr fördert

Mit Geldern aus dem Konstanzer Kulturfonds werden jährlich Projekte von freien Kultur­schaffenden aus Konstanz und Kreuzlingen gefördert. Die Summe des Kulturfördertopfes beträgt jährlich 50.000 Euro (durch stehengebliebene Mittel aus den Vorjahren waren 2020 effektiv 72.810 Euro zu vergeben). Welche Projekte dieses Jahr finanziell bezuschusst werden, zeigt die nachfolgende Übersicht. …weiterlesen »

Konstanzer Museen 2020: Spannende Ausstellungen

Nach dem Rückgang im Hitzesommer 2018 konnten die vier Konstanzer Museen ihre Besucherzahlen im vergangenen Jahr wieder deutlich steigern. „Echte Kunstwerke, echte Objekte, echte Menschen“ werden immer ihr Publikum finden, ist Museumschef Tobias Engelsing überzeugt. Museen sollten nicht zum „voll digitalisierten Rummelplatz“ verkommen. So ein Resultat der Jahrespressekonferenz. Doch nicht nur das. Ein Ausblick auf das kommende Jahr. …weiterlesen »

Seht und hört! Nicht mehr

„Der 90-jährige Wolfram Mehring inszeniert derzeit ‚Glückliche Tage‘ von Samuel Beckett am Konstanzer Stadttheater.“ Der erste Satz eines Textes, das hat man als Journalist verinnerlicht, muss die LeserInnen reinziehen. Und viel mehr geht hier nicht. Diese Kombination verspricht faszinierende, aufregend-nachdenkliche Abende in der Spiegelhalle, die Premiere fand vergangenen Samstag statt. …weiterlesen »

Wollt Ihr mal was Tolles sehen?

„Die drei ???“ bedürfen keiner Ankündigung. Sie haben Generationen heutiger Menschen das gegeben, was früher Karl May allein den Knaben gab: Träume von Allmacht und einem Leben jenseits des ewigen Geprügeltwerdens und jener Demütigungen, die den Kinderalltag bestimmten. Die Titelbilder der deutschen Ausgabe dieser Reihe sind Legende und werden demnächst in einer Auswahl in Konstanz gezeigt. Da ist er wieder, dieser alte Hauch von Freiheit und Popart, der ein abenteuerliches Leben erhoffen lässt. …weiterlesen »

Den Boden unter den Füßen verloren

Der St. Galler Schriftsteller Christoph Keller ist erster Gast der diesjährigen „Konstanzer Literaturgespräche“. Etliche Jahre lebte der heute 57-Jährige in New York, wo er auch seine Frau kennenlernte, die amerikanische Lyrikerin Jan Heller Levi. Im vergangenen Jahr kehrte Keller dem „Neuen Kontinent“ den Rücken – was auch mit dem derzeitigen Präsidenten zu tun hat, den beide kritisch beurteilen. …weiterlesen »