Klangmagie am Sonntagmittag

Die Reihe „High Noon Musik 2000+“ widmet sich seit 2010 der Aufführung der neuen und allerneuesten Musik und holt immer wieder überraschende Ensembles mit ausgefallenen Programmen nach Konstanz. Im ersten Konzert des neuen Jahres 2019 präsentiert das Sonemus Trio gleich mehrere Konstanzer Erstaufführungen – sowie das 30 Jahre alte und damit beinahe schon klassisch gewordene „Allegro sostenuto“ von Helmut Lachenmann. …weiterlesen »

Feuer und Flamme für Strom & Wasser

Heinz Ratz, exzentrischer Liedermacher und Bandchef von Strom & Wasser, gibt am 26. Januar ein Konzert im Konstanzer Kulturladen, seemoz e.V. ist Mitveranstalter. Seit Jahren tourt die Gruppe durchs Land, sammelt für Obdachlosenunterkünfte, macht sich stark für Umweltschutz und die Rechte von Geflüchteten, unterstützt selbstverwaltete Jugendzentren und positioniert sich klar gegen den braunen Ungeist. Ein nicht nur musikalisches Highlight im neuen Jahr. …weiterlesen »

Entweder heiraten oder Selbstmord

„Die Jugend ist verschwendet an die jungen Leute.“ Das Zitat wird Oscar Wilde zugeschrieben und derzeit vom Unitheater in einer zynisch- depressiven Inszenierung von Bruckners „Krankheit der Jugend“ hinterfragt. Sehenswert und verstörend, beides gleichermaßen, meint unsere Autorin. …weiterlesen »

Nelson Mandela. Rebell, Häftling, Präsident.

Sein Name steht für Freiheit und Ver­söh­nung, aber auch für Widerstand gegen Unter­drückung und für die Unantastbarkeit der Menschenwürde. Nelson Mandela schrieb während seiner siebenundzwanzig Jahre im Gefängnis eine Vielzahl von Briefen an Gefängnisbehörden, Mitstreiter, Politiker und an seine Frau und Kinder. Aus den Texten spricht ein Mann, den keine Macht auf Erden zu beugen vermochte. Nächste Woche vermittelt der Autor einer deutschsprachigen Biografie Einblicke in Leben und Wirken der politischen Ikone Mandela. …weiterlesen »

Soul to soul

Ein Musik-Theater über die schwarze Bevölkerung der USA, über ihre Musik und ihre Helden wird in der zweiten Januarhälfte über die Bühne im Neuwerk Konstanz fegen: Eine Revue unter dem Titel „soul to soul“, in deren Mittelpunkt die schwarze Musik vom Beginn der 1960er Jahre bis zu den späten Vertretern wie Michael Jackson oder Prince in den 1980er Jahren stehen wird. …weiterlesen »

Ein vergessenes Volk in Bildern

Noch bis heute Abend (Freitag, 21.12., 18 Uhr) ist im Bürgersaal in Konstanz eine Ausstellung zu besichtigen, die das Leben und Kämpfen der Menschen in Rojava dokumentiert, jenem Landstrich im Norden Syriens, in dem KurdInnen seit einigen Jahren unter widrigsten Umständen basisdemokratische, egalitäre Selbstverwaltungsprojekte aufbauen. Die mit revolutionärem Eifer und geduldiger Beharrlichkeit gleichermaßen erkämpften humanitären Errungenschaften sind in ständiger Gefahr, den Machtkämpfen der Großmächte und regionaler Potentaten zum Opfer zu fallen. Aktuell hat der türkische Diktator Erdoğan neuerlich zum Sturm auf die Rojava-Kantone geblasen. Eindrücke von einer Bilderschau, die mehr will als nur berühren. Sie fordert zur Solidarisierung mit Menschen auf, die in Freiheit und Selbstbestimmung leben wollen. …weiterlesen »

Das Denkmal muss auf den Schloßplatz

Der Bildhauer Peter Lenk wird dem Stuttgart 21-Protest ein Denkmal setzen. Es soll ein „irrer Tunneltrip“ durch Gipskeuper und Mineralbäder werden. Geschmacklos wie das ganze Projekt, verspricht er. Die Granden des Widerstands gegen S-21 sind an den Bodensee gefahren, um zu sehen, ob es gelingt. Kontext-Reporter Josef-Otto-Freudenreich hat sie begleitet. …weiterlesen »

Endlich macht Osner ein wenig Sinn

Die Überschrift mag manche/n irritieren, denn bisher ist SPD-Bürgermeister Andreas Osner, nebenberuflich auch für Kultur in dieser Stadt zuständig, nicht sonderlich positiv aufgefallen. Eher das Gegenteil war bis dato festzustellen. Aber auch er hatte nun eine vierte Chance und er hat sie nachhaltig genutzt. Chapeau! Ob allerdings seine Sympathiewerte deswegen gleich deutlich nach oben klettern, bleibt abzuwarten. Er bemüht sich aber nach Kräften. Sagt man. …weiterlesen »

Rosa Luxemburg und die Bodenseeregion

Im Januar 2019 jährt sich zum hundertsten Mal die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg (1871 – 1919). Am 4. Januar berichtet der aus Lindenberg stammende Autor und Regisseur Klaus Gietinger, Träger des Kulturpreises seiner Heimatstadt, als ausgewiesener Kenner der Ereignisse in Lindau über diesen politischen Doppelmord während der deutschen Revolution 1918/19 und dessen Hintergründe. Durchaus ein Grund also, Lindau einen Besuch abzustatten. …weiterlesen »

Großstadtgewächse und Strauchtomaten

Mit ihrem Debütroman „Garten, Baby!“ schreibt die Konstanzer Autorin Christine Zureich ein wunderbar witziges Buch über alles, was da so wächst in der Großstadt, wo der knappe Platz sich geteilt werden muss: Nachbarschaften und Kräuterhochbeete. Feinsinnig, voller sprachlicher Raffinessen und mit herrlich skurrilen Gestalten schafft sie so eine Lektüre, die Lust auf Grün macht. …weiterlesen »

100 Jahre Kino in Überlingen

Immer mehr Kinos haben in den vergangenen Jahrzehnten ihre Pforten geschlossen, sogar von einem „Kinosterben“ war zeitweise die Rede. Alte Lichtspielhäuser im Land wurden dicht gemacht, weil sie mit den großen Kinoketten nicht mehr konkurrieren konnten. Viele KonstanzerInnen erinnern sich noch mit Wehmut daran, wie im altehrwürdigen „Scala“ die letzte Vorstellung lief. An die Kinogeschichte der Stadt Überlingen erinnert bald eine Ausstellung, die dort derzeit vorbereitet wird. …weiterlesen »

Osner steht immer noch in der Kreide

Sie erinnern sich? Um dem Konstanzer Thea­ter dick­strahlig ans Bein zu pinkeln, ließ SPD-Bürger­meister Andreas Osner für min­des­tens 17.000 Euro ohne Absprache mit den zustän­di­gen Gremien ein völlig unnützes Gutachten erstellen, das belegen sollte, dass die Auf­füh­rung von „Mein Kampf“ dem Ansehen von Stadt und Theater geschadet habe. Da Osner seine Schulden partout nicht begleichen will, zeigt ihm nun das Theater, wie das geht und lädt zu einer Benefiz-Veranstaltung. …weiterlesen »

Kinder trifft Assmann

Ein seltenes Ereignis: Hermann Kinder, Schriftsteller und Ehemaliger der Universität Konstanz, trifft auf Aleida Assmann, renommierte Konstanzer Kultur­wissen­schaftlerin und – gemeinsam mit ihrem Mann Jan Assmann – diesjährige Trägerin des Friedenspreises des deutschen Buchhandels. Der Anlass zu diesem „Konstanzer Literatur­gespräch“ von Forum Allmende ist das neue Buch des Schriftstellers „Die Herzen hoch und hoch den Mut“. …weiterlesen »

Auf den Spuren von Roger Köppel

„Mein Leben ist ein Selbstfindungsprozess. Ich wachse am Widerstand“, sagt Roger Köppel gegenüber Jean-Martin Büttner im Tages-Anzeiger. Daniel Ryser recherchierte unermüdlich über diesen Selbstfindungs­prozess, um herauszufinden, wer Köppel wirklich ist. Ryser ist ein vielfach aus­gezeichneter Journalist mit Thurgauer Wurzeln, 2016 Rechercheur und Schweizer Journalist des Jahres. Aus seiner unautori­sierten Köppel-Biografie „In Badehosen nach Stalingrad“ liest er am 14. Dezember im Horst Klub in Kreuzlingen in Kooperation mit seemoz e.V. …weiterlesen »

Vorfreude auf einen Rabenvogel

Für „Die Tuttlinger Krähe“, einem der wichtigsten deutschen Kleinkunst­wett­be­werbe, können ab sofort Karten erworben werden. Die Jury nominierte zwölf Finalisten, darunter zehn Solo-Künstler, ein Duo und ein Quartett. Seit der Premiere im Jahr 2001 hat sich der Wettbewerb um den Kleinkunstpreis „Tuttlinger Krähe“ bundesweit einen guten Namen in der Szene gemacht. Vom 2. bis 7. April nächsten Jahres geht die „Tuttlinger Krähe“ somit in ihre 19. Auflage. …weiterlesen »

Die nächtlichen Kleinkunst-Splitter im Dezember

„Einfach so“ nennt sich das Bühnenduo Ansgar Hufnagel und Cäcilia Bosch, das bei der bereits 127. Auflage des schon legendären Kleinkunstevents in der Konstanzer Kultur­kneipe K9 durch den Abend führen wird. Ein Name, der gut zu dem Format passt, bei dem einmal im Monat die Bühne freigegeben wird für Kurzauftritte von Profis, Amateuren und ausdrücklich auch Dilettanten. …weiterlesen »

Der Abgrund von nebenan

Sie leben mitten unter uns und auch in Konstanz gibt es sie. Sie profitieren von allen Vorzügen eines rechtsstaatlichen und demokratischen Gemeinwesens. Aber sie lehnen nicht nur die bestehende, sondern jede Form der Demokratie und die damit verbundenen Werte ab. Sie bekämpfen nicht nur den Staat – nein, sie leugnen seine Existenz: Deutsche – die sogenannten und selbsternannten „Reichsbürger“. Ein neues Buch gewährt Einblicke in eine ständig wachsende Szene, die nicht zu unterschätzen ist. Der Autor kommt am 14.12. nach Konstanz und liest in der Werkstatt des Theaters aus seinem Buch. …weiterlesen »