Erneut im Theater: „Der Reichsbürger“

Mit großem Erfolg spielte Ralf Beckord in der letzten Spielzeit in der Werkstatt des Theater Konstanz „Der Reichsbürger“. Ein Stück auch mit lokaler politischer Brisanz. Denn auch hier sind sie schon mitten unter uns – Reichs­bürger, Menschen, die die grund­gesetz­liche Ordnung der Bundesrepublik Deutschland ablehnen. Hat man die Szene vor einigen Jahren noch eher belächelt, sind die Reichsbürger, auch als „Selbstverwalter“ bezeichnet, mittlerweile fester Bestandteil der militant-rechtsradikalen Bewegung. …weiterlesen »

Beispiel Ukraine: Wie Kriege entstehen

Nicht nur in Konstanz sind gute Theater­produktionen zu bewundern, auch in Singen, Radolfzell und auf anderen Bühnen im Landkreis werden immer wieder spannende Vorführungen angeboten. So werfen wir einen Blick Richtung Überlingen, denn dort wird am 23.11. das Theaterstück „Das Bild vom Feind“ der renommierten Berliner Compagnie aufgeführt. Diese europaweit bekannte Theatergruppe versucht sich an einer Antwort am Beispiel der kriegerischen Aus­ein­ander­setzungen in der Ukraine. …weiterlesen »

Geheimsache Rosa Luxemburg

Rosa Luxemburg – viele Menschen kennen heute gerade mal ihren Namen. Von manchen wird sie verherrlicht, von anderen verdammt. Doch was hat diese Frau tatsächlich gedacht und gemacht? Das Leben und Wirken der polnisch-deutschen Politikerin und Theoretikerin der internationalen Arbeiter­bewegung (1871–1919) hat auch heute nichts an Faszination verloren. Das portraittheater bringt diese ungewöhnliche Frau auf die Bühne und macht ihr Wirken für ein heutiges Publikum nacherlebbar. …weiterlesen »

Brecht ergreifend

Mit einem 11-köpfigen Ensemble bringt Johanna Schall derzeit Bertolt Brechts Parabelstück „Die Tage der Commune“ auf die Bühne des Theaters Konstanz. Das Thema der kleinen Revolution am Ende des Deutsch-Französischen Kriegs in Paris im Frühjahr 1871 ist, wie die Themen vieler Brecht-Stücke, ‚harter Stoff‘ – schonungslos und authentisch erzählt. Doch die Inszenierung Schalls, die auf der Fassung des Berliner Ensembles aus dem Jahr 1962 basiert, schafft es mit viel Feingefühl, ohne erhobenen Zeigefinger die Schwierigkeiten einer Revolution darzustellen. …weiterlesen »

Beispiel China: Big Data is watching you

Bis zum Jahr 2020 sollen in China mehr als 600 Millionen Kameras die BürgerInnen permanent überwachen. Computersysteme, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz, werten die Bilder ständig aus, analysieren das Verhalten der Menschen. Die Totalüberwachung nimmt in China besorgniserregende Ausmaße an. In der hörBAR im Konstanzer Gewölbekeller stellt die Journalistin Gabriele Knetsch ihre Rechercheergebnisse vor. …weiterlesen »

Afrikanische Kolonialgeschichte auf der Bühne

Das Theater Konstanz setzt sich mit einem in Deutschland eher unbekannten Stück Kolonialgeschichte auseinander: Mit der brutalen belgischen Kolonialherrschaft im Kongo. Das Schauspiel „Ngunza – Der Prophet“ von Rafael David Kohn ist inspiriert vom Wirken Simon Kimbangus, eines christlich inspirierten Predigers und Wunderheilers, der in den Augen seiner Millionen Anhänger zu den Propheten und Märtyrern in der Nachfolge Christi zählt. Premiere ist am 17. November um 18 Uhr in der Spiegelhalle. …weiterlesen »

Töne, Worte, Herz & Schmerz

Das abwechslungsreiche Musikjahr endet mit einer zusätzlichen Veranstaltung: Im Rahmen eines Gesprächskonzertes werden am 17. No­vem­ber 2019 in der Philharmonie im Rahmen der ambitionierten Reihe „HighNoon Musik 2000+“ Werke der Komponistin Alice Baum­gartner präsentiert. Die Schweizerin gehört zu einer neuen Komponistinnen­generation, die ihre Wurzeln nicht mehr nur bei Bach, Schönberg oder Ligeti, sondern auch in der jüngeren populären Musik von Udo Jürgens bis Elton John sieht. …weiterlesen »

Theaterschiff Atlantis legt nicht ab

Viele TheaterfreundInnen rund um den See hatten sich den Termin längst in ihrer Agenda vermerkt: Anfang Mai 2020 sollte von Konstanz aus ein Theaterschiff in See stechen und die Bodensee-Anrainer Deutschland, Schweiz und Österreich kulturell miteinander verbinden. Ein großes und auch spannendes Projekt. Aber daraus wird nichts, hat Intendant Christoph Nix gestern auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben und auch die Gründe benannt. …weiterlesen »

Hoch das Bein für die Kunst

In Winterthur ist dieser Tage das 27. Tanz­festival zu erleben, eine der wegweisenden schweizerischen Tanzveranstaltungen mit internationalem Flair. Mehr als 15 Choreo­graphien sowie eine Dokumentarfilm­veranstaltung bieten einen Querschnitt des zeitgenössischen Tanzes, wie er sich inten­siver kaum denken lässt. Neben international renommierten Choreographen erhalten auch Newcomer die Chance, sich einem größeren Publikum zu präsentieren. Ein ost­schweizerisches Mekka für FreundInnen des Tanztheaters. …weiterlesen »

Zwei Gesichter Deutschlands an einem Ort

Schloss Ettersburg bei Weimar ist ein Ort, dessen Geschichte durch und durch deutsch ist. Goethe, Schiller und Wieland ließen es sich hier bei ihren adligen Gönnern gut gehen, Liszt, Andersen und andere Künstler­persön­lich­keiten waren später zu Gast. Hier wurde Theater gespielt – aber ganz in der Nähe dann auch das KZ Buchenwald errichtet. Am 6.11. präsentieren Frank Lettenewitsch und Bernd Konrad im Theater Konstanz „Ettersburg, ein Sommernachtstraum – Zwei Gesichter Deutschlands an einem Ort“. …weiterlesen »

Gems: Gravitationszentrum Blues

Ohne den Blues gäbe es weder Rock noch Jazz, und wir müssten den lieben langen Tag Peter Alexander und Zarah Leander hören. Vielen aus der etwas älteren Generation ist die Beziehung zwischen Blues und Rock noch geläufig, denn die Rolling Stones haben sich nach einem Song von Muddy Waters benannt, und der erdige Südstaaten-Sound von Canned Heat oder der Allman Brothers wäre ohne den Blues nicht denkbar. Am 9.11. gibt es in der Gems in Singen einen Abend, dessen Gravitationszentrum der Blues ist. …weiterlesen »

Mut zur Wut

Plakate gehören – allein schon ihrer Größe wegen – als Mittel der öffentlichen Kommunikation auch auf die Straße. Dorthin zurück bringt sie das Kulturamt ab dem 4. November in Konstanz. Gezeigt werden die insgesamt 30 Siegerplakate des diesjährigen Heidelberger Plakatwettbewerbs im öffentlichen Raum. Denn nur ein Plakat, das auch massenhaft angesehen wird, hat seinen Zweck letztlich erfüllt. …weiterlesen »

Ho, Ho, Ho Chi – wer?

„Ho, Ho, Ho Chi Minh“ steht in grellen Lettern auf der Straße vor dem Eingang zur Kon­stan­zer Spiegelhalle, in der das Stück „Junge Hunde“ derzeit aufgeführt wird. Die 68er skandierten einst den Namen des kommu­nis­tischen Ministerpräsidenten Nordvietnams auf Demonstrationen gegen den Vietnam­krieg, in dem die USA die Freiheit der Welt auf der anderen Seite des Erdballs, nämlich in Vietnam, zu verteidigen behaupteten. Unsere Mitarbeiterin schildert hier ihre Eindrücke. …weiterlesen »

Vom Flug der „Libelle“

Einblick in vierzig Jahre Verlagsarbeit wird das „Konstanzer Literaturgespräch“ mit dem Verleger Ekkehard Faude am 24.10. in der Spiegelhalle gewähren. Das Signet auf den Büchern der „Libelle“ steht seit der Verlags­gründung 1979 für Rundumblick und unvor­hersehbaren Zickzack-Kurs. Jahre eines ent­deckungsfreudigen Flugs, der anfangs in Konstanz, seit 1991 vom Thurgau aus grenz­über­schreitend den Kulturraum der Boden­see-Region neu konturiert hat, ohne sich auf ihn zu beschränken. Ein Blick zurück. …weiterlesen »

„Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“

Der 16. Tuttlinger Literaturherbst biegt in die Zielgerade ein: Am Mittwoch, 23. Oktober, liest Manja Präkels aus ihrem preisgekrönten Romandebüt „Als ich mit Hitler Schnaps­kir­schen aß“. Nach dieser musikalisch-szeni­schen Lesung beschließt am Mittwoch, 6. November, Heribert Prantl die diesjährige Lesereihe mit seinem Buch „Vom großen und kleinen Widerstand“. Der Abend mit dem Leiter des Ressorts Meinung Süddeutschen Zeitung wurde wegen der großen Nachfrage in den Großen Saal der Stadthalle verlegt. …weiterlesen »

Die Konstanzer kurz.film.spiele feiern Jubiläum

Noch vor 100 Jahren waren fast alle Filme Kurzfilme, doch heute ist der Kurzfilm zu einer eigenen Kunstform avanciert. Davon kann sich mann*frau demnächst wieder überzeugen: Vom 23. bis 27.10.2019 veranstaltet das Zebra Kino eine Jubiläums-Sonderausgabe der Konstanzer kurz.film.spiele. In einem Best of 15 Years werden die 83 besten Kurzfilme der vergangenen 15 Jahre Festivalgeschichte gezeigt. Wegen der verlängerten Ausgabe findet das Festival dieses Jahr erstmalig im Zebra Kino selbst statt. …weiterlesen »

„Rettung lauert überall“

Ende letzter Woche fand vor zahlreich erschienenen Interessierten die Buchpremiere „THEATER_STADT_POLITIK – Von Konstanz in die Welt“ im Foyer des Stadttheaters Konstanz statt. Vorgestellt wurde die Publikation auf dem Podium von den Herausgebern Christoph Nix, David Bruder und Daniel Grünauer. Mit dabei auch der Autor und langjährige SPD-Stadtrat Jürgen Leipold und Verlagsleiter Harald Müller (Theater der Zeit). …weiterlesen »