Viel Lärm um so ein Theater

Am Freitagabend feierte das bereits im Vorfeld berühmt-berüchtigt gewordene Stück „Mein Kampf“ von George Tabori in der Inszenierung Serdar Somuncus im Konstanzer Stadt­theater Premiere. Da ich mich selbst als friedliebenden Menschen bezeichnen würde, war mir nach den hitzigen Debatten der vergangenen Tage eigentlich die Lust auf diesen Theaterbesuch vergangen und ich hatte sprichwörtlich ein wenig Bauchweh beim Gedanken an diesen Abend. Doch die Karte war bereits reserviert, der Artikel zugesagt – also was soll’s – hinein ins Getümmel. …weiterlesen »

Queergestreift durchs Kino-Leben

Fast ein Dutzend großer Spielfilme, dazu zahlreiche Kurzfilme und Dokumentationen, zeigt das Konstanzer Zebra-Kino auf seinem diesjährigen QUEERGESTREIFT-Filmfestival. Noch bis zum 25. April gibt es „aus­gezeich­nete“ Streifen aus aller Welt zu sehen, häufig von Experten kommentiert – wieder einmal ein Highlight nicht nur für die queere Szene. …weiterlesen »

Jüdische Kulturwochen am Bodensee, Teil 1

37 Veranstaltungen in sechs Städten in zwei Monaten: das sind die Jüdischen Kulturwochen 2018 am Bodensee. Sie werden seit dem 15.4 und bis zum 13.6 in Konstanz, Meersburg, Überlingen, Langenargen und Radolfzell veranstaltet. Bei Lesungen, Konzerten, Vorträgen und Filmen eröffnet sich der ganze Facettenreichtum der jüdischen Kultur. Und eine politische Demonstration sind sie in Zeiten von wieder erstarktem Antisemitismus allemal. …weiterlesen »

Slam, Slapstick, Sprachkunst

Artem Zolotarov gewinnt den 18. Klein­kunst­preis „Tuttlinger Krähe“ – Preise gehen nach Mainz, Heidelberg, Köln und München – Poetry Slam, (Musik-)Kabarett und „Kabarett mit Humor in Bewegung“ ausgezeichnet – Sonderpreis der Jury für Blömer/Tillack – „Tuttlinger Krähe“ wird ihrem Ruf als einer der wichtigsten deutschen Kleinkunstpreise gerecht. …weiterlesen »

Konzil meets Pop

Ein Konstanzer Pop-Chor rockt das Konzil: „KONZIL MEETS POP – IN THE MIRROR“ ist das Motto des A-cappella-Konzerts des Konstanzer Chorohnenamen am Samstag, 21. April, um 20 Uhr im oberen Saal des Konstanzer Konzils. …weiterlesen »

Die Frauen aus Ravensbrück

Die Geschichte der großen NS-Konzen­tra­tions­lager ist in den letzten Jahrzehnten gut erforscht und publizistisch aufgearbeitet worden. Allerdings stand die Geschichte der Männerlager weit mehr im Fokus als die Lager der Frauen. Durch den Dokumentarfilm „Die Frauen von Ravensbrück“ (2005) von Loretta Walz und das 2016 erschienene Buch „Ohne Haar und ohne Namen“ von Sarah Helm wurden die Biografien der dort Inhaftierten und damit auch der Widerstand von Frauen medial breit wahrgenommenen. …weiterlesen »

Wild Wild East

„Sie kommen zu Tausenden, doch die Allermeisten werden das gelobte Land niemals erreichen“. So lautet eine Zeile des Songs „Europa“ von den Toten Hosen, mit dem am Samstagabend die Premiere des Theaterstücks „Rut“ in der Konstanzer Theater-Werkstatt begann. Der Text des Stücks stammt aus der Feder des Intendanten Nix und ist angelehnt an die Bibelgeschichte einer verwitweten Frau, die gemeinsam mit ihrer Schwiegermutter von Moab nach Israel flieht, um sich ein neues Leben aufzubauen. …weiterlesen »

Zeppelin Museum: Kunstschätze auf dem Prüfstand

Ist das Raubkunst? Seit Verabschiedung der „Washingtoner Erklärung“ vor genau 20 Jahren stellen sich Museen diese brisante Frage mit Blick auf ihre Sammlungen. Oft tauchen sie dabei zum ersten Mal tiefer in die eigene Geschichte ein. Durch den Fund von Spitzenwerken der klassischen Moderne bei Cornelius Gurlitt im Jahr 2013, aber auch ganz aktuelle Debatten wie die zur Herkunft der ethnologischen Exponate im künftigen Berliner Humboldt-Forum, erhält das Thema unentwegt neuen Zündstoff. Ab 4. Mai auch im Friedrichshafener Zeppelin Museum. …weiterlesen »

Zum 21. Mal: Jazz Downtown Konstanz

26 Konzerte in 26 Lokalen und ein Armband als Ticket zu vielfältigem Musikgenuss … Am Samstag, 5. Mai, ruft „Jazz Downtown Konstanz“ wieder zum musikalischen Bummel durch die Altstadt und zum Grooven für den guten Zweck. Denn der Gewinn des Benefizabends fließt direkt in die Arbeit des Hospiz Konstanz e.V. Bereits zum 21. Mal stellt der Hospizverein den beliebten Jazzabend auf die Beine. …weiterlesen »

Zensur? Repression? Mainstream-Diktat?

Beunruhigende Vorgänge im Kultur-und Pressebetrieb der Region deckt unser Autor Jochen Kelter auf. Dabei geht es ihm weniger um seine Person als um einen ärgerlichen Mainstream-Trend, der sich beiderseits der Grenze breit macht. Wehret den Anfängen … …weiterlesen »

Wenn Mutter und Sohn ins Theater gehen

Das Konstanzer Theater zeigt ein Stück für Kinder, das sich mit den Fragen nach dem Glauben beschäftigt. Zentral sind dabei der Tod und der Umgang mit der Trauer. Aber auch Albträume, Eifersucht und das schlechte Gewissen werden in „Der Hahn ist tot!“ besprochen. Ein tolles Stück für die ganze Familie mit Kindern ab sieben Jahren. Veronika Fischer hat sich mit ihrem Sohn Konrad das Stück angesehen. …weiterlesen »

Guter Start für die Dali-Ausstellung

(hr) Bereits am ersten Wochenende fand die am 16. März eröffnete Sonderausstellung in der Städtischen Galerie in Überlingen großen Zuspruch. Salvador Dalí zählt zu den populärsten und zugleich rätselhaftesten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahr­hunderts. Die Ausstellung in Überlingen ist die erste große Dalí-Ausstellung in Süddeutschland seit fast 30 Jahren, die sich systematisch der Biografie und dem Werk von Dalí widmet. Überlingen erwartet einen neuen Besucherrekord.

Widerstand gegen die Engstirnigkeit

Serdar Somuncu inszeniert nächsten Monat das Stück „Mein Kampf“ von George Tabori am Theater Konstanz. Premiere ist an einem historisch passenden Datum: dem 20. April, Hitlers Geburtstag. Vorab unterhielt sich der künstlerische Tausendsassa mit Veronika Fischer über Kunst, Gelassenheit und Krankenkassen. …weiterlesen »

Deutschlands doppelte Schuld(en) an Griechenland

Auf welchen Konten landeten die Milliarden der „Griechenland-Hilfe“ wirklich? Und wie hoch sind die Schulden Deutschlands an Griechenland aus dem 2. Weltkrieg in Wahrheit? In seinem neunten Krimi setzt Bestsellerautor Wolfgang Schorlau seinen Fahnder Dengler auf die Spur des großen Geldes – und deckt die Machenschaften der „Euro-Retter“ ebenso auf wie die der Geschichtsfälscher. Ein Leseerlebnis nicht nur für Krimi-Fans. …weiterlesen »

Zwei Monde über dem Klumpen

„Der erste Weltkrieg hat tiefe Spuren in seiner Psyche hinterlassen“, schließt Ludwig Binswanger – Psychiater der Binswanger-Dynastie in der dritten Generation – aus dem Zustand Aby Warburgs. Der Hamburger Kunstwissenschaftler war von 1921 bis 1924 in der Kreuzlinger Privatklinik Bellevue mit der Diagnose „Schizophrenie“ in Behandlung. Unter Zwang, wie im Stück „Aby Warburg – Gespräche mit einem Nachtfalter“ immer wieder betont wird. Uraufgeführt wurde es am 21. März im Kult-X. …weiterlesen »

Wenn eine Kugel Eis schon Luxus ist

Für die sechs Millionen Menschen, für die sich der nicht gerade wertschätzende Ausdruck Hartz-IV-Empfänger eingebürgert hat, sind das entscheidende Tage. Denn derzeit errechnen Statistiker die Höhe der „Grundsicherung“ – Grundlage des Hartz-IV-Satzes. Darüber und manches Interessante mehr berichtet Kontext in seiner aktuellen Ausgabe. Die wöchentliche Vorschau: …weiterlesen »

Roadtrip unter Terrorverdacht

In der Konstanzer Spiegelhalle läuft derzeit das Jugendstück „Ich rufe meine Brüder“ des schwedischen Autors Jonas Hassen Khemiri. Wenn man sich vorab mit der Entstehung des Stückes beschäftigt, wird die Auswirkung von Vorverurteilungen und General­verdächtigungen deutlich. Ohne zumindest das Programmheft gelesen zu haben, verlässt man das Stück aber mehr verwirrt als betroffen. …weiterlesen »