Die Türkei taugt nicht als Vorbild für Arabien

Seit zwölf Jahren steht die türkische Soziologin Pinar Selek im Verdacht, eine Attentäterin zu sein – ein absurder Vorwurf in einem absurden Rechtssystem. Jetzt startet in Istanbul der dritte Prozess gegen die 38-jährige, die Zuflucht in Deutschland gefunden hat. Doch sie ist nur eine von vielen, die der Willkür der türkischen Justiz ausgesetzt sind: Aus Istanbul berichtet Dieter Sauter. …weiterlesen »

Was kommt nach dem Auto?

Jobs in der Autoindustrie garantieren schon längst nicht mehr, was sie früher boten: ein akzeptables Auskommen und eine halbwegs sichere Zukunft. Und doch ist die Umstellung der Branche weg vom Klimakiller Auto ein schwieriges Unterfangen. Ein Bericht von einer Gewerkschafter-Konferenz über die Frage: Was kommt nach dem Auto? Gibt es Chancen für einen Umstieg? …weiterlesen »

Geißler rettet Mappus und die CDU

Leider haben wir wieder einmal Recht behalten: Schon zu Anfang der „Schlichtung“ zu Stuttgart 21 haben wir vorausgesagt, dass es Heiner Geißler gelingen wird, die Kurve zu kriegen und nicht nur den unterirdischen Bahnhof für richtig zu halten, die Gegner zu spalten und den baden-württembergischen Ministerpräsidenten und seine CDU vor einem Absturz bei der im März nächsten Jahres bevorstehenden Landtagswahl zu retten. So ist es nun gekommen. …weiterlesen »

Merkels Herbst der falschen Gesten

Weil alle, die eigene Partei wie die anderen, die Öffentlichkeit wie die veröffentlichte Meinung, sie bedrängten, fing die Kanzlerin vor einigen Wochen mit dem Entscheiden an: das neue Energiekonzept, die Gesundheits-Reform, die neuen Hartz IV-Gesetze, das Bahnhofs-Projekt Stuttgart 21. Seit Angela Merkel entscheidet, ist endgültig klar, wie prekär es um sie und ihre Koalition bestellt ist. Denn es stellt sich heraus, dass dieser Regierung buchstäblich die Instinkte abhanden gekommen sind. …weiterlesen »

S 21: Undemokrat Mappus + Parteisoldat Geißler

Immer wieder hat die Union auf Kriminalisierung und Angstmache gesetzt, um Wahlen zu gewinnen. Schneller als erwartet wurde diese Taktik auch für die kommende Landtagswahl in Baden-Württemberg bestätigt. In der „Stuttgarter Zeitung“ war eine Analyse der Strategie des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus zu lesen Dieser hat danach den Konflikt mit den Demonstranten bewusst verschärft, um damit ein Wahlkampfthema zur Profilierung bei seinen konservativen Wählern zu bekommen …weiterlesen »

Wie ungebildet dürfen Politiker sein?

Manche Aussagen stehen so sehr „unter aller Kritik“, dass man sich schämt, dazu Stellung zu beziehen. Die Debatte um die Rede des Bundespräsidenten („Muslime gehören zu Deutschland“) hat jedoch derartig absurde Formen angenommen, dass ein Einwurf nötig scheint: Wird die „Verkirchlichung“  hierzulande nicht übertrieben? Gelten Werte der Aufklärung nicht mehr? Ist Deutschland noch ein säkularer Staat? Michael Schmidt-Salomon findet Antworten …weiterlesen »

Was Sie immer schon über Stuttgart 21 wissen wollten…

Bild: Winfried Wolf

Winfried Wolf ist Deutschlands führender Bahn-Kritiker. Deshalb drucken wir seine Rede vor den Stuttgarter S21-Demonstranten von Anfang September ab. Denn wußten Sie, dass es die vermeintliche Zeitersparnis auf der Zugstrecke in den 90iger Jahren schon gab? Wußten Sie, dass die meisten Bahnchefs aus dem Daimler-Konzern kommen? Und erinnern Sie sich noch an Whyl, Wackersdorf und Kalkar? Wolf über die Hintergründe der Schuster-Drexler-Mappus-Show: …weiterlesen »

Die Kosten des Daimler-Wunders

Über ein „neues deutsches Wirtschaftswunder“ jubeln Unternehmer und Politiker in diesem Sommer. Die deutschen Topmanager strotzen vor Optimismus – ein Jahr nach dem Höhepunkt des großen Katzenjammers ist ihr altes Selbstbewusstsein wieder da. Doch ermöglicht haben den Aufschwung vor allem schlechtere Arbeitsbedingungen, Lohnverzicht und Leiharbeit – wieder einmal zahlen Beschäftigte die Zeche, wie das aktuelle Beispiel Daimler zeigt …weiterlesen »

Biedermänner reichen Brandstifter Sarrazin die Zündhölzer

Wenn ich die öffentliche „Debatte“ um den Brandstifter Sarrazin betrachte, drängt sich mir das gleichnamige Drama des Schweizer Schriftstellers Max Frisch auf. Obwohl immer erkennbarer wird, dass Sarrazin ganz offen mit den gerade in Deutschland brandgefährlichen Syndromen, nämlich der Rassenhygiene und einer negativen Eugenik zündelt, reagieren die Biedermänner mit Gutgläubigkeit, Feigheit oder überwiegend gar mit aktiver Unterstützung. Manche helfen Sarrazin – wie in Max Frischs Parabel – sogar noch, dessen Zündschnur zu vermessen. …weiterlesen »

Mutter Teresa: Der große Bluff mit der Nächstenliebe?

Mutter Teresa 1986 / Turelio (CC Lizenz)

Es war davon auszugehen, dass pünktlich zum 100.Geburtstag von Mutter Teresa allerlei Halbwahrheiten und halbgare Legenden durch die Medien geistern. Kein Wunder also, dass auch der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch die 1997 Verstorbene „als ein Mut machendes Symbol christlicher Nächstenliebe“ bezeichnet. Die Giordano-Bruno-Stiftung hält aus aktuellem Anlass kritisch dagegen. Wir dokumentieren den Text in voller Länge …weiterlesen »