Ohne Bewegungs-Power wird das nichts

In einem inzwischen vieldiskutierten Beitrag hat unser Autor O. Pugliese Kritik an Konstanzer Initiativen geübt. Er wirft ihnen vor, häufig engstirnig nur Sonderinteressen im Auge zu haben, bemängelt fehlende Sachkenntnisse und vermisst den langen Atem, der nötig wäre, um dem Ziel einer lebenswerten Stadt näher zu kommen. Wir veröffentlichen hier eine Replik, in der Jürgen Geiger Widerspruch gegen diese Sichtweise anmeldet. …weiterlesen »

„Weder revolutionär noch riskant“

„Die Mieten müssen steigen!“ Kein Ober­bürger­meister, kein Verbandsfunktionär, nicht einmal ein Wohnungsbauinvestor würde diese Forderung heute noch öffentlich erheben. Ein Sturm der Entrüstung, modern Shitstorm genannt, wäre sicher. Konse­quen­ter­weise benennen mittlerweile alle Akteure in Politik und Wohnungswirtschaft die Schaffung bezahlbaren Wohnraums als wichtiges Ziel. Handeln sie auch danach? Nicht immer, meinen unsere Kommentatoren Günther Weiss und Winfried Kropp (s. Foto), beide Mitglieder im Vorstand des Mieterbunds Bodensee. …weiterlesen »

Scala, Zoffingen & Büdingen – Die Schnauze voll?

Die Verbitterung ist groß: Viele BürgerInnen haben sich massiv engagiert, um Bauprojekte etwa in Zoffingen oder auf dem Büdingen-Areal zu verhindern. Genützt hat es nichts, gebaut wird trotzdem. Woran liegt es, dass der Volkswille so wenig bewirkt? Ist das die Schuld einer gekauften Verwaltung oder am Schicksal normaler Menschen desinteressierter GemeinderätInnen? Haben die Initiativen nicht genug Druck gemacht oder nicht die richtigen Mittel gewählt? Hier der Versuch einer Bestandsaufnahme. …weiterlesen »

Vom Sozialpass bis zum BGE

Alle Jahre wieder, da kommt die Statistik über die Sozialpass-InhaberInnen der Stadt Konstanz auf den Tisch. Dieser Tage war es wieder so weit. Aus dem Sozial- und Jugendamt wurden die neuesten Zahlen für 2017 bekanntgegeben. Unser Autor hat sie sich genau angeschaut und denkt dabei auch über den Tellerrand hinaus. …weiterlesen »

Geschichte wird gemacht, es geht voran

170 Jahre ist sie erst her, die badische Revolution, doch das Ländle ist heute kaum mehr wiederzuerkennen. Die Eisenbahn zwischen Karlsruhe und Basel ist fertig, Stuttgart 21 vielleicht auch bald. Die SPD wurde erfunden – und ist schon beinahe wieder verschwunden. Baden und Schwaben haben sich zwangsvereinigt. Ein grüner Ministerpräsident stürzt die gesellschaft­li­chen Verhältnisse entschlossen um. Alles ist anders geworden. Wirklich alles. Hier ein Text aus der Zeit der Revolution 1848/49. …weiterlesen »

Fahrradstadt Konstanz?

Anfang August wurde in Konstanz die zweite „Fahrradstraße“ eröffnet. Seitdem steht an der Zählstelle an der Fahrradbrücke die stolze Bezeichnung Fahrradstadt. Ein hochtrabender Begriff. Mittlerweile haben rund 700.000 Fahrräder diese Zählstelle passiert; die tägli­chen Passagen sind jahreszeitlich bedingt rückläufig. Den ersten Teil des Projekts in der Schottenstraße konnte Mensch noch als Roh­projekt durchgehen lassen; im Laufe der Zeit würden Korrekturen verwirklicht, die ein vernünftiges Resultat zeitigen. Soweit eine wohlwollende Annahme. …weiterlesen »

Und das war’s nun!

Nach der Sondersitzung des Kulturausschusses waren das die meist gestellten Fragen der vielen anwesenden Bürgerinnen und Bürger: „Das war’s nun?“, „Wer zahlt denn nun den entstandenen Schaden?“ und „Welche Konsequenzen gibt es für den Bürgermeister?“. Kurz geantwortet: Ja, das scheint’s nun gewesen zu sein, den Schaden zahlt wie immer die Allgemeinheit und der Bürgermeister bleibt wie gehabt im Amt. …weiterlesen »

Ein politisches Erdbeben – nicht nur für die SPD

Es ist nicht nur ein Schock für die SPD, es ist ein Erdbeben in der politischen Landschaft: Auch wenn es sich „nur“ um eine Umfrage handelt, so muss die Nachricht für die Sozialdemokratie ein schwerer Schlag gewesen sein. Mittlerweile könnte die altgediente Partei nur noch auf Platz drei hinter der AfD abrutschen, wenn man den aktuellen Zahlen glaubt. Und zweifelsfrei ist das Stimmungsbild der letzten Tage und Wochen authentisch: Der Zulauf in die rechtspopulistische Ecke, er nimmt immer neue Züge an – von den angeblich „Abgehängten“ über die Protestwähler bis hin zu eingesessenen Rechtsradikalen, die auf Deutschlands Straßen Angst und Schrecken verbreiten. …weiterlesen »

Die Kümmerer von rechts und links

Ein neuer seemoz-Text der Rubrik „Kontrovers“, in der Meinungen formuliert werden, die zur Diskussion anregen wollen. Es geht um ein beherrschendes Thema dieser Tage: Wer steht wann und wo und warum auf? Gedanken zur Sammlungsbewegung „Aufstehen“. …weiterlesen »

Kann man gegen Endlager, aber für AKWs sein?

… titelte im Mai 2017 die Schweizer Boulevard-Zeitung „Blick“ zum Thema „Suche nach einem Atommüllendlager“ nach der Volksabstimmung zur „Energiestrategie 2050“, bei der das Schweizer Stimmvolk mit deutlicher Mehrheit für das Verbot von neuen Atomkraftwerken (bei Weiterbetrieb der bestehenden Kraftwerke ohne jegliche zeitliche Befristung) gestimmt hat. …weiterlesen »

Was ist das Ehrenamt heute noch wert?

Ehrenamtlicher oder Ehrenamtliche zu sein, das ist im Jahre 2018 nicht so einfach. Denn wenn sich der Sozialstaat zurück zieht, wird manches Ehrenamt zur Ausbeutung. Dass der Markt der Freiwilligkeit auch seine Tücken hat, weiß unser Autor aus eigener Erfahrung und meint, dass eine Diskussion um die Zukunft des Ehrenamtes heute dringlicher ist denn je. Nur: Aufrichtig muss eine solche Debatte geführt werden. …weiterlesen »

Offene Grenzen? Da ist noch Luft nach oben

Wie hältst Du es mit der Forderung nach offenen Grenzen? In einem Gespräch begegnete mir kürzlich dieses Thema – und ehrlich gestanden, hatte ich mir bis zu diesem Moment gar keine Gedanken darüber gemacht, wo ich mich in einer die Tagespolitik momentan stark bestimmenden Gretchenfrage denn tatsächlich positioniere. …weiterlesen »

Dürfen wir uns gemeinsam fürchten?

Am Konstanzer Stadttheater sorgte die Inszenierung von George Taboris Farce „Mein Kampf“ für ein weltweites Aufsehen in den Medien. Die Idee einer Freikarte beim Tragen eines Hakenkreuzes von Regisseur Serdar Somuncu löste eine Debatte aus, ebenso das Premierendatum am 20. April. Veronika Fischer hielt die Inszenierung stellenweise für platt und geschmacklos. Im Gespräch mit der Sozial- und Kulturanthropologin Andrea Zielinski (Foto) erhielt sie einen anderen Blick auf Stück und Aufführung. …weiterlesen »

„Die Demokratie braucht ein anderes Theater“

Die Aufregung um das Konstanzer Theater und das Stück „Mein Kampf“ ebbt nicht ab. Nun schaltet sich auch der Konstanzer Psychologe Georg Lind (s. Foto) ein. Seine These: Mit diesem Stück und dieser Diskussion wird Demokratieverdrossenheit geschürt und das Gegenteil von dem erreicht, was man vorgibt, schützen zu wollen. Lesen Sie hier seinen Gastbeitrag: …weiterlesen »

Russlandfreund, Englandversteher, mündiger Bürger?

Bin ich russlandfreundlich, nur, weil ich es etwas armselig finde, wenn sich Großbritannien allein auf Vorurteile und haltlose Annahmen zurückzieht, nachdem auf den Straßen des Vereinigten Königreichs ein Giftanschlag verübt wurde, dessen Hintermänner nach Überzeugung Londons ausschließlich in Moskau zu finden sein können? …weiterlesen »

Wir haben unser Sättigungsgefühl verloren

Ja, zweifelsohne: Die Gebäudebestandsdatei der Stadt Konstanz beeindruckt. Im März im Gemeinderat vorgestellt, erfasst sie alle Gebäude und Wohnungen, die in Konstanz bis ins Jahr 2016 gebaut wurden. Und wie die Stadt es in ihrer Pressemitteilung richtig formuliert: Mit diesen Zahlen „relativiert“ sich auch das Vorhaben des „Handlungsprogramms Wohnen“, nach welchem bis ins Jahr 2035 insgesamt 7900 neue Wohnungen gebaut werden sollen. …weiterlesen »

Erikli: „Partizipation hat Zukunft“

Es ist noch gar nicht solange her, dass unser Gastautor Wolfgang J. Koschnick auf seemoz eine rege Diskussion über die „direkte Demokratie“ in der Schweiz lostrat. An der beteiligt sich nun Nese Erikli, die grüne Landtagsabgeordnete aus Konstanz. Ihr Debatten-Beitrag: …weiterlesen »