Die Verdingkinder der Schweiz

Foto: Paul Senn, FFV, Kunstmuseum Bern, Copyright GKS

Im Historischen Museum in Frauenfeld beschäftigt sich die Ausstellung „Verdingkinder reden – Enfances volees“ mit einem Stück Schweizer Geschichte, das zu den schwärzesten des Landes zählt. Die Ausstellung will die Erinnerung an die furchtbaren Schicksale dieser  Kinder  wach halten und lässt ehemalige Verdingkinder in ihren sehr persönlichen Berichten erzählen, was ihnen in jungen Jahren widerfahren ist. …weiterlesen »

Komturei Tobel: Kunst in verfallendem Gemäuer

Mit einer eher ungewöhnlichen Aktion macht jetzt die Komturei Tobel auf sich aufmerksam. „Unter die Haut ins Herz“ ist Titel einer Ausstellung rund um das Thema Tattoo, die bis 7. Oktober in einem Seitentrakt der seit Jahren immer mehr verfallenden, geschichtsträchtigen Anlage im Hinterthurgau gezeigt wird. Mit Bildern, Aktionen, Geschichten will der Schweizer „Hautkünstler“ Gass Rupp das Verständnis fördern für die Welt des Tattoos. …weiterlesen »

Hexenjagd auf Lehrer. Oder: Die Freiheit, nicht zu glauben

Valentin Abgottspon; Foto: gutknecht-informatik.com

Seit 1997 verleiht die schweizerische Zeitschrift „Beobachter“ den Prix Courage für außerordentliche, mutige Taten. Unter den Nominierten dieses Jahr auch Valentin Abgottspon. Der Walliser Lehrer war letztes Jahr zu nationaler Bekanntheit gelangt: Seine Weigerung, unter dem Kruzifix zu unterrichten, brachte ihm die fristlose Kündigung ein. Der Fall zeigt exemplarisch, dass Diskriminierung viele Gesichter hat. Auch in der Schweiz …weiterlesen »

Fluglärmstreit: Schweizer schlagen zurück

Wo einst Peer Steinbrück mit der Kavallerie einrücken wollte, wird jetzt zurück geschlagen. Jedenfalls fahren einige Zürcher Mandatsträger in Sachen Fluglärm inzwischen schwere Geschütze auf, um die „Schwaben“ zum Einlenken zu zwingen. Schließlich dürfe die Schweiz „die Druckversuche nicht einfach hinnehmen“, gegen diese „ausländischen Repressionen“ müssten Gegenmaßnahmen ergriffen werden, so Mitglieder des Zürcher Kantonsparlamentes. …weiterlesen »

„Ausländer raus“ – auf ein Neues

20110731-214742.jpgDie Schweizerische Volkspartei (SVP) gibt nicht auf: Mit einer weiteren Volksinitiative nehmen die Rechtskonservativen einen neuen Anlauf, den weiteren Zuzug von Ausländern zu verhindern, zumindest aber massiv einzuschränken. Punktgenau zum Schweizer Nationalfeiertag, dem höchsten Feiertag der Eidgenossen, aber auch mit Blick auf die Parlamentswahlen im Herbst, wurde die Initiative „Masseneinwanderung stoppen!“ gestartet.
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Verstönd sie mi? Und andere Schweizer Eigenheiten

Neue Sponsoren beim Seenachtfest, neue Mundart-Initiativen im Thurgau und Landgasthöfe, die dem Bauboom weichen müssen – manchmal ticken Schweizer anders. Und wir, diesseits des Gartenzauns, hinken hinterher. Deshalb intensiviert seemoz seine Berichterstattung aus dem befreundeten Ausland und berichtet verstärkt aus den Bodensee-Kantonen: Völkerverständigung en miniature. …weiterlesen »

„Delphine gehören ins Meer und nicht auf den Rummelplatz“

Die Klagen häufen sich: Der Freizeitpark Connyland im thurgauischen Lipperswil steht wieder in der Kritik. Die Anlage sei für die Aufzucht von Delphinen völlig ungeeignet, so jetzt einer der Vorwürfe der deutschen Organisationen ProWal AG, Radolfzell, und Wal- und Delphinschutz-Forum (WDSF). Ihre Forderung, das inzwischen einzige Delphinarium in der Schweiz endlich zu schließen, wollen die beiden Organisationen mit einer Demonstration bekräftigen. …weiterlesen »

Immer gegen die Raucher

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Foto: © ValetheKid/flickr.com

Was wurde er damals belächelt, jener Wirt in Lengwil, der 1987 seinen „Sternen“ zum Nichtraucherlokal erklärte. Heute kann man sagen, Bernhard Bieri war seiner Zeit weit voraus. Denn auch lange nach Eröffnung des ersten Nichtraucherlokals in der kleinen Thurgauer Gemeinde war bei den Eidgenossen Rauchen in Gaststätten kein Thema. Selbst als hierzulande nur noch auf der Straße gequalmt werden durfte, genossen im Nachbarland die Gäste weiter ihre Zigarette zum Kaffee oder zum Bier.
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Noch eine unendliche (Straßen-)Geschichte

Foto: Roadrunner38124/flickr.com

Nicht nur hierzulande wird an Straßenbauprojekten oft jahrzehntelang herumgeplant und –diskutiert, man denke etwa an die wahrhaft unendliche Geschichte der B 33. Auch anderswo sind solche Planungen nur mit großen Schwierigkeiten, wenn überhaupt, umzusetzen. Zum Beispiel im Thurgau. Der Schweizer Grenzkanton ist durch zwei Hauptachsen an die überregionalen Verkehrsnetze angebunden, die Autobahn A7 Richtung Kreuzlingen sowie die A1 Richtung St. Gallen. …weiterlesen »

Wahrhaft edle Spender

In der Schweiz gibt es so was noch: Wohlhabende Bürger, die ihr nicht unbeträchtliches Vermögen ihrem Heimatort vermachen. Allerdings meist nicht einfach so, sondern zweckgebunden. Als Dank und Anerkennung gibt`s dann die Ehrenbürgerwürde. Immerhin. …weiterlesen »